Ehekirchen

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Ehekirchen (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Ehekirchen
Ehekirchen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Ehekirchen hervorgehoben
48.63333333333311.1415Koordinaten: 48° 38′ N, 11° 6′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Neuburg-Schrobenhausen
Höhe: 415 m ü. NN
Fläche: 62,79 km²
Einwohner:

3670 (31. Dez. 2011)[1]

Bevölkerungsdichte: 58 Einwohner je km²
Postleitzahl: 86676
Vorwahlen: 08435, 08253
Kfz-Kennzeichen: ND
Gemeindeschlüssel: 09 1 85 127
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Bräugarten 1
86676 Ehekirchen
Webpräsenz: www.ehekirchen.de
Bürgermeister: Günter Gamisch (Freie Wähler/DG Ehekirchen)
Lage der Gemeinde Ehekirchen im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen
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Über dieses Bild

Ehekirchen ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Neuburg-Schrobenhausen.

Inhaltsverzeichnis

Geografie [Bearbeiten]

Blick auf den Ortskern von Ehekirchen mit der Pfarrkirche St. Stephan

Ehekirchen liegt in der Planungsregion Ingolstadt, 13 km südlich von Neuburg an der Donau an der Staatsstraße 2035 nach Augsburg.

Die Gemeinde umfasst die Gemarkungen: Ambach, Bonsal, Buch, Dinkelshausen, Ehekirchen, Fernmittenhausen, Haselbach, Hollenbach, Schönesberg, Walda, Seiboldsdorf und Weidorf.

Gemeindeteile sind:[2]
Ambach, Anderhof, Auhof, Aumühle, Bonsal, Buch, Dinkelshausen, Ehekirchen, Fernmittenhausen, Haselbach, Heilig-Geist-Mühle, Hollenbach, Holzkirchen, Kagerhof, Kehrhof, Mochenbach, Nähermittenhausen, Probmühle, Ried, Schainbach, Schönesberg, Seiboldsdorf, Walda, Wallertshofen und Weidorf.

Nachbargemeinden [Bearbeiten]

Geschichte [Bearbeiten]

Die am 4. September 2010 enthüllte Metallsilhouette im Kreisverkehr soll auf die Ehekirchener Bierhochzeit hinweisen

Das 1011 gegründete Kloster Kühbach war seit seiner Gründung bis zur Säkularisation Grundherr am Ort. Ehekirchen war seit 1505 Grenzort des Herzogtums Neuburg-Sulzbach und dessen Gericht Neuburg; seit 1777 war das Gebiet Teil des Kurfürstentums Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Eingemeindungen [Bearbeiten]

Die Eingemeindungen und Eingliederungen erstreckten sich über einen Zeitraum von mehr als sechs Jahren. Sie begannen am 1. Januar 1972 mit der Eingemeindung von Schönesberg und endeten am 1. Mai 1978 mit fünf Eingliederungen.

Ehemalige Gemeinde Datum Anmerkung
Ambach[3] 1. Januar 1978
Bonsal[3] 1. Januar 1975
Buch[3] 1. Oktober 1973
Dinkelshausen[4] 1. Mai 1978 Umgliederung von 63 Einwohnern (1970) nach Königsmoos
Fernmittenhausen[3] 1. Mai 1978
Haselbach[3] 1. Januar 1976
Hollenbach[4] 1. Mai 1978 Umgliederung von 85 Einwohnern (1970) nach Königsmoos
Schönesberg[5] 1. Januar 1972
Seiboldsdorf[3] 1. Mai 1978
Walda[3] 1. Januar 1978 Umgliederung von 57 Einwohnern (1970) nach Königsmoos
Weidorf[3] 1. Mai 1978

Einwohnerentwicklung [Bearbeiten]

Auf dem Gebiet der Gemeinde wurden 1970 2.906, 1987 dann 3.118 und im Jahr 2000 3.593 Einwohner gezählt.

Politik [Bearbeiten]

Rathaus

Bürgermeister ist Günter Gamisch (Freie Wähler Dorfgemeinschaft Ehekirchen) seit 2008. Seine Vorgänger waren Heinrich Schmalbach (1990 bis 2008) und Franz Braun (bis 1990); letzterem ist in Ehekirchen eine Straße gewidmet.

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 1356 T€, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 202 T€.

Wappen [Bearbeiten]

Das Wappen zeigt "in Rot nebeneinander drei silberne Rauten, darüber eine goldene Krone, darunter ein goldener Palmzweig."

Kirchen [Bearbeiten]

Die Katholische Pfarreiengemeinschaft Ehekirchen umfasst die Pfarreien, Filialkirchen und Kuratien Ambach, Bonsal, Buch, Dinkelshausen, Ehekirchen, Fernmittenhausen, Haselbach, Hollenbach, Holzkirchen, Nähermittenhausen, Schainbach, Schönesberg, Seiboldsdorf, Walda und Weidorf.

Baudenkmäler [Bearbeiten]

Liste der Baudenkmäler in Ehekirchen

Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft [Bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft fünf, im produzierenden Gewerbe 404 und im Bereich Handel und Verkehr 24 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 97 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1100. Im verarbeitenden Gewerbe gab es 14 Betriebe, im Bauhauptgewerbe sechs Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 211 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 4270 Hektar, davon waren 3106 Hektar Ackerfläche und 1159 Hektar Dauergrünfläche.

Bildung [Bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2009):

  • Kindergärten: je 1 in Ehekirchen (60 Kinder) und im Ortsteil Walda (67 Kinder, ohne Mittagsbetreuung Schulkinder), beide in kirchlicher Trägerschaft
  • Volksschulen: 1 mit 310 Schülern


Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Quartale (hier viertes Quartal, Stichtag zum Quartalsende) (Hilfe dazu)
  2. Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, hg. vom Bayerischen Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung, München 1987 (Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns), S. 123.
  3. a b c d e f g h  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 601.
  4. a b  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 602.
  5.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 532.

Weblinks [Bearbeiten]

 Commons: Ehekirchen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien