Eichwalde

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Eichwalde
Eichwalde
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Eichwalde hervorgehoben
52.37333333333313.61833333333335Koordinaten: 52° 22′ N, 13° 37′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Dahme-Spreewald
Höhe: 35 m ü. NHN
Fläche: 2,79 km²
Einwohner: 6359 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 2279 Einwohner je km²
Postleitzahl: 15732
Vorwahl: 030
Kfz-Kennzeichen: LDS
Gemeindeschlüssel: 12 0 61 112
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Grünauer Straße 49
15732 Eichwalde
Webpräsenz: www.eichwalde.de
Bürgermeister: Bernd Speer (parteilos)
Lage der Gemeinde Eichwalde im Landkreis Dahme-Spreewald
Alt Zauche-Wußwerk Bersteland Bestensee Byhleguhre-Byhlen Drahnsdorf Eichwalde Golßen Groß Köris Halbe Heideblick Heidesee Jamlitz Kasel-Golzig Königs Wusterhausen Krausnick-Groß Wasserburg Lieberose Lübben Luckau Märkisch Buchholz Märkische Heide Mittenwalde Münchehofe Neu Zauche Rietzneuendorf-Staakow Schlepzig Schönefeld Schönwald Schulzendorf Schwerin Schwielochsee Spreewaldheide Steinreich Straupitz Teupitz Unterspreewald Wildau Zeuthen BrandenburgKarte
Über dieses Bild
Lage an der Stadtgrenze von Berlin

Eichwalde ist eine amtsfreie Gemeinde im Landkreis Dahme-Spreewald in Brandenburg in Deutschland.

Geografie[Bearbeiten]

Eichwalde liegt direkt an der südöstlichen Stadtgrenze von Berlin. Der im Norden und Osten angrenzende Berliner Stadtteil ist Schmöckwitz. Die südliche Nachbargemeinde ist Zeuthen, die westliche Schulzendorf.

Die städtische Bebauung geht an allen Seiten nahtlos in die der drei Nachbargemeinden über. Eichwalde hat damit keine Wachstumsmöglichkeiten in die Breite. Die nördlich der Waldstraße (die hier die Landesgrenze bildet) liegende Siedlung Schmöckwitz ist vom Rest Berlins aus nur über Eichwalder Gebiet zu erreichen. Im Osten des Gemeindegebiets hat Eichwalde einen schmalen Zugang zum Zeuthener See. Hier gibt es einen Badestrand („Badewiese“) und mehrere Bootsanleger.

Eichwalde ist mit nur 2,8 km² die flächenkleinste Gemeinde in Brandenburg und die mit der zweithöchsten Bevölkerungsdichte hinter dem ähnlich struktierten Glienicke/Nordbahn am nördlichen Berliner Stadtrand. Unter den mehr als 12.000 Gemeinden in Deutschland belegt Eichwalde nach der Bevölkerungsdichte den 29. Platz. Nach einer Untersuchung der Märkische Allgemeine Zeitung im Jahre 2010 ist Eichwalde zudem die Gemeinde mit dem höchsten Pro-Kopf-Einkommen im Landkreis Dahme-Spreewald.

Geschichte[Bearbeiten]

Gegründet wurde die Gemeinde am 20. März 1893, nachdem das zu Schmöckwitz gehörende Gut Radeland für Siedler aufgeteilt wurde.[2]


Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Die beiden folgenden Grafiken zeigen, wie sich die Bevölkerung Eichwaldes in seinen heutigen Grenzen entwickelt hat und voraussichtlich entwickeln wird.

Eichwalde:
Bevölkerungsentwicklung in den Grenzen von 2013. [3]
Jahr Einwohner
1875 54
1890 28
1910 1 565
1925 3 069
1933 4 815
1939 6 318
1946 5 847
1950 6 493
1964 6 352
1971 6 377
Jahr Einwohner
1981 5 962
1985 5 705
1989 5 218
1990 5 141
1991 5 030
1992 4 942
1993 4 860
1994 4 864
1995 4 887
1996 4 972
Jahr Einwohner
1997 5 277
1998 5 551
1999 5 720
2000 5 737
2001 5 749
2002 5 823
2003 5 837
2004 5 976
2005 6 002
2006 6 078
Jahr Einwohner
2007 6 073
2008 6 114
2009 6 113
2010 6 205
2011 6 252
2012 6 305
2013 6 359

Politik[Bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten]

Rathaus

Die Gemeindevertretung besteht einschließlich des Bürgermeisters aus 19 Mitgliedern[4].

(Stand: Kommunalwahl vom 25. Mai 2014, vorläufiges Endergebnis)

Zudem wurde im Jahr 2007 das erste Schülerparlament der Gemeinde von Schülern des Humboldt-Gymnasiums und der Humboldt-Grundschule unter dem Namen Kinder und Jugendparlament Eichwalde (kurz: KJP) gewählt. Mit diesem Projekt, welches mit zu den ersten dieser Art in der Region gehörte, soll auch Jugendlichen und Kindern eine Mitwirkung am Ortsgeschehen inklusive Budgetberatung ermöglicht werden.[5]

Bürgermeister[Bearbeiten]

Der Bürgermeister von Eichwalde ist für die Dauer von acht Jahren der parteilose Bernd Speer. Seine Amtsperiode endet im Januar 2018.

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen wurde am 5. Mai 1995 genehmigt.

Blasonierung: „In Gold auf grünem Boden eine grüne Eiche mit goldenen Früchten.“[6]

Das Eichwalder Wappen zeigt die 300-jährige Friedenseiche in der Friedenstraße.

Flagge[Bearbeiten]

Die Flagge ist, bei Aufhängung an einem Querholz, längs gestreift von Grün und Gold (Gelb) und trägt das Wappen der Gemeinde übergreifend in der Mitte.

Partnergemeinde[Bearbeiten]

Eichwalde hat eine polnische Partnergemeinde: Ośno Lubuskie (Drossen) in der ehemals brandenburgischen Neumark. Der Ort liegt 85 Kilometer von Eichwalde entfernt, nordöstlich der Grenzstadt Frankfurt (Oder).

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Katholische Kirche
Evangelische Kirche
Humboldt-Gymnasium

In der Liste der Baudenkmale in Eichwalde stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Baudenkmale.

Museen[Bearbeiten]

Die Alte Feuerwache ist das kulturelle Zentrum der Gemeinde. In dem Haus finden vom Kulturbeirat der Gemeinde Eichwalde, vom Verein Kind & Kegel, dem Freundeskreis Alte Feuerwache e.V. und von dem Heimatverein organisierte Ausstellungen, Konzerte, Lesungen und andere künstlerische und kulturelle Ereignisse statt.

Musik[Bearbeiten]

Lokale Medien[Bearbeiten]

Die Eichwalder Nachrichten sind ein unabhängiges Online-Magazin für Eichwalde und Kommunen in der Nachbarschaft.

Bauwerke[Bearbeiten]

  • Ortskern mit einem Ensemble an Gründerzeitgebäuden und -villen (zum Beispiel: Alte Feuerwache, Humboldt-Gymnasium)
  • Evangelische Kirche, erbaut 1908
  • Katholische St.-Antonius-Kirche, erbaut 1913
  • Wasserturm und Wasserwerk

Naturdenkmäler[Bearbeiten]

Die Friedenseiche in der Friedenstraße ist im Stadtwappen wiederzufinden.

Verkehr[Bearbeiten]

Der Eichwalder Bahnhof
Motorisierung in Eichwalde 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014
Zugelassene PKW (zum 1.1.)[7] 2 818 2 867 2 928 2 995 3 012 3 042 3 071
PKW je 1.000 Einwohner (31.12.Vj.) 464 469 479 483 482 482 483


Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Wolfgang Müller: Eichwalde unterm Hakenkreuz. Zur Geschichte des Ortes von 1933 bis 1945, Heimatheft III (Heimatverein Eichwalde), 2004.
  • Wolfgang Müller: Nachkriegsjahre in Eichwalde. Zur Geschichte des Ortes von 1945 bis 1953. Selbstverlag 2007.
  • Wolfgang Müller: Eichwalde in der Weimarer Republik. Zur Geschichte des Ortes von 1918 bis 1933. Teil 1: 1918–1925. Selbstverlag 2012.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Eichwalde – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.eichwalde.de/ris/instanz_1/belege/f5_000001.htm
  3. Die Quellen der Daten finden sich detailliert in den Wikimedia Commons Population Projection Brandenburg at Wikimedia Commons
  4. Gemeinde Eichwalde: Online-Wahlportal: aktuelle Wahlergebnisse, Wahl der Gemeindevertretung 2014 (abgerufen am 30. Mai 2014)
  5. Gemeinde Eichwalde: Satzung des Kinder- und Jugendparlaments der Gemeinde Eichwalde (KJP-Satzung) (abgerufen am 1. Mai 2011)
  6. Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg
  7. Kraftfahrt-Bundesamt Statistik Fz3