Egon Hugenschmidt

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Egon Hugenschmidt (* 24. Juni 1925 in Lörrach-Stetten; † 11. April 2010 ebenda) war ein deutscher Jurist und war von 1960 bis 1984 der Oberbürgermeister Lörrachs.

Leben[Bearbeiten]

Der in Stetten geborene und aufgewachsene Hugenschmidt machte 1943 ein Notabitur am Lörracher Hebel-Gymnasium, leistete von 1943 bis 1945 seinen Wehr- und Arbeitsdienst und geriet am Ende des Zweiten Weltkrieges in Gefangenschaft. Nach dem Krieg holte er 1945 sein Abitur nach und begann im Anschluss das Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Basel. 1950 bestand er sein erstes Staatsexamen, 1953 folgte das zweite Staatsexamen. Hugenschmidt begann als Anwalt in Lörrach und wechselte in den Staatsdienst beim Landratsamt des Landkreises Emmendingen. 1956 wurde er in das Verwaltungsgericht Freiburg im Breisgau berufen und 1959 zum Zweiten Bürgermeister von Lörrach gewählt. Ein Jahr später wurde er nach dem Tod von Arend Braye Oberbürgermeister der Stadt. Während seiner Amtszeit wurden mehrere Schulen neu gebaut bzw. bestehende vergrößert, wie das Hans-Thoma-Gymnasium. In seine Amtszeit fiel auch der Neubau des Rathaus-Hochhauses und der Umzug der Stadtverwaltung dorthin.

Grabstein Hugenschmidts

Hugenschmidt war neben seiner Tätigkeit als Oberbürgermeister Vorsitzender im Verwaltungsrat der Bezirkssparkasse und Vorsitzender des Aufsichtsrates der Badischen Gas- und Elektrizitätsversorgung Lörrach. 1983 erhielt er das Ehrenbürgerrecht der Stadt Lörrach, im selben Jahr ehrte ihn der Hebelbund Lörrach mit dem „Hebeldank“. Sein Nachfolger wurde Rainer Offergeld.

Nach einer öffentlichen Trauerfeier in der Fridolinskirche wurde er auf dem Friedhof in Stetten beigesetzt. Hugenschmidt war verheiratet und hatte fünf Kinder.[1]

Literatur[Bearbeiten]

  • Gerhard Moehring: Vögte und Bürgermeister von Lörrach. In: Walter Jung, Gerhard Moehring (Hrsg.): Unser Lörrach 1975. Eine Grenzstadt im Spiegel der Zeit. Kropf & Herz, Lörrach-Tumringen 1975, Seite 35.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Nikolaus Trenz: Auf neuen Wegen Spuren hinterlassen. In: Badische Zeitung. 19. April 2010