Eingeweidefische

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Eingeweidefische
Carapus acus

Carapus acus

Systematik
Acanthomorpha
Stachelflosser (Acanthopterygii)
Barschverwandte (Percomorpha)
Ordnung: Eingeweidefischartige (Ophidiiformes)
Unterordnung: Ophidioidei
Familie: Eingeweidefische
Wissenschaftlicher Name
Carapidae

Eingeweidefische (Carapidae) leben in tropischen und subtropischen Regionen von Atlantik, Pazifik und des Indischen Ozean in Tiefen bis 2000 Metern. Echiodon drummondii lebt auch in der Nordsee. Ihren deutschen Namen erhielten sie, da sich einige Arten in den Körperhöhlen von Wirbellosen verstecken.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Merkmale

Eingeweidefische sind aalartig, langgestreckt, der Körper ist schuppenlos und oft transparent. Rücken- und Afterflosse bilden Säume entlang der Ober- und Unterseite des am Ende zugespitzten Körpers, wobei die Flossenstrahlen der Afterflosse immer länger als die gegenüberliegenden Flossenstrahlen der Rückenflosse sind. Bauchflossen fehlen stets, die Brustflossen nur bei drei Arten der Gattung Encheliophis. Anus und Geschlechtsöffnung befinden sehr weit vorn, direkt hinter dem Kopf, unterhalb der Brustflossen, am Vorderende der Afterflosse. Die Kiemenöffnungen sind groß und reichen weit nach vorn, es gibt sechs bis sieben Kiemenreusen. Außer den Kiefern sind auch das Pflugscharbein und das Gaumenbein bezahnt. Eingeweidefische werden sieben bis 36 Zentimeter lang.

[Bearbeiten] Lebensweise

Eingeweidefische können frei (Echiodon, Eurypleuron) oder zusammen mit Seegurken, Seesternen, Muscheln oder Seescheiden als Kommensalen (Carapus, Onuxodon) oder eventuell als Parasiten (Encheliophis) leben. Die Fische dringen mit dem Schwanz oder frontal zuerst in den Wirt ein und können auch paarweise in ihm leben.

Eingeweidefische fressen kleine Wirbellose und Fischbrut. Es ist umstritten, ob einige Arten, wie oft behauptet wird, die inneren Organe ihrer Wirte fressen.

Die Eier der Eingeweidefische sind pelagisch, die ebenfalls pelagischen Larven machen zunächst ein Vexillifer genanntes Stadium durch, bei dem sie einen langen, mit drei bis acht blattähnlichen Anhängen versehenen Fortsatz tragen. Das nächste Larvenstadium wird Tenuis genannt. Diese relativ lange Larvenform schmilzt von hinten nach vorne die Wirbelkörper ein und nutzt die frei gewordenen Nährstoffe u.a. für die Bildung von Otolithen. Tenuislarven leben am Meeresboden, sie ähneln schon den ausgewachsenen Fischen. Der Kopf ist relativ zum Körper noch recht klein und die volle Körperlänge noch nicht erreicht. In diesem Stadium besiedeln Eingeweidefische ihren Wirt.

[Bearbeiten] Systematik

Es gibt 31 Arten in sieben Gattungen und zwei Unterfamilien:

  • Unterfamilie Carapinae; Brustflossen kürzer als Kopflänge mit 23 oder weniger Flossenstrahlen, der Oberkiefer ist nicht protaktil (nicht vorstreckbar), Präcaudalwirbel (alle Wirbel außer Schwanzwirbel) 17 bis 35.
Carapus dubius
Echiodon rendahli, Vexilliferlarve
Echiodon rendahli, adult
Encheliophis homei
Snyderidia canina

[Bearbeiten] Quellen

[Bearbeiten] Weiterführende Literatur

  • Brooke Luciano, Ashleigh Lyman, Selena McMillan, Abby Nickels: The symbiotic relationship between Sea cucumbers (Holothuriidae) and Pearlfish (Carapidae). Text über die symbiotische Beziehung zwischen Seegurken und Eingeweidefischen PDF
  • Igor Eeckhaut, Eric Parmentier, Pierre Becker, Serge Gomez da Silva, Michel Jangoux: Parasites and biotic diseases in field and cultivated sea cucumbers. PDF
  • Parmentier Eric et al: Remodelling of the vertebrate axis during metamorphic shrinkage in pearlfish. (2003), Journal of Fish Biology, Volume 64 Issue 1, Pages 159 - 169 Abstract

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Carapidae – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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