Egestorf

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Egestorf (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Egestorf
Egestorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Egestorf hervorgehoben
53.193310.065483Koordinaten: 53° 12′ N, 10° 4′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Harburg
Samtgemeinde: Hanstedt
Höhe: 83 m ü. NHN
Fläche: 48,7 km²
Einwohner: 2396 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 49 Einwohner je km²
Postleitzahl: 21272
Vorwahl: 04175
Kfz-Kennzeichen: WL
Gemeindeschlüssel: 03 3 53 009
Gemeindegliederung: 5 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schätzendorfer Str. 8
21272 Egestorf
Bürgermeister: Marko Schreiber
Lage der Gemeinde Egestorf im Landkreis Harburg
Königsmoor Otter Welle Tostedt Wistedt Tostedt Handeloh Undeloh Dohren Heidenau Dohren Kakenstorf Drestedt Wenzendorf Halvesbostel Regesbostel Moisburg Hollenstedt Appel Neu Wulmstorf Rosengarten Buchholz in der Nordheide Egestorf Hanstedt Jesteburg Asendorf Marxen Harmstorf Bendestorf Brackel Seevetal Landkreis Harburg Niedersachsen Landkreis Rotenburg (Wümme) Landkreis Heidekreis Landkreis Lüneburg Landkreis Stade Freie und Hansestadt Hamburg Schleswig-Holstein Gödenstorf Eyendorf Vierhöfen Garlstorf Salzhausen Toppenstedt Wulfsen Garstedt Stelle Tespe Marschacht Drage WinsenKarte
Über dieses Bild

Egestorf ist der Hauptort der gleichnamigen Gemeinde im Landkreis Harburg in Niedersachsen.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Egestorf liegt am Ostrand des Naturschutzgebietes Lüneburger Heide. Die Gemeinde gehört der Samtgemeinde Hanstedt an und befindet sich im Süden der Metropolregion Hamburg.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die Ortsteile der Gemeinde sind:

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten]

In der jetzigen politischen Gemeinde Egestorf können noch heute die bronzezeitlichen Grabhügel besichtigt werden. In der nachfolgenden Zeit wurden hier die Langobarden und die aus Südskandinavien kommenden Völker des Sachsenverbandes sesshaft. Egestorf wurde 1252 erstmals urkundlich erwähnt (Urkunde Nr. 433 des Verdener Urkundenbuches als Edestorpe). Der Ortsteil Döhle ist urkundlich mit ursprünglich sieben Ursiedlungshöfen 1135 nachzuweisen. Die Egestorfer Kirche wurde 1419 verselbstständigt und 1447 von der Kirche Salzhausen abgelöst. Im Jahr 1567 wurde zum ersten Mal das Bestehen einer Schule erwähnt und die noch heute bestehende Fachwerkkirche St. Stephanus wurde 1645 errichtet. 1888 wurde in Egestorf die erste Spar- und Darlehnskasse im Lüneburger Land gegründet. Der Kriegerverein, heute Schützenverein, wurde 1902 gegründet. 1906 wurde die Bahnlinie Winsen–Egestorf eingeweiht und 1910 gründeten sich die Freiwillige Feuerwehr sowie der Männerturnverein (MTV). 1921 war das gesamte Dorf mit Strom versorgt, die katholische St.-Marien-Kirche wurde 1964 gebaut. Seit 1972 bildet Egestorf mit Döhle, Evendorf, Sahrendorf und Schätzendorf eine Einheitsgemeinde.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Durch die Gemeindereform, die am 1. Juli 1972 in Kraft trat, wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Döhle, Evendorf und Sahrendorf nach Egestorf eingemeindet.[2] Als Teil der Samtgemeinde Hanstedt wurden viele Verwaltungsaufgaben auf diese übertragen. Die Gemeinde Egestorf selbst ist heute auf ihrem Gebiet ausschließlicher Träger der öffentlichen Aufgaben. Dazu gehört die Aufstellung von Bebauungsplänen, die Wirtschaftsförderung – auch Tourismus – und die Herstellung und Unterhaltung der gemeindlichen Straßen und Fußwege einschließlich Beleuchtung und Entwässerung.

