Egloffstein
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Oberfranken | |
| Landkreis: | Forchheim | |
| Höhe: | 450 m ü. NN | |
| Fläche: | 28,04 km² | |
| Einwohner: |
1968 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 70 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 91349 | |
| Vorwahl: | 09197 | |
| Kfz-Kennzeichen: | FO | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 4 74 124 | |
| Marktgliederung: | 16 Ortsteile | |
| Adresse der Marktverwaltung: |
Badstraße 166 91349 Egloffstein |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Stefan Förtsch (FWG / CSU) | |
| Lage des Marktes Egloffstein im Landkreis Forchheim | ||
Egloffstein ist ein Markt im oberfränkischen Landkreis Forchheim und liegt in der Fränkischen Schweiz. Seit 1956 ist Egloffstein staatlich anerkannter Luftkurort.
Inhaltsverzeichnis |
Geographie[Bearbeiten]
Geographische Lage[Bearbeiten]
Der Ort Egloffstein ist staatlich anerkannter Luftkurort und liegt im Trubachtal in Hanglage unterhalb der gleichnamigen Burg.
Nachbargemeinden[Bearbeiten]
Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn):
Gößweinstein, Obertrubach, Gräfenberg, Leutenbach, Pretzfeld
Gemeindegliederung[Bearbeiten]
Die politische Gemeinde Egloffstein hat 16 amtlich benannte Ortsteile[2]:
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- Affalterthal oberhalb von Egloffstein im oberen Teil des Mostvieler Tales.
- Bieberbach ist bekannt für seinen großen Osterbrunnen. Im Jahr 2005 musste er allerdings den Titel Größter Osterbrunnen der Welt an Sulzbach-Rosenberg abgeben. Erstmals erwähnt wurde der Ort 1225.
- Hundshaupten ist bekannt für sein Wildgehege mit Streichelzoo und das Schloss Hundshaupten.
Geschichte[Bearbeiten]
Bereits vor 1180 ist die Burg Egloffstein als Stammsitz der Herren von Egloffstein nachweisbar. Erste urkundliche Erwähnungen stammen jedoch erst aus den Jahren 1180 und 1184, in denen der Salmann Henricus de Hegelofuesten bzw. Heinricus de Agilulfi lapide (lapide von lateinisch Stein) genannt wurde.
1509 wurde die Burg Lehen der Bischöfe von Bamberg, die Burg blieb aber bis heute im Besitz der Familie von Egloffstein. 1525 wurde der Ort Egloffstein im Bauernkrieg niedergebrannt, 1561 fasste die Reformation Fuß in Egloffstein.
Im Dreißigjährigen Krieg wurde der Ort noch zweimal niedergebrannt. Im Zuge der Säkularisation in Bayern kam der Ort dann zu Bayern. 1956 erfolgte die Zuerkennung des Prädikates Luftkurort und drei Jahre später wurde Egloffstein zum Markt erhoben.
Religionen[Bearbeiten]
Bis auf den Ortsteil Hundsboden überwiegt die evangelische Konfession im Markt Egloffstein. Sie teilen sich auf in die Kirchengemeinden Affalterthal und die Kirchengemeinde Egloffstein. Die Trubach bildet die natürliche Grenze der Kirchengemeinden - orografisch rechts der Trubach wohnende Bürger gehören zur Kirchengemeinde Affalterthal, orografisch links der Trubach zur Kirchengemeinde Egloffstein. Deren Kirche St. Bartholomäus steht direkt neben der Burg.
Eingemeindungen[Bearbeiten]
Im Zuge der Gemeindegebietsreform wurden am 1. Mai 1978 die Gemeinden Affalterthal, Bieberbach und Hundshaupten komplett dem Markt Egloffstein zugeschlagen. Von der aufgelösten Gemeinde Zaunsbach kamen einige Ortsteile hinzu.[3]
Politik[Bearbeiten]
Marktgemeinderat[Bearbeiten]
Der Marktgemeinderat von Egloffstein hat 14 Mitglieder zusätzlich des hauptamtlichen Bürgermeisters.
| Wahlgemeinschaft Egloffstein und Umgebung | Freie Wählergemeinschaft Affalterthal | Unabhängige Gemeindeliste | Dorfgemeinschaft Bieberbach | Bürgervereinigung Hundshaupten Hundsboden | WG Schweinthal Schlehenmühle Äpfelbach | Gesamt | |
| 2002-2008 | 4 | 2 | 3 | 3 | 1 | 1 | 14 Sitze |
| 2008-2014 | 3 | 3 | 3 | 3 | 1 | 1 | 14 Sitze |
Bürgermeister[Bearbeiten]
Bürgermeister ist seit 2008 Stefan Förtsch (Freie Wählergemeinschaft Affalterthal).
