Edward H. Tarr

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Edward H. Tarr mit Tarr-Model hoch-B-Trompete von Yamaha.

Edward Hankins Tarr (meist Edward H. Tarr; * 15. Juni 1936 in Norwich, Connecticut) ist ein US-amerikanischer Trompetenvirtuose und Musikwissenschaftler. Er ist insbesondere bekannt für seine Verdienste um die Wiederbelebung historischer Blechblasinstrumente (z. B. Barocktrompete und Zink) und deren Spielweise.

Leben[Bearbeiten]

Tarr war Schüler der Orchestertrompeter Roger Voisin (Boston Symphony Orchestra) und Adolph Herseth (Chicago Symphony Orchestra). 1959 zog er nach Europa, um an der Universität Basel Musikwissenschaft zu studieren. Von 1972 bis 2001 unterrichtete er sowohl an der Musikhochschule Basel als auch an der Schola Cantorum Basiliensis. Von 1985 bis 2004 war er Direktor des Trompetenmuseums Bad Säckingen. Seit 2005 hat er eine Professur an der Hochschule für Musik Karlsruhe[1] inne. Edward H. Tarr lebt mit seiner Frau Irmtraud Tarr im Ortsteil Eichsel von Rheinfelden (Baden).

Werk[Bearbeiten]

Edward H. Tarr in Hamburg-Altenwerder (1996)

Edward H. Tarrs Repertoire umfasst neben Schwerpunkten aus der Barockzeit und der Romantik auch zeitgenössische Kompositionen. Der Komponist Mauricio Kagel widmete ihm eine Reihe von Werken. Als Musikforscher ist Tarr Herausgeber zahlreicher Urtextfassungen bekannter Trompetenkonzerte, sowie der Komplettausgabe der Trompetenwerke von Giuseppe Torelli. Weiterhin wirkte er an der Entwicklung neuer Instrumentenmodelle (mit Yamaha in Hamamatsu) und an der Rekonstruktion historischer Blechblasinstrumente (mit Meinl und Lauber in Geretsried sowie Adolf Egger und Sohn in Basel) mit. Als Autor hat er mehrere Bücher verfasst, darunter das Standardwerk „Die Trompete“.

Schüler[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.hfm-karlsruhe.de/

Weblinks[Bearbeiten]