Eggolsheim
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Oberfranken | |
| Landkreis: | Forchheim | |
| Höhe: | 255 m ü. NN | |
| Fläche: | 48,9 km² | |
| Einwohner: |
6384 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 131 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 91330 | |
| Vorwahl: | 09545 | |
| Kfz-Kennzeichen: | FO | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 4 74 123 | |
| Marktgliederung: | 13 Ortsteile | |
| Adresse der Marktverwaltung: |
Hauptstraße 27 91330 Eggolsheim |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Claus Schwarzmann (BB/OEB) | |
| Lage des Marktes Eggolsheim im Landkreis Forchheim | ||
Eggolsheim ist ein Markt im oberfränkischen Landkreis Forchheim und liegt am Westrand der Fränkischen Schweiz im Regnitztal.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie [Bearbeiten]
Geografische Lage [Bearbeiten]
Eggolsheim liegt östlich des historischen Ludwig-Donau-Main-Kanal, der Nord-Süd-Verbindung von Main und Donau, Vorläufer des heutigen Main-Donau-Kanals. Der Markt grenzt im Norden an den Landkreis Bamberg, im Süden an die Große Kreisstadt Forchheim.
Nachbargemeinden [Bearbeiten]
Angrenzende Gemeinden sind:
| Buttenheim (Landkreis Bamberg) | Heiligenstadt in Oberfranken (Landkreis Bamberg) | Unterleinleiter |
| Altendorf (Landkreis Bamberg) | Ebermannstadt | |
| Hallerndorf | Forchheim (Große Kreisstadt) | Weilersbach |
Gemeindegliederung [Bearbeiten]
Die politische Gemeinde Eggolsheim hat 13 amtlich benannte Ortsteile[2]:
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Geschichte und Funde [Bearbeiten]
Urnenfelderzeit [Bearbeiten]
Grabfunde belegen eine Siedlungsgeschichte bis in die Urnenfelderzeit um 1200 vor Christus. Ein Adelsgrab aus dieser Epoche wurde im Jahr 1982 ergraben. Es enthielt reiche Grabbeigaben, etwa ein zerbrochenes Bronzeschwert, ein Messer und eine Gewandnadel. Die Grabmulde war mit Steinplatten ausgekleidet. Über dem Grab befand sich ein Erdhügel von 23 Meter Durchmesser und vermutlich ursprünglich 6 Meter Höhe. Der Bestattete war etwa 40 Jahre alt geworden. Er muss mit der damaligen Siedlung auf der Ehrenbürg in Kontakt gestanden haben, was durch die metallurgisch nachgewiesene Zusammensetzung von Nieten seines Schwertgehänges belegt ist. Diese ist mit Bronzeresten identisch, die auf der Ehrenbürg gefunden wurden.[3]
Latènezeit [Bearbeiten]
Seit dem ersten vorchristlichen Jahrhundert (Latènezeit) wanderten Germanen in die bis dahin von Kelten besiedelten Gebiete ein. Germanische Siedlungsfunde in Eggolsheim sind bereits aus der Zeit vor Christi Geburt bekannt.[4]
Frühmittelalter [Bearbeiten]
Grabbeigaben der Merowingerzeit wurden im Gebiet Eggolsheim-Neuses ausgegraben. Sie umfassen beispielsweise einen Schildbuckel, eine Lanzenspitze und die Bruchstücke einer Sax-Aufhängung sowie ein Messer. Diese Ausrüstungsgegenstände sind vermutlich dem späten 7. Jahrhundert, zumindest aber der späten Merowingerzeit zuzuordnen.[5] Daneben gab es weitere Funde, etwa eine Goldfibel aus der Merowingerzeit um 600 nach Christus.[6] Auch aus der anschließenden karolingischen und ottonischen Zeit ist in Eggolsheim ein relativ großes Reihengräberfeld bezeugt. Eine frühmittelalterliche Wehranlage befand sich auf dem Schießberg bei Unterstürmig zwischen Eggolsheim und Buttenheim.[7]
Die ersten Erwähnungen des Ortes stammen aus Schenkungsurkunden aus den Jahren 750 bis 802.
Neuzeit [Bearbeiten]
Die Verleihung der Marktrechte erfolgte im Jahr 1456 durch den Bamberger Fürstbischof, zu dessen Hochstift der Ort bis zur Säkularisation 1803 gehörte. Seitdem gehört der Ort zu Bayern.
Eingemeindungen [Bearbeiten]
Im Zuge der Gemeindegebietsreform wurden am 1. Juli 1972 die damals selbstständigen Gemeinden Bammersdorf, Drosendorf am Eggerbach, Eggolsheim, Kauernhofen, Neuses an der Regnitz, Rettern, Unterstürmig und Weigelshofen zur neuen Gemeinde Eggolsheim zusammengeschlossen.[8] Am 1. Mai 1978 kamen Drügendorf, Götzendorf und Tiefenstürmig hinzu.[9]
Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
- Die 1827–1844 von Franz Joseph Schirlinger erbaute Pfarrkirche St. Martin mit einem gotischen Turm von 1305, einem für Landkirchen der Region sehr ungewöhnlichen Portal von Leo von Klenze und Deckengemälden von Kaspar Schleibner
- Die Jägersburg, ein barockes Jagdschloss der Bamberger Fürstbischöfe
Politik [Bearbeiten]
Bürgermeister [Bearbeiten]
Bürgermeister ist seit 1996 Claus Schwarzmann (Bürgerbund BB/Oberer Eggerbachbund OEB). Er folgte auf Josef Eismann (CSU), der seit 1970 Bürgermeister war.
Marktgemeinderat [Bearbeiten]
Die Kommunalwahlen 2002 und 2008 führten zu den folgenden Sitzverteilungen im Marktgemeinderat:
| 2002 | 2008 | |
|---|---|---|
| CSU | 5 | 5 |
| SPD/Unabhängige Wähler | 1 | 1 |
| Bammersdorfer Bürgergemeinschaft | 2 | 2 |
| Bürgerbund | 3 | 3 |
| Oberer Eggerbachbund | 3 | 2 |
| WG Neuses/Bahnhofsiedlung | 1 | 2 |
| WG Eggolsheim-Unterstürmig-Kauernhofen | 1 | 1 |
| Freie WG der Außenorte | 1 | – |
| Junge Bürger | 1 | 2 |
| Freie Wähler | 2 | 2 |
| Gesamt | 20 | 20 |
Wappen [Bearbeiten]
Blasonierung: In rot auf silbernem Boden der dreiseitige Chor einer silbernen Kirche mit offenen Toren, beiderseits ein schlanker gemauerter Turm mit Spitzdach; auf dem Chor und den Türmen goldene Kreuze.
Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]
Im Bereich des Marktes gibt es über 300.000 Quadratmeter Industrie- und Gewerbeflächen. Eggolsheim liegt in unmittelbarer Nähe der Bundesautobahn 73 Nürnberg–Bamberg (Ausfahrt Forchheim–Nord) und verfügt über einen eigenen Bahnhof im Ortsteil Neuses an der Bahnstrecke Nürnberg–Bamberg mit S-Bahn-Anbindung im Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN).
Brauereien [Bearbeiten]
Im Markt Eggolsheim gibt es die Brauereien Först in Drügendorf und Pfister in Weigelshofen, die für ihre Biere nur Zutaten aus ökologischer Landwirtschaft verwendet. Die Brauerei Schwarzes Kreuz in Eggolsheim wurde 2012 stillgelegt.
Persönlichkeiten [Bearbeiten]
Söhne des Marktes [Bearbeiten]
- Georg Bezold (1899–1962), Politiker (SPD)
- Cyprian Fröhlich (1853–1931), Kapuzinermönch
- Georg Hartmann (1489–1564), Mathematiker und Instrumentenhersteller, Entdecker der Inklination des Erdmagnetfeldes
Personen, die vor Ort wirken und gewirkt haben [Bearbeiten]
- Peter Eismann (* 1957), Politiker (CSU)
- Kurt Lindner (1877–1966), Unternehmer
- Kurt Lindner (1906–1987), Jagdwissenschaftler
Weblinks [Bearbeiten]
- Eggolsheim: Wappengeschichte vom HdBG
- Eggolsheim
- Foracheim: Eggolsheim
- Eggolsheim: Amtliche Statistik des LStDV
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Quartale (hier viertes Quartal, Stichtag zum Quartalsende) (Hilfe dazu)
- ↑ http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111102/165953&attr=OBJ&val=1194
- ↑ Björn-Uwe Abels, Walter Sage, Christian Züchner: Oberfranken in vor- und frühgeschichtlicher Zeit. Bayreuth 1986, ISBN 3-87052-991-1 (S. 96 ff.)
- ↑ Abels, Sage, Züchner, 1986 (S. 164, 166)
- ↑ Abels, Sage, Züchner, 1986 (S. 188)
- ↑ Das Archäologie-Museum Oberfranken auf der Seite der Stadt Forchheim
- ↑ Abels, Sage, Züchner, 1986 (S. 244 f.)
- ↑ Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 462.
- ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 684.
Bammersdorf | Drosendorf | Drügendorf | Eggolsheim | Götzendorf | Jägersburg | Kauernhofen | Neuses | Rettern | Schirnaidel | Tiefenstürmig | Unterstürmig | Weigelshofen
Dormitz | Ebermannstadt | Effeltrich | Eggolsheim | Egloffstein | Forchheim | Gößweinstein | Gräfenberg | Hallerndorf | Hausen | Heroldsbach | Hetzles | Hiltpoltstein | Igensdorf | Kirchehrenbach | Kleinsendelbach | Kunreuth | Langensendelbach | Leutenbach | Neunkirchen a.Brand | Obertrubach | Pinzberg | Poxdorf | Pretzfeld | Unterleinleiter | Weilersbach | Weißenohe | Wiesenthau | Wiesenttal
