Eduard Lewandowski

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Flag of Russia and Germany.svg Eduard Lewandowski Eishockeyspieler
Eduard Lewandowski
Personenbezogene Informationen
Geburtsdatum 3. Mai 1980
Geburtsort Krasnoturjinsk, Russische SFSR
Größe 187 cm
Gewicht 94 kg
Spielerbezogene Informationen
Position Stürmer
Nummer #11
Schusshand Links
Draftbezogene Informationen
NHL Entry Draft 2003, 8. Runde, 242. Position
Phoenix Coyotes
Spielerkarriere
1997–2001 EC Wilhelmshaven
2001–2002 Eisbären Berlin
2002–2006 Kölner Haie
2006–2008 Adler Mannheim
2008–2010 HK Spartak Moskau
2010 Neftechimik Nischnekamsk
2010−2012 Atlant Mytischtschi
2012−2013 HK Spartak Moskau
Neftechimik Nischnekamsk
seit 2013 Awtomobilist Jekaterinburg

Eduard Lewandowski (russisch Эдуард Вольдемарович Левандовский/Eduard Woldemarowitsch Lewandowski; * 3. Mai 1980 in Krasnoturjinsk, Russische SFSR) ist ein deutsch-russischer Eishockeyspieler, der seit Mai 2013 bei Awtomobilist Jekaterinburg in der Kontinentalen Hockey-Liga unter Vertrag steht.

Karriere[Bearbeiten]

Eduard Lewandowski ist im russischen Krasnoturjinsk geboren, wo er früh eine Sportart namens Bandy erlernte, was dem Eishockey ähnlich ist. Im Alter von 15 Jahren kam er nach Deutschland, wechselte zum Eishockey und begann 1997 seine Profi-Karriere beim EC Wilhelmshaven, wo ihm mit der Mannschaft innerhalb von zwei Jahren der Aufstieg aus der Landesliga in die 2. Bundesliga gelang. In der 2. Liga gehörte er beim norddeutschen Club zu den Leistungsträgern. In seinen ersten beiden Jahren verbuchte er in 97 Spielen 87 Scorerpunkte.

Eduard Lewandowski im Trikot der Adler Mannheim

Zur Saison 2001/02 wechselte Lewandowski in die Deutsche Eishockey Liga zu den Eisbären Berlin. Nach einer zwar für ihn persönlich erfolgreichen Saison, in der er allerdings mit den Eisbären bereits im Viertelfinale der Playoffs ausschied, entschied er sich zu einem Wechsel zum damals amtierenden deutschen Meister, den Kölner Haien. Ein wichtiger Grund für seinen Wechsel war, dass Hans Zach Trainer in Köln war. Mit ihm hatte Lewandowski bereits in der Nationalmannschaft zusammengearbeitet.

In Köln entwickelte sich Lewandowski weiter zu einem der technisch besten deutschen Eishockeyspieler. So wurde er von den Phoenix Coyotes an insgesamt 242. Stelle während des NHL Entry Draft 2003 ausgewählt, entschied sich jedoch zunächst für einen Verbleib bei den Haien. Größte Erfolge mit dem KEC waren die Vizemeisterschaft 2003 und der Gewinn des DEB-Pokals 2004.

Zur Spielzeit 2006/07 wechselte er zum Ligakonkurrenten Adler Mannheim und gewann prompt den Pokal und die Meisterschaft. Im Sommer 2008 verlängerte Lewandowski seinen Vertrag in Mannheim, wechselte aber zur Saison 2008/09 zum russischen KHL-Teilnehmer HK Spartak Moskau. Seine DEL-Transferrechte hielten bis 2011 die Adler.

Im Januar 2010 gab Spartak Moskau Lewandowski an Neftechimik Nischnekamsk ab. Für Neftechimik absolvierte er 20 KHL-Partien, ehe er im Juli des gleichen Jahres von Atlant Mytischtschi verpflichtet wurde. In den folgenden zwei Jahren ging Lewandowski für Atlant aufs Eis und brachte es dabei auf über 100 Einsätze in der Hauptrunde sowie 36 Playoff-Partien. Nach Auslaufen seines Vertrages wechselte er im Mai 2012 zurück zu Spartak Moskau. Im Januar 2013 wurde er bis Saisonende an Neftechimik Nischnekamsk und absolvierte 14 Partien für diesen Klub. Anschließend kehrte er zu Spartak zurück, wurde aber noch im Mai 2013 an Awtomobilist Jekaterinburg abgegeben.

International[Bearbeiten]

Obwohl Lewandowski in seinen Vereinen stets zu den Leistungsträgern und Topscorern gehörte, konnte er diese Leistung bei der Nationalmannschaft nur selten abrufen. Dennoch gehört er zwischen 2002 und 2006 zum Stammkader der DEB-Auswahl. An den Weltmeisterschaften 2002 bis 2005 nahm er ebenso teil, wie am World Cup of Hockey 2004 und den Olympischen Winterspielen 2006 in Turin.

Erfolge und Auszeichnungen[Bearbeiten]

Karrierestatistik[Bearbeiten]

Reguläre Saison Play-offs
Saison Team Liga Sp T V Pkt SM Sp T V Pkt SM
1997/98 EC Wilhelmshaven-Stickhausen 1. Liga Nord 48 19 12 31 46
1998/99 EC Wilhelmshaven-Stickhausen 1. Liga Nord 49 35 21 56 96
1999/00 EC Wilhelmshaven-Stickhausen 2. Bundesliga 48 15 26 41 104
2000/01 EC Wilhelmshaven-Stickhausen 2. Bundesliga 42 21 28 49 87
2001/02 Eisbären Berlin DEL 59 7 15 22 57 4 0 0 0 2
2002/03 Kölner Haie DEL 46 6 14 20 46 13 3 3 6 43
2003/04 Kölner Haie DEL 52 16 17 33 85 5 1 2 3 16
2004/05 Kölner Haie DEL 49 19 20 39 49 6 1 1 2 33
2005/06 Kölner Haie DEL 52 20 26 46 48 9 3 5 8 31
2006/07 Adler Mannheim DEL 51 13 26 39 26 11 2 9 11 12
2007/08 Adler Mannheim DEL 55 16 24 40 32 5 1 3 4 4
2008/09 HK Spartak Moskau KHL 49 10 17 27 38 6 0 1 1 6
2009/10 HK Spartak Moskau KHL 44 10 17 27 52
2009/10 Neftechimik Nischnekamsk KHL 11 3 2 5 6 9 0 0 0 4
2010/11 Atlant Mytischtschi KHL 54 6 6 12 54 24 4 5 9 4
2011/12 Atlant Mytischtschi KHL 54 7 10 17 26 12 1 1 2 2
2012/13 HK Spartak Moskau KHL
DEL gesamt 364 97 142 239 343 53 11 26 37 142
KHL gesamt 212 36 53 89 176 51 5 7 12 16

International[Bearbeiten]

Jahr Team Veranstaltung Sp T V Pkt SM +/–
2002 Deutschland WM 7 0 1 1 2 –5
2003 Deutschland WM 7 0 3 3 2 –2
2004 Deutschland WM 6 1 0 1 4 +1
2004 Deutschland World Cup 4 0 1 1 4
2005 Deutschland WM 6 0 3 3 2 +2
2006 Deutschland Olympia 5 0 2 2 0 –3

(Legende zur Spielerstatistik: Sp oder GP = absolvierte Spiele; T oder G = erzielte Tore; V oder A = erzielte Assists; Pkt oder Pts = erzielte Scorerpunkte; SM oder PIM = erhaltene Strafminuten; +/− = Plus/Minus-Bilanz; PP = erzielte Überzahltore; SH = erzielte Unterzahltore; GW = erzielte Siegtore; 1 Play-downs/Relegation)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Eduard Lewandowski – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien