Einsame Entscheidung

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Filmdaten
Deutscher Titel Einsame Entscheidung
Originaltitel Executive Decision
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1996
Länge 127 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie Stuart Baird
Drehbuch Jim Thomas,
John Thomas
Produktion Steve Perry,
Joel Silver
Musik Jerry Goldsmith
Kamera Alex Thomson
Schnitt Stuart Baird,
Derek Brechin,
Dallas Puett,
Kevin Stitt,
Frank J. Urioste
Besetzung

Einsame Entscheidung (Originaltitel: Executive Decision) ist ein US-amerikanischer Actionthriller aus dem Jahr 1996. Die Regie führte Stuart Baird, das Drehbuch schrieben Jim Thomas und John Thomas. Die Hauptrollen spielten Kurt Russell, David Suchet, Halle Berry und Steven Seagal. Der Film spielte in den US-amerikanischen Kinos etwa 56,6 Millionen US-Dollar ein, international etwa 65,4 Millionen US-Dollar.

Handlung[Bearbeiten]

David Grant ist ein Wissenschaftler, der häufig die Militärs berät. Er wird hinzugezogen, als eine Boeing 747 der Fluggesellschaft Oceanic Airlines während des Fluges von Athen nach Washington, D.C. (Oceanic Airlines Flug 343) entführt wird. Die Terroristen an Bord unter Führung von Nagi Hassan fordern die Freilassung ihres Anführers, Grant vermutet allerdings, dass sie andere Pläne haben. Er geht davon aus, dass das Flugzeug eine Bombe mit dem starken Nervengas DZ5 an Bord hat, mit der in der Hauptstadt der USA tausende Menschen getötet werden sollen.

Die Militärs nehmen Grants Vermutung ernst und wollen die Idee des Ingenieurs Dennis Cahill realisieren: Eine Spezialeinheit soll mit einem neuartigen Stealth-Flugzeug, einer umgebauten F 117, an den Jumbo-Jet herangeführt und durch ein spezielles Verbindungsteil in die 747 eingeschleust werden. Lt. Colonel Austin Travis soll die Einheit anführen, Grant und Cahill diese begleiten. Die Aktion geht schief, der Bombenexperte der Einheit wird schwer verletzt. Bei einem unerwarteten Manöver des Jumbo-Jets wird das Verbindungsteil zerstört. Travis schließt in letzter Sekunde von außen die Luke und verhindert damit die Zerstörung der 747. Das Stealth-Flugzeug stürzt jedoch ab, Travis wird hinausgeschleudert, der Pilot rettet sich mit dem Schleudersitz. Grant muss die Leitung der Einheit übernehmen.

Die Flugbegleiterin Jean unterstützt Grant, der feststellt, dass sich an Bord des Flugzeugs tatsächlich eine Bombe mit starkem Nervengas befindet. Cahill versucht unter Leitung des schwer verletzten Bombenexperten der Einheit die Bombe zu entschärfen. Gleichzeitig werden im Passagierraum heimlich mögliche Komplizen der Terroristen gesucht, die einen Auslöser der Bombe dabei haben könnten.

Die USA schicken F-14-Abfangjäger, die das Flugzeug vor dem Erreichen des Landes abschießen sollen. Die Soldaten signalisieren im Morsecode durch das Ein- und Ausschalten der hinteren Positionslichter des Flugzeugs an die Piloten der Abfangjäger. Sie bitten um zehn zusätzliche Minuten Zeit, die gewährt werden.

Die Passagierkabine wird gestürmt, die meisten Terroristen erschossen. Im letzten Augenblick stellt sich heraus, dass die als verkappter Terrorist verdächtigte Person unschuldig ist. Der echte Terrorist aktiviert den Zündmechanismus der Bombe, die Sekunden zuvor entschärft wurde. Er wird ebenfalls erschossen. Nagi Hassan erschießt jedoch vor seinem Tod die Piloten. Grant, der selbst nur minimale Flugerfahrung auf kleinen Propellerflugzeugen hat, versucht nun mit Hilfe von Jean die 747 zu landen. Sein erster Anflug auf dem Dulles International Airport bei Washington misslingt, und er muss durchstarten. Anstatt eine Kehre zu fliegen, versucht er eine Landung auf dem nahe gelegenen und ihm bekannten Flugfeld „Frederick Field”. Die Landung gelingt. Allerdings rast der Jumbo-Jet über die viel zu kurze Landebahn hinaus und kommt erst in einem Erdhügel schwer beschädigt zum Stehen. Fast alle Passagiere überleben. In der Schlußsequenz lädt Grant die Stewardess Jean noch zu einem Kaffee ein.

Kritiken[Bearbeiten]

James Berardinelli bezeichnete den Film auf ReelViews als solide, obwohl ohne eine Botschaft an die Zuschauer. Er lobte die Darstellung von Kurt Russell, die er mit dem Stil von Bruce Willis in seinen Actionfilmen verglich. Berardinelli lobte außerdem die schauspielerischen Leistungen von John Leguizamo, Joe Morton, Oliver Platt und B. D. Wong.[1]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Filmkritik von James Berardinelli, abgerufen am 24. Juli 2008