Eibelstadt

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Eibelstadt
Eibelstadt
Deutschlandkarte, Position der Stadt Eibelstadt hervorgehoben
49.72388888888910.000833333333180Koordinaten: 49° 43′ N, 10° 0′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Würzburg
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Eibelstadt
Höhe: 180 m ü. NN
Fläche: 7,07 km²
Einwohner:

2786 (31. Dez. 2011)[1]

Bevölkerungsdichte: 394 Einwohner je km²
Postleitzahl: 97246
Vorwahl: 09303
Kfz-Kennzeichen: Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Kfz enthält Leerzeichen
Gemeindeschlüssel: 09 6 79 124
Stadtgliederung: 2 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Marktplatz 2
97246 Eibelstadt
Webpräsenz: www.eibelstadt.de
Bürgermeister: Heinz Koch (SPD)
Lage der Stadt Eibelstadt im Landkreis Würzburg
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Über dieses Bild

Eibelstadt ist eine Stadt im unterfränkischen Landkreis Würzburg und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Eibelstadt.

Inhaltsverzeichnis

Geografische Lage[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Eibelstadt ist ein Weinort am Main in unmittelbarer Nähe zur Universitätsstadt Würzburg.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Die politische Gemeinde Eibelstadt hat zwei amtlich benannte Ortsteile[2]:

Geschichte[Bearbeiten]

Die Gründung geht zurück auf die Zeit Karls des Großen anno 787. Im Jahr 1434 wurde durch Kaiser Sigismund dem Ort Eibelstadt das Stadtrecht verliehen, nachdem Eibelstädter Bürger ihn erfolgreich im Krieg gegen die Hussiten unterstützt hatten. Der ehemalige Keller des Domkapitels Würzburg des Hochstifts Würzburg wurde, nach der Säkularisation 1803 zugunsten Bayerns, 1805 Erzherzog Ferdinand von Toskana zur Bildung des Großherzogtums überlassen und fiel mit diesem 1814 endgültig an Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • 1970: 2023
  • 1987: 2279
  • 2000: 2838
  • 2007: 3065

Politik[Bearbeiten]

Heinz Koch (SPD) ist seit 1990 Erster Bürgermeister der Stadt Eibelstadt.

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 1.523.000 Euro, davon waren umgerechnet 263.000 Gewerbesteuereinnahmen (netto).

Stadtrat[Bearbeiten]

Eibelstadt von den Weinbergen aus gesehen
Eibelstadt von der gegenüberliegenden Mainseite aus gesehen

Die 15 Sitze des Stadtrates verteilen sich wie folgt:

(Stand: Kommunalwahl am 3. März 2002)

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: In Gold ein halber, golden gekrönter und rot bewehrter schwarzer Löwe, der eine rund gebogene, nach links offene grüne Weinrebe mit Blättern und einer blauen Traube in den Pranken hält.

Wappenbeschreibung: Das ehemalige Reichslehen Eibelstadt gehörte seit 1096 zum Hochstift Würzburg. Die Herrschaft über Eibelstadt war bis zum Ende des alten Reichs 1803 zwischen der Würzburger Dompropstei und dem Würzburger Domkapitel geteilt. Kaiser Sigismund verlieh dem Ort 1434 die Stadtrechte und ein Stadtwappen. Die Weinrebe im Wappen steht für den Weinbau, der bis heute den Haupterwerbszweig der Einwohner bildet. Das Stadtwappen ist das älteste in Bayern mit der Darstellung eines Weinmotivs. Der Löwe geht auf den böhmischen Löwen zurück, weil Kaiser Sigismund aus Böhmen stammt. Das Wappenbild hat sich seit der Verleihung kaum verändert. Ab 1820 wurde der Löwe für einige Zeit als Greif fehl gedeutet. Die Farben waren lange Zeit unsicher. Noch in den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts wurde in Silber ein rot gekrönter und rot bewehrter halber schwarzer Löwe innerhalb einer rund gebogenen, nach rechts geöffneten, grünen Weinrebe mit zwei goldenen Trauben, dargestellt (Hupp). Das jetzt gültige Wappen wurde 1987 festgelegt.

Wappenführung seit 3. Juli 1434 und in der jetzigen Darstellung seit 7. August 1987


Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Maintor mit Hochwassermarkierungen
  • Vollständig erhaltene Stadtmauer mit 14 Türmen, unter anderem mit dem Maintor und dem Kereturm aus dem Jahr 1573.
  • Marktplatz mit Mariensäule (Madonna im goldenen Strahlenkranz)
  • Heumarkt
  • Barockes Amtshaus des Würzburger Domkapitels. Den Rathaussaal ziert eine Stuckdecke aus der Erbauerzeit. Das Wein- und Steuerglöcklein aus dem 14. Jahrhundert im Dachtürmchen erinnert noch heute an die alte Form der Steuereinhebung.
  • Pfarrkirche St. Nikolaus. Das Gotteshaus birgt zahlreiche Kostbarkeiten: so eine Kreuzigungsgruppe aus der Werkstatt Tilman Riemenschneiders um 1505 und verschiedene spätgotische Figuren.
  • Den Ort zieren ferner wuchtige und verspielte Repräsentationsbauten vergangener Jahrhunderte, wie der ehemalige Präzenshof des Würzburger Domstifts, verschiedene Adelshäuser, ehemalige Höfe von Stiften und Klöstern und Reste eines Königshofes aus der Stauferzeit.
  • Lügensteinweg mit Erklärungen zu den Würzburger Lügensteinen
  • An zwei Wochenenden im Sommer das Eibelstädter Weinfest

Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Eibelstadt

Museen[Bearbeiten]

  • Heimatmuseum
  • Stadtarchiv (Führungen nach Absprache)

Musik[Bearbeiten]

Der größte Teil der Mitglieder des Vocal-Ensembles heart&soul hat seine Wurzeln in Eibelstadt. Seit 1995 treten die 13 Sänger und Sängerinnen mit einem Programm von Gospels bis zu den Beatles im Raum Nordbayern auf. 2 Männerchöre (ATGV und Liederkranz) sowie ein Frauenchor (ATGV); Feuerwehr- und Stadtkapelle und seit einigen Jahren auch die fetzige Eibelstädter Guggemusik, die auf Faschingsfeten immer den Saal zum Beben bringt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 23, im produzierenden Gewerbe 169 und im Bereich Handel und Verkehr 274 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 153 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 927. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe 6 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 62 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 140 Hektar, davon waren ca. 120 Hektar Weinberge.

Eibelstadt vom Weinberg aus gesehen (Frühling)

Verkehr[Bearbeiten]

Die Stadt liegt an der Bundesstraße 13, ca. 2 km entfernt von der Abfahrt Würzburg-Randersacker der Bundesautobahn 3. Der nächste Bahnhof ist Winterhausen an der Bahnstrecke Treuchtlingen–Würzburg, ca. 4 km von Eibelstadt entfernt.

Bildung[Bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2006):

  • 125 Kindergartenplätze mit 108 Kindern
  • Kinderkrippe im Kindergarten integriert
  • Eine Grundschule mit 11 Lehrern und 274 Schülern

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Eibelstadt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland nach Bevölkerung am 31.12.2011 auf Grundlage des Zensus 2011 und früherer Zählungen (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111110/171748&attr=OBJ&val=1784