Eisenbach (Hochschwarzwald)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Eisenbach (Hochschwarzwald)
Eisenbach (Hochschwarzwald)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Eisenbach (Hochschwarzwald) hervorgehoben
47.9638888888898.2719444444444944Koordinaten: 47° 58′ N, 8° 16′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Freiburg
Landkreis: Breisgau-Hochschwarzwald
Höhe: 944 m ü. NHN
Fläche: 28,78 km²
Einwohner: 2105 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 73 Einwohner je km²
Postleitzahl: 79871
Vorwahl: 07657
Kfz-Kennzeichen: FR
Gemeindeschlüssel: 08 3 15 031
Gemeindegliederung: 4 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Bei der Kirche 1
79871 Eisenbach
Webpräsenz: www.eisenbach.de
Bürgermeister: Alexander Kuckes
Lage der Gemeinde Eisenbach (Hochschwarzwald) im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald
Frankreich Landkreis Waldshut Landkreis Lörrach Freiburg im Breisgau Landkreis Emmendingen Schwarzwald-Baar-Kreis Landkreis Rottweil Au (Breisgau) Auggen Bad Krozingen Badenweiler Ballrechten-Dottingen Bötzingen Bollschweil Breisach am Rhein Breitnau Buchenbach Buggingen Ebringen Ehrenkirchen Eichstetten am Kaiserstuhl Eisenbach (Hochschwarzwald) Eschbach (Markgräflerland) Feldberg (Schwarzwald) Friedenweiler Glottertal Gottenheim Gundelfingen (Breisgau) Hartheim Heitersheim Heitersheim Heuweiler Hinterzarten Horben Ihringen Kirchzarten Lenzkirch Löffingen March (Breisgau) Merdingen Merzhausen Müllheim (Baden) Müllheim (Baden) Münstertal/Schwarzwald Neuenburg am Rhein Neuenburg am Rhein Oberried (Breisgau) Pfaffenweiler St. Peter (Hochschwarzwald) St. Märgen Schallstadt Schluchsee (Gemeinde) Sölden (Schwarzwald) Staufen im Breisgau Stegen Sulzburg Titisee-Neustadt Umkirch Vogtsburg im Kaiserstuhl Wittnau (Breisgau)Karte
Über dieses Bild

Eisenbach (Hochschwarzwald) ist ein Luftkurort im Osten des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald in Baden-Württemberg.

Geografie[Bearbeiten]

Die Gemarkung der Gemeinde liegt auf einer Höhe zwischen 800 und 1130 m ü. NN. im Bregtal, einem der Quellgebiete der Donau.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die Gemeinde Eisenbach (Hochschwarzwald) besteht aus den ehemals selbstständigen Gemeinden Bubenbach, Eisenbach, Oberbränd und Schollach. Zur ehemaligen Gemeinde Bubenbach gehören das Dorf Bubenbach und die Wohnplätze Kreuzdobel (Josengäßle), Rappenloch, Schwarzkreuzwirtshaus und Steingremmen. Die ehemaligen Gemeinden Eisenbach und Oberbränd bestehen nur aus den Dörfern gleichen Namens. Zur ehemaligen Gemeinde Schollach gehören der Weiler Mittelschollach, die Zinken Felsental-Blessinghof, Hinterschollach, Süßenbach und Unterschollach.[2] Im Gebiet der ehemaligen Gemeinde Schollach ist eine Ortschaft im Sinne der baden-württembergischen Gemeindeordnung mit eigenem Ortschaftsrat und Ortsvorsteher als dessen Vorsitzender eingerichtet.

Wappen der Gemeindeteile

Geschichte[Bearbeiten]

Eisenbach verdankt seinen Namen dem Brauneisenstein, der von 1478 mit Unterbrechungen bis 1942 hier abgebaut wurde. Im 18. Jahrhundert kam das Handwerk der Uhrmacherei auf, das sich im 19. Jahrhundert zu einer wichtigen Industrie der Eisenbacher Ortschaften entwickelte. Heute hat sich daraus eine Industrie für Feinmechanik, Präzisionsdrehteile, Getriebe und Armaturen entwickelt.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. November 1972 schlossen sich die ehemaligen Gemeinden Eisenbach, Bubenbach und Oberbränd zur neuen Gemeinde Eisenbach zusammen. Die Gemeinde Schollach wurde am 1. Januar 1975 eingemeindet und die Gemeinde in Eisenbach (Hochschwarzwald) umbenannt.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Die Kommunalwahl vom 7. Juni 2009 wurde vom Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald für ungültig erklärt. Die erforderliche Neuwahl vom 4. Oktober 2009 führte bei einer Wahlbeteiligung von 58,2 % ( - 5,4) zu folgendem Ergebnis:

Freie Wählervereinigung 55,3 % 8 Sitze
Freie Bürgerliste 44,7 % 6 Sitze

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Musikautomat von Karl Morat aus Eisenbach im Deutschen Uhrenmuseum Furtwangen

In Eisenbach war traditionell die Uhrmacherei stark vertreten. Auf die einstige Bedeutung dieses Gewerbes verweist die Lage Eisenbachs an der Deutschen Uhrenstraße und auch die jährlich abgehaltene Internationale Antik-Uhrenbörse.

Die Uhrenherstellung als feinmechanisches Gewerbe setzt sich heute fort in einem Cluster aus 13 Industriebetrieben und zahlreichen kleineren Unternehmen, die Zahnräder, Präzisionsdrehteile, Getriebe und Armaturen produzieren (1400 Beschäftigte, davon 950 Einpendler). Der Beschäftigungsgrad im teils mehrschichtig arbeitenden produzierenden Gewerbe (mit einem Anteil von über 95 % der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten) ist für den stark touristisch geprägten Schwarzwald ungewöhnlich. Im August 2012 gab es 24 Arbeitslose in Eisenbach.[3]

Der Tourismus spielt in der als Luftkurort anerkannten Gemeinde ebenfalls eine wirtschaftliche Rolle (2007: 700 Gästebetten, 40.000 Übernachtungen jährlich).

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Heimatstube der Wolfwinkelhalle mit antiken Uhren und einer Mineralien- und Vogelsammlung[4]
  • Weltzeituhr (1865) von Johann Baptist Beha im Hotel Bad

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band IV: Regierungsbezirk Freiburg Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-007174-2. S. 174–176
  3. http://www.dradio.de/dlf/vorschau/#anc1410 Zugriff 30. August 2012
  4. hochschwarzwald.de: Heimatstube Eisenbach, Zugriff am 27. Februar 2011

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Eisenbach (Hochschwarzwald) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien