Einbettung (Mathematik)
In verschiedenen Teilgebieten der Mathematik versteht man unter einer Einbettung eine Abbildung, die es ermöglicht, ein Objekt als Teil eines anderen aufzufassen.
Häufig ist damit lediglich eine injektive Abbildung oder ein Monomorphismus gemeint. Beispielsweise spricht man von der kanonischen Einbettung der reellen Zahlen in die komplexen Zahlen.
Darüber hinaus gibt es in einigen Gebieten speziellere Einbettungsbegriffe.
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Topologie [Bearbeiten]
In der Topologie bezeichnet man eine Abbildung
zwischen zwei topologischen Räumen
und
als Einbettung von
in
, wenn
ein Homöomorphismus von
auf den Unterraum
seines Bildes ist (in der Teilraumtopologie).
Es sind die folgenden Aussagen äquivalent:
- die Abbildung
ist eine Einbettung.
ist injektiv, stetig und als Abbildung nach
offen, d.h. für jede offene Menge
von
ist das Bild
wieder offen in
.
ist injektiv und stetig, und für alle topologischen Räume
und alle stetigen Abbildungen
, welche über
faktorisieren (d.h. es gibt eine Abbildung
mit
), ist die induzierte Abbildung
stetig.
ist ein extremer Monomorphismus, d. h.
ist injektiv für jede Faktorisierung in einen Epimorphismus (d. h. eine surjektive stetige Abbildung)
und eine stetige Abbildung
,
, ist
nicht nur ein Bimorphismus (d. h. bijektiv) wie für beliebiges injektives
, sondern sogar ein Homöomorphismus.
ist ein regulärer Monomorphismus.[1]
Im Allgemeinen ist eine Einbettung
nicht offen, d.h. für
offen muss
nicht offen in
sein, wie das Beispiel der üblichen Einbettung
zeigt. Eine Einbettung
ist genau dann offen, wenn das Bild
in
offen ist.
Differentialtopologie [Bearbeiten]
Unter einer glatten Einbettung versteht man eine topologische Einbettung einer differenzierbaren Mannigfaltigkeit
in eine differenzierbare Mannigfaltigkeit
, die zudem noch eine Immersion ist.
Differentialgeometrie [Bearbeiten]
Unter einer isometrischen Einbettung einer Riemannschen Mannigfaltigkeit
in eine Riemannsche Mannigfaltigkeit
versteht man eine glatte Einbettung
von
in
, so dass für alle Tangentialvektoren
in
die Gleichung
gilt.
Eine isometrische Einbettung erhält die Längen von Kurven, sie muß aber nicht unbedingt die Abstände zwischen Punkten erhalten. Als Beispiel betrachte man den
mit der euklidischen Metrik und die Einheitssphäre
mit der induzierten Metrik. Nach Definition der induzierten Metrik ist die Inklusion
eine isometrische Einbettung. Sie ist aber nicht abstände-erhaltend: zum Beispiel ist der Abstand zwischen Nord- und Südpol (d.h. die Länge einer kürzesten Verbindungskurve) auf der
gleich
, während ihr Abstand im
gleich
ist.
Siehe auch [Bearbeiten]
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ extremal monomorphism, Eintrag im nLab. (englisch)
Literatur [Bearbeiten]
- Boto von Querenburg: Mengentheoretische Topologie. 3. neu bearbeitete und erweiterte Auflage. Springer-Verlag, Berlin u. a. 2001, ISBN 3-540-67790-9 (Springer-Lehrbuch).
von
wieder offen in
und alle stetigen Abbildungen
, welche über
mit
), ist die induzierte Abbildung
stetig.
und eine stetige Abbildung
,
, ist