Eisenbahnunfall von Vaibhavwadi

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Bei dem Eisenbahnunfall von Vaibhavwadi entgleiste am 22. Juni 2003[1] ein Zug zwischen den Bahnhöfen Rajapur und Vaibhavwadi im indischen Bundesstaat Maharashtra. Dabei starben 51 Menschen.

Ausgangslage[Bearbeiten]

Ein Sonderzug der Konkan Railway Corporation mit Ferienreisenden war auf einer Bahnstrecke Goa–Mumbai der Central Railway von Karwar nach Mumbai unterwegs. Durch starken Monsunregen und Dunkelheit war die Sicht extrem schlecht.[2] Bei Vaibhavwadi durchfuhr der Zug einen Tunnel, der in unwegsamem Gelände in einen Geländeeinschnitt mündete. Hier hatte sich nach den schweren Regenfällen ein Erdrutsch ereignet: Felsen und Erde waren auf die Bahnstrecke gestürzt,[3] was bis dahin nicht bemerkt worden war.

Unfallhergang[Bearbeiten]

Gegen 22:30 h fuhr die Lokomotive des Zuges mit erheblicher Geschwindigkeit auf die Gesteinsbrocken auf und wurde aus dem Gleis geschleudert, ebenso die ersten drei Wagen des Zuges. Das geschah so heftig, dass die Fahrzeuge zerstört wurden. Der letzte Wagen des Zuges verkeilte sich im Tunnel.[4]

Folgen[Bearbeiten]

51 Menschen kamen bei dem Unfall ums Leben, über 100 wurden verletzt, 60 davon schwer.[5]

Die Gegend, in der der Unfall geschah, war so abgelegen, dass es keine Anwohner gab, die den Unfall bemerkten. So dauerte es Stunden, bevor Erste Hilfe von außerhalb zur Verfügung stand. Die Unfallstelle war wegen der schlechten Straßenverhältnisse auch von den 150 abgeordneten Soldaten der Armee[6] und mit Rettungsfahrzeugen nur schwer zu erreichen. Auch Rettungszüge konnten zunächst wegen der Gefahr weiterer Erdrutsche nicht eingesetzt werden. So dauerte es bis in die Morgenstunden, bevor alle Opfer aus dem verunglückten Zug geborgen waren. Diese Umstände trugen erheblich zu der hohen Zahl der Toten bei. Auf den havarierten Zug rutschten weitere Teile der Böschung nach.[7]

Weblinks[Bearbeiten]

Anmerkungen und Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Die Angaben zum genauen Datum des Unfalls reichen vom 22. bis zum 24. Juni: 22. Juni: „Our Correspondent“:Konkan crash; 23. Juni: englischsprachige Wikipedia; 24. Juni: NN: India train crash: timeline of deadly railway accidents. In: The Telegraph v. 19. Juli 2010; NN: On train accidents in India.
  2. „Our Correspondent“:Konkan crash.
  3. „Our Correspondent“:Konkan crash.
  4. „Our Correspondent“:Konkan crash.
  5. Press Trust of India: Toll rises.
  6. Press Trust of India: Toll rises.
  7. „Our Correspondent“:Konkan crash.

16.54011473.681526Koordinaten: 16° 32′ 24″ N, 73° 40′ 53″ O