Einteilung von Brücken

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Pont du Gard, Frankreich: nach der Funktion ein Aquädukt, nach dem Tragwerk eine Bogenbrücke und nach dem Material eine Steinbrücke

Die Einteilung von Brücken kann nach unterschiedlichen Kriterien erfolgen: nach Funktion, Tragwerk, der Dauerhaftigkeit des Überganges, deren Größe, der Art des überwundenen Hindernisses des Bauwerks oder nach deren Spannweite.

Einteilung nach Funktion[Bearbeiten]

Die Funktion einer Brücke hängt von der Verbindung ab, die sie herstellt:

Bezeichnung Bild Beschreibung
Straßenbrücke

Autobahnbrücke

Through Truss.png
Straßenbrücken sind Bauwerke, welche eine Straße tragen. Die Autobahnbrücken, welche Autobahnen tragen, gehören zu den Straßenbrücken.
Eisenbahnbrücke
Eisenbahnbrücke.png
Eisenbahnbrücken tragen Eisenbahnen oder eine Straßenbahnen.
Fußgängerbrücke
Moonbridge.png
Fahrradbrücke.png
Eine Fußgängerbrücke (in der Schweiz auch Passerelle) trägt einen Fußweg für Fußgänger, in vielen Fällen zusätzlich einen Radweg.
Aquädukt
Aqueduct (PSF).png
Ein Aquädukt trägt einen Wasserkanal oder eine Wasserleitung, wobei der Begriff manchmal das ganze System zum Transport des Wassers bezeichnet, also auch die Teile, welche nicht auf einer Brücke liegen. Die Begriffe Oledukt und Gasodukt bezeichnen hingegen immer nur das ganze Bauwerk zum Transport von Öl respektive Gas und nicht nur eine Brücke.
Kanalbrücke
Trogbrücke.png
Eine Kanalbrücke bezeichnet ein Bauwerk, welches einen Schifffahrtskanal trägt.
Rollwegbrücke
Flugzeugbrücke.png
Eine Rollwegbrücke oder Rollbahnbrücke für Flugzeuge ermöglicht Flughäfen eine Erweiterung über Straßen hinweg, Beispiel ist die Rollbahnbrücke am Flughafen Frankfurt.
Grünbrücke

Wildbrücke

Grünbrücke.png
Eine Grünbrücke bezeichnet eine Verbindung von Lebensräumen der Natur in besiedelten Gebieten, welche Tieren und Pflanzen dient, die vom Menschen gebauten Hindernisse zu überqueren.
Doppelstockbrücke
Eisenbahn- und Straßenbrücke.png
Doppelstockbrücken führen den Verkehr auf zwei übereinander liegenden Ebenen über den Brückenträger. Die beiden Ebenen können von gleichen oder unterschiedlichen Verkehrsträgern genutzt werden.
Schutzbrücke
Dotternhausen Holcim.jpg
Schutzbrücken haben die Aufgabe zu verhindern, dass auf den darunter liegenden Verkehrsweg Gegenstände herabstürzen. Sie werden unter Seilbahnen und bei der Errichtung von Freileitungen gebaut.
Wohnbrücke
Krämerbrücke in Erfurt
Im Mittelalter entstanden einige Brücken, die neben der Funktion einen Verkehrsweg über ein Gewässer zu führen, auch als Wohn- oder Geschäftsräume dienen. Einige Exemplare sind erhalten geblieben, wie zum Beispiel die Krämerbrücke in Erfurt oder der Ponte Vecchio in Florenz, Italien.
Stauanlage
Stauwehr Oberföhring
Stauanlagen sind Anlagen, die ein Fließgewässer aufstauen. Oft führt ein öffentlicher Fußweg oder eine Straße über die Stauanlage, so dass diese auch als Brücke dient.
Brückenrestaurant
Brückengasthaus Frankenwald
Viele Autobahnraststätten sind als Brücke über die Fahrbahnen der Autobahn gebaut. Auf diese Weise können mit einem Bauwerk beide Verkehrsrichtungen bedient werden.
Skyway
Skywalk in Peking
Die Bezeichnungen Skyway, Skywalk und Skybridge werden für Fußgängerbrücken benutzt, welche zwei Gebäude verbinden und zum Innenraum dieser Gebäude gehören.
Fluggastbrücke
Fluggaststeig Brücke.png
Eine Fluggastbrücke bezeichnet eine technische Einrichtung, welche den Flugsteig mit dem Flugzeug verbindet, an manchen Orten besser bekannt als Gangway.

Einteilung nach Tragwerk[Bearbeiten]

Tragwerke von Brücke nutzen die drei grundlegenden Arten von Kräften, welche an mechanischen Strukturen auftreten können: Biegung, Druck und Zug. Daraus ergeben sich die Hauptgruppen von Brücken:Steinbogenbrücken, Balkenbrücken, Bogenbrücken, Hängebrücken und Schrägseilbrücken.

Steinbogenbrücken[Bearbeiten]

Hauptartikel: Steinbogenbrücke
Steinbogenbrücke

Die Steinbogenbrücken werden seit über 1500 Jahren gebaut und werden manchmal auch Mauerwerksbrücken genannt. Das Baumaterial wurde später durch Tragwerke aus Spannbeton und Stahl abgelöst, welche größere Spannweiten zulassen. Heute werden Steinbrücken nur noch für untergeordnete Zwecke gebaut.

Steinbogenbrücken können Spannweiten bis 100 Meter erreichen. Kleine Spannweiten dienen hauptsächlich der Entwässerung und werden meist als Durchlässe aus Beton oder anderen Materialien ausgeführt. Diese einfachen robusten Zweckbauwerke haben keine speziellen architektonischen Eigenschaften.[1] Für Standardanwendungen bis zehn Meter Spannweite kommen Brücken aus Beton- oder Stahlfertigelementen zum Einsatz. Größere Bauwerke werden aus Stahlbeton errichtet.

Verschiedene Merkmale können Steinbrücken unterscheiden: die Form der Öffnungen, die Art des Mauerwerks, die Gestaltung des Stirnkranzes, sowie die Form der Strömungsteiler vor- und hinter den Pfeilern.

Form der Strömungsteiler[Bearbeiten]

Bauform Bild
dreieckig
Bourdeilles pont amont (3).JPG
mandelförmig
Gartempe Saint-Germain Saint-Savin (2).jpg
rechteckig
Pakenham Stone Arch Bridge.jpg

Form der Öffnungen[Bearbeiten]

Bauform Zeichnung Bild Beschreibung
Rundbogen
Pont-voûte-plein-cintre.svg
Bridge Alcantara.JPG

Brücke von Alcántara

Die Öffnung hat die Form eines perfekten Halbkreises.

Der Rundbogen wird am häufigsten angetroffen. Diese Form wurde fast ausschließlich bei römischen Brücken verwendet.

Spitzbogen
Pont-voûte-ogive.svg
Limoges bridge Saint Martial.JPG

Pont Saint-Martial in Limoges

Der Spitzbogen ist aus zwei Kreisbögen geformt, die sich im Bogenscheitel schneiden.

Diese Form ist sehr alt, wurde aber hauptsächlich im Mittelalter verwendet. Sie hat den Vorteil, dass die horizontalen Kräfte reduziert werden und sich dadurch die Bögen einfacher bauen lassen, besonders bei Brücken mit mehreren Bögen.[2] Der Nachteil ist die höhere Bauhöhe verglichen mit einem Bauwerk mit Rundbogen. Im deutschen Sprachraum wurde diese Bauform selten verwendet, kam aber häufig in Portugal, Spanien, Frankreich, England und in der Arabischen Welt zur Anwendung.

Segmentbogen
Pont-voûte-arc-cercle.svg
Pontevecchioview.jpg

Ponte Vecchio

Bei Segmentbögen liegt das Zentrum des Kreises deutlich unter dem Kämpfer.

Diese Bauart wurde zwar bereits im 16. Jahrhundert entwickelt, aber erst im 18. Jahrhundert unter dem Einfluss von Jean-Rodolphe Perronet wurden die Bögen richtig flach gebaut und die Pfeiler verschmälert, so dass das Wasser besser abfließen konnte.[3].

Korbbogen
Pont-voûte-anse-panier.svg
Moltkebrücke vor Berliner Hauptbahnhof.jpg

Moltkebrücke

Der Bogen ist aus einer ungeraden Anzahl Kreisbögen zusammengesetzt, die gegen den Scheitel der Öffnung größer werden.

Die Ingenieure zogen diese Bogenform elliptischen Bögen vor weil sie sich einfacher konstruieren lässt und der Strömungsquerschnitt des Flusses weniger mindert als elliptische Bögen.[4].

Art des Stirnkranzes[Bearbeiten]

Der Stirnkranz ist die äußerste Reihe Steine an der Stirnseite des Gewölbes, welche den Übergang zur Stirnmauer bildet. Die beiden Stirnmauern stützen das Füllmaterial der Brücke über den Gewölben seitlich ab. Der von unten sichtbare Teil des Gewölbes wird Laibung genannt.

Der Stirnkranz kann architektonisch verschieden gestaltet sein. Meistens ist die sichtbare Seite plan ausgeführt, sie kann aber auch mit erhabenem architektonischem Schmuckwerk versehen sein. Die Stirnbänder sind mehr oder weniger repräsentativ für die Epoche, in welcher die Brücke gebaut wurde.

einreihig erhaben zweireihiger aus Blöcken zweireihig
bündig
unregelmäßig
Bandeau-extradossé.svg Bandeau-à-double-rouleau.svg Bandeau-bloqué.svg Bandeau-à-double-rouleau-no.svg Bandeau-en-tas-de-charge.svg
1. bis 19. Jh. 2. bis 19. Jh. 11. bis 18. Jh. 11. bis 17. Jh. 17. bis 18 Jh.
Pont paris iledelacité a saintmichel.jpg

Pont Saint-Michel

Netzschkau - Göltzschtalbrücke 2009 2 (aka).jpg

Göltzschtalbrücke

Pont dit romain.JPG

Römerbrücke bei Estoublon,
Alpes-de-Haute-Provence

Pont Lesdiguières - Pont-de-Claix.JPG

Pont Lesdiguières in Claix

Pont George V - bandeau arche 1 nord.JPG

Pont George V

Durchlässe[Bearbeiten]

Hauptartikel: Durchlass
Durchlass an einem Fluss in Italien

Durchlässe können als eine Spezialfall einer Bogenbrücke angeschaut werden. Sie unterscheiden sich von den klassischen Steinbogenbrücken insofern, dass die seitlichen Kräfte teilweise von der Hinterfüllung um das eigentliche Bauwerk aufgenommen werden. Durchlässe werden vielfältig eingesetzt. Sie dienen der Überquerung von Wasserläufen wie Gräben, Bächen und Flüssen, als Wildbrücke, aber auch als kleinste Form einer Eisenbahn- oder Straßenbrücke oder als Unterführung für Fußgänger oder Fahrradfahrer. Sie können aus bewehrtem oder unbewehrtem Beton, Stahl, Stein oder für kleine Querschnitte auch aus Hartplastik (HDPE) sein. Durchlässe müssen eine minimale Überdeckung mit verdichtetem Material haben, damit das Bauwerk die vorgesehene Festigkeit für die spätere Benutzung erreicht. Manchmal sind die Enden abgeschrägt um besser der Form des Dammes zu folgen und den Durchlass weniger sichtbar zu machen.

