Eichenfarn
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Eichenfarn (Gymnocarpium dryopteris) |
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| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Gymnocarpium dryopteris | ||||||||||||
| (L.) Newman |
Der Eichenfarn (Gymnocarpium dryopteris) ist ein in Mitteleuropa heimischer Farn aus der Familie der Woodsiaceae. In vielen Werken wird er noch in der Familie der Wurmfarngewächse oder Schildfarngewächse geführt.
Inhaltsverzeichnis |
Beschreibung [Bearbeiten]
Der Eichenfarn ist eine ausdauernde, krautige Pflanze mit einem langen, dünnen und kriechendem Rhizom. Die Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von 10 bis 40 Zentimetern.
Der Blattstiel sowie die Blattspindel sind drüsenlos. Die Blattspreite ist hellgrün, dünn und kahl oder spärlich drüsig behaart. Die Spreite besteht aus drei bis fünf Hauptfiedern.
Die Sori sind nackt und stehen nahe am Blattrand.
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 160.
Ökologie [Bearbeiten]
Der Eichenfarn ist ein Rhizom-Geophyt, der meist in größeren Herden wächst. Die Sporen verbreiten sich als Körnchenflieger über den Wind. Sporenreifezeit ist von Juli bis August.
Vegetative Vermehrung erfolgt über das Rhizom.
Vorkommen [Bearbeiten]
Der Eichenfarn hat ein zirkumpolares Areal mit meridional/montaner bis arktischer Verbreitung bei subozeanischer Tönung. In Deutschland und Österreich ist die Art häufig.
Der Eichenfarn wächst insbesondere in schattigen, bodensauren Wäldern der submontanen bis subalpinen Höhenstufe, kommt aber auch im Flachland und an der Küste vor.[1]
Taxonomie [Bearbeiten]
Der Eichenfarn wurde 1753 von Carl von Linné in Species Plantarum unter dem Basionym Polypodium dryopteris L. erstveröffentlicht.[2] Er wurde 1851 von Edward Newman in die Gattung Gymnocarpium gestellt und erhielt seinen anerkannten Artnamen Gymnocarpium dryopteris (L.) Newm.[3] Weitere Synonyme sind:
- Thelypteris dryopteris (L.) Sloss.
- Phegopteris dryopteris (L.) Fée
- Dryopteris disjuncta (Rupr.) C.V.Morton
- Nephrodium dryopteris (L.) Michx.
- Lastrea dryopteris (L.) Bory
- Dryopteris linnaeana C.Chr.
Quellen [Bearbeiten]
Literatur [Bearbeiten]
- Manfred A. Fischer, Wolfgang Adler, Karl Oswald: Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol. Bestimmungsbuch für alle in der Republik Österreich, in der Autonomen Provinz Bozen/Südtirol (Italien) und im Fürstentum Liechtenstein wildwachsenden sowie die wichtigsten kultivierten Gefäßpflanzen (Farnpflanzen und Samenpflanzen) mit Angaben über ihre Ökologie und Verbreitung. 2., verb. u. erw. Auflage. Biologiezentrum der Oberösterreichischen Landesmuseen, Linz 2005, ISBN 3-85474-140-5.
- Erich Oberdorfer, Theo Müller (Mitarb.): Pflanzensoziologische Exkursionsflora. 7., überarb. und erg. Auflage. Eugen Ulmer, Stuttgart 1994, ISBN 3-8252-1828-7.
- Werner Rothmaler (Begr.), Rudolf Schubert, Klaus Werner, Hermann Meusel (Hrsg.): Exkursionsflora für die Gebiete der DDR und der BRD. Band 2: Gefäßpflanzen. 13. Auflage. Volk und Wissen, Berlin 1987, ISBN 3-06-012539-2.
- Siegmund Seybold (Hrsg.): Schmeil-Fitschen interaktiv. Die umfassende Bestimmungs- und Informationsdatenbank der Pflanzenwelt Deutschlands und angrenzender Länder; der Schlüssel zur Pflanzenwelt; mit ausführlicher Begleitbroschüre. CD-ROM, Version 1.1, Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2002, ISBN 3-494-01327-6.
- T. G. Tutin, N. A. Burges, A. O. Chater, J. R. Edmondson, V. H. Heywood, D. M. Moore, D. H. Valentine, S. M. Walters, D. A. Webb (Hrsg.): Flora Europaea. Volume 1: Psilotaceae to Platanaceae. 2., überarb. Auflage. Cambridge University Press, Cambridge 1993, ISBN 0-521-41007-X, S. 26 (eingeschränkte Vorschau in der Google Buchsuche).
- Ruprecht Düll, Herfried Kutzelnigg: Taschenlexikon der Pflanzen Deutschlands und angrenzender Länder. Die häufigsten mitteleuropäischen Arten im Porträt. 7., korr. u. erw. Auflage. Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2011, ISBN 978-3-494-01424-1.
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Verbreitungskarte für Deutschland. In: Floraweb.
- ↑ Carl von Linné: Species Plantarum. Band 2, Impensis Laurentii Salvii, Holmiae 1753, S. 1093, Digitalisat
- ↑ Edward Newman: Synoptical table of the british ferns. In: The Phytologist. A popular botanical miscellany. Band 4, Appendix, S. xxiv, Digitalisat
Weblinks [Bearbeiten]
- Eichenfarn. In: FloraWeb.de.
- Gymnocarpium dryopteris. In: Info Flora (Das nationale Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora).
- Verbreitung auf der Nordhalbkugel aus: Eric Hultén, Magnus Fries: Atlas of North European vascular plants. 1986, ISBN 3-87429-263-0 bei Den virtuella floran. (schwed.).