Eichwalde

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Eichwalde
Eichwalde
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Eichwalde hervorgehoben
52.37333333333313.61833333333335Koordinaten: 52° 22′ N, 13° 37′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Dahme-Spreewald
Höhe: 35 m ü. NHN
Fläche: 2,8 km²
Einwohner: 6305 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 2252 Einwohner je km²
Postleitzahl: 15732
Vorwahl: 030
Kfz-Kennzeichen: LDS
Gemeindeschlüssel: 12 0 61 112
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Grünauer Straße 49
15732 Eichwalde
Webpräsenz: www.eichwalde.de
Bürgermeister: Bernd Speer (parteilos)
Lage der Gemeinde Eichwalde im Landkreis Dahme-Spreewald
Alt Zauche-Wußwerk Bersteland Bestensee Byhleguhre-Byhlen Drahnsdorf Eichwalde Golßen Groß Köris Halbe Heideblick Heidesee Jamlitz Kasel-Golzig Königs Wusterhausen Krausnick-Groß Wasserburg Lieberose Lübben Luckau Märkisch Buchholz Märkische Heide Mittenwalde Münchehofe Neu Zauche Rietzneuendorf-Staakow Schlepzig Schönefeld Schönwald Schulzendorf Schwerin Schwielochsee Spreewaldheide Steinreich Straupitz Teupitz Unterspreewald Wildau Zeuthen BrandenburgKarte
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Lage an der Stadtgrenze von Berlin

Eichwalde ist eine amtsfreie Gemeinde im Landkreis Dahme-Spreewald in Brandenburg in Deutschland.

Geografie[Bearbeiten]

Eichwalde liegt direkt an der südöstlichen Stadtgrenze von Berlin. Der im Norden und Osten angrenzende Berliner Stadtteil ist Schmöckwitz. Die südliche Nachbargemeinde ist Zeuthen, die westliche Schulzendorf.

Die städtische Bebauung geht an allen Seiten nahtlos in die der drei Nachbargemeinden über. Eichwalde hat damit keine Wachstumsmöglichkeiten in die Breite. Die nördlich der Waldstraße (die hier die Landesgrenze bildet) liegende Siedlung Schmöckwitz ist vom Rest Berlins aus nur über Eichwalder Gebiet zu erreichen. Im Osten des Gemeindegebiets hat Eichwalde einen schmalen Zugang zum Zeuthener See. Hier gibt es einen Badestrand („Badewiese“) und mehrere Bootsanleger.

Eichwalde ist mit nur 2,8 km² die flächenkleinste Gemeinde in Brandenburg und die mit der zweithöchsten Bevölkerungsdichte hinter dem ähnlich struktierten Glienicke/Nordbahn am nördlichen Berliner Stadtrand. Unter den mehr als 12.000 Gemeinden in Deutschland belegt Eichwalde nach der Bevölkerungsdichte den 29. Platz. Nach einer Untersuchung der Märkische Allgemeine Zeitung im Jahre 2010 ist Eichwalde zudem die Gemeinde mit dem höchsten Pro-Kopf-Einkommen im Landkreis Dahme-Spreewald.

Geschichte[Bearbeiten]

Gegründet wurde die Gemeinde am 20. März 1893, nachdem das zu Schmöckwitz gehörende Gut Radeland für Siedler aufgeteilt wurde.[2]


Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Die beiden folgenden Grafiken zeigen, wie sich die Bevölkerung Eichwaldes in seinen heutigen Grenzen entwickelt hat und voraussichtlich entwickeln wird.

Jahr Einwohner
1875 54
1890 28
1925 3069
1933 4815
1939 6318
1946 5847
1950 6493
1964 6352
1971 6377
1981 5962
Jahr Einwohner
1985 5705
1989 5218
1990 5141
1991 5030
1992 4942
1993 4860
1994 4864
1995 4887
1996 4972
1997 5277
Jahr Einwohner
1998 5551
1999 5720
2000 5737
2001 5749
2002 5823
2003 5837
2004 5976
2005 6002
2006 6078
2007 6073
Jahr Einwohner
2008 6114
2009 6113
2010 6205
2011 6252
2012 6305

Quellen: Die detaillierten Quellen des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg und des brandenburgischen Landesamtes für Bauen und Verkehr sowie der Bertelsmann-Stiftung finden sich unter Population Projection Brandenburg in den Wikimedia Commons

Politik[Bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten]

Rathaus

Die Gemeindevertretung besteht einschließlich des Bürgermeisters aus 19 Mitgliedern[3].

(Stand: Kommunalwahl vom 25. Mai 2014, vorläufiges Endergebnis)

Zudem wurde im Jahr 2007 das erste Schülerparlament der Gemeinde von Schülern des Humboldt-Gymnasiums und der Humboldt-Grundschule unter dem Namen Kinder und Jugendparlament Eichwalde (kurz: KJP) gewählt. Mit diesem Projekt, welches mit zu den ersten dieser Art in der Region gehörte, soll auch Jugendlichen und Kindern eine Mitwirkung am Ortsgeschehen inklusive Budgetberatung ermöglicht werden.[4]

Bürgermeister[Bearbeiten]

Der Bürgermeister von Eichwalde ist für die Dauer von acht Jahren der parteilose Bernd Speer. Seine Amtsperiode endet im Januar 2018.

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen wurde am 5. Mai 1995 genehmigt.

Blasonierung: „In Gold auf grünem Boden eine grüne Eiche mit goldenen Früchten.“[5]

Das Eichwalder Wappen zeigt die 300-jährige Friedenseiche in der Friedenstraße.

Flagge[Bearbeiten]

Die Flagge ist, bei Aufhängung an einem Querholz, längs gestreift von Grün und Gold (Gelb) und trägt das Wappen der Gemeinde übergreifend in der Mitte.

Partnergemeinde[Bearbeiten]

Eichwalde hat eine polnische Partnergemeinde: Ośno Lubuskie (Drossen) in der ehemals brandenburgischen Neumark. Der Ort liegt 85 Kilometer von Eichwalde entfernt, nordöstlich der Grenzstadt Frankfurt (Oder).

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Katholische Kirche
Evangelische Kirche
Humboldt-Gymnasium

In der Liste der Baudenkmale in Eichwalde stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Baudenkmale.

Museen[Bearbeiten]

Die Alte Feuerwache ist das kulturelle Zentrum der Gemeinde. In dem Haus finden vom Kulturbeirat der Gemeinde Eichwalde, vom Verein Kind & Kegel, dem Freundeskreis Alte Feuerwache e.V. und von dem Heimatverein organisierte Ausstellungen, Konzerte, Lesungen und andere künstlerische und kulturelle Ereignisse statt.

Musik[Bearbeiten]

Lokale Medien[Bearbeiten]

Die Eichwalder Nachrichten sind ein unabhängiges Online-Magazin für Eichwalde und Kommunen in der Nachbarschaft.

Bauwerke[Bearbeiten]

  • Ortskern mit einem Ensemble an Gründerzeitgebäuden und -villen (zum Beispiel: Alte Feuerwache, Humboldt-Gymnasium)
  • Evangelische Kirche, erbaut 1908
  • Katholische St.-Antonius-Kirche, erbaut 1913
  • Wasserturm und Wasserwerk

Naturdenkmäler[Bearbeiten]

Die Friedenseiche in der Friedenstraße ist im Stadtwappen wiederzufinden.

Verkehr[Bearbeiten]

Der Eichwalder Bahnhof

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Wolfgang Müller: Eichwalde unterm Hakenkreuz. Zur Geschichte des Ortes von 1933 bis 1945, Heimatheft III (Heimatverein Eichwalde), 2004.
  • Wolfgang Müller: Nachkriegsjahre in Eichwalde. Zur Geschichte des Ortes von 1945 bis 1953. Selbstverlag 2007.
  • Wolfgang Müller: Eichwalde in der Weimarer Republik. Zur Geschichte des Ortes von 1918 bis 1933. Teil 1: 1918–1925. Selbstverlag 2012.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Eichwalde – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2012 (XLS-Datei; 83 KB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.eichwalde.de/ris/instanz_1/belege/f5_000001.htm
  3. Gemeinde Eichwalde: Online-Wahlportal: aktuelle Wahlergebnisse, Wahl der Gemeindevertretung 2014 (abgerufen am 30. Mai 2014)
  4. Gemeinde Eichwalde: Satzung des Kinder- und Jugendparlaments der Gemeinde Eichwalde (KJP-Satzung) (abgerufen am 1. Mai 2011)
  5. Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg