Egloffstein
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| Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen werden unter Egloffstein (Begriffsklärung) aufgeführt. |
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Oberfranken | |
| Landkreis: | Forchheim | |
| Höhe: | 350–580 m ü. NN | |
| Fläche: | 28,04 km² | |
| Einwohner: | 2023 (31. Dez. 2006) | |
| Bevölkerungsdichte: | 72 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 91349 | |
| Vorwahl: | 09197 | |
| Kfz-Kennzeichen: | FO | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 4 74 124 | |
| Marktgliederung: | 15 Ortsteile | |
| Adresse der Marktverwaltung: | Badstraße 166 91349 Egloffstein |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Stefan Förtsch, FWA | |
Egloffstein ist ein Markt im oberfränkischen Landkreis Forchheim und liegt in der Fränkischen Schweiz.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn):
Gößweinstein, Obertrubach, Gräfenberg, Leutenbach, Pretzfeld
[Bearbeiten] Geografische Lage
Der Ort Egloffstein ist staatlich anerkannter Luftkurort und liegt im Trubachtal in Hanglage unterhalb der gleichnamigen Burg.
[Bearbeiten] Ortsteile
Zur Gemeinde gehören die Ortschaften Affalterthal, Bieberbach, Hundshaupten, Hundsboden, Egloffsteinerhüll, Dietersberg, Hammerbühl, Hammermühle, Bärenthal, Hammerthoos, Rothenhof, Äpfelbach, Mostviel, Schlehenmühle und Schweinthal.
- Affalterthal
- (afaltere = Apfelanbau) Im Jahre 1133 wurde Otto von Affalter erstmals urkundlich erwähnt. Der Ort ist bereits 1290 im Besitz der Herren von Egloffstein genannt, wo er bis zum Ende des alten Reichs (Säkularisation, Anfang 1800) verblieb. Noch bis kurz vorher hatte die Familie das Patronat der dortigen Pfarrkirche inne. Die hohe Gerichtsbarkeit stand immer dem Hochstift Bamberg zu. Die Farben im Schildhaupt des neuen Wappens von Affalterthal(seit 1971) sind dem Familienwappen der Egloffstein entnommen (Schwarz und Silber). Während die Farben Silber und Rot auf das Hochstift Bamberg hinweisen, sollen die beiden Äpfel den Ortsnamen symbolisieren, der als "Tal, in dem es viele Apfelbäume gibt" gedeutet wird. Affalterthal ist kirchliche Heimatgemeinde des ältesten Posaunenchores in Bayern (gegründet 1892 von Pastor Kuhlo). Der Ort liegt in einer Senke auf einem Hochplateau und ist eingerahmt von schützenden Wäldern. Die Umgebung ist von vielen Kirschbäumen geprägt. Besonders zur Kirschblüte im Frühjahr ist ein einzigartiges Naturspektakel zu beobachten. In Affalterthal leben ca. 400 Bürger. Besonders in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts zog es viele „Stadtflüchtige“ in die idyllische Lage des Brunnleitentales. Viele der damaligen Wochenendhäuser wurden zu Erstwohnsitzen umgewandelt. Bis zur Gemeindegebietsreform 1978 war Affalterthal eine eigenständige Gemeinde. In den Wäldern um Affalterthal befinden sich viele Hügelgräber]aus der Hallstadtzeit]. Ob in der Flurbezeichnung Altes Schloss früher tatsächlich ein Adelssitz derer von Egloffstein existierte, konnte bis jetzt nicht geklärt werden. Im Gelände befinden sich noch Wälle und Erdaufschüttungen.
- Bieberbach
- ist bekannt für seinen großen Osterbrunnen. Im Jahr 2005 musste er allerdings den Titel Größter Osterbrunnen der Welt an Sulzbach-Rosenberg abgeben. Erstmals erwähnt wurde der Ort 1225.
- Hundshaupten ist bekannt für sein Wildgehege mit Streichelzoo und Schloss Hundshaupten.
[Bearbeiten] Geschichte
Bereits vor 1180 ist die Burg Egloffstein als Stammsitz der Herren von Egloffstein nachweisbar. Erste urkundliche Erwähnungen stammen jedoch erst aus den Jahren 1180 und 1184, in denen der Salmann Henricus de Hegelofuesten bzw. Heinricus de Agilulfi lapide (lapide von lateinisch Stein) genannt wurde.
1509 wurde die Burg Lehen der Bischöfe von Bamberg, die Burg blieb aber bis heute im Besitz der Familie von Egloffstein. 1525 wurde der Ort Egloffstein im Bauernkrieg niedergebrannt, 1561 fasste die Reformation Fuß in Egloffstein.
Im Dreißigjährigen Krieg wurde der Ort noch zweimal niedergebrannt. Im Zuge der Säkularisation in Bayern kam der Ort dann zu Bayern. 1956 erfolgte die Zuerkennung des Prädikates Luftkurort und drei Jahre später wurde Egloffstein zum Markt erhoben.
[Bearbeiten] Religionen
Bis auf den Ortsteil Hundsboden überwiegt die evangelische Konfession im Markt Egloffstein. Sie teilen sich auf in die Kirchengemeinden Affalterthal (Pfr. Jürgen Johnke) und die Kirchengemeinde Egloffstein (Pfarrerin Gerhild Zeitner). Die Trubach bildet die natürliche Grenze der Kirchengemeinden - orografisch rechts der Trubach wohnende Bürger gehören zur Kirchengemeinde Affalterthal, orografisch links der Trubach zur Kirchengemeinde Egloffstein
[Bearbeiten] Eingemeindungen
Im Zuge der Gemeindegebietsreform 1978 wurden die Gemeinden Affalterthal und Bieberbach komplett dem Markt Egloffstein zugeschlagen. Von den ehemaligen Gemeinden Hundshaupten und Zaunsbach kamen einige Ortsteile hinzu.
[Bearbeiten] Politik
[Bearbeiten] Marktgemeinderat
Der Marktgemeinderat von Egloffstein hat 14 Mitglieder zusätzlich des hauptamtlichen Bürgermeisters.
| Wahlgemeinschaft Egloffstein und Umgebung | Freie Wählergemeinschaft Affalterthal | Unabhängige Gemeindeliste | Dorfgemeinschaft Bieberbach | Bürgervereinigung Hundshaupten Hundsboden | WG Schweinthal Schlehenmühle Äpfelbach | Gesamt | |
| 2002-2008 | 4 | 2 | 3 | 3 | 1 | 1 | 14 Sitze |
| 2008-2014 | 3 | 3 | 3 | 3 | 1 | 1 | 14 Sitze |
[Bearbeiten] Bürgermeister
1976-2008: Christian Meier
seit 2008: Stefan Förtsch
[Bearbeiten] Wappen
Die Wappenbeschreibung lautet: In Schwarz ein silberner, rotbezungter Bärenkopf. (Wappen siehe oben) Wappengeschichte: Die Gemeinde führt das Wappen der Grafen von Egloffstein, allerdings in umgekehrten Farben zur besseren Unterscheidung vom Familienwappen. Bereits vor 1190 ist die Burg als Stammsitz der Herren und späteren Grafen von Egloffstein nachweisbar. Sie waren Bamberger Ministerialen, wurden um 1180 erstmals erwähnt und sind noch heute im Ort ansässig. Im Jahr 1509 wurde die Burg Lehen der Bischöfe von Bamberg, blieb aber im Besitz der Familie. Seit 1959 ist Egloffstein Markt.
Das Wappen wurde 1956 auf Beschluss des Gemeinderats und Zustimmung des Innenministeriums eingeführt.
- Beleg: Ministerialentschließung vom 17. März 1956
- Ehemalige Gemeinden mit eigenem Wappen: Affalterthal, Hundshaupten
- Elemente aus Familienwappen: von Egloffstein
[Bearbeiten] Freizeit- und Sportanlagen
- Egloffstein: Freibad, Sport- und Turnhalle, Sportplatz, Kneippanlage, Kinderspielplatz, Kletterfelsen
- Affalterthal: Mehrzweckhaus, Bolzplatz, Schießstände für Lutgewehr und -pistole, Aussichtsfelsen, Kletterfelsen, Nordic-Walking-Strecken, zahlreiche Wanderwege,
- Bieberbach: Sportplatz
- Hundsboden: Bolzplatz
- Hundshaupten: Wildpark
- Schlehenmühle: Minigolfanlage
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
- Leopold II. von Egloffstein, Fürstbischof von Bamberg (1335–1343)
- Johann I. von Egloffstein († 22. November 1411) war zwischen 1400 und 1411 der 50. Fürstbischof von Würzburg und Erstgründer der Universität Würzburg.
- Julie Gräfin von Egloffstein (1792–1869) war Hofdame und Malerin und lebte zeitweilig in Egloffstein.
- Der russische Clown und Pantomime Oleg Konstantinowitsch Popow lebt in Egloffstein.
[Bearbeiten] Weblinks
- Affalterthal - ein Ort der Marktgemeinde Egloffstein
- Egloffstein: Wappengeschichte vom HdBG
- Weitere Infos über Egloffstein
[Bearbeiten] Siehe auch
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