Die Gemeinde ist aber auch zuständig für die Heimat- und Denkmalpflege inklusive des Gemeindearchivs sowie die Herstellung und Unterhaltung der gemeindlichen Dorfgemeinschaftshäuser, Festhallen, Spiel- und Bolzplätze.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Ortsteil Ew.
1961
Ew.
1970
Ew.
2010
Döhle 211 230 348
Egestorf 845 887 1217
Evendorf 324 278 355
Sahrendorf 444 464 275
Schätzendorf  ?  ? 246
Gesamt 1824 1859 2441

Die Ergebnisse von 1961 und 1970 sind die jeweiligen Volkszählungsergebnisse in den damaligen Gemeinden. Die Angaben für Schätzendorf sind in denen von Sahrendorf enthalten.[2]

Naturschutz[Bearbeiten]

Der Naturschutz ist in Egestorf schon seit vielen Jahren ein wichtiges Thema. So hat das Engagement des Heidepastors Wilhelm Bode (1860–1927), der viele Jahre in Egestorf lebte und wirkte, mit dazu beigetragen, dass zum ersten Mal in Deutschland nach dem Vorbild amerikanischer Nationalparks eine große Fläche unter Naturschutz gestellt wurde. Pastor Bode wurde so zum ersten deutschen Naturschutzpionier. Der Pastor-Bode-Weg ist sein Vermächtnis. Er ist rund sieben Kilometer lang und führt von Egestorf nach Wilsede durch schönste Heideflächen. Noch heute besuchen sehr viele Gäste das Naturschutzgebiet Lüneburger Heide, welches im Osten an die Gemeinde Egestorf grenzt.

Als Anfang 1945 die Reichsstelle für Naturschutz in Berlin ausgebombt wurde, begann von Egestorf aus mit dem damaligen Leiter Hans Klose (1892-1971) der Neuanfang des deutschen Naturschutzes nach dem Zweiten Weltkrieg. Bis 1952 befand sich in Egestorf die Zentralstelle für Naturschutz und Landschaftspflege, bis sie als Bundesanstalt für Naturschutz und Landschaftspflege nach Bonn-Bad Godesberg verlegt wurde, aus der das heutige Bundesamt für Naturschutz hervorging.

Politik[Bearbeiten]

Die Gemeinde Egestorf gehört zum Landtagswahlkreis 50 Winsen und zum Bundestagswahlkreis 37 Harburg.

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat, der am 11. September 2011 gewählt wurde, setzt sich wie folgt zusammen:

(Stand: Kommunalwahl am 11. September 2011)

Bürgermeister[Bearbeiten]

Der ehrenamtliche Bürgermeister Marko Schreiber (CDU) wurde vom Gemeinderat am 20. August 2013 gewählt.

Wappen und Flagge[Bearbeiten]

Blasonierung: In Rot in silberner Glockenturm neben einem silbernen Kirchenschiff. Im Schildfuß wachsend fünf goldene gestielte Ähren. Flagge: Die Gemeindeflagge zeigt in gleich breiten Querstreifen oben die Farbe Gelb und unten die Farbe Weiß, die historischen Farben der Welfen. In der Mitte befindet sich das Gemeindewappen. Das Wappen zeigt die St. Stephanus Kirche mit dem getrennt stehenden Glockenturm und symbolisiert mit den 5 Ähren die zur Gemeinde gehörenden Orte Egestorf, Döhle, Evendorf, Sahrendorf und Schätzendorf.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Egestorf ist mit seinen Fachwerkhäusern und Baumbeständen ein touristisches Ziel. Von Döhle, Egestorf und Sahrendorf/Sudermühlen aus hat man Zugang zu einem Wander-, Fahrrad-, Kutschen- und Reitwegenetz durch das Naturschutzgebiet Lüneburger Heide mit kilometerweiten Heideflächen, Wäldern und Wiesen. Diese Wege ermöglichen den Zutritt in eine naturbelassene Landschaft. Das Egestorfer „Dorfmuseum“ mit ständiger Bilderausstellung und vorgeschichtlicher Sammlung und lokalem Archiv befindet sich im Dresslers Hus aus dem Jahre 1827 und wird betreut vom Heimatverein Egestorf.

Denkmal für den „Heidepastor“ Wilhelm Bode

St. Stephanus[Bearbeiten]

St. Stephanus-Kirche
Hochaltar
Luther-Denkmal

In der Ortsmitte von Linden umgeben steht die St.-Stephanus-Kirche aus dem Jahr 1645. 1337 wird eine hölzerne Kapelle genannt. Sie ist ein Fachwerkbau auf Feldsteinsockel mit einem separat stehenden hölzernen Glockenturm von 1404. Ein Altaraufsatz im Innern aus dem Jahr 1659 ist mit Statuetten und Bildern geschmückt. Das in der Mitte eingefügte Altarbild mit einer Kreuzigungsgruppe ist einem gotischen Schnitzaltar entnommen. Darüber befindet sich eine Abbildung der Ehernen Schlange. An der Südseite des Chorraumes befindet sich ein Epitaph für die 1701 verstorbene Maria Höfftin, Angehörige der Posthalterei im Ortsteil Sahrendorf.[3] Dieser besteht aus einer Auferstehungsszene von Christus und trauernden Jungfrauen. Darüber ist ein Portraitmedaillon der Verstorbenen zu sehen. An der Nordseite des Chores hängt eine Abbildung des Abendmahls nach Leonardo da Vinci. Im Chor sind Bilder der Propheten und der Aposteln. Die Kanzel stammt aus dem Jahr 1616 Die Sakramentsnischentür aus der Altarrückwand mit einer Tafelmalerei um 1450 befindet sich im Pfarrhaus. Darauf sind zwei Engel abgebildet, die eine Monstranz tragen.[4] Die Orgel stammt von Phillip Furtwängler aus dem Jahr 1867.[5] Altarwangen und Taufbecken sind neugotische Schnitzereien aus dem Jahr 1905.

Auf dem alten Egestorfer Friedhof (ca. 200 m entfernt) befindet sich jetzt der Philosophische Steingarten. Neben dem Lutherdenkmal von Knud Knudsen 1988 stehen dort eine Vielzahl von Steinskulpturen mit philosophischem Hintergrund.[6]

Sport[Bearbeiten]

Das vom Förderverein Waldbad Egestorf unterstützte vollbiologische Naturerlebnisbad (Aquadies) sorgt mit offenen Bio-Kieselfiltern für eine amtlich kontrollierte Wasserqualität. Heute fördern rund 1.000 Mitglieder den Verein, der zum Erhalt des Naturerlebnisbades einen wesentlichen Beitrag leistet. In Egestorf gibt es zwei Vereine, die sportliche Aktivitäten anbieten. Zum einen der Sportverein MTV Egestorf e.V., der im Jahr 2010 sein 100-jähriges Bestehen gefeiert hat. Die 1. Herren-Fußballmannschaft des MTV Egestorf spielt derzeit in der Kreisliga Harburg. Zum anderen wird beim Schützenverein Egestorf e.V. Sportschießen und Bogenschießen angeboten.

Parks und Naherholung[Bearbeiten]

Friedhöfe in der Gemeinde Egestorf[Bearbeiten]

  • Friedhof Egestorf

Der Friedhof befindet sich in der Waldsiedlung und ist mit einer Kapelle ausgestattet. Er ist der größte in der Gemeinde Egestorf. Für den Friedhof ist die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde St. Stephanus in Egestorf zuständig.

  • Friedhof Evendorf

Der Friedhof liegt im Ortsteil Evendorf. Ein kleiner Friedhof mit einer eigenen Kapelle. Die Samtgemeinde Hanstedt verwaltet diesen örtlichen Friedhof.

  • Friedhof Sahrendorf

Der Friedhof liegt im Ortsteil Sahrendorf. Die Verwaltung des Friedhofs obliegt der Samtgemeinde Hanstedt.