Bauform Grafische Darstellung Bild Kommentar
Durchlass aus Beton
Pont-buse-béton.svg
Trans-Canada-wildlife overpass.JPG

Wildbrücke über den Trans-Canada Highway

Durchlässe aus Beton können entweder rund oder bogenförmig sein. Letztere können entweder aus einem Stück gegossen sein oder aus einem Bogen auf einer Fundamentplatte bestehen. Runde Betondurchlässe bestehen meist aus vorfabrizierten Röhren, bogenförmige Durchlässe können aus Ortsbeton oder ebenfalls aus vorfabrizierten Elementen bestehen.[5].
Durchlass aus Metall
Pont-buse-circulaire.svg
FEMA - 12702 - Photograph by Lauren Hobart taken on 03-06-2005 in Ohio.jpg

Durchlass an einer Nebenstraße in den USA

Durchlässe aus Metall bestehen meist aus Wellblech das zum Schutz vor Korrosion feuerverzinkt ist. Der Querschnitt ist entweder rund, elliptisch oder bogenförmig.[6][7]

Balkenbrücken[Bearbeiten]

Balkenbrücke

Alle Brücken, deren Überbau aus einem oder mehreren Balken bestehen, werden als Balkenbrücken bezeichnet. Die auf Biegung belasteten Balken üben infolge Eigengewicht nur vertikale Kräfte auf die Widerlager und Pfeiler aus. Die Balken lassen sich nach Bauform und Material einteilen. Durch die Kombination der beiden Eigenschaften ergibt sich eine Vielzahl von Ausführungsmöglichkeiten. Es gibt vier Balkenformen: der Balken aus Vollmaterial, der Hohlkastenträger oder Vollwandträger, der Fachwerkträger und der Langerscher Balken, der eine Kombination aus einem Balken und einem bogenförmigen Fachwerk ist. Brücken mit Langerschem Balken werden meist zu den Bogenbrücken gezählt weil das Haupttragwerk der Bogen ist. Das verwendete Baumaterial kann Metall, nicht-vorgespannter Stahlbeton, Spannbeton, Holz oder Verbundwerkstoff im eigentlichen Sinne wie zum Beispiel Kohlenstofffasern sein.

Balkenbrücken aus nicht-vorgespanntem Stahlbeton[Bearbeiten]

Die Stahlbetonbalken, meist aus Vollmaterial, liegen in Längsrichtung unter der Fahrbahn und werden in Querrichtung durch die darunterliegenden Betonwände, den Stielen, zusammengehalten. Die Abdeckung der Balken ist meist eine Stahlbetonplatte, welche die Balken von oben verbindet und mit diesen zusammen die Brückentafel bildet. Die Brückenplatte kann auch aus mehreren vorgefertigten Hohlprofilträger oder ganz ohne Balken ausgeführt werden. Nicht-vorgespannte Stahlbetonbrücken werden hauptsächlich für kürzere Spannweiten eingesetzt, wie sie zum Beispiel zur Überquerung von Straßen oder anderen Verkehrswegen nötig sind.

Bauform Grafische Darstellung
oder Querschnitt
Bild Beschreibung
Rahmenbrücke
Pont-cadre-2.svg
Cadre BA.JPG

Kleiner Wilddurchlass aus Fertigelementen an der A14

Rahmenbrücken werden häufig als Durchlässe für Fußgänger, Wild oder Bäche verwendet. Die Wiederlagerwände wie auch die Stirnmauern halten die Hinterfüllung zurück. Solche Bauwerke sind meist teilweise oder ganz vorfabriziert und lassen sich deshalb sehr schnell errichten.
Zweifeldrige Rahmenbrücke
Portique double.svg
Gruenbruecke A14 Schwerin.jpg

Wildbrücke an der A14 bei Schwerin

Die Brückenplatte ist zwischen den Stielen und den Pfeilern biegesteif verbunden und bilden einen festen Rahmen ohne Widerlager und Fahrbahnfugen, wodurch weniger Unterhalt nötig ist.
Vollplattenbrücke
Pont-dalle-béton-précontraint2.svg

Die Vollplattenbrücke bestehen aus einer in Ortsbeton erstellten Brückenplatte, die eine Stützweite von 8 bis 20 Meter haben und zwischen einem halben und einem ganzen Meter dick sind und sich auf Widerlager und Pfeiler abstützt. Die Oberfläche ist meist leicht geneigt ausgeführt, damit das Wasser ablaufen kann.[8][9]

Brücke mit Rippenplatte
Schéma-pont-dalle-bétonarmé3.svg

Die Rippen der Brückenplatte ermöglichen eine leichtere Konstruktion der Platte im vergleich zu Platten ohne Rippen.

Plattenbalkenbrücke
Schéma-pont-poutres-sous-chaussée.svg
Aerotrainsaran1.jpg

Versuchsstrecke des Aérotrain

Bei dieser Art von Bauwerken ruht die Fahrbahnplatte auf Balken, welche oft die Form eines I haben. Die Balken haben auf Grund ihrer Höhe eine große Steifigkeit, so dass mit dieser Bauweise größere Spannweiten erreicht werden können.

Balkenbrücken aus Spannbeton[Bearbeiten]

Brücken mit Balken aus Spannbeton werden ab Spannweiten von ungefähr 30 Meter verwendet. Es kommen die folgenden Varianten für den Überbau zur Ausführung:

  • Rippenplatte, die auf einem Lehrgerüst erstellt wird, anwendbar bis ungefähr 60 Meter Spannweite
  • Spannbetonbalken mit nachträglicher Vorspannung, anwendbar bis ungefähr 60 Meter Spannweite
  • Hohlkastenträger, der vor Ort erstellt wird und im Taktschiebeverfahren über den Unterbau geschoben wird, anwendbar bis 100 Meter Spannweite
  • Hohlkastenträger, der im Freivorbau erstellt wird, anwendbar bis ungefähr 140 Meter in Ausnahmefällen bis 300 Meter Spannweite. Bei dieser Methode wird das Bauwerk symmetrisch von den Pfeiler aus errichtet, wobei die Segmente genannten Brückenteile entweder vor Ort gegossen werden oder als Fertigelemente verbaut werden. Die Stabilität des Bauwerkes auch während dessen Errichtung wird erreicht indem nach dem Einbau jedes Segmentes dieses mit dem bereits bestehenden Bauwerk verspannt wird.
Bauform Grafische Darstellung Foto Beschreibung
Vollplatten- oder Plattenbalkenbrücke
Schéma-pont-dalle-précontraint.svg
oder
Schéma-pont-nervures-précontraint.svg
Pont à nervures en BP.JPG

Brücke über den Canal de Briare

Brückentafeln von Spannbetonbrücken können mit sehr geringen Bauhöhen errichtet werden. Heute werden ungefähr ein Viertel aller Straßenbrücken und die meisten Autobahnbrücken auf diese Art gebaut.[10][11][12].
Plattenbalkenbrücke mit nachträglich vorgespannten Einzelstegen
Schéma-pont-vipp.svg
Pont de Champtoceaux (4).jpg

Brücke bei Champtoceaux über die Loire

Die Einzelbalken sind nachträglich vorgespannt. Sie können durch Distanzstücke in Querrichtung verbunden sein um eine höhere Quersteifigkeit zu erreichen. Die Fahrbahnplatte kann auf die Träger vor Ort komplett betoniert werden oder aber es werden vorgefertigte Platten aufgelegt, die gleichzeitig als Schalung für die Fertigung der Deckplatte dienen. Diese Bauart wird für Spannweiten von 30 bis 60 Meter verwendet.[13]
Plattenbalkenbrücke mit sofort vorgespannten Einzelstegen
Schéma-pont-prad.svg
Überführung Weg Hesseler von Süden 01.jpg

Überführung Weg Hesseler

Die Einzelbalken werden während der Fertigung im Werk im Spannbett vorgespannt und danach auf die Baustelle transportiert. Sind die Balken auf den Zwischenpfeilern nicht miteinander kraftschlüssig verbunden, sind sie statisch bestimmt, andernfalls sind sie statisch unbestimmt. Diese Bauart wird für Spannweiten von 30 bis 50 Meter verwendet.[14][15][16]
Hohlkastenträger
Schéma-pont-caisson2.svg
Pont île de Ré01.jpg

Brücke auf die île de Ré in Frankreich

Der Überbau besteht aus einem trapezförmigen oder rechteckigen Hohlkörper, der seitlich mit Kragarmen versehen ist. Lange Kragarme sind oft zusätzlich durch Druckstreben am Hohlkörper abgestützt. Der Hohlkastenträger kann auch mehrere Hohlräume, sogenannte Zellen, aufweisen und ist im Regelfall begehbar. Die Höhe des Hohlkastenträgers kann entweder konstant sein oder sich gegen die Mitte des Brückenfeldes verjüngen, was als gevouteter Hohlkastenträger bezeichnet wird.

Die Vorspannung erfolgt mit durchlaufenden Spannkabeln, welche entweder außerhalb des Betons verlaufen oder in Hüllwellrohren innerhalb des Betons verlegt sind. Wird die Brücke im Freivorbau erstellt, sorgen Kragarmspannkabel für die Festigkeit der Brücke während der Bauphase. Diese Spannglieder werden von den Pfeiler ausgehend in der Nähe der oberen Deckplatte angeordnet und an der Stirnseite der zuletzt hinzugefügten Segmenten verankert.[17][18].

Sprengwerkbrücke
Pont-béquille-béton.svg
Most na Rječini, 24.6.2006. (2).jpg

Brücke bei Rječina, Kroatien

Sprengwerkbrücken können ähnlich wie Bogenbrücken große Spannweiten erreichen. Sie werden oft aus ästhetischen Gründen gewählt, weil sie ein kleines seitliches Profil haben und keine senkrechten Linien aufweisen, welche in einigen Ländern unerwünscht sind.[19][20]
Extradosed-Brücke
Pont-extradossé.svg
Twinkle Kisogawa bridge02.jpg

Twinkle Kisogawa Brücke in der Nähe von Tokio

Extradosed-Brücken ähneln von ihrem Aussehen den Schrägseilbrücken mit dem Unterschied dass die Pylone niedriger sind. Das Tragwerk ist ein Spannbetonbalken, dessen Spannseile außerhalb des Querschnitts des Balkens über die Pylone verlaufen. Dadurch kann der Balken stärker vorgespannt werden und kommt daher mit einer kleineren Bauhöhe aus.[21][22].

Stahlverbundbrücken[Bearbeiten]

Stahlverbundbrücken weisen sowohl Tragwerksteile aus Stahl, wie auch solche in Stahlbeton oder Spannbeton auf. Die verwendeten Baumaterialien werden gemäß ihren Eigenschaften optimal genutzt, das heißt Beton wird auf Druck und Stahl auf Zug belastet. Die Materialien sind mechanisch fest miteinander Verbunden und Bilden dadurch eine Einheit. Diese Bauweise hat seit den achtziger Jahren eine starke Entwicklung erfahren, besonders die Brücken mit offenem Querschnitt, welche eine günstige Lösung für Spannweiten zwischen 35 und 80 Meter darstellen. Sie eignet sich auch für Bauwerke, die in engen Bögen liegen, oder eine besonders niedrige Bauhöhe verlangen.[23][24].

Bauform Querschnitt Foto Beschreibung
WIB-Brücke

Walzträger-in-Beton-Brücke

Pont-poutrelles-enrobées.svg
Pont ferroviaire à poutrelles enrobées.jpg

Überführung über die Eisenbahnstrecke Tours - Saint-Nazaire

Der Überbau dieser Brücken besteht aus Walzträgern, die teilweise oder vollständig mit Beton umgossen sind. Sie haben den Vorteil, dass sie kein Lehrgerüst benötigen und deshalb praktisch ohne Unterbrechung des Verkehrs auf der darunterliegenden Eisenbahnstrecke gebaut werden können. Solche Brücken werden heute bei vielen Bahnverwaltungen eingesetzt.[25]
Zweistegige Stahlverbundbrücke
Pont-mixte-bipoutre.svg
Viaduc de la Maine (9).jpg

Autobahnbrücke in Frankreich

Diese Brücken werden häufig für Spannweiten zwischen 25 und 110 Metern eingesetzt. Die I-Profile aus Stahl könne entweder mit vollen oder durchbrochenen Steg, mit konstanter Höhe oder gevoutet ausgeführt sein. Für besonders breite Überbauten können auch mehrere Stege eingesetzt werden. Die Brückenplatte ist aus Stahlbeton und ab einer Breite von 13 Metern in Querrichtung vorgespannt.[26][27].
Stahlverbundbrücke mit Hohlkastenüberbau
Pont-caisson-mixte.svg
LGVEst Jaulny.JPG

Eisenbahnbrücke der Hochgeschwindigkeitsstrecke LGV Est européenne

Stahlverbundbrücken mit Hohlkastenüberbau gewährleistet eine gute Lastverteilung auch bei einseitigen Lasten. Sie können große Torsionsbelastungen aushalten, welche typischerweise bei Brücken in Bögen auftreten. Der Hohlkastenträger kann ein- oder mehrzellig ausgeführt sein oder mit Stegen und Trennwänden versehen sein. Weiter können unter den seitlichen Kragarmen zusätzlich Druckstützen angebracht sein.[27][28]

Stahlträgerbrücken[Bearbeiten]

Die Stahlträger können entweder unter der Fahrbahn oder beidseitig der Fahrbahn angeordnet sein. Erste Stahlbrücken verwendeten Fachwerkträger, heute werden wegen der einfachen Herstellung meist Vollwandträger verwendet. Für besonders leichte Brücken wird das Brückendeck als orthotrope Platte ausgeführt – eine Stahlkonstruktion, die in Längsrichtung durch angeschweißte Sicken und in Querrichtung durch Rippen versteift ist.

Bauform Grafische Darstellung Bild Beschreibung
Plattenbalkenbrücke mit orthotroper Fahrbahnplatte
Pont-poutre-dalle-orthotrope.svg
VM 0260 Stratford - Avon River Railway Bridge.jpg

Eisenbahnbrücke über den Avon

Besonders leichte und flexible Konstruktion, die aber erheblichen Berechnungsaufwand und sorgfältige Konstruktion der Details verlangt. Sie ist geeignet für erdbebengefährdete Gebiete, wo schwere und steife Bauwerke ungeeignet sind, und in sehr kalten Gebieten, wo der Bau von Betonbrücken kompliziert und kostspielig ist.[29].
Stahlhohlkastenbrücke mit orthotroper Fahrbahnplatte
Pont-caisson-dalle-orthotrope.svg
Pont de Cheviré (3).jpg

Pont de Cheviré

Hohlkastenträger können Verwindungskräfte besser aushalten als Vollwandträger. Der Hohlkasten ist mit Versteifungen versehen, die verhindern dass das Tragwerk knickt, abschert oder sich zu stark verwindet. Die meisten Stahlhohlkasten sind gegen die Umgebungsluft abgedichtet um Korrosion zu verhindern.[30][31].

Stahlträgerbrücke mit aufgelegter Betonplatte
Pont-poutre-dalle-non-participante.svg
Pont guillaume le conquerant(2).JPG

Pont Guillaume-le-Conquérant

Bei dieser Bauart ist die Fahrbahnplatte kein Teil des Tragwerks, weil die Kräfte aus der Durchbiegung des Überbaus einzig durch die Stahlkonstruktion abgetragen werden. Die Betonfahrbahnplatte ist mechanisch nicht mit der Stahlkonstruktion verbunden, sondern nur aufgelegt, wodurch die Kosten für die Verbindungselemente gespart werden können.[32]
Bollman-Träger-Brücke
Pont-poutre-bollman.svg
NewBridgePartialElevation.jpg

Bollman Truss Brücke in Maryland

Der 1852 patentiert Bollman-Träger waren der erste ganz aus Eisen bestehende Träger, der für den Bau von Eisenbahnbrücken verwendet werden konnte. Er wurde ausschließlich in den USA eingesetzt und war bereits 1895 nicht mehr gebräuchlich.[33] Der Träger besteht aus einem als Rahmen ausgebildeter Obergurt, der von Pfosten gestützt wird, die an den Enden des Obergurtes abgespannt sind.[34] Die Konstruktion ist deshalb kein Fachwerkbalken, sondern ein unterspannter Träger.[35]
Gitterträgerbrücke
Poutre-Town2.svg
Rheinbruecke Waldshut–Koblenz 01 09.jpg

Rheinbrücke Waldshut–Koblenz

Gitterträgerbrücken sind Brücken mit Trägern aus einer Vielzahl sich diagonal kreuzender Stäbe, die an den Kreuzungspunkten miteinander verbunden sind. Schmiedeiserne Brücken ließen sich damit billiger herstellen als die ersten Hohlkastenbrücken mit rundum vollverschlossenen Flächen. Die Technik wurde um 1860 verwendet, aber bald von stählernen Fachwerkträgerbrücken abgelöst.
Fachwerkträgerbrücke
Pont-poutre-droite-treillis-métallique.svg
Montreal Victoria Bridge.jpg

Pont Victoria

Fachwerkträger bestehen aus vertikalen, horizontalen und schrägen Metallstäben, die zwischen zwei Gurten, dem Obergurt und dem Untergurt, eingespannt sind. Die Träger sind meist seitlich der Fahrbahn angeordnet oder umschließen diese in einer kastenförmigen Struktur. Sie wurden im 19. Jahrhundert häufig verwendet, vor allem für Eisenbahnbrücken. Heute werden Fachwerkträger nur noch verwendet, wenn aus konstruktiven Gründen keine Lösung mit Tragwerk unter der Fahrbahn gewählt werden kann. Weil Fachwerkbrücken nur verhältnismäßig kleine leichte Einzelteile benötigt, die sich einfach lagern und transportieren lassen, werden sie oft als Notbrücken eingesetzt und auch von Streitkräften verwendet.
Vollwandträgerbrücke
Eisenbahnbrücke Werder (1).JPG

Eisenbahnbrücke Werder

Vollwandträgerbrücken bestehen aus zwei Längsträger aus Blech, die oben und unten mit Flanschplatten versehen sind und mit Rippen versteift sind. Sie werden häufig für Zweckbauten ohne architektonische Ansprüche mit Spannweiten zwischen 20 und 50 m eingesetzt. Die Fahrbahn kann entweder aus Betonplatten, Stahlgitter oder Stahlplatten bestehen, die auf Stahlträger aufgelegt sind.[36]
Auslegerbrücke
Pont-poutre-cantilever.svg
Sunset Forth Bridge.jpg

Forth Bridge

Auslegerbrücken benutzen Kragträger im Tragwerk. Frühe Ausführungen, wie zum Beispiel die Forth Bridge nutzten über Flusspfeilern aufgebaute trapezförmige turmartige Fachwerke, die mit Einhängeträgern verbunden wurden. Die häufigste Bauart ist die Gerberträgerbrücke, bei welcher zwei von den Flussufern aus über je einen Pfeiler gebaute Kragträger mit einem Einhängeträger verbunden werden. Mit dieser Bauart können auf einfache Weise große Spannweiten erreicht werden.
Gerüstpfeilerviadukt
Pont-trétaux.svg
Trellis Bridge, AB..jpg

Lethbridge Viaduct

Bei dieser Konstruktion sind die einzelnen Pfeiler als sich nach oben verjüngende Fachwerktürme mit rechteckigen Querschnitt aufgebaut. Der Abstand zwischen den einzelnen Pfeilern ist relativ gering. Sie eignen sich zur Überwindung von breiten nicht zu tiefen Einschnitten, wie es oft beim Eisenbahnbau nötig war. Die größte Gerüstpfeilerbrücke ist der mehr als anderthalb Kilometer lange Lethbridge Viaduct in Kanada.[37].
Sprengwerkbrücke
Pont-béquille-métallique.svg
Pont Joseph Le Brix du Bono.JPG

Pont Joseph Le Brix

Sprengwerkbrücken können auch in Stahl gebaut werden. Fehlt ein Hang zur Abstützung des Sprengwerks, kann dieses auch verdoppelt werden um die Schubkräfte aufzunehmen, wie zum Beispiel bei der Brücke über den großen Kanal in Le Havre.
Pendelpfeilerbrücke
Pont à béquilles verticale.svg
Hølen Railroadbridge01.JPG

Eisenbahnbrücke in Norwegen

Bei Pendelpfeilerbrücken sind die Pfeiler gelenkig mit dem Überbau und dem Fundament verbunden. Sie gehören zu den ältesten Konstruktionen, die Eisen für die Pfeiler verwendeten, und wurden anfänglich vor allem im urbanen Bereich eingesetzt, wo zu wenig Platz für Mauerwerkspfeiler vorhanden war oder die Bauhöhe der Brücke beschränkt war. Die Konstruktion wird gelegentlich heute noch eingesetzt für die Vorbrücken von langen Hängebrücken.
Hohlkastenbrücke
Pont-tubulaire.svg
Conwy Castle and Railway Bridge.jpg

Conwy Railway Bridge

Das Tragwerk besteht aus einem Hohlkasten der durch zusätzliche Balken auf der Ober- und Unterseite verstärkt ist. Es ist ein Vorläufer der heutigen Hohlkastenträger mit der Eigenheit, dass die Fahrbahn innerhalb des Hohlkastens verläuft. Die Bauweise wurde In England sehr früh für Eisenbahnbrücken verwendet. Sie wurde bald von kostengünstigeren Bauweisen mit Gitterträgern, später mit Fachwerkträgern abgelöst.[38].

Holzbrücken[Bearbeiten]

Hauptartikel: Holzbrücke

Holz ist eines der ältesten Materialien, das zum Brückenbau eingesetzt wird. Holzbrücken können aus Massivholz oder aus Brettschichtholz gebaut werden. Die Brückenteile können entweder traditionell mit Zapfenverbindungen oder mit Nägeln und Schrauben zusammengehalten werden. Verschiedene Holzarten können zum Brückenbau verwendet werden, wie zum Beispiel Kiefern, Tannen, Fichten, Eiche, Kastanien und Douglasie. Je nach Witterung sind einige Arten geeigneter als andere. Kiefer ist zum Beispiel besonders gut geeignet im maritimen Klima. Für die Lebensdauer der Brücke ist es wichtig, dass das Tragwerk austrocknen kann oder vor der Witterung geschützt ist.

Bauform Seitenriss Bild Beschreibung
Holzbalken
Pont-poutre-bois.svg
Vallorcine footpath bridge 2003-12-13.jpg

Fusswegbrücke bei Vallorcine

Wahrscheinlich die älteste Brückenbauart überhaupt: ein Baumstamm, der über einen Bach gelegt wird. Sie wird immer noch rege benutzt für sehr kurze Spannweiten auf Fußwegen oder auch für längere Distanzen, wenn zusätzliche Pfeiler gesetzt werden können. Holz ist erneuerbar und in großen Mengen verfügbar. Sein großer Widerstand gegen die Durchbiegung (nur senkrecht zu den Holzfasern), seine Leichtigkeit und seine Elastizität haben zur häufigen Verwendung dieses Baumaterials beigetragen.
Brettschichtholzbrücke
Pont-poutre-lamellé-collé.svg
Keystone Wye Bridges.jpg

Pont de Keystone Wye

Die Brettschichtholzbalken bestehen aus Brettern, die mit einem duroplastischen Leim zusammengeklebt sind, und dadurch mechanisch große Kräfte aushalten können. Mit solchen Tragwerken können Überbauten mit Spannweiten bis 40 Meter erstellt werden, die eine geringere Bauhöhe als Massivholzkonstruktionen haben.

Gedeckte Brücke
Pont-poutre-treillis-bois.svg
Wolhusen-Ponto trans Eta Emme en Bad 206.jpg

Brücke über die kleine Emme bei Wolhusen

Die meisten gedeckten Brücken sind Fachwerkbrücken aus Holz, deren Tragwerk durch eine Verkleidung und ein Dach vor der Witterung geschützt ist. Obwohl eine erste Dokumentation diese Bauweise bereits in den vier Büchern zur Architektur von Andrea Palladio zu finden ist, setzte sich die Bauweise erst gegen Ende des 18. Jahrhunderts durch. Besonders verbreitet war sie in waldreichen Gebieten nördlich der Alpen und in Nordamerika. Die Spannweiten reichen typischerweise von 20 bis 50 Meter. Viele gedeckte Brücken sind als Bogenbrücken oder als eine Kombination von Balken- und Bogenbrücken gebaut.
Sprengwerkbrücke
Pont-béquille-bois.svg
Pont d'accès à l'aire de Chavanon - Ensemble.JPG

Pont d'accès à l'aire de Chavanon

Mit der gleichen Ästhetik wie Sprengwerkbrücken aus Beton oder Stahl können auch Sprengwerkbrücken mit Holz gebaut werden. Das Sprengwerk vermindert die Länge des frei tragenden Balkens, so dass Spannweiten von 20 bis 40 Meter erreicht werden können. Das Beispiel im Bild weist eine aufgelegte Betonplatte als Fahrbahn auf.
Trestle-Brücke
Pont-tréteaux-bois.svg
Trestle 1.jpg

Kinsol Trestle

Trestle-Brücken wurden vor allem in der Forstwirtschaft des 19. Jahrhunderts und beim Bau von Eisenbahnen im Wilden Westen der Vereinigten Staaten benutzt. Sie sind einfach und schnell zu bauen.

Bogenbrücke[Bearbeiten]

Hauptartikel: Bogenbrücke
Bogenbrücke

Im Gegensatz zu Steinbogenbrücken mit mehreren Bögen und Pfeilern überwinden Bogenbrücken aus Holz, Beton oder Stahl mit einem einzigen bogenförmigen Tragwerk den Fluss oder den Abgrund. Im Haupttragwerk, dem Bogen, treten nur Druckkräfte auf, welche an die Fundamente an den Enden des Bogens, den Kämpfern abgeleitet werden. Sie können in verschiedenen Materialien gebaut werden, die Fahrbahn kann gegenüber dem Bogen verschiedene Lagen einnehmen. Sie werden meist im Freivorbau errichtet.

Merkmal Bauform Schnitt Bild Beschreibung
Lage der
Fahrbahn
Aufgehängte Fahrbahn
Pont-arc-béton-suspendu.svg
Elgin Bridge 4, Dec 05.JPG

Elgin Brücke

Die Fahrbahnplatte ist am Bogen aufgehängt mit der Hilfe von Hängern. Die Hänger können aus Kabel, Metallstangen, Betonpfosten oder Holzbalken bestehen. Bei Netzwerkbogenbrücken sind die Hänger schräg gestellt, wodurch einseitige Lasten vom Bogen besser aufgenommen werden können.
Versenkte Fahrbahn
Pont-arc-métallique-intermediaire.svg
La Conner 32328.JPG

La Conner's Rainbow Bridge

Die Fahrbahn ist auf halber Höhe angeordnet, so dass sie den Bogen schneidet. Dies ergibt die leichteste Variante der Bogenbrücke, da die Länge der Hänger und der Steher kürzer wird als in den anderen beiden Varianten.
Aufgeständerte Fahrbahn
Pont-arc-béton-supérieur.svg
Bloukrans Bridge.jpg

Bloukrans Bridge

Die Fahrbahn befindet sich auf Stehern über dem Bogen. Diese Variante eignet sich besonders gut zur Überwindung von Tälern, weil der Bogen in dieser Variante kürzer ausfallen kann als bei den anderen Varianten. Weiter kann nur bei dieser Variante der Bogen über die ganze Breite der Fahrbahn angeordnet werden. Sie eignet sich aber nur, wenn die hohe Lage der Fahrbahn über den Kämpfern im Gelände kein Nachteil darstellt.
Material Stahl
Pont-arc-métallique-suspendu.svg
Aggersundbroen1.jpg

Aggersundbroen

Stahlbrücken erlauben eine große Freiheit bei der architektonischen Gestaltung, wie zum Beispiel beim Pont Bac de Roda von Santiago Calatrava umgesetzt. Die Bogenbrücken mit den größten Spannweiten sind in Stahl gebaut. Der Rekord hält zur Zeit die Chaotianmen-Yangtse-Brücke in Volksrepublik China mit 552 m.
Stahlbeton
Pont-arc-béton-intermediaire.svg
Pont sur la Seine, Saint-Pierre-du-Vauvray 01 09.jpg

Saint-Pierre-du-Vauvray Brücke

Beton ist das wirtschaftlichste Material für Bogenbrücken mit Spannweiten von 35 bis 200 Meter. Erste Brücken wurden noch ähnlich wie Steinbogenbrücken aus Betonsteinen gebaut. Später kam Stampfbeton, Stahlbeton und Spannbeton zum Einsatz, so dass immer kühnere Bauwerke möglich wurden.[39]
CFST-Brücke
Pont-CFST.svg
Hubei-S334-Liantuo-Bridge-4886.jpg

Liantuo-Brücke

Erst seit Kurzem werden CFST-Brücken (englisch Concrete Filled Steel Tube) errichtet. Ihr Haupttragwerk besteht aus einem Stahlrohrbogen, der mit Beton gefüllt wird und dadurch vor dem Einknicken geschützt ist. Diese Konstruktionsweise wird vor allem in China angewendet. Erste Bauwerke stammen aus dem Jahr 1990. Sie werden für Spannweiten von 100 bis über 400 Meter angewendet.
Holz
Pont-arc-bois.svg
Kintai bridge.jpg

Kintai-Brücke

Holz eignet sich für den Bau von Bogenbrücken wegen dessen guten Eigenschaften bezüglich Druckbelastung. Viele gedeckten Brücken sind als Bogenbrücke gebaut, wobei der Bogen von außen nicht sichtbar ist.
Anzahl Gelenke Zweigelenkbrücke
Pont-arc-métallique-supérieur.svg
France Cantal Viaduc de Garabit 05.jpg

Viaduc de Garabit

Die Gelenke befinden sich bei einer Zweigelenkbrücke an den Fußpunkten des Bogens, bei einer Dreigelenkbrücke zusätzlich im Scheitel. Sie erlauben seitliche und vertikale Bewegungen des Brücke und machen dadurch das Bauwerk weniger starr. Gelenke werden vor allem bei Eisenbahnbrücken und im Besonderen bei Bauwerken für Hochgeschwindigkeitsstrecken eingesetzt, wo die Beanspruchungen in Längsrichtung besonders groß sind. Bei Betonbrücken verhindert ein Gelenk im Scheitel, dass Risse auftreten, wenn sich die Kämpfer unterschiedlich setzen.

Dreigelenkbrücke
Pont-arc-trois-articulations.svg
Viaduc du Viaur vue from west 02 08.jpg

Viaduc du Viaur

Spezialfälle Linsenförmiges Tragwerk
Pont-lenticulaire.svg
Royal Albert Bridge -Saltash -England-17Dec2009.jpg

Royal Albert Bridge

Diese Brücken bestehen aus zwei bogenförmigen Tragwerken, die einander gegenüber liegen und dadurch an die Form einer Linse erinnern.[40][41].
Langerscher Balken

Stabbogenbrücke

Structure de pont bow-string à arc central-vierge.svg
Geratalbruecke-Bischleben.jpg

Geratalbrücke Bischleben

Die beiden Enden des Bogens sind durch einen Balken verbunden, der die Zugkräfte aufnimmt. Im Unterschied zu den anderen Bogenbrücken überträgt diese Bauart nur vertikale Kräfte auf die Widerlager, weshalb sie oft auch zu den Balkenbrücken gezählt werden. Brücken dieser Bauart werden sowohl in Stahl wie auch in Beton hergestellt. Sie werden meist als Straßenbrücken, Eisenbahnbrücken oder als Fußgängerbrücken eingesetzt.

Hängebrücke[Bearbeiten]

Hauptartikel: Hängebrücke
Hängebrücke

Die klassischen Hängebrücken bestehen aus einem Fahrbahnträger aus Stahl oder Beton, der mittels Hängern an zwei Tragkabeln aufgehängt ist, die über zwei Pylonen geführt sind. Die Hänger sind vertikale Tragseile, welche die Last des Fahrbahnträgers auf die Tragkabel übertragen. Diese parabelförmig durchhängenden Kabel übertragen eine vertikal nach unten wirkende Kraft auf die Pylone, welche von diesen in den Baugrund abgeleitet wird. Gleichzeitig werden die Tragkabel auch auf Zug beansprucht, die von den Verankerungen an den Enden der Brücke aufgenommen werden.[42].

Bei mehrfeldrigen Hängebrücken werden die vom Verkehr verursachten Längskräfte durch Kabel abgetragen, welche über die Spitzen der Pylonen verlaufen. Diese Kabel tragen keine vertikalen Lasten. Die vertikalen Hänger können durch schräge Seile ergänzt sein, welche die Durchbiegung des Fahrbahnträgers vermindern.

Merkmal Bauform Schnitt Bild Beschreibung
Aufhängung Ketten
Pont-suspendu-chaines.svg
Hammersmith Bridge 2008 06 19.jpg

Hammersmith Bridge

Kettenbrücken waren die ersten Hängebrücken des Industriezeitalters, wenn gleich ältere Exemplare aus der Himalayaregion, genauer aus Tibet und Bhutan, bekannt sind. Die ersten Brücken verwendeten geschmiedete Ketten, später verwendeten längere Eisen- oder Stahlstäbe, die mittels Augen und Bolzen beweglich miteinander verbunden sind. Sie ermöglichten Spannweiten, die zuvor nicht erreicht werden konnten, wie die vom Engländer Thomas Telford gebaute Menai-Brücke, die 1826 die damaligen Rekord-Spannweite von 176 m ermöglichte.[43]. Die Technik wird heute kaum mehr angewendet, es gibt aber noch einige bestehende Bauwerke.
Seil aus Naturfaser
Pont-singe.svg
IRB-7-MUDDY2.jpg

Hängebrücke Qu’eswachaka

Die älteste Bauform der Hängebrücke bestand lediglich aus mehreren Naturfaser-Seilen.[44] Sie konnte mit wenig Mitteln und in kurzer Zeit erstellt werden, aber das Bauwerk ist sehr fragil und erfordert viel Unterhalt. Diese Technik wird heute nur noch in abgelegenen ländlichen Regionen für kurze Spannweiten verwendet.
Drahtseil
Pont-singe-câbles-métalliques.svg
Passerelle du Drac.JPG

Himalaya-Brücke bei Drac

Drahtseile bestehen aus einzelnen Drähten, die erst zu Litzen verdreht werden, die Litzen werden wiederum zu einem Seil verdreht. In der Fachsprache wird bei diesem Vorgang nicht von verdrehen sondern von schlagen gesprochen. Marc Seguin hat den Bau von Hängebrücken im 19. Jahrhundert revolutioniert, indem er erstmals Drahtseile an Stelle von Ketten verwendete. Die Seile sind wesentlich stärker und leichter als Ketten.[45] Die heute verwendeten Tragkabel aus Stahl sind Paralleldrahtseile, die meistens mit einer Verkleidung als Korrosionsschutz versehen sind.[46].

Spannbandbrücke
Pont-caténaire.svg
Holzbrücke bei Essing 1.jpg

Holzbrücke bei Essing

Der Überbau besteht bei diesen Brücken meist aus dünnen Beton- oder Holzsegmenten, die auf die darunter verlaufenden Tragseile aufgelegt werden. Die Ausführung ist auch ohne Tragseile möglich, indem die Elemente direkt miteinander verbunden werden. Diese schlanken Brücken benötigen wenig Material und können relativ einfach errichtet werden, was eine kostengünstige Bauform ergibt. Sie wird heute nur für den Rad- und Fußwege benutzt, da die durchhängende Fahrbahn für den schnelleren Verkehr ungeeignet ist.[47].
Fahrbahnträger Betonplatten mit Versteifungsträger
Pont-suspendu-dalle-béton-poutre-rigidité.svg
Pont suspendu de Montjean-sur-Loire (20).jpg

Brücke von Montjean-sur-Loire

Betonplatten, die mit Versteifungsträgern verbunden sind, sind kostengünstiger als vollständig aus Stahl bestehende Fahrbahnträger. Diese Bauform eignet sich aber nur für Bauwerke mittlerer Spannweite. Die Versteifungsträger können entweder unter der Fahrbahn oder als Brüstung angeordnet werden. Sie verteilen die Last gleichmäßig auf die Hänger der Brücke.
Orthotrope Platte
Pont-suspendu-dalle-orthotrope.svg
Typisch für die Nachkriegsversion der Mülheimer Brücke in Köln.jpg

Mülheimer Brücke

Eine orthotrope Platte besteht aus Stahlplatten, die durch Längs- und Querprofile versteift sind. Diese Art von leichtem torsionssteifem Überbau ist typisch für Hängebrücken und erlaubt erst die heute möglichen großen Spannweiten. In Deutschland wurde die Technik erstmals bei der 1951 eröffneten Mülheimer Brücke angewendet.[48]
Verankerung Ankerblöcke im Baugrund
Pont-suspendu-ancrage-sol.svg
France pont TANCARVILLE 01.jpg

Pont de Tancarville

Die Ankerblöcke einer klassischen Verankerung im Boden müssen das ganze Gewicht des Überbaus, das in Form von Zugkräften über die Tragkabel in sie gelangt, an den Baugrund weiterleiten. Je länger und dadurch auch schwerer der Überbau ist, umso größer sind diese Kräfte, weshalb die Ankerblöcke aus schweren Materialien wie zum Beispiel Beton erstellt werden und tief im Baugrund eingegraben sind. Der Baugrund muss zudem auch noch relativ stabil sein, um die Kräfte aufnehmen zu können. Die Tragkabel verteilen sich im Ankerblock, damit die Kräfte über eine möglichst große Fläche verteilt werden.[49][50]

Selbstverankerung
(Unechte Hängebrücke)
Pont-suspendu-auto-ancré.svg
Grand Pont sur la Loire 2008 06 03.jpg

Brücke von Saint-Just-Saint-Rambert

Bei dieser Bauform sind die Tragseile an der Fahrbahnplatte verankert. Sofern sie vorhanden sind, nehmen die Ankerblöcke nur vertikale Kräfte auf, während die horizontalen Kräfte in die Fahrbahnplatte abgeleitet werden, die entsprechend schwer und steif ausgelegt sein muss. Diese Lösung wird bei schlechtem Baugrund angewendet, der die Kräfte der Ankerblöcke nicht aufnehmen könnte. Die Bauform wird auch als Unechte Hängebrücke bezeichnet, weil die Zugkräfte nicht in den Baugrund abgeleitet werden.[51][52].

Schrägseilbrücke[Bearbeiten]

Hauptartikel: Schrägseilbrücke
Schrägseilbrücke

Eine Schrägseilbrücke besteht aus einem Fahrbahnträger aus Stahl oder Beton, der von mehreren an Pylonen verankerten Spannseile getragen werden. Die vertikalen Lasten werden über die Spannseile in Form von Zugkräften an die Pylone geleitet und von diesen in Form von Druckkräften senkrecht in den Baugrund eingeleitet. Die horizontalen Kräfte entstehen auf beiden Seiten in Richtung des Pylons und werden durch den Fahrbahnträger aufgenommen, der auch Streckträger genannt wird.[53].

Die Schrägseilbrücken unterscheiden sich durch die Ausführung des Seilfeldes und des Brückenträgers, sowie die Anzahl der Pylonen und deren Anordnung.

Merkmal Bauform Aufriss Bild Kommentar
Anordnung der Seile büschelförmig
Pont-haubané-nappe-éventail.svg
Pont de Lézardrieux 2008 2.JPG

Pont de Lézardrieux

Bei der büschelförmigen Anordnung werden alle Seile an einem einzigen Knoten im Pylonenkopf verankert. Die kurzen Seile sind praktisch senkrecht und behindern eine horizontale Bewegung des Brückenträgers gegenüber dem Pylon kaum. Bei Brücken mit zwei Pylonen lässt sich die temperaturbedingte Längenänderung des Brückenträgers mit der Büschelanordnung einfach beherrschen, es muss nur dafür gesorgt werden, dass sich der Brückenträger bei mindestens einem Pylon frei in Längsrichtung bewegen kann.[54]
fächerförmig
Pont-haubané-semi-éventail.svg
Pont Rio-Antirio.jpg

Rio-Andirrio-Brücke

Die Seile sind bei einer fächerförmigen Anordnung im oberen Bereich in mehreren Knoten angeordnet. Auf diese Weise lassen sich die Knoten einfacher ausbilden.[54]
harfenförmig
Pont-haubané-métallique.svg
Buenos Aires, the Woman's Bridge (123009).jpg

Frauenbrücke

Bei der harfenförmigen Anordnung sind die Seile parallel zueinander. Die ästhetisch ansprechende Anordnung zeigt ein mechanisch komplexes Verhalten. Die kurzen Seile behindern eine Längsbewegung zwischen Pylon und Fahrbahnträger, so dass dieser zusätzliche Horizontalkräfte aufnehmen muss.[54]
Anordnung des Seilfeldes mittig
Pont-haubané-nappe-axiale-coupe.svg
Bridge at Brest.jpg

Iroise-Brücke

Einige Brücken wurden mit einem einzigen mittig angeordneten Seilfeld ausgeführt. Sie sind in der Regel Autobahnbrücken, wo sich die Verankerung des Seilfeldes im Mittelstreifen der Autobahn befindet. Es ist Schutz gegen die mögliche Beschädigung der Seile durch verunfallende Lastkraftwagen erforderlich.[55] Bei dieser Bauform ist der Fahrbahnträger in der Regel als Hohlkastenträger ausgeführt, weil er die Verwindungskräfte, welche durch einseitige Belastung entstehen, zu den Widerlagern ableiten muss.[56]
seitlich
Pont-haubané-nappe-latérale-coupe.svg
Öresund bridge.JPG

Øresundsbron

Bei der Anordnung von zwei Seilfeldern auf beiden Seiten des Fahrbahnträgers genügt es, wenn die Pylone der beiden Seiten im Fundament miteinander verbunden sind. Erst bei sehr langen Schrägseilbrücken ist es erforderlich, dass die beiden Pylonen jeder Seite mit einem Querbalken verbunden sind.[55]
Fahrbahnträger Stahl
Pont-haubané-tablier-pylone-métallique.svg
Duesseldorf 1915.JPG

Rheinkniebrücke

Die Stahlfahrbahnträger von langen Schrägseilbrücken sind wie bei den Hängebrücken meist als orthotrope Platte ausgeführt. Sie wiegen nur etwa ein Fünftel einer gleichwertigen Betonkonstruktion.[55]
Beton
Pont-haubané-béton.svg
Japan Palau Friendship Bridge.jpg

Koror-Babeldaob-Brücke

Bei Schrägseilbrücken mit zwei Seilebenen muss der Fahrbahnträger nicht verwindungsfest sein. Dies erlaubt die Verwendung von Betonträger, die vor Ort gegossen werden oder aus Fertigteilen zusammengesetzt werden. Für kleine Spannweiten genügt eine einfache Betonplatte, an der seitlich die Seile verankert werden können.[55]

Anzahl der Pylone ein Pylon
Pont-haubané-1pylone.svg
Novy most Bratislava DSC 0812.jpg

Nový Most

Einige Brücken wurden mit einem Pylonen ausgeführt, welcher symmetrisch zum Brückenträger steht. Häufiger wird eine asymmetrische Konstruktion verwendet, bei welcher der Pylon in der Vorbrücke oder in einem Ankerblock rückverankert ist und ein Teil der auf den Brückenträger wirkenden vertikalen Kräfte durch das dem Pylon gegenüber liegende Widerlager aufgenommen werden.[55]
zwei Pylonen
Pont-haubané-2pylone.svg
Pont de Saint-Nazaire depuis St-Brévin.jpg

Saint-Nazaire-Brücke

Dies ist die häufigste Bauart einer Schrägseilbrücke. Das Verhältnis zwischen der Spannweite zwischen Pylon und Widerlager zur Spannweite zwischen den Pylonen beträgt weniger als 0,4 um zu vermeiden, dass sich die Seile zwischen Pylonen und Widerlager in ungünstigen Fällen entspannen können.[55]
mehrere Pylonen
Pont-multihaubané.svg
ViaducDeMillau.jpg

Viaduc de Millau

Diese Bauform erlaubt die Überwindung von großen Tälern wie zum Beispiel der Viaduc de Millau in Frankreich, Meerengen wie zum Beispiel die Rio-Andirrio-Brücke in Griechenland oder breiten Flüssen wie zum Beispiel die 1600 m lange Ganges-Brücke mit zehn Pylonen. Im Vergleich zu herkömmlichen Balkenbrücken kann die Anzahl Pfeilerfundamente verringert werden und dadurch Kosten gespart werden.[54]

Einteilung nach der Dauerhaftigkeit des Überganges[Bearbeiten]

Feste Brücken[Bearbeiten]

Das Tragwerk einer festen Brücke ist in seiner Form unveränderlich und für dauerhaften Gebrauch erstellt. Die meisten Brücken gehören zu dieser Kategorie.

Bewegliche Brücken[Bearbeiten]

Hauptartikel: Bewegliche Brücke

Eine bewegliche Brücke verfügt über ein Tragwerk, das als Ganzes oder in Teilen bewegt werden kann. Sie werden vor allem für die Querung von Hafenzufahrten und Kanälen eingesetzt, wo die für die Schifffahrt notwendige lichte Höhe eine aufwändige feste Brücke mit langen Auffahrtsrampen verlangen würde. Unter der Voraussetzung dass der Straßen- oder Bahnverkehr, wie auch der Schiffsverkehr durch die zeitweisen Unterbrechungen nicht zu stark behindert wird, lassen sich an solchen Stellen Brücken einsetzten, deren Tragwerk so bewegt werden kann, dass es wechselweise den Verkehr über den Brückenträger oder den darunter verlaufenden Verkehr frei gibt. Sie sind kostengünstiger als eine gleichwertige feste Brücke.

In Einzelfällen werden auch bewegliche Brücken zur Querung von Bahngleisen eingesetzt. Beispiele sind die Klappbrücke Grünenwald in der Schweiz, welche eine Zahnradstrecke überquerte oder die Schubbrücke auf dem Gelände des Prüfcenter Wegberg-Wildenrath, welche die Zufahrt zum Testcentrum erlaubt, ohne dass die Schienen der Teststrecke durch eine niveaugleiche Kreuzung unterbrochen werden müssen, was die Geschwindigkeit auf der Teststrecke herabsetzen würde.

Die im Wehrbau verwendet Zugbrücken gehören ebenfalls zu den beweglichen Brücken. Sie ermöglichen die Zugangskontrolle, indem die Brücke bei drohender Gefahr durch Hochklappen unbenutzbar gemacht wird.

Bauform Seitenriss Bild Beschreibung
Hubbrücke
MovableBridge lift.gif
Pont Jacques-Chaban-Delmas levé 03.JPG

Pont Jacques Chaban-Delmas, Bordeaux

Der Fahrbahnträger wird in waagerechter Lage nach oben bewegt und gibt dadurch die Wasserstraße frei. Im Gegensatz zu anderen beweglichen Brücken wird die Durchfahrtshöhe für die Schifffahrt durch den angehobenen Fahrbahnträger beschränkt.
Drehbrücke
MovableBridge swing.gif
Bridge1-harbour-bhv hg.jpg

Nordschleusenbrücke, Bremerhaven

Der Fahrbahnträger dreht sich um eine vertikale Achse, meist ein einzelner im Gewässer stehender Pfeiler. Um die Passage für die Schifffahrt freizugeben wird der Fahrbahnträger um 90 Grad gedreht, so dass er parallel zur Wasserstraße steht.
Schwebefähre
MovableBridge transport.gif
Rendsburg Schwebefähre abends.jpg

Schwebefähre unter der Rendsburger Hochbrücke

Der Brückenträger trägt nicht die Fahrbahn, sondern eine Laufkatze, an der mit Seilen eine Gondel befestigt ist, in welcher der Verkehr übersetzen kann. Der Betrieb ist einer Fähre ähnlich. In speziellen Fällen nutzt die Schwebefähre den Brückenträger einer bestehenden Brücke und erlaubt somit die Abwicklung des Verkehrs auf einer weiteren Ebene.

Der Betrieb und Unterhalt einer Schwebefähre ist aufwendig, weshalb keine neuen solchen Anlagen mehr gebaut werden. Die bestehenden Anlagen stehen meist unter Denkmalschutz.

Zugbrücke
Drawbridge.gif
2007-03-25 10.04 Breukelen, ophaalbrug bij de Vecht.JPG

Zugbrücke in Breukelen

Bei dieser Form wird eine um eine horizontale Achse drehende Klappe durch Seile, Ketten oder Stangen, die am äußeren Ende der Brückenklappe ansetzen, hochgezogen.

Diese Bauform wird sowohl bei Wehrbauten (siehe oben) wie auch für zivile Nutzung angewendet. Die zivilen Anwendungen verwenden meist zwei gegenüber stehende Zugbrücken und sind vor allem in Holland und Belgien verbreitet. Bei dieser Bauform sind die Klappen an parallel über der Klappe verlaufenden Balken, den Schwungruten befestigt. Diese haben eine eigene Drehachse über derjenigen der Klappe und sind hinter dieser mit Gegengewichten ausbalanciert. Die Brücke lässt sich dadurch mit wenig Kraftaufwand bedienen, weil nur die Reibungskräfte der Scharniere und Gelenke überwunden werden muss.

Klappbrücke
MovableBridge draw.gif
TowerBridgeopen.jpg

Tower Bridge

Diese ähnelt der Zugbrücke. Die bewegliche Klappen sind mit unter dem festen Brückenteil liegenden Gegengewichten ausbalanciert. Die Klappbrücke ist damit leichter zu bewegen als die Zugbrücke, da hier nur der Reibungswiderstand der horizontalen Achse zu überwinden ist.
Schwimmbrücke
Musée Léonard de Vinci Milan 011.jpg
Mülheimer-Schiffbrücke-1888.jpg

Mülheimer Schiffbrücke

Bei dieser auch als feste oder provisorische Brücke gebauten Bauform wird der Brückenträger von im Wasser liegenden Schwimmkörpern getragen. Es besteht die Möglichkeit, einen Teil des Brückenträgers auszuschwimmen, um das Gewässer für die Schifffahrt freizugeben.

Provisorische Brücken[Bearbeiten]

Provisorische Brücken werden verwendet, wenn die Überwindung von Gewässern oder Geländeeinschnitten nur für eine beschränkte Zeit vorgesehen ist. Sie werden von den Genietruppen der Streitkräfte verwendet, dienen aber auch zivilen Zwecken, wie zum Beispiel als Ersatzbrücke, während der Reparatur oder dem Neubau einer bestehenden Brücke. Die Eisbrücken, welche nur im Winter bestehen, zählen auch zu den nur zeitweise bestehenden Brücken.

Bauform Bild Beschreibung
Behelfsbrücke
Bailey bridge, Wadi el Kuf, Libya.JPG

Bailey-Brücke

Behelfsbrücken bestehen meist aus verschraubten Fachwerkkonstruktionen, deren Einzelteile mit normalen Lastkraftwagen transportiert werden und meist sogar von mehreren Personen getragen werden können. Die Teile lassen sich ähnlich einem Baukasten zu Brücken von verschiedenen Längen und Bauformen zusammenstellen.
Schwimmbrücke
The British Army in the United Kingdom 1939-45 H20971.jpg

Ponton-Brücke in Nordirland

Auf einen Militär-LKW verladene Schwimmkörper einer Pontonbrücke

Schwimm- oder Pontonbrücken werden sowohl für militärische wie auch für zivile Zwecke an Stellen, wo Gewässer überquert werden müssen, eingesetzt. Die Einzelteile lassen sich mit Lastkraftwagen transportieren. Sie lassen sich schnell errichten, weil sie keine Brückenpfeiler oder Widerlager benötigen, lediglich die Schwimmkörper müssen verankert werden, so dass sie von einer allfälligen Strömung nicht abgetrieben werden. Diese Bauform wurde in Europa eingesetzt, um im Krieg zerstörte Flussübergänge wiederherzustellen.

Brückenlegepanzer
M60A1 Armored Vehicle Landing Bridge.jpg

M60A1 Armored Vehicle Launched Bridge (AVLB)

Brückenlegepanzer dienen rein militärischen Zwecken. Das gepanzerte Fahrzeug kann an der Front eine mitgeführte Brücke über Geländeeinschnitte verlegen. Die maximale Spannweite der verlegten Brücke erreicht beinahe 20 Meter.
Eisbrücke
Pont de glace Québec-Lévis.jpg

Eisbrücke in Kanada

Eisbrücken sind Querungen zugefrorener Flüsse, die nur in der kalten Jahreszeit bestehen. Sie werden auch heute noch in Russland und Kanada genutzt. Seltener wurden auch Eisenbahnstrecken über gefrorene Gewässer verlegt, so zum Beispiel in den Anfängen der Transsibirischen Eisenbahn ein Teilstück über den Baikalsee[57], oder die Eisstraßenbahnen in Sankt Petersburg.[58] Verläuft der Verkehrsweg in Längsrichtung auf dem Fluss, wird er als Eisstraße, nicht als Eisbrücke bezeichnet.

Einteilung nach der Größe[Bearbeiten]

Neben vielen tausend unauffälligen Brücken gibt es eine viel kleinere Anzahl Bauwerke, die auf Grund ihrer Größe oder anderen Eigenschaften besondere Beachtung erhalten und meist auch einen speziellen Unterhalt notwendig machen. Als Beispiel einer solchen Unterscheidung wird hier diejenige angeführt, wie sie im Straßennetz von Frankreich benutzt wird, um zwischen gewöhnliche Brücken und außerordentlichen Brücken zu unterscheiden.[59] In Deutschland werden Brücken ab 100 m Länge als Großbrücken bezeichnet.

Bauform Bild Beschreibung
Außerordentliche Brücke
Kochertalbruecke 080606.jpg

Kochertalbrücke

Eine Brücke gilt als außerordentliche Brücke, wenn mindestens eine der folgenden Eigenschaften erfüllt ist:
  • Mindestens ein Brückenfeld hat eine Spannweite größer als 40 m
  • Die Oberfläche des Brückenträgers ist größer als 1200 m²
  • Das Gesamtbauwerk ist länger als 100 m
  • Der überdeckte Bereich des unterführten Gewässers ist länger als 300 m²
  • Es handelt sich um eine Schwimmbrücke oder eine Bewegliche Brücke
  • Die Brücke befindet sich in schwierigem Gelände (schlechter Baugrund, außerordentliche Höhe über Grund, Gefahr von Rutschungen)
  • Durchlässe mit Dimensionen größer 8 m (Metall) oder 9 m (Beton) oder mit einer Überdeckung weniger als 1/8 des Durchmessers
  • Brücken, die außergewöhnliche Baumaterialien oder Strukturen verwenden, die nicht in den Normen behandelt werden
Gewöhnliche Brücken
Dresden Weißeritzmündung.jpg

Fußgängerbrücke in Dresden

Alle Brücken, die nicht den Kriterien der außerordentlichen Brücke entsprechen, werden zu den gewöhnlichen Brücken gezählt.

Einteilung nach der Querung[Bearbeiten]

Bauform Bild Beschreibung
Viadukt
Langwieser Viadukt
Es gibt keine allgemein gültige Definition des Begriffes Viadukt. Meist wird er bei Eisenbahn- und Straßenbrücken verwendet, welche länger oder höher sind, als für die Querung des eigentlichen Hindernisses notwendig wäre. Die Lage des Brückenträgers wird dabei meist von der Trassierung des darüber führenden Verkehrsweges vorgegeben.
Talbrücke
Talbrücke Wilde Gera
Eine Talbrücke überwindet ein Tal und macht dessen Querung für einen Verkehrsweg einfacher. Eisenbahnbrücken werden in Deutschland als Talbrücken bezeichnet, wenn die Brückenfahrbahn höher als 14 m über dem Gelände liegt.[60]
Hangbrücke
Lehnenviadukt Beckenried
Hangbrücken, in der Schweiz Lehnenviadukt, dienen der Trassierung von Verkehrswegen entlang von Hängen, die instabil sind und mit Hilfe der Brücke gequert werden.
Flussbrücke
Mainbrücke Eltmann
Eine Brücke, welche einen Fluss überquert. Die Querung erfolgt möglichst senkrecht zur Fließrichtung des Gewässers, um Baulänge der Brücke einzusparen. Die Öffnung der Brücke muss genügend groß sein, um die Strömung und den Schiffsverkehr nicht zu behindern.
Meeresbrücke
Jiaozhou-Bucht-Brücke
Eine Brücke, welche über das Meer führt. Meeresbrücken queren Meeresarme und Meerengen und verkürzen dabei Verkehrswege oder erschließen Inseln. Bei diesen Bauwerken muss dem korrosiven Verhalten von Salzwasser und den zusätzlichen Lasten von Wind und Wellen bei Stürmen besondere Beachtung geschenkt werden, ebenso müssen die Bedürfnisse der Schifffahrt berücksichtigt werden.

Einteilung nach Stützweite[Bearbeiten]

Spannweite nach Bauform

Die nebenstehende Grafik zeigt den Bereich der Stützweiten, in welchem eine bestimmte Brückenbauform am kostengünstigsten zu realisieren ist. Manchmal werden aus architektonischen Gründen oder aus technischen Gründen Bauformen gewählt, die nicht im angegebenen Bereiche liegen.

Bauform Seitenriss Bild Beschreibung
Steinbogenbrücke Pont-type-1-voûtes.svg
Adolphe-Brücke
Steinbogen- oder Mauerwerksbrücken eignen sich nur für kurze Spannweiten. Lange Zeit war die nur kurze Zeit bestehende Trezzo-Brücke in Italien der Rekordhalter mit 72 m, die erst 1903 durch die Adolphe-Brücke in Luxemburg mit einer Spannweite von 85 m abgelöst wurde. In China ist seit 2000 die Dahne-Brücke in Betrieb, welche in der Provinz Shanxi mit einer Spannweite von 146 m eine Autobahn überführt.[61][62]
Balkenbrücke Pont-type-2-poutre.svg
Rio-Niterói-Brücke
Die Stahlbalkenbrücke mit der längsten Spannweite ist die Rio-Niterói-Brücke Brücke in Brasilien, wo das mittlere Feld eine Stützweite von 300 m hat.[63][64] In Frankreich wird der Rekord von der Cornouaille-Brücke bei Bénodet gehalten. Sie wurde 1972 eröffnet und hat eine Spannweite von 200 m.[65] In Deutschland ist die Zoobrücke in Köln mit 259 m die am weitest spannende Balkenbrüclke. Die Balkenbrücken sind am wirtschaftlichsten für Spannweiten zwischen 5 und 200 m.
Bogenbrücke Pont-type-3-arc.svg
Chaotianmen-Yangtse-Brücke
Bogenbrücken lassen größere Stützweiten zu. Sie werden heute im Bereich von 200 bis 500 Meter verwendet. Die größten Bogenbrücken befinden sich in China, wo auch der Weltrekordhalter ist: die Chaotianmen-Yangtse-Brücke über den Yangtse mit einer Spannweite von 552 m, die 2009 fertig gestellt wurde. (siehe auch Liste der größten Bogenbrücken)
Schrägseilbrücke Pont-type-4-haubans.svg
Russki-Brücke
Die Schrägseilbrücke eignen sich zwar besonders für große Stützweiten, kommen aber auch für kürzere Spannweiten zum Einsatz. Die Schrägseilbrücke mit der größten Stützweite ist die Russki-Brücke in Wladiwostok, Russland. Die Pfeiler stehen 1104 m auseinander.
Hängebrücke Pont-type-5-suspendu.svg
Akashi-Kaikyō-Brücke
japanische Akashi-Kaikyō-Brücke mit 1991 m Spannweite.

Einteilung nach Länge[Bearbeiten]

Die Brücken können auch nach der Länge des Gesamtbauwerks ohne Berücksichtigung der Anzahl Pfeiler eingeteilt werden. Derzeit gibt es über sechzig Brücken, die länger als 3 km sind. Der größte Teil befindet sich in der Volksrepublik China.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  •  Eugène Degrand, Jean Resal: Ponts en maçonnerie - tome 2 - Construction. Baudry et Cie, Paris 1887.
  •  Angia Sassi Perino, Giorgio Faraggiana: Les ponts. Gründ, Paris 2004, ISBN 2-7000-2640-3.
  •  Les ponts en maçonnerie. Ministère des Transports, Direction des routes, Bagneux 1982.
  •  Jules Pillet: Traité de stabilité des constructions. Baudry et Cie, Paris 1895, ISBN 2-902170-65-3 (pdf).
  •  Anne Bernard-Gély, Jean-Armand Calgaro: Conception des ponts. Presses des Ponts et Chaussées, Paris 1994, ISBN 2-85978-215-X, S. 360.
  •  Marcel Prade: Les Ponts, Monuments historiques. Brissaud, Poitiers, ISBN 2-902170-54-8.
  •  Marcel Prade: Ponts et Viaducs au XIXe siècle. Brissaud, Poitiers 1988, ISBN 2-902170-59-9.
  •  Marcel Prade: Les grands ponts du Monde. Brissaud, Poitiers, ISBN 2-902170-68-8.
  •  Marcel Prade: Ponts remarquables d’Europe. Brissaud, Poitiers, ISBN 2-902170-65-3.
  •  René Walther, Bernard Houriet, Walmar Isler, Pierre Moïa: Ponts haubanés. Presses Polytechniques Romandes, 1985, ISBN 2-88074-091-6.
  •  Charles Abdunur: Arch’01 - Troisième conférence internationale sur les ponts en arc. Presses de l’Ecole national.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Bernard-Gely, Jean-Armand Calgaro: Conception des ponts. 1994, ISBN 2-85978-215-X.
  2.  Arch 01. troisieme conference internationale sur les ponts en arc. Ponts et Chaussees, 2001, ISBN 978-2-85978-347-1.
  3. Les ponts en maçonnerie, constitution et stabilité. In: Publications et logiciels du SETRA. Ministère des Transports, Direction des routes, abgerufen am 19. Februar 2013 (PDF; 5,9 MB, französisch).
  4.  J. B. Berard: Statique des voûtes. Courcier, Paris 1810, S. 137 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  5. Cadre de PV de visite - buse en béton armé. Plateforme ouvrages d’art PILES von SETRA, abgerufen am 17. April 2010 (PDF; 6,3 MB, französisch).
  6. Tuyaux de tôle ondulée. Industries Atlantic Ltée, abgerufen am 17. April 2010 (französisch).
  7. Cadre de PV de visite - buse métallique. Plateforme ouvrages d’art PILES von SETRA, abgerufen am 17. April 2010 (PDF; 2,7 MB, französisch).
  8.  Ponts-dalles, guide de conception. SETRA, Bagneux 1989, S. 7, 31 und 32.
  9. Cotation des ponts-dalles en béton armé. Plateforme ouvrages d’art PILES von SETRA, abgerufen am 11. April 2010 (PDF; 527 kB, französisch).
  10. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatCotation de ponts-dalles en béton précontraint. In: Plateforme ouvrages d’art PILES von SETRA. Abgerufen am 10. April 2010 (PDF; 416 kB, französisch).
  11.  Highways Agency, Transport Research Laboratory, SETRA, LCPC (Hrsg.): Ponts en béton précontraint par post-tension. Thomas Telford Publishing, 1999, ISBN 0-7277-2760-5.
  12. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatRecueil de statistiques - Construction des ouvrages d’art - Année 2005. In: Plateforme ouvrages d’art PILES von SETRA. Abgerufen am 10. April 2010 (PDF; 4,1 MB, französisch).
  13. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatCotation de viaduc à travées indépendantes à poutres précontraintes par post-tension. Plateforme ouvrages d’art PILES von SETRA, abgerufen am 10. April 2010 (PDF; 1,3 MB, französisch).
  14. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatCotation pont à poutres précontraintes par fil adhérent. Plateforme ouvrages d’art PILES von SETRA, abgerufen am 9 April 2010 (PDF; 862 kB, französisch).
  15. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatPonts à poutres préfabriquées précontraintes par adhérence. CPC - composants pré-contraints, abgerufen am 9 April 2010 (französisch).
  16.  Ponts-routes à poutres préfabriquées par adhérence. SETRA, Bagneux 1996, ISBN 2-11-085784-6.
  17. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatCotation poutre caisson en béton précontraint. In: Plateforme ouvrages d’art PILES hrsg=SETRA. Abgerufen am 9 April 2010 (PDF; 1,6 MB, französisch).
  18. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatPatrick Losset, DOA du CETE-SO: Ponts en béton précontraint construits par encorbellement - le pont de Layrac. In: Plateforme ouvrages d’art PILES. SETRA, abgerufen am 9 April 2010 (französisch).
  19. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatAnne Bernard-Gely, Jean-Armand Calgaro: Ouvrages d’art - aspect architectural et environnement. Techniques de l’ingénieur, abgerufen am 9 April 2010 (französisch).
  20. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatLes ponts en béton. In: IUT. Universität Joseph Fourier Grenoble I, abgerufen am 9 April 2010 (französisch).
  21. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-Formatroute des Tamarins à la Réunion. In: Bridge design & engineering. Abgerufen am 9 April 2010 (französisch).
  22. Projet de pont: Le viaduc d ́Elle. In: École Nationale des Ponts et Chaussée ParisTech. Abgerufen am April 2010 (fr9).
  23. Pnmikti.org - Projet national MIKTI, ponts et passerelles de demain. In: http://www.pnmikti.org/. Abgerufen am 15. April 2010 (französisch).
  24.  SETRA: ponts mixtes acier-béton bipoutres. SETRA, Bagneux 1989.
  25. RD239 - Suppression des PN2 et PN3 - Avignon. In: Plateforme ouvrages d’art PILES du SETRA. Abgerufen am 8. April 2010 (PDF; 6,6 MB, französisch).
  26. Ponts mixtes acier-béton. In: Plateforme ouvrages d’art PILES du SETRA. Abgerufen am 8. April 2010 (PDF; 1,5 MB, französisch).
  27. a b Guide COMBRI: Pratique actuelle et conception des ponts métalliques et mixtes. In: Centre Technique Industriel de la Construction Métallique. Abgerufen am 8. April 2010 (französisch).
  28. Les ponts mixtes poutres-caisson. In: Gramme unité construction. Abgerufen am 8. April 2010 (französisch).
  29. Alfred R. Mangus: A Fresh Look at Orthotropic Technology. In: US Department of Transportation, Federal Highway Administration. Abgerufen am 8. April 2010 (englisch).
  30. Le viaduc. Abgerufen am 8. April 2010 (französisch).
  31. Conditions climatiques et corrosion à l’intérieur des grands caissons métalliques. In: Plateforme ouvrages d’art PILES du SETRA. Abgerufen am 8. April 2010 (PDF; 297 kB, französisch).
  32. Internetquelle Noyan Turkkan: Conception des ponts. In: Cours-genie-civil.com. 2001, abgerufen am 13. April 2010 (PDF; 2,5 MB, französisch).
  33. Wilhelm Ritter: Der Brückenbau in den Vereinigten Staaten Amerikas: Mit 12 Tafeln und 60 Textfiguren …. Haller, 1895.
  34. Robert M. Vogel: The Engineering Contributions of Wendel Bollman. In: Smithonian Institution United States National Museum Bulletin. Smithonian Press, abgerufen am 19. Januar 2014 (englisch).
  35. Karl Gotsch: Bollman Truss. Abgerufen am 20. Dezember 2013.
  36.  Petros P. Xanthakos: Theory and Design of Bridges. John Wiley & Sons, 1994, ISBN 978-0-471-57097-4.
  37. Lethbridge Viaduct. In: Historique et patrimoine du génie civil canadien. Abgerufen am 7. April 2010 (englisch).
  38. Le pont Victoria: la 8e merveille du monde. In: http://www.musee-mccord.qc.ca/fr/. Musée McCord d’histoire canadienne, 2002, abgerufen am 6. April 2010 (PDF; 310 kB, französisch).
  39. Karl Gotsch: Betonbogenbrücke. Abgerufen am 13. April 2013.
  40. Thomas Boothby: Designing American Lenticular Truss Bridges 1878–1900. http://www.historycooperative.org/, archiviert vom Original am 10. Oktober 2008, abgerufen am 30. März 2010 (englisch).
  41. Berlin Iron Bridges in Connecticut. In: Public Archaeology Survey Team, Inc. Abgerufen am 30. März 2010 (englisch).
  42.  SETRA: Instruction technique du 19 octobre 1979 pour la surveillance et l’entretien des ouvrages d’art – fascicule 34 – Ponts suspendus et ponts à haubans. SETRA, Bagneux 1979.
  43. Conception & dimensionnement des ponts en acier. In: http://www.polytechpress.com/. Abgerufen am 27. März 2010 (französisch).
  44.  Peters, Tom F.: Transitions in Engineering: Guillaume Henri Dufour and the Early 19th Century Cable Suspension Bridges. Birkhauser, Basel 1987, ISBN 3-7643-1929-1 (http://books.google.com/books?id=73JPiTuDYscC).
  45. Les ponts suspendus, l’invention. In: http://www.art-et-histoire.com/. Abgerufen am 28. März 2010 (französisch).
  46. Technique câbles acier. http://www.fatzer.com/contento/?language=de-CH, abgerufen am 7. September 2013 (französisch).
  47. Jiri Strasky: Stress-ribbon pedestrian bridges supported or suspended on arches. http://www.arch-bridges.cn/, abgerufen am 29. März 2010 (englisch).
  48. Leonhardt, Fritz (1909–1999). In: great-engineers.de. Brandenburgische Technische Universität Cottbus, abgerufen am 13. September 2013.
  49. [http:/zebac.free.fr/visiteur/ponts/pages/sol.html# Les solutions aux contraintes.] In: http://zebac.free.fr/. Abgerufen am 27. März 2010 (französisch).
  50. Les ponts suspendus classiques. In: http://ponts-suspendus.chez-alice.fr/index.htm. Abgerufen am 27. März 2010 (französisch).
  51. Le grand pont sur la Loire. In: http://fr.structurae.de/. Abgerufen am 27. März 2010 (französisch).
  52. Revue de presse Baudin Chateauneuf 2008. Le Moniteur - 28 mars 2008, abgerufen am 27. März 2010 (französisch, Seiten 11, 12 und 13).
  53.  Instruction technique du 19 octobre 1979 pour la surveillance et l’entretien des ouvrages d’art – fascicule 34 – Ponts suspendus et ponts à haubans. SETRA, Bagneux 1979.
  54. a b c d  René Walther, Bernard Houriet, Walmar Isler, Pierre Moïa: Ponts haubanés. Presses Polytechniques Romandes, 1985, ISBN 2-88074-091-6.
  55. a b c d e f Anne Bernard-Gély, Jean-Armand Calgaro:Conception des ponts, 1994
  56.  Sven Ewert: Brücken - Die Entwicklung der Spannweiten und Systeme. Ernst & Sohn, Berlin 2003, ISBN 3-433-01612-7, S. 155.
  57. Der Transsibirien-Express. Abgerufen am 8. September 2013.
  58. Die Eisstrassenbahnen in Sankt Petersburg. Abgerufen am 8. September 2013.
  59. Circulaire n° 94-56 du 5 mai 1994 définissant les modalités d’élaboration, d’instruction et d’approbation des opérations d’investissements sur le réseau routier national non concédé. In: Portail documentaire du SETRA. Abgerufen am 16. Februar 2010.
  60. Rolf H. Pfeifer, Tristan M. Mölter: Handbuch Eisenbahnbrücken. DVV Media Group, Hamburg 2008, ISBN 978-3-7771-0378-5, S.60
  61. Charles Abdunur:ARCH'01 - 3. Konferenz über Bogenbrücken, Presses de l’École nationale des ponts et chaussées, Paris (France), ISBN 2-85978-347-4, 2001, Seiten 667 bis 670
  62. Pont de Shanxi Danhe en Chine. Abgerufen am 8. September 2013 (französisch).
  63. Rio-Niterói-Brücke. In: Structurae.
  64. Jean-Pierre Ducout:Ponts métalliques - Conception générale
  65. Serge Montens:Les plus beaux ponts de France,Benneton, 2001