Eduard Schwyzer

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Eduard Schwyzer [ʃviːt͡sər], ursprünglich Eduard Schweizer (* 15. Februar 1874 in Zürich; † 3. Mai 1943 in Berlin), war ein Schweizer klassischer Philologe und Indogermanist.

Leben[Bearbeiten]

Schwyzer promovierte 1897 an der Universität Zürich bei Adolf Kägi und war anschliessend Kantonsschullehrer in Solothurn. Von 1898 bis 1927 arbeitete er als Redaktor am Schweizerischen Idiotikon.

1902 wurde er Privatdozent, 1909 ausserordentlicher und 1912 – als Nachfolger Kägis – ordentlicher Professor für Vergleichende indogermanische Sprachwissenschaft und Sanskrit an der Universität Zürich. Ab 1927 wirkte er an der Universität Bonn und ab 1932 als ordentlicher Professor für indogermanische Sprachvergleichung an der Universität Berlin; dort verstarb er 1943 im Amt.

Im Januar 1937 wurde er als ordentliches Mitglied in die Preussische Akademie der Wissenschaften gewählt. 1938 (1937?) erhielt er die Ehrendoktorwürde der Universität Athen.

Schwyzer ist Autor einer zweibändigen Grammatik der altgriechischen Sprache, die seit 1939 mehrfach in neuer Auflage erschien.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Grammatik der Pergamenischen Inschriften: Beiträge zur Laut- und Flexionslehre der gemeingriechischen Sprache. Weidmann, Berlin 1898 (Nachdruck: Weidmann, Hildesheim 2003).
  • Dialectorum graecarum exempla epigraphica potiora. Hirzel, Leipzig 1923.
  • Griechische Grammatik. C. H. Beck, München. Band 1: Allgemeiner Teil, Lautlehre, Wortbildung, Flexion. 1939. Band 2: Syntax und syntaktische Stilistik. 1950. Band 3: Register. 1953. Band 4: Stellenregister. 1971.
  • Rüdiger Schmitt (Hrsg.): Kleine Schriften. Hrsg. vom Institut für Sprachwissenschaft der Universität, Innsbruck 1983.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Wikisource: Eduard Schwyzer – Quellen und Volltexte