Ein Fleck in der Sonne

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Filmdaten
Deutscher Titel Ein Fleck in der Sonne
Originaltitel A Raisin in the Sun
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1961
Länge 128 Minuten
Stab
Regie Daniel Petrie
Drehbuch Lorraine Hansberry
Produktion Philip Rose
David Susskind
Musik Laurence Rosenthal
Kamera Charles Lawton Jr.
Schnitt William A. Lyon
Paul Weatherwax
Besetzung

Ein Fleck in der Sonne ist ein US-amerikanischer Spielfilm aus dem Jahr 1961. Der Film entstand nach dem Theaterstück A Raisin in the Sun von Lorraine Hansberry. Sie schrieb auch das Drehbuch zum Film.

Handlung[Bearbeiten]

Die Familie Younger ist eine afro-amerikanische Familie, die in beengten Verhältnissen im Süden Chicagos lebt, ohne große Hoffnung auf Veränderung. Als jedoch Lena Younger einen 10.000,- $ Scheck von der Lebensversicherung ihres verstorbenen Mannes erhält, scheint sich das Leben der Familie doch noch verändern zu können. Lena hat ganz klare Vorstellungen, was mit dem Geld passieren soll. Zunächst einmal möchte sie ein kleines Haus kaufen und Tochter Beneatha soll ihr Medizinstudium beenden können. Sohn Walter Lee möchte allerdings das Geld investieren. Er möchte sich mit dem Geld selbständig machen und einen Getränkeshop eröffnen. Bisher ist er als Chauffeur eines reichen, weißen Mannes tätig. Lena ist jedoch gegen Walters Zukunftspläne. Sie kauft das Haus in einer weißen Wohngegend und es kommt darüber zum Krach zwischen Mutter und Sohn. Auch Walter Lees Ehefrau Ruth ist gegen das Investment. Walter Lee verlässt die Familie im Zorn und bleibt der Arbeit fern. Er betrinkt sich in einer Bar. Dort findet ihn Lena und sie bietet ihm das Restgeld von 6.500,- $ an. Die Familie findet so wieder zusammen.

Die Familie zieht in ihr neues Heim. Die ausschließlich weiße Nachbarschaft ist jedoch keineswegs erfreut darüber. Die Youngers erhalten ein höheres Angebot als der ursprüngliche Kaufpreis war, um die Gegend wieder zu verlassen. Sie lehnen das Angebot jedoch ab. Walter Lee investiert ohne das Wissen der Familie nun in ein Geschäft, wird dabei jedoch um sein Geld betrogen. Verzweifelt über seinen Verlust und den Betrug an seine Familie, möchte Walter Lee nun das Haus für das höhere Angebot verkaufen. Doch sieht er, dass dies für seine Familie einen Rückschritt bedeuten würde. Walter Lee lehnt das Angebot erneut ab und die Familie bleibt in dem kleinen Haus.

Kritiken[Bearbeiten]

„Die Filmfassung eines erfolgreichen Bühnenstücks, in der Gestaltung dem Theater verpflichtet, beeindruckt durch hervorragende Darsteller vor allem Claudia MacNeil und den Ernst, mit dem sie den Wert der Familiensolidarität und die Würde des Menschen bezeugt.“

Lexikon des internationalen Films

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Der Film nahm am Wettbewerb der Internationalen Filmfestspiele von Cannes 1961 teil. Regisseur Daniel Petrie wurde auf dem Festival mit dem erstmals vergebenen Gary Cooper Award ausgezeichnet. 1962 wurden die Darsteller Sidney Poitier und Claudie McNeil für einen Golden Globe Award nominiert. Im gleichen Jahr erhielte die beiden Schauspieler auch eine Nominierung für den British Film Academy Award. Ruby Dee wurde vom National Board of Review zur besten Nebendarstellerin des Filmjahres 1961 gewählt.

Die kulturgeschichtliche Bedeutung dieses Films wurde im Jahr 2005 durch seine Aufnahme in das National Film Registry gewürdigt.

Weblinks[Bearbeiten]