Eine schwedische Liebesgeschichte

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Filmdaten
Deutscher Titel Eine schwedische Liebesgeschichte
Originaltitel En kärlekshistoria
Produktionsland Schweden
Originalsprache Schwedisch
Erscheinungsjahr 1970
Länge 119 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Roy Andersson
Drehbuch Roy Andersson
Produktion Waldemar Bergendahl
Rune Hjelm
Musik Björn Isfält
Kamera Jörgen Persson
Schnitt Kalle Boman
Besetzung
  • Rolf Sohlman: Pär
  • Ann-Sofie Kylin: Annika
  • Bertil Norström: John, Annikas Vater
  • Margreth Weivers: Elsa, Annikas Mutter
  • Lennart Tellfeldt: Lasse, Pärs Vater
  • Gunnar Ossiander: Pärs Großvater
  • Anita Lindblom: Eva, Annikas Tante
  • Maud Backéus: Gunhild, Pärs Mutter
  • Björn Andrésen: Pärs Freund

Eine schwedische Liebesgeschichte (OT: En kärlekshistoria) ist ein schwedischer Spielfilm aus dem Jahr 1969. Es war der Debütfilm des schwedischen Regisseurs Roy Andersson, der gerade seine Ausbildung abgeschlossen hatte.

Handlung[Bearbeiten]

Die 14-jährige Annika und der 15-jährige Pär verlieben sich im Stockholmer Sommer ineinander. Aus ihrer jungen Liebe erwächst bald Auflehnung gegen die angepasste Mittelstandswelt der Elterngeneration.

Hintergrund[Bearbeiten]

Andersson hatte seine Filmidee zunächst der Produktionsfirma Svensk Filmindustri unter dem Arbeitstitel 15 angeboten, wo sie jedoch abgelehnt wurde. Sie wurde jedoch kurz danach – nun unter dem Titel En kärlekshistoria – vom Unternehmen Europa Film angenommen.

Es gibt nur eine schwedische Fassung mit Untertiteln in verschiedenen Sprachen. Der Film wurde in der Zeit vom 16. Juni bis 26. August 1969 eingespielt und hatte seine Premiere am 24. April 1970 im Kino ‚Saga‘ in Stockholm. Am 31. Oktober 1971 lief der Film in der ARD erstmals im deutschen Fernsehen.

Rezeption und Wirkung, Auszeichnungen[Bearbeiten]

Der Film war ein Publikumserfolg. Er gewann in der Kategorie Bester Film den wichtigsten schwedischen Filmpreis Guldbagge für das Jahr 1970.[1]
Bei den Filmfestspielen in Berlin im selben Jahr gewann er vier Preise, darunter den Preis für das beste Manuskript, den Preis der Journalisten für den besten Film – als Ersatz für den in dem Jahr aus politischen Gründen nicht vergebenen Goldenen Bären.
Der Film lief erstmals 1986 im schwedischen Fernsehen und wurde dort in den Jahren 1993, 2006 und 2007 wiederholt.
Eine Version mit Zusatzmaterial und Interviews wurde im Jahre 2003 produziert.

Den Stellenwert des Films in Schweden macht eine Auszeichnung aus dem Jahre 2012 deutlich: der Film wurde in einer Umfrage unter Kritikern und Filmwissenschaftlern in Schweden durch die Filmzeitschrift FLM in die Liste der besten schwedischen Filme aller Zeiten an Nr. 4 gewählt.[2]

Kritiken[Bearbeiten]

„Der junge schwedische Regisseur Roy Andersson schuf mit seinem Erstlingswerk eine schlichte und dabei bezaubernde Liebesgeschichte, fern von jeder Kino-Schnulze, wie man sie seit den ‚Jungen Aphroditen‘ [...] noch nicht wieder auf der Leinwand gesehen hat. Sein Film schildert zugleich das gebrochene Verhältnis junger Menschen zu ihren vom Alltag verbrauchten und von der Mittelmäßigkeit gezeichneten Eltern und Verwandten, deren Illusionen vom Leben längst dahin sind. Der Film besticht durch das Spiel seiner blutjungen Hauptdarsteller und als Psychogramm unserer Gesellschaft – man kann ihn bedenkenlos schon den Vierzehnjährigen empfehlen.“

Evangelischer Filmbeobachter[3]

„Unprätentiöser, aber etwas klischeehafter Spielfilmversuch des schwedischen Nachwuchsregisseurs Andersson.“

Lexikon des internationalen Films[4]

„Prädikat ‚Wertvoll’“

Filmbewertungsstelle Wiesbaden

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Guldbagge Awards http://www.imdb.com/event/ev0000307/1970
  2. ”Körkarlen” utsedd till bästa film. In: Svenska Dagbladet vom 30. August 2012, abgerufen am 26. September 2012 (schwedisch).
  3. Kritik Nr. 296/1970, Evangelischer Presseverband München, S. 303
  4. rororo-Taschenbuch Nr. 6322 (1968), S. 3361