Einfelder See

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Einfelder See
Einfelder See Richtung Norden, von der Einfelder Dorfbucht aus
Einfelder See Richtung Norden, von der Einfelder Dorfbucht aus
Geographische Lage Im Herzen Schleswig-Holsteins
Zuflüsse Graben aus dem Dosenmoor
Abfluss Aalbek
Orte am Ufer Einfeld, Mühbrook
Daten
Koordinaten 54° 8′ 29″ N, 10° 0′ 4″ O54.14138888888910.00111111111126.79Koordinaten: 54° 8′ 29″ N, 10° 0′ 4″ O
Einfelder See (Schleswig-Holstein)
Einfelder See
Höhe über Meeresspiegel 26,79 m ü. NN
Fläche 1,68 km²[1]
Länge 3 km[2]
Breite 700 m[2]
Volumen 6.260.000 m³[1]
Umfang 9,2 km[1]
Maximale Tiefe 8,2 m[1]
Mittlere Tiefe 3,73 m[1]
pH-Wert 8,9
Einzugsgebiet 9,2 km²[1]
Besonderheiten

Naturschutzgebiet am westlichen Ufer

Der Einfelder See ist ein See in Schleswig-Holstein, in unmittelbarer Nähe zur Stadt Neumünster. Er liegt auf dem Gebiet des Kreises Rendsburg-Eckernförde und der kreisfreien Stadt Neumünster. Mit seiner Fläche von 168 Hektar gehört er zu den größeren Seen in Schleswig-Holstein.

Allgemeines[Bearbeiten]

Der See liegt auf der Wasserscheide zweier Flüsse, im Norden der Eider sowie im Süden der Stör. Ein geringer Zufluss gelangt aus dem Dosenmoor in den See, weitere nennenswerte Zuflüsse fehlen. Aus diesem Grund wird der See hauptsächlich durch das Grundwasser sowie durch Niederschlag gespeist. Ein Hauptablauf geht im Südosten in die Aalbek; im Norden verbindet der mit einem Wehr geregelte Steingraben den Einfelder See mit dem Bordesholmer See, dessen Wasser in die Eider abfließen kann.

Naturschutzgebiet Westufer Einfelder See

Am westlichen Ufer befindet sich das Naturschutzgebiet Westufer des Einfelder Sees. Etwa 2.4 Hektar wurden bereits 1955 unter Schutz gestellt, und 1987 wurde es auf die heutige Größe von etwa 13 Hektar erweitert. Es beinhaltet drei unterschiedliche Vegetationszonen: die Baum- und Buschzone, den Ufer- und Schilfbereich und eine Schwimmblattgesellschaft aus Wasserpflanzen. Das Gebiet bietet vielen Wasservögeln Schutz und Rückzugsmöglichkeiten.

Geschichte[Bearbeiten]

Zusammen mit dem Bordesholmer See bildet der Einfelder See die Reste des Abflusstals, das in der Weichsel-Eiszeit als subglaziales Tunneltal entstand. Östlich und westlich des Sees treten Moränen auf, die östliche ist für eine Vermoorung der Landschaft und die Bildung des Dosenmoors verantwortlich. Richtung Norden bildete sich durch das abfließende Wasser eine Sanderlandschaft.

Für den Bau des Eider-Kanals untersuchte man noch 1774 eine mögliche Trassenführung von Kiel zur Unterelbe, die durch den Einfelder See führte. Hierfür sollte die glaziale Rinne aus Obereider, Bothkamper, Bordesholmer und Einfelder See genutzt werden. Nach der Wasserscheide am Einfelder See wäre die Unterelbe über die beiden Flüsse Schwale und Stör erreicht worden.[3]

Flora und Fauna[Bearbeiten]

Die Seeufer fallen vergleichsweise flach ab. An den Ufern gibt es in vielen Bereichen flach ausgebildete Verlandungszonen. Diese Bereiche weisen einen Bewuchs mit Tauch- und Schwimmblattpflanzen sowie Röhricht- und Bruchwaldbestände auf. Die durchschnittliche Breite der bewachsenen Uferzone beträgt etwa 10 m, teilweise werden aber auch um die 50 m erreicht.

Nutzung[Bearbeiten]

An der Ostseite des Sees und an der Einfelder Dorfbucht befinden sich Strandabschnitte mit Liegewiesen. Auf der südöstlichen Seite des Sees haben einige Vereine Bootshäuser. Das Befahren des Sees mit Ruder- und Segelbooten ist gestattet.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Einfelder See – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f Einfelder See: Charakteristische Daten. In: Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume Schleswig-Holstein: Seen (abgerufen am 16. September 2012)
  2. a b Brigitte Nixdorf, Mike Hemm, Anja Hoffmann, Peggy Richter: Dokumentation von Zustand und Entwicklung der wichtigsten Seen Deutschlands: Teil 1 Schleswig-Holstein. Abschlussbericht F&E Vorhaben FKZ 299 24 274 im Auftrag des Umweltbundesamtes, 2004 (PDF-Datei; 2,1 MB)
  3. Manfred Jessen-Klingenberg: Der Schleswig-Holsteinische Kanal - Eiderkanal. Vorgeschichte, Entstehung, Bedeutung. In: Mitteilungen der Kieler Gesellschaft für Stadtgeschichte. Bd. 85, Heft 3/2010, S. 118
360° Panorama des zugefrorenen Einfelder Sees, Januar 2010