Einwohnerentwicklung von Frankfurt am Main

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Dieser Artikel gibt die Einwohnerentwicklung von Frankfurt am Main tabellarisch und graphisch wieder.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Einwohnerentwicklung von Frankfurt am Main seit 1700

Einwohnerstruktur im Mittelalter[Bearbeiten]

Über die Einwohnerentwicklung Frankfurts während des Hochmittelalters ist wenig bekannt, bis ins 13. Jahrhundert hinein wird Frankfurt fast nur in der Reichsgeschichtsschreibung oder in Königsurkunden genannt. 1219 taucht die Bürgergemeinde (honesti homines, cives de Frankenvort) zum ersten Mal als Vertragspartner in einer mit dem Stadtsiegel besiegelten Urkunde auf.[1] Das Siegel trägt bereits die Umschrift Francenvort specialis domus imperii – Frankfurt, besonderer Sitz des Reiches.

Das 1267 angelegte Zinsbuch des Bartholomäusstift verzeichnet mehr als 60 Berufe, darunter Bader, Aderlasser, Barbiere, Fuhrleute, Schiffer, Sackträger, Gold-, Eisen-, Messer- und Pfannenschmiede, Baumeister, Steinmetzen, Schreiner, Schilderer (Maler), Woll- und Leineweber, Färber, Lohgerber, Kürschner, Schneider, Neu- und Flickschuster, Bäcker, Metzger, Fischer, Müller, Weingärter, Weinschröter, Faßbender und Bierbrauer sowie jeweils einen Physicus (Arzt) und Organisten.[2]

In seinen Untersuchungen zur Bevölkerung Frankfurts im 14. und 15. Jahrhundert hat Karl Bücher einen Höchststand von ca. 10.000 Einwohnern im Jahr 1387 errechnet.[3] Davon waren 3405 Bedepflichtige. Bis 1440 sank die Einwohnerzahl auf unter 9000, 1499 erreichte sie mit etwa 7600, darunter 2583 Steuerpflichtige, ihren Tiefstand. Während des 15. Jahrhunderts wanderten über 5000 Neubürger, meist aus dem heutigen Rhein-Main-Gebiet, in die Stadt ein. Dies weist darauf hin, dass die Stadtbevölkerung eine äußerst ungünstige demographische Struktur hatte: Das Durchschnittsalter war vergleichsweise hoch, es gab wesentlich mehr Frauen als Männer, und die in unhygienischen Verhältnissen lebenden Menschen wurden immer wieder von Epidemien heimgesucht. Die Wirtschafts- und Sozialstruktur der Bürgerschaft war von Handwerk und Agrarwirtschaft bestimmt, wobei die meisten Bürger im Nebenberuf einen Acker oder Garten bestellten und Vieh hielten, zum Teil mitten in der Stadt. Etwa 18 Prozent der Einwohner waren nicht fest in der Stadt ansässig, sondern gehörten zum Gesinde oder waren Wandergesellen. Etwa ein Zehntel der Einwohner waren Beamte der Stadt oder des Geistlichen Standes, etwa 5–6 Prozent trieben Handel oder Gastwirtschaft, nur wenige Bürger waren Freiberufler oder Rentiers. Die Handwerklichen Berufe differenzierten sich während des Spätmittelalters immer weiter, so dass es nach Bücher schließlich 338 Berufe in der Stadt gab, darunter allein 45 Schmiedeberufe. Etwa 240 bis 300 Einwohner gehörten dem geistlichen Stand an, der wegen seiner Steuerprivilegien nicht zum städtischen Vermögen beitrug. Etwa die Hälfte der Steuerpflichtigen besaß kein Vermögen über den damaligen Steuerfreibetrag hinaus – Ein Drittel der Wohnung, ein Pferd, eine Kuh, Hausrat, Kleider, zwei Silberbecher pro Familie sowie einen Jahresvorrat an Brotgetreide, Wein, Brennholz, Viehfutter und Stroh. Nur 13 Prozent besaßen ein Vermögen von mehr als 400 Gulden, darunter 1,7 Prozent mehr als 10.000 Gulden.

Frankfurt zählte im Spätmittelalter zu den mittelgroßen deutschen Städten, etwa vergleichbar mit Basel, Goslar, Mainz, Soest oder Ulm, aber deutlich kleiner als Großstädte wie Augsburg, Braunschweig, Köln, Metz, Nürnberg, Straßburg oder die großen Hansestädte Bremen, Hamburg, Lübeck, Lüneburg oder Rostock.

Neuzeit[Bearbeiten]

Um 1520 hatte Frankfurt am Main wieder rund 10.000 Einwohner,[4] bis 1605 verdoppelte sich diese Zahl auf 20.000 und bis 1810 noch einmal auf 40.000. Mit dem Beginn der Industrialisierung im 19. Jahrhundert beschleunigte sich das Bevölkerungswachstum. Lebten in der Stadt 1837 etwa 54.000 Menschen, so überschritt bereits 1875 die Einwohnerzahl der Stadt Frankfurt am Main die Grenze von 100.000.

1895 hatte die Stadt 230.000 Einwohner, bis 1925 verdoppelte sich diese Zahl auf 467.000. Die Eingemeindung der Stadt Hoechst am Main (31.439 Einwohner 1925) und weiterer Gemeinden am 1. April 1928 brachte einen Einwohnerzuwachs von 75.866. Die Bevölkerung der Stadt stieg von 475.000 auf 551.200.

Deutlich sichtbar sind die Auswirkungen des Zweiten Weltkrieges. Durch zahlreiche Luftangriffe wurden große Teile der Innenstadt zerstört. Am 22. März 1944 vernichtete ein britischer Angriff die gesamte gotische Altstadt Frankfurts, 1.001 Menschen verloren ihr Leben.

Von den über 30.000 Juden in Frankfurt vor 1933 (der zweitgrößten jüdischen Gemeinde Deutschlands) wurden bis 1945 etwa 12.000 ermordet, so gut wie alle anderen waren deportiert worden, vertrieben oder geflohen. Das jüdische Leben in der Stadt war völlig zerstört. Nach der Befreiung vom Nationalsozialismus durch die Alliierten gab es noch ca. 100 in Frankfurt verbliebene Juden.

Insgesamt starben während des Krieges durch Kampfhandlungen mehr als 4.800 Zivilisten und 12.700 Frankfurter Soldaten, die Hälfte der Wohngebäude (90.000) wurden zerstört. Durch Evakuierung, Flucht, Deportationen und Luftangriffe verlor die Stadt 35 Prozent ihrer Bewohner (195.727 Personen). Die Bevölkerungszahl sank von 554.000 im Jahre 1939 auf 358.000 im Dezember 1945. Im Jahre 1951 wurde der Vorkriegsstand wieder erreicht.

1963 erreichte die Bevölkerungszahl mit 691.257 ihren historischen Höchststand, sank dann bis 1986 auf 592.411 Personen. Am 31. Dezember 2008 betrug die Amtliche Einwohnerzahl nach Fortschreibung des Hessischen Statistischen Landesamtes 664.838. Seit 1986 ist das ein Anstieg um 12,2 Prozent (72.427 Personen).

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen von Frankfurt am Main nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1810 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der Stadtverwaltung (bis 1970) und des Statistischen Landesamtes (ab 1971). Die Angaben beziehen sich ab 1837 auf die „Zollabrechnungsbevölkerung“, ab 1871 auf die „Ortsanwesende Bevölkerung“, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1987 auf die „Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung“. Vor 1837 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.

Von 1387 bis 1900[Bearbeiten]

(jeweiliger Gebietsstand)

Jahr/Datum Einwohner
1387 9.600
1520 10.000
1605 20.000
1700 23.000
1750 32.000
1810 40.485
3. Dezember 1837 ¹ 54.037
3. Dezember 1840 ¹ 56.217
3. Dezember 1843 ¹ 56.348
3. Dezember 1846 ¹ 58.519
3. Dezember 1849 ¹ 59.366
3. Dezember 1852 ¹ 62.561
Datum Einwohner
3. Dezember 1855 ¹ 64.316
3. Dezember 1858 ¹ 68.049
3. Dezember 1861 ¹ 71.564
3. Dezember 1864 ¹ 78.221
3. Dezember 1867 ¹ 78.277
1. Dezember 1871 ¹ 91.040
1. Dezember 1875 ¹ 103.136
1. Dezember 1880 ¹ 136.831
1. Dezember 1885 ¹ 154.441
1. Dezember 1890 ¹ 180.020
2. Dezember 1895 ¹ 229.279
1. Dezember 1900 ¹ 288.989

¹ Volkszählungsergebnis

Von 1905 bis 1944[Bearbeiten]

(jeweiliger Gebietsstand)

Datum Einwohner
1. Dezember 1905 ¹ 334.978
1. Dezember 1910 ¹ 414.576
1. Dezember 1916 ¹ 395.663
5. Dezember 1917 ¹ 389.692
8. Oktober 1919 ¹ 433.002
31. Dezember 1919 458.400
31. Dezember 1920 466.900
31. Dezember 1921 475.700
31. Dezember 1922 477.700
31. Dezember 1923 471.600
31. Dezember 1924 472.300
16. Juni 1925 ¹ 467.520
31. Dezember 1925 473.500
31. Dezember 1926 472.900
31. Dezember 1927 475.000
Datum Einwohner
31. Dezember 1928 551.200
31. Dezember 1929 547.000
31. Dezember 1930 540.900
31. Dezember 1931 535.900
31. Dezember 1932 534.000
16. Juni 1933 ¹ 555.857
31. Dezember 1933 554.900
31. Dezember 1934 555.367
31. Dezember 1935 555.279
31. Dezember 1936 551.051
31. Dezember 1937 551.420
31. Dezember 1938 557.100
17. Mai 1939 ¹ 553.464
31. Dezember 1940 557.900

¹ Volkszählungsergebnis

Eine realitätsnähere Einschätzung der Bevölkerungsentwicklung im Zweiten Weltkrieg ergeben die Ergebnisse der Verbrauchergruppenstatistiken, die aus den Daten der Lebensmittelzuteilungen gewonnen wurden und 1953 vom Statistischen Bundesamt veröffentlicht wurden. Nach der Kleinen Verbrauchergruppenstatistik umfasste die versorgte Zivilbevölkerung in Frankfurt[5] Anfang Februar 1943 487.698 Personen (darunter 13.978 Gemeinschaftsverpflegte), Anfang Februar 1944 449.055 (darunter 30.772 Gemeinschaftsverpflegte), Mitte August 1944 nur noch 294.504 (davon 26.215 Gemeinschaftsverpflegte) und im Oktober/November 1944 297.289 Personen (darunter 32.734 Gemeinschaftsverpflegte).

Von 1945 bis 1970[Bearbeiten]

(jeweiliger Gebietsstand)

Datum Einwohner
31. Dezember 1945 357.737
29. Oktober 1946 ¹ 424.065
13. September 1950 ¹ 532.037
31. Dezember 1951 562.743
31. Dezember 1952 580.463
31. Dezember 1953 600.579
25. September 1956 ¹ 623.172
31. Dezember 1960 670.048
6. Juni 1961 ¹ 683.081
31. Dezember 1961 685.682
Datum Einwohner
31. Dezember 1962 688.896
31. Dezember 1963 691.257
31. Dezember 1964 689.724
31. Dezember 1965 689.288
31. Dezember 1966 683.707
31. Dezember 1967 667.457
31. Dezember 1968 665.405
31. Dezember 1969 665.791
27. Mai 1970 ¹ 669.635
31. Dezember 1970 669.751

¹ Volkszählungsergebnis

Quelle: Stadtverwaltung Frankfurt am Main

Ab 1971[Bearbeiten]

(jeweiliger Gebietsstand)

Datum Einwohner
31. Dezember 1971 657.776
31. Dezember 1972 666.990
31. Dezember 1973 663.422
31. Dezember 1974 652.037
31. Dezember 1975 636.157
31. Dezember 1976 626.251
31. Dezember 1977 632.565
31. Dezember 1978 631.007
31. Dezember 1979 628.203
31. Dezember 1980 629.375
31. Dezember 1981 625.352
31. Dezember 1982 620.186
31. Dezember 1983 610.244
31. Dezember 1984 599.634
31. Dezember 1985 595.348
Datum Einwohner
31. Dezember 1986 592.411
25. Mai 1987 ¹ 618.266
31. Dezember 1987 621.379
31. Dezember 1988 625.258
31. Dezember 1989 635.151
31. Dezember 1990 644.865
31. Dezember 1991 654.079
31. Dezember 1992 663.952
31. Dezember 1993 659.803
31. Dezember 1994 652.412
31. Dezember 1995 650.055
31. Dezember 1996 647.304
31. Dezember 1997 643.469
31. Dezember 1998 643.857
31. Dezember 1999 643.821
Datum Einwohner
31. Dezember 2000 646.550
31. Dezember 2001 641.076
31. Dezember 2002 643.726
31. Dezember 2003 643.432
31. Dezember 2004 646.889
31. Dezember 2005 651.899
31. Dezember 2006 652.610
31. Dezember 2007 659.021
31. Dezember 2008 664.838
31. Dezember 2009 671.927
31. Dezember 2010 679.664
9. Mai 2011¹ 667.925
31. Dezember 2011 676.533
31. Dezember 2012 687.775
30. September 2013 698 570

