Eggolsheim
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Oberfranken | |
| Landkreis: | Forchheim | |
| Höhe: | 255 m ü. NN | |
| Fläche: | 48,9 km² | |
| Einwohner: |
6.391 (31. Dez. 2010)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 131 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 91330 | |
| Vorwahl: | 09545 | |
| Kfz-Kennzeichen: | FO | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 4 74 123 | |
| Marktgliederung: | 13 Ortsteile | |
| Adresse der Marktverwaltung: |
Hauptstraße 27 91330 Eggolsheim |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Claus Schwarzmann (BB/OEB) | |
| Lage des Marktes Eggolsheim im Landkreis Forchheim | ||
Eggolsheim ist ein Markt im oberfränkischen Landkreis Forchheim und liegt am Rande der Fränkischen Schweiz im Regnitztal.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
[Bearbeiten] Geografische Lage
Eggolsheim liegt am historischen Ludwig-Donau-Main-Kanal, der Nord-Süd-Verbindung von Main und Donau, Vorläufer des heutigen Main-Donau-Kanals.
[Bearbeiten] Nachbargemeinden
Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn):
Heiligenstadt in Oberfranken, Unterleinleiter, Ebermannstadt, Weilersbach, Forchheim, Hallerndorf, Altendorf, Buttenheim
[Bearbeiten] Gemeindegliederung
Die politische Gemeinde Eggolsheim hat 13 amtlich benannte Ortsteile[2]:
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[Bearbeiten] Geschichte
Grabfunde belegen eine Siedlungsgeschichte bis in die Urnenfelderzeit um 1200 vor Christus. Ein Adelsgrab aus dieser Epoche wurde im Jahre 1982 ergraben. Es enthielt reiche Grabbeigaben, etwa ein zerbrochenes Bronzeschwert, ein Messer und eine Gewandnadel. Die Grabmulde war mit Steinplatten ausgekleidet. Über dem Grab befand sich ein Erdhügel von 23 Meter Durchmesser und vermutlich 6 Meter Höhe. Der Bestattete war etwa 40 Jahre alt geworden. Er muss mit der damaligen Siedlung auf der Ehrenbürg in Kontakt gestanden haben, was durch die metallurgisch nachgewiesene Zusammensetzung von Nieten seines Schwertgehänges belegt ist. Diese ist mit Bronzeresten identisch, die auf der Ehrenbürg gefunden wurden.[3] Seit dem ersten vorchristlichen Jahrhundert wanderten Germanen in die bis dahin von Kelten besiedelten Gebiete ein. Germanische Siedlungsfunde in Eggolsheim sind bereits aus der Zeit vor Christi Geburt bekannt.[4] Auch Grabbeigaben der Merowingerzeit wurden im Gebiet Eggolsheim-Neuses ausgegraben. Sie umfassen beispielsweise einen Schildbuckel, eine Lanzenspitze und die Bruchstücke einer Sax-Aufhängung sowie ein Messer. Diese Ausrüstungsgegenstände sind vermutlich dem späten 7. Jahrhundert, zumindest aber der späten Merowingerzeit zuzuordnen.[5] Daneben gab es weitere Funde, etwa eine prächtige Goldfibel aus der Merowingerzeit um 600 nach Christus.[6] Auch aus der anschließenden karolingischen und ottonischen Zeit ist in Eggolsheim ein relativ großes Reihengräberfeld bezeugt. Eine frühmittelalterliche Wehranlage befand sich auf dem Schießberg bei Unterstürmig zwischen Eggolsheim und Buttenheim.[7] Schenkungsurkunden mit der Erwähnung des Ortes stammen aus den Jahren 750 bis 802. Die Verleihung der Marktrechte erfolgte im Jahr 1456 durch den Bamberger Fürstbischof, zu dessen Hochstift der Ort bis zur Säkularisation 1803 gehörte. Seit dieser Zeit gehört der Ort zu Bayern. Im Zuge der Gemeindegebietsreform wurden am 1. Juli 1972 die damals selbstständigen Gemeinden Bammersdorf, Drosendorf a.Eggerbach, Eggolsheim, Kauernhofen, Neuses a.d.Regnitz, Rettern, Unterstürmig und Weigelshofen zur neuen Gemeinde Eggolsheim zusammengeschlossen.[8]
[Bearbeiten] Wappen
Die Wappenbeschreibung lautet: In rot auf silbernem Boden der dreiseitige Chor einer silbernen Kirche mit offenen Toren, beiderseits ein schlanker gemauerter Turm mit Spitzdach; auf dem Chor und den Türmen goldene Kreuze.
[Bearbeiten] Politik
Die Kommunalwahlen 2002 und 2008 führten zu den folgenden Sitzverteilungen im Marktgemeinderat:
| 2002 | 2008 | |
|---|---|---|
| CSU | 5 | 5 |
| SPD/Unabhängige Wähler | 1 | 1 |
| Bammersdorfer Bürgergemeinschaft | 2 | 2 |
| Bürgerbund | 3 | 3 |
| Oberer Eggerbachbund | 3 | 2 |
| WG Neuses/Bahnhofsiedlung | 1 | 2 |
| WG Eggolsheim-Unterstürmig-Kauernhofen | 1 | 1 |
| Freie WG der Außenorte | 1 | – |
| Junge Bürger | 1 | 2 |
| Freie Wähler | 2 | 2 |
| Gesamt | 20 | 20 |
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
Im Bereich des Marktes gibt es über 300.000 Quadratmeter Industrie- und Gewerbeflächen. Eggolsheim liegt in unmittelbarer Nähe der Bundesautobahn 73 Nürnberg – Bamberg (Ausfahrt Forchheim-Nord) und verfügt über einen eigenen Bahnhof.
[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
- Die 1827–1844 von Franz Joseph Schirlinger erbaute Pfarrkirche St. Martin mit einem gotischen Turm von 1305, einem für Landkirchen der Region sehr ungewöhnlichen Portal von Leo von Klenze und Deckengemälden von Kaspar Schleibner
- Die Jägersburg (barockes Jagdschloss der Bamberger Fürstbischöfe)
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
[Bearbeiten] Söhne des Marktes
- Georg Bezold (1899–1962), Politiker (SPD)
- Cyprian Fröhlich (1853–1931), Kapuzinermönch
- Georg Hartmann (1489–1564), Mathematiker und Instrumentenhersteller, Entdecker der Inklination des Erdmagnetfeldes
[Bearbeiten] Personen, die vor Ort wirken und gewirkt haben
- Peter Eismann (* 1957), Politiker (CSU)
- Kurt Lindner (1877–1966), Unternehmer
- Kurt Lindner (1906–1987), Jagdwissenschaftler
[Bearbeiten] Weblinks
- Eggolsheim: Wappengeschichte vom HdBG
- Eggolsheim
- Foracheim: Eggolsheim
- Eggolsheim: Amtliche Statistik des LStDV
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Quartale (hier viertes Quartal, Stichtag zum Quartalsende) (Hilfe dazu)
- ↑ http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111102/165953&attr=OBJ&val=1194
- ↑ Björn-Uwe Abels, Walter Sage, Christian Züchner: Oberfranken in vor- und frühgeschichtlicher Zeit. Bayreuth 1986, ISBN 3-87052-991-1 (S. 96 ff.)
- ↑ Abels, Sage, Züchner, 1986 (S. 164, 166)
- ↑ Abels, Sage, Züchner, 1986 (S. 188)
- ↑ Das Archäologie-Museum Oberfranken auf der Seite der Stadt Forchheim
- ↑ Abels, Sage, Züchner, 1986 (S. 244 f.)
- ↑ Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 462
Bammersdorf | Drosendorf | Drügendorf | Eggolsheim | Götzendorf | Kauernhofen | Neuses | Rettern | Schirnaidel | Tiefenstürmig | Unterstürmig | Weigelshofen
Dormitz | Ebermannstadt | Effeltrich | Eggolsheim | Egloffstein | Forchheim | Gößweinstein | Gräfenberg | Hallerndorf | Hausen | Heroldsbach | Hetzles | Hiltpoltstein | Igensdorf | Kirchehrenbach | Kleinsendelbach | Kunreuth | Langensendelbach | Leutenbach | Neunkirchen a.Brand | Obertrubach | Pinzberg | Poxdorf | Pretzfeld | Unterleinleiter | Weilersbach | Weißenohe | Wiesenthau | Wiesenttal
