Eisengluconat

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Strukturformel
Strukturformel von Eisengluconat
Allgemeines
Name Eisengluconat
Andere Namen
  • Eisen(II)-gluconat-Dihydrat
  • E 579
Summenformel C12H22FeO14 · 2H2O
CAS-Nummer 22830-45-1
Kurzbeschreibung

grünliche Farbe, süßlicher Geruch [1]

Eigenschaften
Molare Masse 482,18 g·mol−1 [1]
Aggregatzustand

fest

Schmelzpunkt

~ 140 °C [1]

Löslichkeit

gut in Wasser (~ 250 g·l−1 bei 20 °C)[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
keine GHS-Piktogramme
H- und P-Sätze H: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze [1]
Toxikologische Daten

4500 mg·kg−1 (LD50Ratteoral, Dihydrat)[1]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Eisengluconat (Eisen(II)-gluconat) ist ein Salz der Gluconsäure.

Es wird in der Lebensmittelindustrie als so genannter Lebensmittelzusatzstoff aus der Gruppe der Stabilisatoren zum Schwärzen von Oliven verwendet. Künstlich geschwärzte Oliven erkennt man daran, dass der Olivenkern noch grünlich, das Fleisch der Olive hingegen schwarz ist. Durch Zugabe von Eisengluconat kommt es in Lebensmitteln zu einem Oxidationsvorgang und zu einer Verfärbung. Es ist in der EU als Lebensmittelzusatzstoff der Bezeichnung E 579 ausschließlich für Oliven zugelassen.[2]

Eisengluconat wird in der Pharmazie beispielsweise als Säureregulator oder zur Steigerung der Eisenwerte verwendet. Der Stoff ist Bestandteil von Arzneimitteln und Diätetika, um den Eisenblutspiegel zu erhöhen. Der Wirkstoff gilt als unbedenklich; bisher wurden keine schädlichen Nebenwirkungen von Eisengluconat festgestellt. Eisengluconat kann reversible Verfärbungen der Zähne hervorrufen.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f g h Datenblatt Eisen(II)-gluconat-Dihydrat (PDF) bei Merck, abgerufen am 19. Januar 2011.
  2. ZZulV: Verordnung über die Zulassung von Zusatzstoffen zu Lebensmitteln zu technologischen Zwecken.