Eilvese

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52.5463888888899.414722222222247Koordinaten: 52° 32′ 47″ N, 9° 24′ 53″ O

Eilvese
Stadt Neustadt
Wappen von Eilvese
Höhe: 47 m
Fläche: 16,59 km²dep1
Einwohner: 1579 (27. Mrz. 2013)
Eingemeindung: 1. März 1974
Postleitzahl: 31535
Vorwahl: 05034

Eilvese ist ein Stadtteil von Neustadt am Rübenberge in der Region Hannover in Niedersachsen.

Geographische Lage[Bearbeiten]

Eilvese liegt im Nordostteil des Naturparks Steinhuder Meer zwischen dem Grinderwald im Westen und dem Toten Moor im Süden. Die höchsten Erhebungen nahe dem Dorf sind mit 91 m ü. NN die im Grinderwald befindlichen Eckberge.

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung ist unter dem Namen elyvessen für das Jahr 1215 belegt.[1] 1281 wurde Eilvese, das damals Eyluessen hieß, im Calenberger Urkundenbuch V. erwähnt. Kaiser Konrad II. erwähnte jedoch schon 1033 in einer Eigentumsurkunde das Drubbel Helingaburstalla (Heiligenborstel), welches in der Gemarkung von Eilvese lag. Möglicherweise bestand zu dieser Zeit weiter östlich schon ein Alt-Eilvese.

1376 wurde die Brandschatzung Eilveses im Zuge des Lüneburger Erbfolgekrieges folgendermaßen urkundlich erwähnt: "..dat dorp to eyluessen geschinnet und gebrandt ward..".

Südlich von Eilvese und der heutigen B 6 wurde nach zweijähriger Bauzeit 1913 im Toten Moor der 260 m hohe Überseesender Eilvese, auch „Funkenturm“ genannt, fertiggestellt. Er war seinerzeit das höchste deutsche Bauwerk. Zu diesem Ereignis reiste Kaiser Wilhelm II nach Neustadt und Eilvese an. Die Station sendete letztmals am 15. April 1929 und wurde 1931 abgerissen.

Eilvese war bis zum 1. März 1974 eine eigenständige Gemeinde, die jedoch im Zuge der niedersächsischen Kommunalreform nach Neustadt am Rübenberge eingemeindet wurde.[2]

Religion[Bearbeiten]

Eilvese war seit dem Mittelalter nach Hagen eingepfarrt. 1821/22 erbauten die Einwohner - zunächst ohne Genehmigung des Konsistoriums - eine eigene Kapelle. Erst zum 1. Januar 1958 wurde die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Eilvese von Hagen gelöst und verselbständigt.

Verkehrsanbindung[Bearbeiten]

Der Ort Eilvese liegt zwischen der westlich verlaufenden B 6 und der östlich verlaufenden L192. Der Bahnhof Eilvese, der Bahnhofskategorie 6 [3] an der Hauptstrecke Bremen-WunstorfHannover gelegen, wird im Stundentakt von der S-Bahn Hannover bedient.

Sagen[Bearbeiten]

Es existieren einige Sagen über die Region um Eilvese. Die bekannteste ist die von den Elf am See. Sie erzählt von der Gründung eines elf-Hütten-Dorfes am Ufern des Steinhuder Meers. Das von Fischern gegründete Dorf "Eilf am See" soll nach der Sage von H. W. Ottens Namensstifter des heutigen Stadtteils Eilvese sein.

Ereignisse[Bearbeiten]

Am 10. November 2009 nahm sich der Fußball-Torwart Robert Enke in Eilvese durch Schienensuizid das Leben.

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. Ehlich, Hans: Bauern Bürger brennende Dörfer, Nr. 4 der Calenberger Blätter, Wunstorf: Oppermann Verlag, S. 130
  2.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 198.
  3. Bahnhofskategorieliste DB Station&Service AG 2013. Abgerufen am 5. Januar 2014.
  • Dorfchronik Eilvese. hrsg. vom Dorfchronik Eilvese e.V., Eilvese 2008
  • Kalenderbuch "Der Schütting", Heinrich Wilhelm Ottens

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Eilvese – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien