Eggenberg (Adelsgeschlecht)

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Stammwappen derer von Eggenberg

Eggenberg ist der Name eines österreichischen Adelsgeschlechts des Hochadels bürgerlicher Herkunft und erlosch im Jahre 1717 im Mannesstamm.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Herkunft der Familie zu Ekchenberg führt nach Radkersburg, wo sie als bürgerliche Weinhändler reich wurden. Im Zuge der Gegenreformation und Rekatholisierung unterstützten sie die Habsburger, erreichten den Adelsstand und schafften es durch Kreditgewährung in einem staunenswerten Aufstieg zu Vertrauten des Kaisers Ferdinand II. von Habsburg, Reichsfürsten und Herzöge von Krumau in Südböhmen zu werden.

Das erste nachweisbare Mitglied der Familie ist Ulrich Eggenberger, († 1448), Handelsherr in Radkersburg, der in seiner Funktion als Grazer Stadtrichter erstmals 1432 urkundlich erwähnt wird, Wohn- und Grundbesitz in und bei Graz erwarb und mit der Bürgerstochter Barbara Giebinger († 1451) verheiratet war. Von ihren Nachkommen wurde ein befestigter Wohnsitz zu dem eindrucksvollen Schloss Eggenberg aus- und umgebaut. Unter seinen beiden Söhnen Hans und Balthasar († 1536), 1520 verehelicht mit Sibylla Panichar († nach 1553) teilte sich die Familie in zwei Linien. Hans begründete die Radkersburger (später Ehrenhausener) Linie und Balthasar die Grazer Hauptlinie der Eckenberger.

Balthasar Eggenberger zu Eggenberg († 1536) erhielt nach dem Tod seines Vaters Ulrich Eggenberger ein stattliches Vermögen übertragen und führte die wirtschaftlich ungemein ertragreichen Handels- und Münzgeschäfte weiter. Unter ihm entstanden die geschäftlich erfolgreichen Verbindungen mit dem Habsburger Kaiserhof. Der zum größten Teil in Graz residierende Kaiser Friedrich III. von Habsburg machte Balthasar zum Münzmeister von Graz, Laibach und St. Veit an der Glan. Diese enge Verbindung zum Kaiserhaus und das ausgeprägte wirtschaftliche Talent Balthasars führten zu einer beträchtlichen Vergrößerung der Eggenberger Finanzen und Besitzungen. Das 15. Jahrhundert war geprägt von kriegerischen Auseinandersetzungen und Bedrohungen durch Ungarn- und Türkeneinfälle. In dieser Zeit wechselte Balthasar als Finanzier anscheinend kurzfristig die Seiten. Er wurde auch als Leiter der königlichen Finanzkammer des ungarischen Königs Matthias Corvinus genannt. Von Corvinus (lat.: rabengleich) stammt anscheinend auch die Verleihung des neuen, in seinen Formen bereits adeligen Wappen der noch bürgerlichen Familie Eggenberg: drei Raben, die eine Krone tragen. Zu diesem Wappenbild, dessen Verleihung nicht zu datieren ist, gibt es eine weitere Wappensage im Zusammenhang mit einer alten Zigeunerin und drei Raben. Balthasar Eggenberger erwarb 1463 im Westen der damaligen Stadt Graz ein Gut als Wohnsitz der Familie und ließ das befestigte Wohnhaus als Stammsitz der Familie ausbauen, den Anfangsbau des heutigen Schlosses Eggenberg. 1470 wurde in diesem Wohnsitz eine gotische Marienkapelle urkundlich mit besonderen Privilegien durch die römisch-katholische Kirche erwähnt; heute ist diese Kapelle der historisch älteste Teil der Schlossanlage, die im Stil des Barock prachtvoll umgebaut wurde.

Die Familie Eggenberg blieb bis ins 16. Jahrhundert eine der bedeutenden Patrizierfamilien der Steiermark. Einen wesentlichen Grundstein für den weiteren Aufstieg der Familie bildete Ruprecht von Eggenberg († 1611) aus der Ehrenhausener Linie, dessen militärische Verdienste als Feldherr im Kampf gegen das Osmanische Reich im Jahre 1598 zur Erhebung der gesamten Familie in den österreichischen Freiherrenstand zur Folge hatte.

Repräsentationsportrait des Fürsten Hans Ulrich von Eggenberg, Giovanni Pietro de Pomis, nach 1615

Diese erfolgreiche Karriere des Ruprecht von Eggenberg wurde jedoch vom Aufstieg seines jüngeren Grazer Vetters Hans Ulrich von Eggenberg (1568–1634) übertroffen. Er zählt zu einem der bedeutendsten Staatsmänner der Steiermark. Er wurde wie sein Vetter Ruprecht von Eggenberg im Jahr 1598 Freiherr, 1623 Reichsfürst, 1628 Herzog von Krumau, nachdem er bereits 1620 mit dem Goldenen Vlies ausgezeichnet worden war. Er wurde 1625 kaiserlicher Statthalter von Innerösterreich.

Nach einem Aufenthalt an der Tübinger Universität und ausgedehnten Reisen in die Niederlande, nach Spanien und Italien kehrte Hans Ulrich nach dem Tod seines Vaters nach Graz zurück. Die Stadt war von 1564 bis 1619 Residenz- und Hauptstadt der innerösterreichischen Erzherzoge. Hans Ulrich entschloss sich in den Hofdienst Ferdinands II. einzutreten. In den folgenden Jahren entwickelte sich Hans Ulrich zu einem der wichtigsten Berater und Vertrauten am Grazer Hof. Ferdinand II. von Habsburg wurde 1619 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation und verlegte den kaiserlichen Hof nach Wien. Hans Ulrich von Eggenberg zog mit ihm und für zwei Jahrzehnte wurde der Sohn einer Grazer Patrizierfamilie zu einem der bedeutendsten und einflussreichsten Männer des Heiligen Römischen Reiches und federführender Diplomat der Habsburger während der Zeit des Dreißigjährigen Krieges (1618–1648). Er blieb dem Kaiser als Ratgeber treu ergeben, kehrte aber 1625 als Gubernator von Innerösterreich nach Graz zurück und regierte hier bis zu seinem Tode im Jahr 1634 „an Kaisers Statt“. Er besaß ausgedehnte Ländereien, die von Krumau bis Ptuj und Gradiska am Isonzo reichten. Im Zenit seiner Macht 1625 gab er Auftrag das Schloss Eggenberg (Graz) zu einer standesgemäßen Residenz umzubauen, da der alte Familiensitz seinen Ansprüchen nicht mehr genügte. Die Fertigstellung erlebte er nicht mehr. Hans Ulrich Fürst von Eggenberg verstarb 1634. Der Repräsentationsbau, der alles andere in den Schatten stellte, was es damals in der Steiermark gab, war bis zum Erlöschen der Eggenberger im Mannesstamm im Jahre 1717 Wohnsitz der Familie.

Der einzige Sohn Hans Ulrichs, Johann Anton I. von Eggenberg, zweiter Reichsfürst von Eggenberg, Herzog von Krumau (* 1610, † 1649) hatte eine Ausbildung unter anderem an der Grazer Jesuitenuniversität. Nach einer ausgedehnten Kavalierstour durch Europa kehrte er 1632 nach Graz zurück. Zu dieser Zeit setzte er sich für den Weiterbau des Schlosses in Graz ein. Seine bevorzugten Wohnsitze waren jedoch das Eggenberger Palais in der Grazer Sackstraße und die Residenz in Krumau in Südböhmen. Er trat in den kaiserlichen Hofdienst des Kaisers Ferdinand III. Ein wichtiges Ziel für Fürst Johann Anton I. von Eggenberg war die Erlangung der vollgültigen Reichsstandschaft, die schon sein Vater Hans Ulrich vergebens erhofft hatte. 1641 erreichte er vom Kaiser die Belehnung mit der „gefürsteten Grafschaft Gradisca“, die allein zu diesem Zweck aus einem Teil der gefürsteten Grafschaft Görz neu geschaffen wurde, mit aller Landeshoheit, den Regalien, Gerechtsamen und den daraus zu ziehenden Einkünften mit dem Vorbehalt des Rückfalls bei Erlöschen des Mannesstamms der fürstlichen Familie Eggenberg. Diese Belehnung ließ sich der Kaiser mit dem Erlass von Schulden und Barleistungen vergüten. Zur gefürsteten Reichsgrafschaft (seit 1642) Gradisca gehörten außer der Stadt gleichen Namens auch die Stadt Aquileia und weitere Ortschaften. Damit waren die Eggenberg nicht mehr nur als mittelbare Feudalherren in den habsburgischen Ländern begütert, sondern auch in Oberitalien und damit im Reich. Dadurch waren die Bedingungen für die Zulassung zu Sitz und Stimme auf der Fürstenbank des Reichstags gegeben. Doch erst 1654 erfolgte – nach langem Widerstand der altfürstlichen Häuser im Reichsfürstenrat gegen die Sozialaufsteiger – die tatsächliche Introduktion.

Nach dem unerwartet frühen Tod Johann Antons I., Reichsfürst von Eggenberg, im Jahr 1649 und dem Fehlen eines rechtsgültigen letzten Willens kam es zwischen seinen beiden Söhnen Johann Christian (1641–1710) und Johann Seyfried (1644–1713), oo I mit Maria Eleonore von und zu Liechtenstein (1647–1704); oo II mit Maria Josepha von Orsini-Rosenberg (1690–1715) wegen der Teilung des väterlichen Erbes zu Differenzen. Sie einigten sich zunächst auf eine gleichwertige Teilung der Liegenschaften. Johann Christian erhielt den Besitz in Böhmen, mit den über dreihundert Ortschaften des Herzogtums Krumau in Südböhmen und Johann Seyfried entschied sich für die innerösterreichischen Besitzungen. Der eigentliche Streit aber entbrannte um Görz, denn damit war der Sitz im Reichstag auf der Fürstenbank verbunden. Es dauerte bis zum Jahr 1672, bis sich die Streitenden auf einen weiteren Erbvertrag einigten. Es blieb bei der Aufteilung des Landbesitzes. Johann Seyfried erhielt ein erhöhtes Kapital, Johann Christian verwaltete Görz (Gradisca) und erhielt das Stimmrecht im Reichstag, allerdings im Namen beider Brüder.

Johann Seyfried Reichsgraf von Eggenberg legte sein Hauptaugenmerk auf die Entwicklung der ihm zugesprochenen innerösterreichischen Liegenschaften und deren Einnahmen, um die Kosten der Fertigstellung der Grazer Residenz zu bewältigen. Unter seiner Regentschaft erhielt Schloss Eggenberg seine erste prunkvolle Ausstattung und die erste bemerkenswerte Gartenanlage. Johann Seyfried war Gastgeber der kaiserlichen Braut Kaiser Leopolds I. vor der Eheschließung im Jahre 1673. Vor dieser einzigen Hochzeit eines Kaisers, die in Graz stattfand, residierte die zukünftige Kaiserin Claudia Felicitas von Tirol in der neuen Familienresidenz der Eggenberg. Für die Gestaltung des kaiserlichen Besuches scheute Johann Seyfried von Eggenberg keine Kosten. Sein Bruder Johann Christian wusste die Einkünfte seiner Liegenschaften zu vermehren und zusammen zu halten. Mit seinem Lebensstil ruinierte sich Johann Siegfried Reichsgraf von Eggenberg finanziell fast vollständig. Nur der Verkauf von Besitzungen und die engen Verbindungen zum Kaiserhaus der Habsburger konnte ihn immer wieder retten.

Nach dem Tod Johann Christians I. († 1710), der keine Nachkommen hatte, erbte dessen Witwe Marie Ernestine Reichsgräfin zu Schwarzenberg die böhmischen Herrschaften Krumau und Nettolitz. Sie verstarb 1719. Da zu diesem Zeitpunkt das Geschlecht von Eggenberg im Mannesstamme erloschen war, setzte sie ihren Neffen Adam Franz Karl zu Schwarzenberg als Universalerben ein.

Nach dem Tod Johann Seyfrieds 1713 hatte seine Linie noch durch zwei Generationen männliche Nachkommen. Die Töchter waren zwischenzeitlich verheiratet worden und trugen damit andere Familiennamen. Im Jahr 1716 starb der einzige Sohn Johann Anton II. von Eggenberg (1669–1716), seit 1691 verehelicht mit Maria Karoline von Sternberg († 1754), im Alter von 47 Jahren. Ein Jahr später starb deren einziger Sohn Johann Christian II. von Eggenberg im Alter von 13 Jahren an einer Blinddarmentzündung. Mit seinem Tod im Jahr 1717 erlosch das Geschlecht der Eggenberg im Mannesstamm. In der Folgezeit wurden die ausgedehnten Eggenberg´schen Besitzungen durch Erbverträge aufgeteilt.

Eine der beiden Schwestern Johann Christians II., Maria Eleonore Reichsfürstin zu Eggenberg (1694–1774), in erster Ehe 1719 verheiratet mit Josef Patrik Graf Leslie (1694–1732), in zweiter Ehe 1733 mit Andreas Siegmund Graf von Welz und in dritter Ehe 1740 mit Johann Leopold Graf Herberstein, (1712–1789), verstarb im Jahre 1774 kinderlos, daher wurde ihr dritter Ehemann ihr Universalerbe. Ihr Besitz mit dem Schloss Eggenberg in Graz gelangte an eine Nebenlinie der Familie Herberstein.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: In Silber mitten eine goldene Helmkrone, dreipassförmig begleitet, je mit dem Kopf zur Krone, von drei goldengekrönten, schwarzbewehrten und rotgezungten Raben, in Positur eines normalen heraldischen Adlers. Auf dem gekrönten Helm mit schwarz-silbernen Decken ein goldengekrönter, schwarzbewehrter und rotgezungter Rabe, zum Auffliegen bereit in Positur eines Scherbvogels.

Wappensage[Bearbeiten]

„Nahe dem alten Stammschloss der Eggenberger steht das neue Schloss, das so viele Fenster hat wie das Jahr Tage. Das Wappen der Herren von Eggenberg zeigt eine Fürstenkrone, die von drei Raben mit dem Schnabel getragen wird.

Der Schlossherr von Eggenberg war im Krieg gegen die Ungarn schon lange außer Haus. Seine Frau wurde währenddessen auf einem Spaziergang von einem alten zerlumpten Zigeunerweib angebettelt. Die Zigeunerin forderte frech eine Gabe, was die Schlossfrau erzürnte und darum gab sie ihr nichts. Die Zigeunerin schrie daraufhin: „Wartet nur, wartet nur, Ihr werdet noch an mich denken!" Nach einigen Jahren gebar die Schlossfrau einen Knaben. Eine Zigeunerbande kam einmal in den Schlosshof und spielte lustige Lieder. Die Schlossfrau war nicht zu Hause und das ganze Gesinde tanzte fröhlich mit den Zigeunern. Nur das Kindermädchen blieb beim Kind. Doch auch sie wurde zum Tanz geholt. Als sie zurückkehrte, war jedoch der Knabe aus der Wiege verschwunden. Die alte Zigeunerin hatte den Buben heimlich gestohlen. Mit dem Knaben waren auch die Zigeuner aus dem Schloss. Einem Burschen, der nach Thal unterwegs war, fiel auf, dass drei Raben eine bestimmte Stelle umkreisten. Der Bursch ging dorthin und fand ein kleines, in Windeln gewickeltes Kind. Er nahm es und ging weiter nach Thal. Da traf er das weinende Kindermädchen, das den Knaben sofort erkannte und zurück in das Schloss brachte. Der Bursch, der das Kind gefunden hatte, wurde reichlich belohnt. Nachdem der Schlossherr aus dem Krieg zurückgekehrt war, nahm er zur Erinnerung an dieses schreckliche Ereignis die drei Raben in das Wappen der Eggenberger auf.“[1]

Bedeutende Eggenberger[Bearbeiten]

  • Christoph von Eggenberg († 1553)
  • Helena von Eggenberg († vor 1568), geborene Fueger
  • Hans Christoph von Eggenberg († 1581)
  • Maria von Eggenberg, geborene Galler von Schwanberg
  • Bartholomäus von Eggenberg († 1583)
  • Justina von Eggenberg, geborene von Breuner
  • Freiherr Ruprecht von Eggenberg († 1611), österreichischer Feldherr, bestattet im Mausoleum in Ehrenhausen
  • Wolff von Eggenberg († 1615), General-Obrist, bestattet im Mausoleum in Ehrenhausen
  • Maria Franziska Prinzessin von Eggenberg, verehelicht mit Leonhard VII. Graf von Harrach († 1645), kaiserlicher Oberst-Hofmarschall, Stammeltern des erloschenen Hauses Rohrau der Grafen von Harrach
  • Johann Anton I. von Eggenberg (* 1610, † 1649), 2. Reichsfürst von Eggenberg und 2. Herzog von Krumau in Südböhmen (1634 - 1649)
  • Maria Elisabeth Gräfin von Eggenberg (* 25. September 1640; † 19. Mai 1719), Tochter des Johann Anton 2. Reichsfürst von Eggenberg, Herzog von Krumau in Südböhmen und der Anna Maria, geborene Markgräfin von Brandenburg-Bayreuth (1609-1680); 1656 verehelicht mit Ferdinand Joseph 3. Reichsfürst von Dietrichstein zu Nikolsburg (sukz. 1655), (1636-1698), auf Budin an der Eger, Libochowitz, Nepomyssl und Wällisch-Birken in Böhmen.
  • Johann Christian von Eggenberg (um 1680)
  • Fürstin Maria Charlotte von Eggenberg († 1755)
  • Fürstin Maria Eleonore Anna Josepha von Eggenberg, (1694-1774), oo I 1719 Josef Patrik Graf Leslie (1694-1732); oo II 1733 Andreas Siegmund Graf von Welz; oo III 1740 Johann Leopold Franz Graf von Herberstein (1712-1789)
  • Fürstin Maria Theresia Josefa von Eggenberg (1696-1762), 1719 verheiratet mit Karl Kajetan Graf Leslie (1696-1762), nach 1735 Eigentümer des Gutes Ehrenhausen in der Steiermark

Fürsten von Eggenberg[Bearbeiten]

  • Johann Ulrich von Eggenberg (* 1568, † 1634) 1598 Reichsfreiherr, 1623 1. Reichsfürst von Eggenberg, 1628 Herzog von Krumau; ∞ Freiin Maria Sidonia von Thannhausen, Tochter des Freiherrn Konrad von Thannhausen und der Dorothea von Teuffenbach.

Sohn:

Sohn:

  • Johann Christian I. von Eggenberg (* 1641, † 1710) 3. Reichsfürst von Eggenberg, Herzog von Krumau (1649 - 1710) ∞ Prinzessin Maria Ernestine zu Schwarzenberg (Adelsgeschlecht). Durch diese Ehe kam die Herrschaft Krumau in Südböhmen durch Erbschaft nach dem Erlöschen der männlichen Fürst Eggenberg´schen Deszendenz in Graz zunächst in den Besitz des Neffen Adam Franz Fürst zu Schwarzenberg, welchem Kaiser Karl VI.von Habsburg 1723 den erblichen Herzogs-Titel verlieh. Maria Ernestine von Eggenberg, geborene Gräfin von Schwarzenberg starb 1719 ohne Nachkommen und war die Tochter des Johann Adolf I. Fürst von Schwarzenberg.

Bruder:

  • Johann Seyfried von Eggenberg (* 1704, † 1713), 4. Reichsfürst von Eggenberg Herzog von Krumau etc. (1710 – 1713), ∞ 1.) 4./11. Juli 1666 Prinzessin Maria Eleonora von und zu Liechtenstein (* 1647, † 1704),

Sohn:

  • Johann Anton II. Josef (* 1669, † 1716), 5. Reichsfürst von Eggenberg Herzog von Krumau etc. (1713 -1716) ∞ Gräfin Maria Karolina von Sternberg (ze Šternberka), Tochter von Oldřich Adolf Vratislav, Graf von Sternberg 1661,

Sohn:

  • Johann Christian von Eggenberg (* 1704, † 1717), 6. Reichsfürst von Eggenberg Herzog von Krumau etc. (1716 – 1717). Einziger Sohn seines Vaters. Mit ihm erlosch das Haus der Fürsten von Eggenberg in männlicher Linie.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Johann Schleich (Hg.), Der steirische Sagenschatz, Graz 1999, S. 389

Literatur[Bearbeiten]

  • Franz von Krones: Eggenberg. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 5, Duncker & Humblot, Leipzig 1877, S. 662.
  • Schloss Eggenberg. By Barbara Kaiser. Graz: Christian Brandstätter Verlag, 2006. ISBN 3-902510-80-3 (English Edition) or ISBN 3-902510-96-X (German Edition)
  • Des Kaisers Oheim und ganz lieber Fürst - Schloß Eggenberg Graz, in: Von Schloß zu Schloß in Österreich. Mit Luftbildaufnahmen von Lothar Beckel, Verlag Kremayer & Scheriau, Wien 1976, Seite 102 und 103. ISBN 3-218-00288-5
  • Hans Ulrich Fürst von Eggenberg: Freund und erster Minister Kaiser Ferdinand II. By Hans von Zwiedineck-Südenhorst. Charleston, SC: BiblioBazaar, 2009. (new edition of digitally preserved original German text printed in Vienna in 1880, printed in Leipzig by Amazon Distribution GmbH) ISBN 1-113-02782-7
  • Ein Staat in Alt-Österreich: Besitzungen der Eggenberger. By Franz Kammerhofer. Graz: Franz Kammerhofer, 1998. ISBN 3-9500808-1-3
  • Die Fürsten und Freiherren zu Eggenberg und ihre Vorfahren. By Walther Ernest Heydendorff. Graz: Verlag Styria, 1965.
  • Schloss Eggenberg: Lernbehelf für Guides. By Barbara Kaiser. Graz: Landesmuseum Joanneum, 2001.
  • Inaugural-Dissertation. Die Fürsten zu Eggenberg. By Gerhard Bernd Marauschek. Graz: 1968. (dissertation available at the university library of Karl-Franzens University in Graz)
  • Franz Karl Wißgrill, Schauplatz des landsässigen nieder-österreichischen Adels .... Bd. 2 (1795), S. 354 ff.
  • ŽUPANIČ, Jan; STELLNER, František; FIALA, Michal. Encyklopedie knížecích rodů zemí Koruny české. Praha : Aleš Skřivan ml., 2001. 340 s. ISBN 80-86493-00-8.
  • "I Principi di Eggenberg sovrani di Gradisca 1647-1717" (Comune di Gradisca d'Isonzo - Assessorato alla Cultura)
  • M. Masau Dan - "Fortezza di Gradisca" (Consorzio per la salvaguardia dei castelli storici del Friuli-Venezia Giulia)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Eggenberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien