Edwin Valero

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Edwin Valero Boxer
Edwin Valero

Edwin Valero

Daten
Geburtsname Edwin Valero
Gewichtsklasse Leichtgewicht
Nationalität Venezolanisch
Geburtstag 3. Dezember 1981
Geburtsort Bolero Alto
Todestag 19. April 2010
Todesort Valencia
Stil Rechtsauslage
Größe 1,70 m
Kampfstatistik
Kämpfe 27
Siege 27
K.-o.-Siege 27
Niederlagen 0

Edwin Valero (* 3. Dezember 1981 in Bolero Alto, Mérida, Venezuela; † 19. April 2010 in Valencia, Venezuela) war ein venezolanischer Profiboxer.

Laufbahn[Bearbeiten]

Edwin Valero begann im Alter von zwölf Jahren mit dem Boxen. Als Amateur wurde er dreimal Venezolanischer Meister. Im Jahr 2000 gewann er in Caracas die Zentralamerikanischen und Karibischen Spiele, er besiegte dort im Finale der Federgewichtsklasse den Mexikaner Francisco Bojado nach Punkten.

Am 5. Februar 2001 war Valero, ohne Helm Motorrad fahrend, in einen schweren Verkehrsunfall verwickelt, bei dem er sich eine Schädelfraktur zuzog. Er musste sich darauf einer Operation zur Entfernung eines Blutgerinnsels unterziehen, durfte aber seine Boxkarriere fortsetzen.

2002 wurde er dann Profi. Bald wurde man durch seine schnellen K.o.-Siege auch in den USA auf ihn aufmerksam und so wurde er nach seinem zwölften Kampf von Golden Boy Promotions, der Promotionsfirma von Óscar de la Hoya unter Vertrag genommen. Im Januar 2004 wurde ihm jedoch nach einer MRT-Untersuchung in New York die Boxlizenz entzogen.

Er unterbrach zunächst seine Karriere, kehrte aber 2005 in den Ring zurück und boxte seitdem vorwiegend in lateinamerikanischen Ländern und Japan. Valero gewann gegen seine ersten achtzehn Gegner durch K.o. in der ersten Runde, was zu diesem Zeitpunkt einen neuen Rekord in der Geschichte des Profiboxens darstellte. Der Rekord wurde allerdings 2008 durch den US-amerikanischen Mittelgewichtler Tyrone Brunson gebrochen, dem es gelang, seine ersten 19 Kämpfe in der ersten Runde zu entscheiden.

In seinem zwanzigsten Profikampf bekam Valero die Chance, in Panama-Stadt gegen den panamaischen WBA-Titelträger Vicente Mosquera zu kämpfen und sicherte sich den Titel durch technischen K.o. in der zehnten Runde. Valero siedelte dann nach Japan über und stand dort bei Teiken Promotions unter Vertrag. Er verteidigte den WBA-Titel bis 2008 vier Mal und legte den Gürtel dann nieder, um in die nächsthöhere Gewichtsklasse, das Leichtgewicht, zu wechseln. Im März 2008 erhielt Valero im US-Bundesstaat Texas wieder eine Boxlizenz für Kämpfe in den USA. Am 4. April 2009 siegte er im Kampf um den vakanten Weltmeistertitel der WBC im Leichtgewicht gegen den 39-jährigen Kolumbianer Antonio Pitalua durch technischen K.o. in der zweiten Runde. Er verteidigte den Gürtel zweimal, gegen die Mexikaner Héctor Velázquez und Antonio DeMarco, bevor er den Titel wieder niederlegte, um in das Halbweltergewicht aufzusteigen.

Am 18. April 2010 wurde Valero unter dem Verdacht des Mordes an seiner Frau, Jennifer Carolina Viera de Valero, in einem Hotel in Valencia verhaftet. Nach Angaben der Polizei hatte er den Mord an der Hotelrezeption gestanden. In der Vergangenheit gab es schon des Öfteren Gewalt und Streit in der Beziehung, eine Klage wegen Körperverletzung war erst wenige Monate zuvor erfolgt. Am Morgen des 19. April 2010 versuchte Valero, sich mit seiner eigenen Kleidung in seiner Gefängniszelle zu erhängen. Er starb unmittelbar darauf im Krankenhaus an der Asphyxie als Folge des Selbstmordversuchs.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Box-Champion Valero nimmt sich das Leben bei www.focus.de

Weblinks[Bearbeiten]


Vorgänger Amt Nachfolger
Vicente Mosquera Weltmeister im Halbleichtgewicht (WBA)
5. August 2006 – 31. August 2008
Jorge Linares
Manny Pacquiao Weltmeister im Leichtgewicht (WBC)
4. April 2009 – 9. Februar 2010
Humberto Soto