Ehrenberg (Rhön)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Ehrenberg (Rhön)
Ehrenberg (Rhön)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Ehrenberg (Rhön) hervorgehoben
50.50694444444410.003055555556632Koordinaten: 50° 30′ N, 10° 0′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Fulda
Höhe: 632 m ü. NHN
Fläche: 40,81 km²
Einwohner: 2547 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 62 Einwohner je km²
Postleitzahl: 36115
Vorwahlen: 06683 06681 Thaiden, ReulbachVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: FD
Gemeindeschlüssel: 06 6 31 005
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rhönstraße 26
36115 Wüstensachsen
Webpräsenz: gemeinde-ehrenberg.de
Bürgermeister: Thomas Schreiner (parteilos)
Lage der Gemeinde Ehrenberg (Rhön) im Landkreis Fulda
Eiterfeld Burghaun Rasdorf Hünfeld Nüsttal Bad Salzschlirf Großenlüder Fulda Petersberg (Hessen) Hofbieber Tann (Rhön) Hilders Dipperz Künzell Poppenhausen (Wasserkuppe) Ehrenberg (Rhön) Gersfeld (Rhön) Ebersburg Eichenzell Kalbach Flieden Hosenfeld Neuhof (bei Fulda) Main-Kinzig-Kreis Bayern Thüringen Landkreis Hersfeld-Rotenburg VogelsbergkreisKarte
Über dieses Bild

Ehrenberg (Rhön) ist eine Gemeinde mit etwa 2600 Einwohnern im Landkreis Fulda in der osthessischen Rhön.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt zentral im Naturpark Hessische Rhön sowie im Biosphärenreservat Rhön in 450 bis 900 Meter Höhe, etwa 30 km östlich von Fulda. Die meisten Ortsteile der Gemeinde liegen im Tal der Ulster und werden von der Bundesstraße 278 durchquert. Lediglich Reulbach liegt in einem Nachbartal.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Ehrenberg grenzt im Norden an die Gemeinde Hilders (Landkreis Fulda), im Osten an die Gemeinde Birx (im thüringischen Landkreis Schmalkalden-Meiningen), die Stadt Fladungen, die Gemeinde Hausen und die Stadt Oberelsbach (alle drei im Landkreis Rhön-Grabfeld in Bayern), im Süden an die Stadt Gersfeld, sowie im Westen an die Gemeinde Poppenhausen (beide im Landkreis Fulda).

Ortsteile[Bearbeiten]

Die Ortsteile von Ehrenberg sind Wüstensachsen (Verwaltungssitz), Seiferts, Reulbach, Thaiden und Melperts. Deren Gemarkungen verteilen sich auf eine Fläche von 40,83 km², wovon 29,12 % Wald und 61,65 % landwirtschaftliche Flächen sind.

Melperts[Bearbeiten]

  • Einwohner: 140 Einwohner (2012)
  • Ortsvorsteherin: Gertrud Faulstich
  • durchschnittliche Höhenlage: 540 m ü.NN

Der kleinste Ort der Gemeinde ist überwiegend landwirtschaftlich geprägt. Dorfmittelpunkt bildet das Backhaus mit dem Dorfplatz, auf dem auch das alljährliche Melpertser Backhausfest stattfindet. Melperts besitzt eine Töpferei, einen Hofladen und einen Haflingerhof.

Reulbach[Bearbeiten]

  • Einwohner: 410 Einwohner (2012)
  • Ortsvorsteher: Roland Hohmann
  • durchschnittliche Höhenlage: 570 m ü. NN

Der Ortsteil Reulbach liegt im Talkessel des Reulbaches umgeben vom Schafstein und vom Ehrenberg am Fuße der Wasserkuppe. Die Buchenwälder des Bornberges erstrecken sich bis an den Ortsrand. Das Basaltblockmeer des Schafsteines sowie die Sommerrodelbahn und der Rhönbob auf der Märchenwiese der Wasserkuppe sind leicht zu erwandern. Rundwanderwege führen vom Parkplatz Bornberg aus über den Ehrenberg, vorbei an der Martinskapelle, sowie durch das Naturschutzgebiet Schafstein mit seinem „Urwald“.

Seiferts[Bearbeiten]

  • Einwohner: 560 Einwohner (2012)
  • Ortsvorsteher: Andreas Schuldt
  • durchschnittliche Höhenlage: 530 m ü. NN

Seiferts, der zweitgrößte Ort der Gemeinde, hat etwa 560 Einwohner und liegt zwischen 520 und 540 m ü. NN. Westlich des Ortes liegt der Zusammenfluss von Birxgraben und Ulster, direkt am Ehrenberg, der 816 Meter hoch ist. Von Osten wird Seiferts vom Billstein überragt, nach Süden und Norden erstreckt sich das Ulstertal. Wichtige Bauwerke sind die heutige Friedhofskapelle von 1642, die 1879 erbaute Kirche und das 1994 erbaute Dorfgemeinschaftshaus mit Feuerwehrhaus. Seiferts hat ein ausgeprägtes Vereinsleben.

Thaiden[Bearbeiten]

Eisenbahnviadukt am Ortseingang von Thaiden mit der darunterliegenden B 278
  • Einwohner: 300 Einwohner (2012)
  • Ortsvorsteher: Martin Barthelmes
  • durchschnittliche Höhenlage: 500 m ü. NN

Am Fuße des Krautberges und des Teufelsberges liegt der Ortsteil Thaiden als nördlichster Ortsteil Ehrenbergs, ebenfalls im Ulstertal. Er ist überwiegend landwirtschaftlich und touristisch geprägt. Auch der Basaltabbau, sowie dessen Verarbeitung zu verschiedenen Betonelementen und Pflastersteinen prägen das Ortsbild. Ein Mustergarten sowie ein Museum am FCN-Gelände (Franz Carl Nüdling, Basaltwerke GmbH & Co KG Holding) geben Aufschluss über die Geschichte des Basaltabbaus und die Geologie der Rhön.

Wüstensachsen[Bearbeiten]

  • Einwohner: 1210 Einwohner (2012)
  • Ortsvorsteher: Thomas Keidel
  • durchschnittliche Höhenlage: 580 m ü. NN

1965 wurde Wüstensachsen als Erholungsort anerkannt. Seit 1983 ist es staatlich anerkannter Luftkurort mit einer entsprechenden Infrastruktur.

Im November 1993 wurde die Gemeinde Ehrenberg als „Familienfreundlicher Ferienort“ ausgezeichnet.

Für Sporttreibende stehen Tennis- und Sportplätze, eine Minigolfanlage und im Winter Langlaufloipen und Skilifte zur Verfügung. Auf der nahegelegenen Wasserkuppe finden Drachen-, Modell-, Segel- oder Gleitschirmflieger ihre Startplätze. Des Weiteren gibt es ein Freibad, ein Kneipptretbecken, mehrere Spazierwege mit den vielen Ruhebänken und ca. 150 km markierte Wanderwege. Durch die Naturschutzgebiete Rotes Moor oder Schwarzes Moor werden Führungen angeboten.

Die Naturschutzgebiete Kesselrain und Schafstein (832 m) (mit dem größten Basaltblockmeer der Rhön) sowie der Steinkopf (888 m) gehören zu den geologischen Besonderheiten der Gemeinde.

Geschichte[Bearbeiten]

Am 31. Dezember 1970 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Melperts, Seiferts und Wüstensachsen zur neuen Gemeinde Ehrenberg zusammengeschlossen. Reulbach und Thaiden kamen am 1. August 1972 hinzu.[2]

Politik[Bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 27. März 2011 ergab folgende Sitzverteilung:

Kommunalwahl 2011
 %
50
40
30
20
10
0
47,2 %
30,8 %
22,1 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2006
 %p
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
+0,4 %p
-7,7 %p
+7,5 %p
Parteien und Wählergemeinschaften %
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
Bürgerliste Ehrenberg (BLE) 47,2 7 46,8 7
Christlich Demokratische Union Deutschlands 30,8 5 38,5 6
Sozialdemokratische Partei Deutschlands 22,1 3 14,6 2
gesamt 100 15 100 15
Wahlbeteiligung in % 64,0 60,5

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen der Gemeinde Ehrenberg zeigt den roten fränkischen Rechen, dessen obere Abgrenzung silbern abgesetzt ist. Die erhöhte Mittelspitze des Rechens, der auf die frühere Zugehörigkeit zu Franken hindeutet, soll die besondere Mittelgebirgslage in der Hohen Rhön hervorheben. Die Silberdistel ist als Wahrzeichen der heimischen Flora anzusehen.

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Bruno Faulstich: Melpertser Geschichte(n). Ehrenberg 2006
  • Ortsbeirat Reulbach (Hrsg.): Aus Rügelberk wird Reulbach. Ehrenberg 2003.
  • Gemeinde Ehrenberg (Hrsg.): Die jüdische Gemeinde Wüstensachsen. 1998.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung der hessischen Gemeinden (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 393 und 395.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ehrenberg (Rhön) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien