Ein Ort für die Ewigkeit

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Ein Ort für die Ewigkeit ist ein Kriminalroman der schottischen Autorin Val McDermid, der in der Originalausgabe erstmals 1999 unter dem Titel A Place of Execution herauskam und seit 2000 in der deutschen Übersetzung vorliegt.

Inhalt[Bearbeiten]

Der Roman spielt in der englischen Grafschaft Derbyshire. Der erste Teil des Buches handelt im Jahr 1963, der zweite Teil im Jahr 1998.

Im Jahr 1963[Bearbeiten]

Detective Inspector George Bennett, dessen Frau Anne seit kurzem schwanger ist, wird in den verlassenen Weiler Scardale gerufen. Die 13-jährige Alison Carter ist verschwunden, und es wird ein Verbrechen vermutet. Der ehrgeizige Inspektor organisiert eine groß angelegte Suchaktion, um das Mädchen nach Möglichkeit noch lebend zu finden. Die Dorfbewohner zeigen sich verschlossen und wenig kooperativ. Trotz intensiver Bemühungen bleibt das Mädchen verschwunden. Dafür werden nach und nach Indizien gefunden, darunter Kampf- und Blutspuren sowie später in einer verlassenen Mine Teile von Alisons Kleidung. Nach und nach konzentrieren sich die Ermittlungen auf den Gutsherrn Philip Hawkin, der in der Nähe der gefundenen Spuren auf dem Feld gesehen wurde. Dieser hatte vor einigen Jahren die verwitwete Mutter von Alison geheiratet und ist somit ihr Stiefvater. Hawkin betreibt als Hobby das Fotografieren. Als seine Dunkelkammer durchsucht wird, fallen der Polizei Fotos in die Hände, die ihn beim sexuellen Missbrauch von Alison zeigen. Er wird daraufhin verhaftet, des sexuellen Missbrauchs sowie des Mordes angeklagt, obwohl keine Leiche gefunden werden konnte. Im Laufe des Gerichtsverfahrens wird er in beiden Anklagepunkten schuldig gesprochen und schließlich gehängt. Am Tag der Hinrichtung bringt Georges Frau Anne den Sohn Paul zur Welt.

Im Jahr 1998[Bearbeiten]

Die Journalistin Catherine Heathcote hat Paul Bennett, den Sohn Georges kennengelernt, der ihr von dem Fall der verschwundenen Alison erzählt hat. Catherine möchte ein Buch darüber schreiben und beginnt, vor Ort zu recherchieren, zumal ihr Paul erzählt, dass die Schwester seiner Braut Helen, Janis, in Scardale wohnt. Als Catherine nach Scardale fährt und mit Janis reden möchte, stellt sie eine überraschende Ähnlichkeit mit Fotos von Alison fest. Letztendlich findet sie heraus, dass Alison damals von Philip Hawkin schwanger war. Alisons Mutter hatte entdeckt, dass ihr Mann Philip zahlreiche Kinder und Jugendliche missbraucht und fotografiert hatte. Mit Hilfe der verschworenen Dorfgemeinschaft wurde Alison bei entfernten Verwandten untergebracht, wo sie auch ihr Kind zur Welt brachte, als welches sich Helen entpuppt, die sie später wie ihre Schwester behandelt hat. Für die Polizei wurden dann die Indizien arrangiert, die auf einen Mord hindeuten sollten.

George Bennett hat dies zwischenzeitlich auch herausgefunden und erleidet ob dieser Entdeckung einen Herzanfall, von dem er aber wieder genesen wird. Es gelingt ihm, Catherine Heathcote dazu zu bewegen, auf das Verfassen dieses Buches zu verzichten.

Kritik[Bearbeiten]

Nach Urteil der Redaktion der Zeitschrift Brigitte ist das Buch „ein atmosphärisch ungemein dichter Roman über die Macht des Schweigens und die Ohnmacht eines Kommissars – mit literarischen Qualitäten“.[1] Die Redaktion der Süddeutschen Zeitung meint: „Dieses Buch nimmt uns den Atem“.[2]

Verfilmung[Bearbeiten]

Der Roman wurde 2008 unter der Regie von Daniel Percival als Dreiteiler für das britische Fernsehen verfilmt.[3]

Ausgabe[Bearbeiten]

Das Buch ist im Knaur Verlag unter der ISBN 3-426-61911-3 als Taschenbuch erhältlich.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Brigitte
  2. Süddeutsche Zeitung
  3. http://www.imdb.com/title/tt1239129/