Edward Boyd

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Edward Boyd (* 11. Mai 1916 in Stevenston‚ Ayrshire; † 17. Dezember 1989 in Glasgow) war ein schottischer Krimiautor.

Er schrieb viele Serien für die BBC in Schottland und Granada Television sowie zahlreiche Hörspiele für den Rundfunk. 1971 wurde Boyd mit dem Preis der "Writers' Guild" für die beste Radioserie ausgezeichnet.

Seine wichtigsten Krimihörspiele - allesamt Mehrteiler von sprachlich anspruchsvoller Qualität:

Jahr Deutscher Titel Anzahl und Dauer der Einzelteile Regie Bemerkungen
1969 Fünf Finger machen eine Hand 56, 54 und 52 Min
(alternativ 40, 45, 42 und 38 Min)
Heiner Schmidt Steve Gardiner-Trilogie II *
1970 Die schwarze Kerze 57, 57 und 59 Min Gustav Burmester Steve Gardiner-Trilogie I
1971 Kein Mann steigt zweimal in denselben Fluss 52, 54 und 54 Min Heiner Schmidt *
1973 Schwarz wird stets gemalt der Teufel 52, 48 und 47 Min Heiner Schmidt Steve Gardiner-Trilogie III *
1975 Dachse im Eulenlicht oder
Die Suche des Peter Talion
34, 36 und 39 Min Heiner Schmidt *
1986 Bullivants Match oder Brachvogel im Herbst 50, 49 und 53 Min Peter Michel Ladiges *
1989 Spanische Schlösser 44, 49 und 52 Min Bernd Lau *

In Deutschland wurden die mit * gekennzeichneten Hörspiele von Hubert von Bechtolsheim und Marianne de Barde ins Deutsche übertragen und vom damaligen Südwestfunk (heute SWR) als Hörspiele inszeniert.

Dachse im Eulenlicht oder Die Suche des Peter Talion[Bearbeiten]

Stellvertretend für alle seine Hörspiele ein paar Worte zum wohl bekanntesten Radiospiel von Edward Boyd, einem Dreiteiler des SWF.

Peter Talion schleust sich in eine schottische Landkommune ein, die im alten Balphinn-House lebt. Er ist auf der Jagd nach dem Mörder seines Bruders und wird Zeuge, wie sich die alternative Wohngemeinschaft gegen den Zorn aufgebrachter Dorfbewohner wehren muss. Aber auch die Suche entwickelt sich ganz anders, als Peter es sich gedacht hatte.

Seine besondere Spannung bezieht der Krimi zum einen aus der prägnanten Stimme von Christian Brückner, der die erzählende Titelfigur mit allen vokalen Nuancen spricht. Zum anderen sind alle gesprochenen Szenen mit Musik einer akustischen Gitarre hinterlegt, die durch ihre ständigen Variationen nur weniger Akkorde für hypnotische Atmosphäre und steigende Spannung sorgt.

Regie führte Heiner Schmidt, die Sprecher der Hauptfiguren waren Christian Brückner, Manfred Zapatka, Friedhelm Scheele, Dieter Zimmer, Heidemarie Rohweder, Jochen Busse, Lana Löber, Ilka Höttger, Karin Schroeder, Wolfgang Büttner, Antje Hagen, Manfred Georg Herrmann, Hans Röhr, Wolfgang Reinsch, Jürgen Andreas, Ernst Jacobi.

Weblinks[Bearbeiten]