Brauchtum[Bearbeiten]

In Egestorf gibt es einen Sportverein, einen Heimatverein, zwei Schützenvereine, drei Freiwillige Feuerwehren, zwei Faslams- und zwei Männergesangsvereine, einen Landfrauenverein, einen Reit- und Fahrverein sowie einen Theaterverein. Der Theaterverein, „De Ebendörper Immenschwoorm“ aus dem Ortsteil Evendorf, spielt jedes Jahr um Ostern ein Plattdeutsches Lustspiel. Zum Winterausklang wird in Sahrendorf / Schätzendorf und in Evendorf Faslam gefeiert. Die Schützenfeste finden im Juli statt, der Heimatverein veranstaltet Plattdeutsche Runden. Ein Weihnachtsmarkt an der St. Stephanus Kirche findet am 3. Advent statt. Ende Oktober findet der Egestorfer Herbstmarkt statt.

In der Gemeinde Egestorf wird neben dem Hochdeutsch traditionell ein plattdeutscher Nordniedersächsischer Dialekt, das Heidjer Platt gesprochen. Heimat- und Theaterverein tragen mit ihren regelmäßigen plattdeutschen Veranstaltungen zu seiner Erhaltung bei. Nachfolgend eine Liste mit den hoch- und plattdeutschen Formen der Ortsnamen:

Hochdeutsch Plattdeutsch
Döhle Döhl
Egestorf Ästörp
Evendorf Ebendörp
Sahrendorf Sohrndörp
Schätzendorf Schätzendörp

Religion[Bearbeiten]

Evangelisch-Lutherische Kirche[Bearbeiten]

Die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde St. Stephanus in Egestorf gehört dem Kirchenkreis Winsen der Landeskirche Hannover an. Neben dem sonntäglichen Gottesdienst werden auch regelmäßige Veranstaltungen wie Jugendtreff, Pfadfinder, Gitarrengruppe oder Posaunen- und Kirchenchor angeboten.

Katholische Kirche[Bearbeiten]

Die katholische Gemeinde St. Maria Assumpta in Egestorf, die zum Bistum Hildesheim gehört, ist auch zuständig für viele Ortschaften aus der Samtgemeinde Hanstedt und der Samtgemeinde Salzhausen. Mit den Pfarreien St. Petrus in Buchholz und Herz-Jesu in Tostedt wird eine Seelsorge-Einheit gebildet. Neben den Gottesdiensten wird auch eine ökumenische Pfadfindergruppe und ein ökumenischer Chor angeboten.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Zur Autobahn A 7, die im Osten der Gemeinde liegt, ist es etwa 1 km.

Durch Egestorf führt die normalspurige Eisenbahnstrecke Winsen (Luhe)–Salzhausen–Hützel, die zum Netz der Osthannoverschen Eisenbahn (OHE) gehört und auf der Güter- und Museumsbahnverkehr durchgeführt wird. Auf dem Gebiet der Gemeinde Egestorf liegen die Bahnhöfe Egestorf und Döhle. Der Personenverkehr wird seit 1970 im Schienenersatzverkehr (Buslinie 4406) abgewickelt.

Neben der Bahnbuslinie 4406 nach Winsen gibt es die ehemaligen Postbusverbindungen nach Hanstedt/Hamburg-Harburg (4207) und nach Salzhausen/Lüneburg (4206). An Schultagen fahren zusätzlich Schulbusse nach Salzhausen, Hanstedt und Buchholz. Das Verkehrsnetz der Gemeinde Egestorf liegt im Hamburger Verkehrsverbund.

Gewerbegebiete[Bearbeiten]

  • Gewerbegebiet Thaneberg mit ca. 10 ha Fläche in der Gemarkung Döhle direkt an der Autobahn A 7.
  • Gewerbegebiet Hauskoppel mit ca. 11 ha Fläche in Egestorf direkt an der Autobahn A 7.

Tourismus[Bearbeiten]

Der Tourismus hat in Egestorf eine lange Tradition. Direkt neben dem jetzigen Naturerlebnisbad gab es damals in den 1920er und 1930er Jahren ein FKK-Gelände mit Badeteich, das Luft- und Sonnenbad Jungborn Sonnenland. Hier konnten die Erholungssuchenden aus dem Großraum Hamburg schon damals Körper und Geist erholen. Das Bad lag nach damaligen Angaben im schönsten Teil der Lüneburger Heide, Überreste dieses Bades sind noch deutlich in dem Wald hinter dem heutigen Naturerlebnisbad zu erkennen. Von den 1960er Jahren bis in die heutige Zeit gilt die Gemeinde Egestorf besonders zur Heideblüte als einer der wichtigsten Ausgangspunkte für einen Besuch des Naturschutzparks. Heidetouristen nutzen die günstige Lage der Gemeinde Egestorf auch gerne zu einem Besuch der benachbarten Freizeitattraktionen in Hamburg, Lüneburg oder Soltau. Beachtlich in der Gemeinde Egestorf ist die hohe Anzahl an Gasthäusern und Hotels mit gepflegter Gastronomie.

Telekommunikation[Bearbeiten]

In Egestorf befindet sich bei 53° 12′37″ nördlicher Breite und 10° 4′19″ östlicher Länge einer der ältesten Fernmeldetürme (Baujahr: 1952) in Deutschland. Der für die Öffentlichkeit nicht zugängliche Turm ist 87 Meter hoch.

Bücherei[Bearbeiten]

In Egestorf wird von der evangelischen Kirchengemeinde eine Bücherei betrieben, die von Bürgern aus dem Ort ehrenamtlich betreut wird.

Schulen[Bearbeiten]

Egestorf verfügt über eine Grundschule. Weiterführende Schulen sind die Haupt- und Realschule in Hanstedt (Nordheide) sowie das Gymnasium in Salzhausen.

Soziale Einrichtungen[Bearbeiten]

Es gibt eine DRK Kindertagesstätte im Ortsteil Schätzendorf sowie in Egestorf das Kinderhaus Birkenlund. Das Senioren-Zentrum Haus Eichenhof liegt im Ortskern von Egestorf.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Der Heidepastor Wilhelm Bode (1860–1927) wirkte 37 Jahre lang in Egestorf. Er setzte sich stark für die Erhaltung der Lüneburger Heide ein und war an der Gründung des Naturschutzparks Lüneburger Heide maßgeblich beteiligt. So bewahrte er den Wilseder Berg vor einer Bebauung.
  • Heinrich Schulz (1868–1953), Heimatforscher, war Lehrer und Organist in Egestorf sowie Ehrenbürger der Gemeinde.
  • Hans Domizlaff (1892–1971), Werbeberater von Reemtsma, Siemens und der Deutschen Grammophongesellschaft, Erfinder und Begründer der Markentechnik. Erwarb 1943 den Heidehof Bronckhorst in Egestorf und wurde in Egestorf begraben.
  • Robert Laurer (1899–1954), gründete 1926 in Egestorf das „Luft- und Sonnenbad Jungborn“. Für Egestorf brachte das FKK-Bad den wirtschaftlichen und touristischen Aufschwung. Das Bad existiert heute nicht mehr.
  • Rolf Lüer (1929–2013), war ein deutscher Bankkaufmann und Bankmanager, der für seine Verdienste um das Genossenschaftswesen mit dem Niedersächsischen Verdienstorden ausgezeichnet wurde. Lebte und wirkte in Egestorf.
  • Norbert Leben (* 1946), Land- und Forstwirt, forstlicher Verbandsfunktionär sowie ehemaliger Kommunalpolitiker, betreibt zusammen mit seiner Frau in Schätzendorf einen Hof mit Gasthaus.
  • Michael Rutz (* 1951), deutscher Journalist und Chefredakteur der Wochenzeitung Rheinischer Merkur, lebt in Egestorf.
  • Andreas Dibowski (* 1966), Mannschaftsolympiasieger im Vielseitigkeitsreiten, lebt in Egestorf.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, Fortgeschriebene Einwohnerzahlen zum 31. Dezember 2012 (Hilfe dazu)
  2. a b  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 229.
  3. Gemeindeblatt Egestorf Heft 5 Jan–März 2010 S. 10 (PDF; 3,3 MB)
  4. Dr. Dieter Brosius in: HB-Kunstführer Lüneburger Heide, HB-Verlags- und Vertriebsges., Hamburg, 1988, S. 78
  5. Egestorf – St. Stephanus(kirchenkreis-winsen.de) abgerufenem 27. Februar 2013
  6. St. Stephanus Egestorf (cms.heidekirchen.de) abgerufen am 28. Februar 2013

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Egestorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien