Eisdorf (Bad Grund)

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51.762510.179166666667161Koordinaten: 51° 45′ 45″ N, 10° 10′ 45″ O

Eisdorf
Wappen von Eisdorf
Höhe: 161 m
Fläche: 10,56 km²
Einwohner: 1345 (30. Jun. 2013)[1]
Eingemeindung: 1. März 2013
Postleitzahl: 37539
Vorwahl: 05522
Eisdorf (Niedersachsen)
Eisdorf

Lage von Eisdorf in Niedersachsen

Eisdorf am Harz ist ein Ortsteil der Gemeinde Bad Grund (Harz) im Landkreis Osterode am Harz in Niedersachsen.

Geografie[Bearbeiten]

Eisdorf liegt jeweils etwas westlich des Oberharzes und Naturparks Harz. Es befindet sich am Rhume-Zufluss Söse, in die nordnordöstlich des Dorf die Markau mündet. Die nächstgelegene größere Stadt ist die Kreisstadt Osterode, deren Kernstadt etwa 5,5 km südöstlich liegt.

Geschichte[Bearbeiten]

953 wurde der Ort erstmals von König Otto I. urkundlich erwähnt. Nach dem Dreißigjährigen Krieg trieb der Räuber Hans Warnecke aus Eisdorf sein Unwesen im Harzvorland. Als Soldaten seine Familie nach der Schlacht bei Lutter töteten, griff er jeden Uniformierten an. Sein Unterschlupf war die Burgruine Lichtenstein. Der Sage nach wurde er in Osterode gefangen und zum Tode durch Vierteilung verurteilt.

Am 1. Juli 1972 wurde Willensen nach Eisdorf eingemeindet.[2] Am 1. März 2013 schlossen sich die Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde Bad Grund (Harz) zur neuen Gemeinde Bad Grund (Harz) zusammen. Im Zuge dieser Fusion wurde Willensen wieder ein eigenständiger Ortsteil.[3]

Erklärung des Ortsnamens[Bearbeiten]

Alte Bezeichnungen des Ortes sind 953 Agesthorp, 1244 Eysdorp, 1253 Eystorpe, 1255 Eistorp und 1284 Eistorp. Das Grundwort des Ortsnamens beruht auf dem niederdeutschen „-thorp, dorp“ für „Dorf, Siedlung“. Das Bestimmungswort, das sich von Ages- zu Eis- entwickelt hat, geht auf den Personennamen „Agi“ zurück. Der beruht auf dem germanischen „agis“ für „Schrecken“.[4]

Politik[Bearbeiten]

Ortsratswahl[5]
Wahlbeteiligung: 60.12 %
 %
70
60
50
40
30
20
10
0
61,17 %
38,83 %

Ortsrat[Bearbeiten]

Der Ortsrat setzt sich aus sieben Ratsfrauen und Ratsherren zusammen.

(Stand: Kommunalwahl am 20. Januar 2013)

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Museen[Bearbeiten]

  • Heimatgeschichte und Heimatstube Eisdorf

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Eisdorf ist über die Kreisstraße 31 mit der Bundesstraße 241, Osterode am Harz nach Northeim und mit der Bundesstraße 243, die von Osterode am Harz nach Bad Gandersheim führt verbunden. Von 1898 bis 1967 hielten hier die Züge der schmalspurigen Bahnstrecke Osterode–Kreiensen.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Nieders. Landesverwaltungsamt -Statistik
  2.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 215.
  3. http://www.eisdorf.de/nachrichten/gemeinde/1041-eisdorf
  4. Der Ortsnamenforscher auf NDR 1 Niedersachsen, Recherche Jürgen Udolph
  5. http://wahlen.kds.de/2013grg/Daten/156401_000041/0001564010000.html

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Eisdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien