Eduardo Lourenço

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Eduardo Lourenço

Eduardo Lourenço de Faria (* 23. März 1923[1] in São Pedro de Rio Seco, Distrikt Guarda, Portugal) ist ein portugiesischer Literaturwissenschaftler, Essayist und Philosoph. Er ist der bedeutendste zeitgenössische Denker Portugals.

Leben[Bearbeiten]

Lourenço studierte Philosophie und Geschichte an der Universität Coimbra. Dort lehrte er auch von 1946 bis 1952 als Professor. Von 1953 bis 1954 lehrte er portugiesische Literatur an der Universität Hamburg und von 1954 bis 1955 an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. Anschließend war er in den Jahren von 1955 bis 1958 als Professor an der Universität Montpellier.

Nach kurzer Lehrtätigkeit von 1958 bis 1959 an der Universität von Salvador da Bahia (Brasilien) ging er im Jahr 1960 nach Frankreich, um dort bis 1965 an der Universität Grenoble zu lehren. Danach folgte er einem Ruf an die Universität Nizza Sophia-Antipolis, wo er bis zu seiner Emeritierung blieb. Anschließend wurde ihm der Posten als Kulturattaché in Rom übertragen. Seit 1988 ist er außerdem Herausgeber der portugiesischen Zeitschrift „Finisterra“.

Heute lebt Lourenço de Faria in Vence an der Côte d’Azur.

Lourenço gehört zu den hervorragendsten Kennern der Werke des portugiesischen Dichters und Schriftstellers Fernando Pessoa (1888-1935). Sein Werk stellt die Frage nach der Kultur und Identität Portugals und dessen Geschichte.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Portugal-Europa: Mythos und Melancholie, TFM-Verlag, 1997
  • Mythos der Saudade, Suhrkamp Verlag, 2001

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Die Akademie der Wissenschaften von Lissabon gibt seinen Geburtstag mit 29. Mai an.
  2. Ana Dias Cordeiro: Eduardo Lourenço é o Prémio Pessoa 2011. In: Público. 16. Dezember 2011, abgerufen am 18. Dezember 2011 (portugiesisch).

Weblinks[Bearbeiten]