Wappen[Bearbeiten]
Die Wappenbeschreibung lautet: In Schwarz ein silberner, rotbezungter Bärenkopf. (Wappen siehe oben)
Wappengeschichte: Die Gemeinde führt das Wappen der Grafen von Egloffstein, allerdings in umgekehrten Farben zur besseren Unterscheidung vom Familienwappen. Bereits vor 1190 ist die Burg als Stammsitz der Herren und späteren Grafen von Egloffstein nachweisbar. Sie waren Bamberger Ministerialen, wurden um 1180 erstmals erwähnt und sind noch heute im Ort ansässig. Im Jahr 1509 wurde die Burg Lehen der Bischöfe von Bamberg, blieb aber im Besitz der Familie. Seit 1959 ist Egloffstein Markt.
Das Wappen wurde 1956 auf Beschluss des Gemeinderats und Zustimmung des Innenministeriums eingeführt.
- Beleg: Ministerialentschließung vom 17. März 1956
- Ehemalige Gemeinden mit eigenem Wappen: Affalterthal, Hundshaupten
- Elemente aus Familienwappen: von Egloffstein
Freizeit- und Sportanlagen[Bearbeiten]
- Egloffstein: Freibad (bereits 1935 erstmals errichtet), Sport- und Turnhalle, Sportplatz, Kneippanlage, Kinderspielplatz, Kletterfelsen
- Affalterthal: Mehrzweckhaus, Bolzplatz, Schießstände für Luftgewehr und -pistole, Aussichtsfelsen (Pfarrfelsen, Balkenstein, Spiegelfelsen), Kletterfelsen, DSV zertifizierte Nordic-Walking-Strecken, zahlreiche Wanderwege, Wanderpavillon
- Bieberbach: Sportplatz
- Hundsboden: Bolzplatz
- Hundshaupten: Wildpark
- Schlehenmühle: Minigolfanlage
Persönlichkeiten[Bearbeiten]
- Leopold II. von Egloffstein, Fürstbischof von Bamberg (1335–1343)
- Johann I. von Egloffstein († 22. November 1411) war zwischen 1400 und 1411 der 50. Fürstbischof von Würzburg und Erstgründer der Universität Würzburg.
- Leonhard von Egloffstein, bedeutender Humanist und Domherr von Bamberg (ca. 1450–1514)
- Julie Gräfin von Egloffstein (1792–1869) war Hofdame am Hof zu Weimar und Malerin und lebte zeitweilig in Egloffstein. Sie war eine Vertraute von Johann Wolfgang Goethe
- Geheimrat Fritz Neumeyer (1875–1935) war ein Egloffsteiner Förstersohn. Neumeyer, Gründer namhafter Industrien (u.a. Zündappwerke), bedeutender Wirtschaftsführer (siehe Neumeyer-Höhe am Pfarrfelsen)
- Der spätere Oldenburger Landesbischof Wilhelm Stählin (1883–1975) wirkte als Ortspfarrer von 1910 bis 1916 in Egloffstein.
- Der russische Clown und Pantomime Oleg Konstantinowitsch Popow (* 1930) lebt in Egloffstein.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- ↑ Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland nach Bevölkerung am 31.12.2011 auf Grundlage des Zensus 2011 und früherer Zählungen (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
- ↑ http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111102/171940&attr=OBJ&val=1195
- ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 684.
Weblinks[Bearbeiten]
- Affalterthal - ein Ort der Marktgemeinde Egloffstein
- Egloffstein: Wappengeschichte vom HdBG
- Weitere Infos über Egloffstein
- Egloffstein: Amtliche Statistik des LStDV
Siehe auch[Bearbeiten]
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