Eintracht Hildesheim

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Eintracht Hildesheim
Logo
Name Eintracht Hildesheim von 1861 e.V.
Vereinsfarben Grün-Weiß
Gegründet 19. Juli 1861
Gründungsort Hildesheim
Vereinssitz An den Sportplätzen 10
31139 Hildesheim
Mitglieder 8300 (Juli 2013)
Vorsitzender Rolf Altmann
Homepage http://www.eihi.de/

Eintracht Hildesheim ist mit 8.300 Mitgliedern der zweitgrößte Sportverein Niedersachsens. In der Woche werden rund 600 Sportstunden in den verschiedenen Sparten angeboten. Die erste Handball-Männermannschaft der Eintracht Hildesheim spielt seit der Saison 2012/2013 in der 2. Handball-Bundesliga. Zuvor spielte der Verein viermal für jeweils ein Jahr in der 1. Handball-Bundesliga, zuletzt in der Saison 2011/2012.

Der Verein[Bearbeiten]

Der MTV Eintracht Hildesheim wurde am 19. Juli 1861 von 73 Männern, die vorher größtenteils Mitglieder des MTV von 1848 Hildesheim gewesen waren, gegründet. Neben dem Turnen gab es vom ersten Tag an eine Fechtabteilung. Seine Mitgliederzahlen konnte der Verein in seiner 145-jährigen Geschichte mehr als verhundertfachen, auch weil sich weitere Hildesheimer Vereine der Eintracht anschlossen, so 1969 der Schwimm-Club Poseidon oder 1972 der Polizei SV Hildesheim.[1]

Zu Beginn wurde in der früheren Reithalle am Ratsbauhof (die für einen Betrag von 1000 Goldmark zur Turnhalle umgebaut wurde) geturnt, bevor 1927 die erste Freianlage der Eintracht eingeweiht wurde. Diese wurde allerdings im Zweiten Weltkrieg zerstört, so dass man sich in den Nachkriegsjahren nach einer Alternative umsehen musste. Am 1. September 1948 übernahm Eintracht den früheren Platz des VfB Hildesheim. Diese Anlage wurde systematisch zum modernsten Sportzentrum der Region Hildesheim ausgebaut. Den bisherigen Höhepunkt stellte die Einweihung des Bewegungszentrums balance 1996 dar. Ebenfalls gehören zu dem Sportzentrum das Clubheim mit Umkleide- und Duschräumen, eine Gaststätte, Kegelbahnen, zehn Tennisplätze, eine Kampfsporthalle, ein Leichtathletik-Stadion mit 400m-Kunststoffbahn, Rasen- und Kunststoffplätze. Zudem betreibt der Verein die Schwimmhalle Himmelsthür und das Bewegungszentrum smile. Sportbetrieb findet in weiteren 30 Hallen in Hildesheim statt.

Neben dem breiten Spektrum von 17 Fachsportabteilungen bietet Eintracht Hildesheim auch ein umfangreiches Breitensport-Programm und Präventions- und Rehabilitationskurse im Gesundheitssport an.

Handball bei Eintracht Hildesheim[Bearbeiten]

Herren[Bearbeiten]

Eintracht Hildesheim
Logo Eintracht Hildesheim
Voller Name Eintracht Hildesheim Handball GmbH
Gegründet 1922 (Handballabteilung)
1998 (GmbH)
Vereinsfarben grün/weiß
Halle Sparkassenarena Hildesheim
Plätze 2.800
Trainer DeutschlandDeutschland Gerald Oberbeck
Liga 2. Handball-Bundesliga
2013/14
Rang 13. Platz
DHB-Pokal Achtelfinale
Website eintracht-handball.de
Heim
Auswärts


Die 1. Herren-Mannschaft von Eintracht Hildesheim nimmt seit der Saison 2012/2013 am Spielbetrieb der 2. Handball-Bundesliga teil.

In der Saison 2010/2011 schafften sie den direkten Aufstieg ins Oberhaus des deutschen Handballs mit einem knappen Vorsprung vor der GWD Minden, stiegen jedoch wie bereits dreimal zuvor nach nur einer Saison wieder aus der Handball-Bundesliga ab. In der Saison 2005/2006 errangen sie ebenfalls die Meisterschaft in der 2. Handball Bundesliga Nord und stiegen damit direkt in die Handball-Bundesliga auf. Die Bundesliga-Saison 2006/07 wurde – wie auch die vorangegangenen Gastspiele in der 1. Liga – mit dem direkten Abstieg beendet. Sowohl 1968/69 mit Niederlagen in allen 14 Spielen als auch 2000/01 mit nur 2 Siegen und 3 Unentschieden, 2006/07 (5 Siege, 1 Remis) und 2011/2012 (2 Siege) kam die Mannschaft über den jeweils letzten Tabellenplatz nicht hinaus. Mit nur 0,18 Punkten pro Spiel weist Eintracht Hildesheim in der ewigen Tabelle den drittschlechtesten Punkteschnitt aller Bundesligavereine auf. Nur die 'Eintagsfliege' Stahl Brandenburg (0,12) errang im Schnitt noch weniger Punkte in der ersten Liga als die Hildesheimer. An 100 von 120 insgesamt gespielten Spieltagen in der Bundesliga belegte Eintracht Hildesheim den letzten Tabellenplatz, an sechs weiteren Spieltage stand das Team auf einem anderen Abstiegsplatz.

In der Saison 2007/2008 wurde der direkte Wiederaufstieg in die höchste deutsche Spielklasse angestrebt. Mit 54 Punkten wurde mit einem Punkt Abstand zum Stralsunder HV der 2. Tabellenplatz in der Nordstaffel der 2. Handball-Bundesliga erreicht. In der Relegation scheiterte die Mannschaft gegen den Tabellenzweiten der Südstaffel HSG Düsseldorf.

Die Heimspiele werden seit 2007 in der Sporthalle Pappelallee (Sparkassen-Arena) ausgetragen, die auf eine Kapazität von bis zu 3.000 Zuschauern erweitert wurde.

Saisonbilanzen seit 1998/1999[Bearbeiten]

Saison Spielklasse Platz Sp S U N Tore Diff. Punkte
1998/1999 2. Bundesliga Nord 03 34 20 2 12 785:704 +81 42:26
1999/2000 2. Bundesliga Nord 02 32 24 1 07 798:700 +89 49:15
2000/2001 1. Bundesliga 20 38 02 3 33 845:1084 -239 07:69
2001/2002 2. Bundesliga Nord 08 36 19 2 15 992:937 +55 40:32
2002/2003 2. Bundesliga Nord 04 34 20 2 12 980:938 +42 42:26
2003/2004 2. Bundesliga Nord 05 34 18 2 14 970:941 +29 38:30
2004/2005 2. Bundesliga Nord 02 34 27 0 07 1084:947 +137 54:14
2005/2006 2. Bundesliga Nord 01 38 28 4 06 1126:979 +147 60:16
2006/2007 1. Bundesliga 18 34 05 1 28 939:1077 -138 11:57
2007/2008 2. Bundesliga Nord 02 34 25 4 05 1046:870 +176 54:14
2008/2009 2. Bundesliga Nord 09 34 15 2 17 977:988 -11 32:36
2009/2010 2. Bundesliga Nord 09 32 14 3 15 908:925 -17 31:33
2010/2011 2. Bundesliga Nord 01 32 25 1 06 962:855 +107 51:13
2011/2012 1. Bundesliga 18 34 02 0 32 865:1081 -216 04:64
2012/2013 2. Bundesliga 13 36 15 4 17 927:923 +4 34:38
2013/2014 2. Bundesliga 13 36 14 5 17 986:994 -8 33:39
Aufstieg
Abstieg

Kader 2014/2015[Bearbeiten]

Nummer Name Position Geburtsjahr Nation seit
01 Robert Wetzel TW 1990 DeutscherDeutscher 2014
12 Pascal Kinzel TW 1993 DeutscherDeutscher 2013
16 Tom Landgraf TW 1996 DeutscherDeutscher 2013
03 Lothar von Hermanni LA 1992 DeutscherDeutscher 2010
04 Dimitrios Tzimourtos RA 1981 GriecheGrieche 2010 (wieder)
05 Georgi Nikolow RM/RR 1977 BulgareBulgare 2000
06 Frederic Stüber KM 1995 DeutscherDeutscher 2013
07 Michael Hoffmann LA 1975 DäneDäne 2006
10 Michael Qvist RL/RM/RR 1981 DäneDäne 2010
11 Robin John RM 1991 DeutscherDeutscher 2012
13 Marcus Schiech LA/RA/KM 1985 DeutscherDeutscher 2004
15 Tim Zechel DeutscherDeutscher 2014
17 Maurice Lungela RA/RR 1994 DeutscherDeutscher 2013
22 Damien Kabengele RL 1981 FranzoseFranzose 2013 (wieder)
23 Nikolaos Tzoufras KM 1987 GriecheGrieche 2013
24 Maurice Herbold RL 1993 DeutscherDeutscher 2012
28 Jürgen Steinscherer LA 1986 ÖsterreicherÖsterreicher 2013
31 Lutz Heiny RL 1995 DeutscherDeutscher 2013
35 Tim Gerstmann RM/LA 1994 DeutscherDeutscher 2013
51 Nils Eichenberger RA 1992 DeutscherDeutscher 2009
84 Marvin Nartey RL 1984 DeutscherDeutscher 2012 (wieder)
Nils Wilken DeutscherDeutscher 2014
Savvas Savvas DeutscherDeutscher 2014
Torben Sauff DeutscherDeutscher 2014
Jan Hebisch DeutscherDeutscher 2014
Matthias Struck RR 1982 DeutscherDeutscher 2014 (wieder)
Christian Zufelde LA 1988 DeutscherDeutscher 2014
Zugänge 2014/2015[Bearbeiten]
Abgänge 2014/2015[Bearbeiten]

