Egmond (Adelsgeschlecht)

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Stammwappen der Familie Egmond
Lamoral von Egmond, zeitgenössischer Kupferstich

Das Haus Egmond (auch Egmont geschrieben), war ein holländisches Uradelsgeschlecht.

Chronik[Bearbeiten]

Namensgebend war das Kloster Egmond, welches die Familie als Vögte verwaltete. Als Stammherr der Heeren van Egmond gilt Radbold van Egmond (genannt 876–932), dem Vogt des Klosters. Im Laufe des 14. Jahrhunderts konnte das Geschlecht Egmond seinen Besitzstand erweitern und wurde somit auch in die Kämpfe gegen die Westfriesen sowie in Fehden hineingezogen. In weiterer Folge traten die Herren von Egmond im holländischen Haken-und-Kabeljau-Krieg gemeinsam mit den Herren van Arkel an die Spitze der Kabeljaus. Ende des 14. Jahrhunderts erbte Arnold von Egmond die Baronie IJsselstein mit einer Burg auf der Grenze Utrechts und Hollands. Ab diesem Zeitpunkt war das Geschlecht auch in die Utrechter Fehden verwickelt.

Im Laufe des Spätmittelalters und der Renaissance konnten sich die mit zahlreichen Privilegien ausgestatteten Herren und späteren Grafen von Egmond (Johann III. von Egmond wurde 1486 zum ersten Grafen von Egmond erhoben) zu einem der führenden niederländischen Adelsgeschlechter entwickeln. Neben den über Herzogtümer und Grafschaften regierenden Hauptzweigen der Familie bestanden noch diverse außereheliche Nebenzweige: Egmond van Merenstein (1559 ausgestorben), Egmond van Kenenburg (1703 ausgestorben), Egmond van Cranenburch. Die Familie van Egmond van de Nijenburg stellte sich hingegen nur fälschlicherweise als ein außerehelicher Zweig der Egmonds dar.

Stammvater des Adelsgeschlechtes "Geldern-Egmond" bzw. "Geldern-Egmont" ist Reiner v. Geldern (1460-1522), natürlicher Sohn des Adolf von Egmond, Herzogs v. Geldern (1438-1477). Das Geschlecht besaß Arcen 1503-1779, gehörte den Ritterschaften von Geldern und Jülich an und führte seit dem 17. Jahrhundert den Freiherrentitel. – Reichsgrafenstand München 15. Juli 1790.

Familienmitglieder[Bearbeiten]

Titel des Hauses Egmond (Auswahl)[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Pieter Lodewijk Muller: Egmond. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 5, Duncker & Humblot, Leipzig 1877, S. 683 f.
  • Ralf G. Jahn: Die Grafen von Geldern-Egmond(t). In: Ralf G. Jahn, Karl-Heinz Tekath, Bernhard Keuck (Hg.): Ein guter Nachbar ist ein edel Kleinod. Das Herzogtum Geldern im Spannungsfeld von Bündnis und Konkurrenz an Maas, Rhein und Ijssel. Geldern 2005. ISBN 3-921760-33-X. S. 153-161.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Haus Egmond – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien