Eine Insel namens Udo

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Filmdaten
Originaltitel Eine Insel namens Udo
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 2011
Länge 80 Minuten
Altersfreigabe FSK 6
Stab
Regie Markus Sehr
Drehbuch Clemente Fernandez-Gil
Markus Sehr
Produktion Andreas Brauer
Erik Winker
Martin Roelly
Tom Spieß
Sönke Wortmann
Musik Tobias Wagner
Steven Schwalbe
Kamera Daniela Knapp
Schnitt Stefen Schmitt
Besetzung

Eine Insel namens Udo ist eine deutsche Filmkomödie des Regisseurs Markus Sehr aus dem Jahr 2011.

Handlung[Bearbeiten]

Udo hat ein Problem, er leidet unter „Schwersichtbarkeit“. Seine Mitmenschen nehmen ihn nicht wahr, übersehen ihn und bemerken ihn nur, wenn er sie direkt anspricht. Daher hat er in einem Kaufhaus, in dem er als Ladendetektiv arbeitet, auch eine Behausung in einem Zelt in der Trekking-Abteilung gefunden. Der einzige Mensch in seinem Leben ist die transsexuelle Parfüm-Verkäuferin Amanda.

Sein Leben wird völlig durcheinander geworfen, als ihn Jasmin im Kaufhaus anspricht. Sie kann ihn sehen. Udo ist außer sich vor Begeisterung. Eine Liebesbeziehung zwischen beiden entwickelt sich, bei der sich Jasmin mehrfach wundert, warum ihrem Begleiter ständig die kuriosesten Dinge zustoßen. Ihm wird die Tür vor der Nase zugeworfen, er bekommt Frisbee-Scheiben an den Kopf und wird von einem Auto angefahren. Udo muss sich outen und Jasmin gestehen, dass nur sie ihn sehen kann.

Alles ändert sich nach der ersten gemeinsamen Liebesnacht – Udos erste überhaupt. Er klettert nackt aus seinem Zelt in dem Kaufhaus, spaziert an Kunden vorbei und wähnt sich unsichtbar. Doch dem ist nicht so – nicht mehr.

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Hintergrund[Bearbeiten]

Produziert wurde der Film in einer Koproduktion von Little Shark Entertainment und Hupe Film, finanziert mit Mitteln des Westdeutschen Rundfunks, Arte, der Filmstiftung Nordrhein-Westfalen, der Filmförderungsanstalt und dem Deutscher Filmförderfonds. In die Kinos wird der Film von der Firma X-Verleih in Zusammenarbeit mit Warner Bros. am 16. Juni 2011 gebracht.

Eine Insel namens Udo ist der erste lange Kinofilm des Internationale Filmschule Köln-Absolventen Markus Sehr.

Kritik[Bearbeiten]

„Als Parade einzelner Sketche könnte man sich den Film ganz gut vorstellen, doch gestreckt auf eine abendfüllende Kinoerzählung, schaut an den Ecken doch etwas viel Füllmaterial heraus. Zudem ist die Unscheinbarkeit nicht nur bei der Hauptfigur Programm, sondern auch bei der allzu genügsamen Inszenierung. Mit etwas mehr Ambition hätte der Stoff eine Komödie hergegeben, deren Kauzigkeit sie über den Durchschnitt erhoben hätte.“

Michael Kohler: film-dienst[1]

„Die reizvolle Ausgangsidee der Komödie will allerdings nicht richtig zünden und mündet in eine Folge genügsamer Sketche, um die herum die Handlung bemüht und die Inszenierung allzu schlicht wirkt.“

Lexikon des Internationalen Films[2]

„Woran Eine Insel namens Udo leidet, ist der Mangel an Konsequenz, die mit der Exposition aufgerufenen Fragen und Konstellationen nicht nur vereinzelt, sondern entschlossen auch in die Tiefe fortzuentwickeln. Denn neben den raren subtilen Momenten, wo die wesensverwandten Elemente Komik und Tragik einander wirklich nahekommen, reiht der Film Kalauer und klamaukige Sketche aneinander, als gelte es eine bestimmte Gagquote zu erreichen, um auf die Spiellänge von 80 Minuten zu kommen.“

Critic.de[3]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Fritzi Haberlandt gewann für ihre Rolle den Ernst-Lubitsch-Preis, ein Preis der Club der Berliner Filmjournalisten für die beste komödiantische Leistung im deutschen Film 2012.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Michael Kohler: Eine Insel namens Udo. In: film-dienst. Abgerufen am 7. Juni 2011.
  2. Eine Insel namens Udo im Lexikon des Internationalen Films. Abgerufen am 8. September 2011.
  3. Robert Zimmermann: Eine Insel namens Udo. In: Critic.de. Abgerufen am 4. Juni 2013.