Bekannte ehemalige Spieler[Bearbeiten]

Traineramt[Bearbeiten]

Trainer von 1981 bis zum Saisonende 2005/06 war Gerald Oberbeck, der zuvor die A-Jugend 1980 und 1981 zu zwei deutschen Meisterschaften führte. Am 1. Juli 2006 übernahm der ehemalige russische Nationalspieler Waleri Gopin das Amt des Cheftrainers, der jedoch am 23. Oktober 2006 beurlaubt wurde. Als Interimstrainer fungierte Gerald Oberbeck. Von Anfang November 2006 bis Juni 2007 hatte der Däne Lars Walther das Amt inne. Er wurde beurlaubt, weil der Verein sich nicht sicher war, ob die Mannschaft mit Walther sofort wieder in die 1. Liga aufsteigen könne. Neuer Trainer wurde erneut Gerald Oberbeck. zu Saisonbeginn 2011/2012 übernahm Volker Mudrow das Traineramt[9]. Am 11. Januar 2012 trennte sich der Verein von Mudrow, den Trainerposten übernahm wieder Gerald Oberbeck.[10] Unmittelbar nach dem Punktspiel gegen die SG Leutershausen am 10. März 2013 legte Oberbeck sein Traineramt nieder[11]; er blieb jedoch weiterhin Manager. Bis zum Saisonende übernahmen Jürgen Kloth, der die A-Jugend-Mannschaft trainiert, und Michael Jahns den Trainerposten[12]. In der Pressekonferenz am 15. Juli 2013 teilte Oberbeck mit, dass er ab sofort wieder in der Doppelfunktion als Manager und Trainer tätig ist[13]. Co-Trainer ist weiterhin Michael Jahns[13].

Damen[Bearbeiten]

Die erste Damenmannschaft von Eintracht Hildesheim spielte seit der Saison 2010/11 in der 3. Liga Ost. Nachdem in der folgenden Spielzeit nur der 12. Platz erreicht wurde, stieg die Mannschaft in die Oberliga Niedersachsen ab.

Jugend[Bearbeiten]

Gemeinsam mit dem CJD Elze betreibt Eintracht Hildesheim ein Handballförderzentrum[14].

Die erste Mannschaft der männlichen A-Jugend spielt seit der Gründung 2011/12 in der A-Jugend-Bundesliga.

In den Jahren 1980 und 1981 wurde die männliche A-Jugend Deutscher Meister.

Basketball[Bearbeiten]

Die erste Herrenmannschaft der Basketballabteilung spielte von 1987 bis 1990 in der 2. Basketball-Bundesliga Gruppe Nord. In der Spielzeit 1988/89 scheiterte man nur knapp an der sportlichen Qualifikation für die erste Basketball-Bundesliga. In der darauffolgenden Spielzeit folgte jedoch der Abstieg aus der 2. Basketball-Bundesliga. In der Folge konnte dieses Leistungsniveau nicht mehr erreicht werden.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Webpräsenz Handballabteilung: Vereinsgeschichte, abgerufen 18. Februar 2014
  2. handball-world.com: Hildesheim vermeldet Verpflichtung von Klockmann-Nachfolger, vom 22. März 2014, abgerufen am 22. März 2014
  3. www.handball-world.com Hildesheim mit ungewöhnlicher Personalentscheidung vom 28. Mai 2014
  4. Eintracht nimmt Matthias Struck erneut unter Vertrag (28. Februar 2014). http://www.eintracht-handball.de. Abgerufen am 08. Juli 2014.
  5. a b c d e Eintracht Hildesheim komplettiert den Kader vom 13. Juli 2014, abgerufen am 23. Juli 2014
  6. handball-world.com: Schwartau verpflichtet Torwart von Ligakonkurrenten, vom 20. März 2014, abgerufen am 20. März 2014
  7. tvgrosswallstadt.de Milan Weißbach wechselt nach Großwallstadt vom 12. März 2014, abgerufen am 29. April 2014
  8. www.handball-world.com Hildesheim mit ungewöhnlicher Personalentscheidung vom 28. Mai 2014
  9. Website von Eintracht Hildesheim am 23. Juni 2011
  10. Homepage Eintracht Hildesheim, eingesehen am 14. Januar 2012
  11. Website Eintracht Hildesheim, abgerufen am 24. März 2013
  12. Website Eintracht Hildesheim, abgerufen am 24. März 2013
  13. a b Website Eintracht Hildesheim, abgerufen am 16. Juli 2013
  14. Website von Eintracht Hildesheim, abgerufen am 12. August 2012

52.1378182102789.9455853505556Koordinaten: 52° 8′ 16″ N, 9° 56′ 44″ O