Eisen(III)-fluorid

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Kristallstruktur
Strukturformel von Eisen(III)-fluorid
__ Fe3+     __ F
Allgemeines
Name Eisen(III)-fluorid
Andere Namen

Eisentrifluorid

Verhältnisformel FeF3
CAS-Nummer 7783-50-8
PubChem 24552
Kurzbeschreibung

hellgrüner Feststoff[1]

Eigenschaften
Molare Masse 112,85 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Dichte

3,52 g·cm−3[1]

Schmelzpunkt

1030 °C[1]

Löslichkeit
  • sehr schwer löslich in Wasser[1] (0,91 g·l−1 bei 25 °C)[2]
  • leicht löslich in verdünnter Flusssäure[2]
  • unlöslich in Alkohol, Äther und Benzol.[2]
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [3]
05 – Ätzend 07 – Achtung

Gefahr

H- und P-Sätze H: 302​‐​312​‐​314​‐​332
P: 280​‐​305+351+338​‐​310 [3]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [4][1]
Ätzend
Ätzend
(C)
R- und S-Sätze R: 34
S: 25​‐​36/37/39​‐​45
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Eisen(III)-fluorid ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Eisenverbindungen und Fluoride.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]

Eisen(III)-fluorid kann durch Reaktion von wasserfreiem Eisen(III)-chlorid mit Fluorwasserstoff gewonnen werden.[2]

\mathrm{FeCl_3 + 3 \ HF \longrightarrow FeF_3 + 3 \ HCl}

Eigenschaften[Bearbeiten]

Eisen(III)-fluorid ist ein hellgrüner Feststoff, der in Wasser sehr schwer löslich ist.[1] Es kristallisiert in einer trigonalen Struktur (VF3-Typ, Raumgruppe R3c).[5]. Außerdem existiert eine Form von Eisen(III)-fluorid, die in einer Variante der Pyrochlor-Struktur (Raumgruppe Fd3m) kristallisiert[6].

Verwendung[Bearbeiten]

Eisen(III)-fluorid wird hauptsächlich bei der Produktion von Keramik verwendet.[7]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f g Eintrag zu CAS-Nr. 7783-50-8 in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 25. Januar 2012 (JavaScript erforderlich).
  2. a b c d  Georg Brauer: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie, Band 1, Seite 275. 1975, ISBN 3-432-02328-6.
  3. a b Datenblatt Iron(III) fluoride, 98 % bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 25. Januar 2012 (PDF).
  4. Seit dem 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Gemischen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.
  5. H. Sowa, H. Ahsbahs: Pressure-Induced Octahedron Strain in VF3-Type Compounds. In: Acta Crystallographica, 1998, B54, S. 578–584 (doi:10.1107/S0108768198001207.
  6. R. de Paper, G. Ferey: A new form of FeF3 with the pyrochlore structure: Soft chemistry synthesis, crystal structure, thermal transitions ans structural correlations with the other forms of FeF3. In: Materials Research Bulletin, 1986, 21, S. 971–978.
  7. Ferric Fluoride., CAMEO Chemicals. National Oceanic and Atmospheric Administration. Web. 7 Apr. 2010.