¹ Volkszählungsergebnis.

Quelle: Hessisches Statistisches Landesamt[6]

Anmerkung: Am 9. Mai 2011, dem Stichtag des Zensus 2011, lag die amtliche Einwohnerzahl um etwa 19.000 (2,7 %) unter der von der Stadt aufgrund der bisherigen Fortschreibung der Melderegister ermittelten Einwohnerzahl zum 30. April 2011. Nach dieser Fortschreibung, die auch Personen mit Nebenwohnsitz berücksichtigte und mit den Zensusergebnissen nicht mehr vergleichbar ist,[7] lag die Einwohnerzahl am 31. Dezember 2011 bei 698.035.[8] Der bisherige Höchststand von 1963 war damit übertroffen. Zum 30. Juni 2012 hatte Frankfurt nach der Fortschreibung erstmals in der Geschichte über 700.000 Einwohner.[9]

Bevölkerungsprognose[Bearbeiten]

Koordinierte Bevölkerungsvorausberechnung[Bearbeiten]

Im Rahmen der 12. Koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung des Statistischen Bundesamtes hat das statistische Landesamt im August 2010 regionalisierte Prognosedaten für alle hessischen Kreise und kreisfreien Städte veröffentlicht.[10] Darin wird folgende Bevölkerungsentwicklung für Frankfurt prognostiziert:

2010 2015 2020 2030
666.920 679.185 689.767 695.738

Das Durchschnittsalter der Frankfurter Bevölkerung soll bis 2030 auf 44,0 Jahre steigen.

Die für das Jahr 2030 im Rahmen der Koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung prognostizierte Einwohnerzahl von 695.000 ist laut Fortschreibung der Stadt bereits seit Ende September 2011 erreicht.[11]

Prognose der Stadtverwaltung[Bearbeiten]

Die im Dezember 2010 veröffentlichte Frankfurter Bevölkerungsvorausberechnung bis 2030 des Bürgeramtes Statistik und Wahlen basiert auf den Daten vom 31. Dezember 2009.[12] Danach wird die Frankfurter Bevölkerung bis 2020 auf etwa 725.000 Einwohner ansteigen und danach bis 2030 leicht auf etwa 723.000 sinken. Es wird von einer Verlängerung der durchschnittlichen Lebenserwartung um ein Jahr im Betrachtungszeitraum ausgegangen. Der Frauenüberschuss wird sich etwas verringern, der Ausländeranteil auf etwa 22 Prozent sinken.

Nach der städtischen Prognose wird die demographische Entwicklung in Frankfurt deutlich langsamer verlaufen als im Landes- oder Bundesdurchschnitt. Der Anteil der über 65-jährigen wird 2030 mit rund 17 % deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 29 % liegen. Die Altersgruppen der unter 25-jährigen, der 50- bis 65-jährigen und der über 75-jährigen werden gegenüber 2009 stark zunehmen, während die anderen Altersgruppen leichte Rückgänge verzeichnen.

Prognose der Bertelsmann-Stiftung[Bearbeiten]

Absolute Bevölkerungsentwicklung 2009–2030 – Prognose für Frankfurt am Main (Hauptwohnsitze). In diesem Zeitraum wird von einem Anstieg der Bevölkerung um 49.090 Einwohner oder 7,3 % ausgegangen.[13]

Datum Einwohner
31. Dezember 2009 671.050
31. Dezember 2015 697.440
31. Dezember 2020 712.230
31. Dezember 2025 719.640
31. Dezember 2030 720.140

Quelle: Bertelsmann-Stiftung

Bevölkerungsstruktur[Bearbeiten]

Seit dem Mikrozensus 2005 gibt es statistische Auswertungen über die Geburtsorte der Frankfurter Bevölkerung. Damals waren 35 % der Frankfurter Bürger auch in Frankfurt geboren, der Rest zugezogen. Unter den 221.000 gebürtigen Frankfurtern waren 88,2 % Deutsche, davon 11 % mit Hinweis auf einen Migrationshintergrund; 11,8 % hatten eine ausländische Staatsbürgerschaft.[14] Insgesamt hatten am 31. Dezember 2008 242.650 von 641.153 mit Hauptwohnsitz in Frankfurt gemeldeten Einwohnern einen Migrationshintergrund, das entspricht einem Bevölkerungsanteil von 37,9 %.[15] Nach einer Mitteilung des Statistischen Bundesamtes hat Frankfurt jedoch mit 39,5 %, bundesweit den zweithöchsten Anteil aller Großstädte – nach Stuttgart mit 40 % und vor Nürnberg mit 37 %.[16] Den höchsten Migrationsanteil hatte die Altersgruppe der 14- bis 18-Jährigen mit 49,7 %, den geringsten die über 85-Jährigen mit 5,3 %.

Bevölkerung Stand 30. September 2011[17]
Einwohner mit Hauptwohnsitz 695.624
davon männlich 342.555
weiblich 353.069
Deutsche 524.636
davon männlich 256.752
weiblich 267.884
Ausländer 170.988
davon männlich 85.803
weiblich 85.185
Ausländeranteil in Prozent 24,6

Ausländische Bevölkerung[Bearbeiten]

Die Tabelle zeigt die größten Gruppen der melderechtlich mit Hauptwohnsitz in Frankfurt am Main registrierten Ausländer.[18]

Rang Staat Bevölkerung
(31. Dezember 2010)
1. TurkeiTürkei Türkei 29.368
2. ItalienItalien Italien 13.261
3. KroatienKroatien Kroatien 11.413
4. PolenPolen Polen 10.188
5. SerbienSerbien Serbien 9.496
6. GriechenlandGriechenland Griechenland 5.895
7. MarokkoMarokko Marokko 5.687
8. Bosnien und HerzegowinaBosnien und Herzegowina Bosnien und Herzegowina 4.929
9. SpanienSpanien Spanien 4.518
10. RumänienRumänien Rumänien 3.622
11. PortugalPortugal Portugal 3.523
12. FrankreichFrankreich Frankreich 3.387
13. BulgarienBulgarien Bulgarien 3.364
14. IndienIndien Indien 2.782
15. Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten 2.753
16. JapanJapan Japan 2.631
17. OsterreichÖsterreich Österreich 2.546
18. Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich 2.546
19. RusslandRussland Russland 2.451
20. AfghanistanAfghanistan Afghanistan 2.285

Quelle: Stadt Frankfurt am Main

Altersstruktur[Bearbeiten]

Die folgende Übersicht zeigt die Altersstruktur vom 31. Dezember 2007 (Hauptwohnsitze).

Alter von/bis Einwohnerzahl Anteil in Prozent
0–5 37.984 5,7
6–14 47.276 7,2
15–64 459.940 69,9
über 65 113.821 17,3
Gesamt 659.021 100,0

Quelle: Hessisches Statistisches Landesamt

Die Frankfurter Bevölkerung hatte 2006 ein Durchschnittsalter von 42,0 Jahren, das Median-Alter lag bei 40,2 Jahren. Damit liegt Frankfurt deutlich unter dem Durchschnitt des Landes Hessen (Durchschnittsalter 42,5 Jahre, Medianalter 41,5 Jahre). Entsprechend der Bevölkerungsstruktur hat Frankfurt auch eine überdurchschnittlich hohe Zahl an Geburten. 2008 wurden 7.194 Kinder lebend geboren, das war der höchste Stand seit 1969. Seit dem Tiefstand von 1984 (4.995 Geburten) steigt die Geburtenzahl stetig an.

Aufgrund des verhältnismäßig niedrigen Durchschnittsalters und des Frauenüberschusses liegt die Frankfurter Fruchtbarkeitsziffer mit 47,4 deutlich über den entsprechenden Kennzahlen für Hessen (44,3) und Deutschland (42,8). Die Fruchtbarkeitsziffer gibt an, wie viele lebend Geborene pro Jahr auf 1.000 Frauen im gebärfähigen Alter zwischen 15 und 45 Jahren kommen.[19] Die Frankfurter Bevölkerungsstruktur hat sich seit der Jahrtausendwende damit deutlich verändert, bis 2002 lag Frankfurt immer unter dem deutschen und bis 2004 unter dem hessischen Mittelwert.

Frankfurt am Main gehört zu den wenigen hessischen Kommunen, die sowohl einen Geburtenüberschuss als auch einen positiven Wanderungssaldo aufweisen.[20]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Statistische Abtheilung des Frankfurter Vereins für Geographie und Statistik (Hrsg.): Beiträge zur Statistik der Freien Stadt Frankfurt. J. D. Sauerländer, Frankfurt 1866.
  • Kaiserliches Statistisches Amt (Hrsg.): Statistisches Jahrbuch für das Deutsche Reich. 1880–1918.
  • Statistisches Reichsamt (Hrsg.): Statistisches Jahrbuch für das Deutsche Reich. 1919–1941/42.
  • Deutscher Städtetag (Hrsg.): Statistisches Jahrbuch Deutscher Gemeinden. 1890 ff.
  • Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Statistisches Jahrbuch für die Bundesrepublik Deutschland. 1952 ff.
  • Bertelsmann Stiftung (Hrsg.): Wegweiser Demographischer Wandel 2020. Analysen und Handlungskonzepte für Städte und Gemeinden. Verlag Bertelsmann Stiftung, Gütersloh 2006, ISBN 3-89204-875-4.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Johann Friedrich Böhmer/Friedrich Lau (Hrsg.): Urkundenbuch der Reichsstadt Frankfurt. Codex diplomaticus Moeno-Francofurtanus. Band 1 (794–1313), Frankfurt am Main 2. Aufl. 1901, Nr. 50.
  2. Konrad Bund: Untersuchungen zu Chronologie, Quellenproblematik und Quellenwert der ältesten Memorialüberlieferungen des Frankfurter St. Bartholomäusstifts. In: Hessisches Jahrbuch für Landesgeschichte. 32 (1982), S. 19ff.
  3. Karl Bücher: Die Bevölkerung von Frankfurt am Main im XIV. und XV. Jahrhundert, Tübingen 1886.
  4. Alexander Dietz: Frankfurter Bürgerbuch: Geschichtliche Mittheilungen über 600 bekannte Frankfurter Familien aus der Zeit vor 1806. A. Osterrieth, Frankfurt am Main 1897, S. 186ff.
  5. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Statistische Berichte, Arb.-Nr. VIII/19/1, Die Zivilbevölkerung des Deutschen Reiches 1940–1945. Ergebnisse der Verbrauchergruppen-Statistik. Wiesbaden 1953, S. 30.
  6. Einwohnerzahlen hessischer Gemeinden beim Hessischen Statistischen Landesamt
  7. Statistik aktuell 09/2012 (PDF; 1,5 MB)
  8. Website der Stadt Frankfurt am Main, Bevölkerungsentwicklung, Statistik aktuell 11/2012
  9. Statistik aktuell 16/2012 (PDF; 84 kB)
  10. Regionalisierte Bevölkerungsvorausberechnung auf Basis der 12. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung
  11. Frankfurt am Main: Bevölkerung, abgerufen am 19. Mai 2012.
  12. Bevölkerungsprognose 2030, Statistik aktuell 26/2010 (PDF; 203 kB)
  13. Bertelsmann-Stiftung: Absolute Bevölkerungsentwicklung 2009–2030
  14. Frankfurter Statistik aktuell 35/2007 (PDF; 114 kB)
  15. Frankfurter Statistisches Jahrbuch 2009, S. 17. (PDF; 471 kB)
  16. Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 183 vom 4. Mai 2007. Siehe auch Bevölkerung nach Migrationsstatus regional - Ergebnisse des Mikrozensus - 2008
  17. Aktuelle Statistik 2011 (PDF; 86 kB)
  18. Quelle: Statistisches Jahrbuch Frankfurt am Main: Bevölkerung 2010 (PDF; 748 kB)
  19. Quelle: Frankfurt Statistik Aktuell, Geburtenentwicklung in Frankfurt am Main 2008 (PDF; 59 kB)
  20. Quelle: Statistik Hessen, Bevölkerungsstand und -vorgänge 2010

Weblinks[Bearbeiten]