Eimerkette

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Eimerkette zum Abtransport von Schlamm in Vietnam

Die Eimerkette ist ein Prinzip der Beförderung von Flüssigkeiten und Feststoffen.

Entstanden ist der Begriff aus der antiken Methode der Wasserbeförderung durch eine Menschenkette. Typischerweise stehen in der Eimerkette Personen im Abstand von zirka einem Meter Seite an Seite und reichen sich Eimer zu. Somit wird der oder die Eimer von der ersten Person der Kette (beispielsweise an einem Brunnen) zur letzten (beispielsweise an einem Brandherd) durchgereicht.

Die längste Eimerkette der Welt wurde am 23. Juli 2011 in Pfullingen im Rahmen des 40-jährigen Jubiläums der Jugendfeuerwehr durchgeführt. Hierbei wurde von 5239 Teilnehmern insgesamt 869,2 Liter Wasser über eine Strecke von 4589,75 Metern transportiert. [1]

Auf die gleiche Weise wurden im Nachkriegsdeutschland Ziegel beim Enttrümmern transportiert. Bei der Errichtung von Sandsackwällen bei Hochwassern werden die Sandsäcke oftmals in derselben Methode (zumindest über die letzten Meter bei Anlieferung mit Lastwagen o. Ä.) befördert.

Im Maschinenbau wurde das Prinzip bei der Konstruktion der Eimerkettenbagger angewandt.

Die Eimerkette wird oftmals in der Technik als Erklärungsmodell (z. B. Ladungsgekoppeltes Bauelement) herangezogen, siehe Eimerkettenspeicher.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. [1] Eintrag bei www.guinnessworldrecords.de (engl.)