Eishockey-Bayernliga

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Bayernliga
Voller Name Bayernliga
Aktuelle Saison 2014/15
Sportart Eishockey
Abkürzung BYL
Verband BEV
Ligagründung 1976
Mannschaften 13
Land/Länder Bayern
Titelträger EV Lindau
Rekordmeister ERV Schweinfurt (3)
Website bayernliga.com
Eishockey-Oberliga

Die Bayernliga ist im Eishockey die höchste Amateurspielklasse Bayerns. Aktuell spielen 13 Mannschaften um den Titel „Bayerischer Meister“ und den Aufstieg in die Oberliga. Ausrichter ist der Bayerische Eissportverband (BEV). Bayerische Eishockey Liga (BEL) ist eine Bezeichnung, die seit 2003 zusätzlich auf Anregung der Fans inoffiziell verwendet wird. Deutschlandweit ist die Bayernliga derzeit die vierthöchste Spielklasse. Unterbau der Bayernliga ist die Landesliga.

Saison 2015/16[Bearbeiten]

Zur Saison 2015/16 haben sich derzeit 14 Mannschaften sportlich qualifiziert: Die aktuellen Teilnehmer sind:

Evtl. kann sich das Teilnehmerfeld noch ändern, sollte

Saison 2014/15[Bearbeiten]

Zur Saison 2014/15 war die Reduzierung von 16 auf 14 Mannschaften vorgesehen.[1]. Die vorgesehene Anzahl von 14 Mannschaften wurde aber nicht erreicht.

Teilnehmer der Bayernliga 2014/15

Die aktuellen Teilnehmer waren:[2]

Spielmodus[Bearbeiten]

Im Gegensatz zur Saison 2013/14 wurde der Modus zur Saison 2014/15 erneut angepasst, nachdem nur 13 statt der vorgesehenen 14 Mannschaften daran teilnahmen: Nachdem alle Mannschaften in der Vorrunde eine Doppelrunde absolvierten, wurden

  • die Mannschaften auf Platz 1 bis 5 in die Zwischenrunde A,
  • die Mannschaften auf Platz 6, 9, 10 und 13 in die Zwischenrunde B und
  • die Mannschaften auf Platz 7, 8, 11 und 12 in die Zwischenrunde C

eingeteilt, wo erneut eine Einfachrunde ausgespielt wurde. Die Mannschaften der Zwischenrunde A und die Sieger der Zwischenrunde B und C qualifizierten sich direkt für die Meisterschaftsplayoffs, während die Mannschaften auf Platz 2 der Gruppe B und der Gruppe C in einer Qualifikationsrunde im Modus „Best of Three“ den letzten Teilnehmer daran ausspielten – für die Verlierermannschaften war die Saison beendet. Die Mannschaften auf Platz 3 und 4 der Zwischenrunde B und C nehmen an Abstiegsplaydowns" teil.

Der Sieger der Meisterschaftsplayoffs, die

  • im Viertelfinale im Modus „Best of Five“
  • im Halbfinale im Modus „Best of Three“
  • im Finale im Modus „Best of Five“

ausgetragen wurde, ist als Meister berechtigt an den Aufstiegsspielen zur Oberliga Süd teilzunehmen – falls dieser nicht zugelassen wird, ist der Vizemeister dazu berechtigt.

In den Abstiegsplaydowns spielten

  • in der ersten Runde die Mannschaften auf Platz 3 überkreuz gegen die Mannschaften auf Platz 4 nach dem Modus „Best of Three“, wo bei sich die Sieger für die Bayernliga 2015/16 sportlich qualifizierten;
  • in der zweiten Runde spielten die Verlierer aus der ersten Runde nach dem Modus „Best of Three“" gegeneinander, wobei der Sieger sich für die Bayernliga 2015/16 sportlich qualifizierte und der Verlierer an der Relegation mit der Landesliga" teilnahm.

In der Relegation mit der Landesliga spielte der Verlierer der Abstiegsplayoffs gegen den 2. der Landesligameisterschaft im Playoff-Modus „Best of Three“ um die sportliche Qualifikation für die Bayernliga 2015/16.

Frühere Spielmodi[Bearbeiten]

Im Gegensatz zur Saison 2012/13 wird die Saison 2013/14 wieder mit 16 Mannschaften, welche in der Vorrunde eine Einfachrunde auspielten. Anschließend spielten die besten acht Mannschaften in einer Zwischenrunde, aufgeteilt in zwei Gruppen zu vier Mannschaften, die Halbfinalteilnehmer für die Meisterschaftsplayoffs aus. Dabei spielten nach Ende der Zwischenrunde im Halbfinale die jeweils beiden Bestplatzierten über Kreuz, d. h. der Erste der Gruppe A traf auf den Zweiten der Gruppe B und umgekehrt. Das Halbfinale wurde im Modus Best-of-Three ausgetragen. Die beiden Finalisten trugen das Finale um die Bayerische Meisterschaft im Modus Best of Five aus. Die beiden unterlegenen Mannschaften ermittelten im Spiel um Platz 3 im Modus Best of Three den Drittplatzierten aus. Im Falle einer Nichtbewerbung oder einer Nichtlizenzierung des Meisters konnte sich der Vizemeister für die Aufstiegsspiele bewerben. [3]

Die Mannschaften auf den Plätzen 9 bis 16 spielten ebenfalls in zwei Gruppen zu vier Mannschaften eine Zwischenrunde aus. Während die jeweiligen Gruppenletzten sportlich in die Landesliga abstiegen, spielten die beiden vorletzten im Playoffmodus „Best of Five“ die Endplatzierungen 13 und 14 aus.

In der Saison 2012/13 wurde die Bayernliga mit 15 statt 16 Mannschaften begonnen. Nach dem Rückzug der Mannschaft von ESV Königsbrunn im Dezember 2012 spielten 14 Mannschaften die Runde zu Ende. Anschließend spielten die ersten 10 Mannschaften in zwei Gruppen zu fünf Mannschaften eine Zwischenrunde auf. Die beiden bestplatzierten beider Gruppen spielten anschließend die Meisterschaftsplayoffs aus. Die letzten vier Mannschaften nach der Vorrunde spielten die Abstiegsrunde aus, nach der die letztplatzierte Mannschaft zusätzlich zur zurückgezogenen Mannschaften von ESV Königsbrunn sportlich in die Landesliga abstieg.

Seit 2003/04 startet die Bayernliga eingleisig mit 16 Mannschaften. Zuvor wurde die Liga zwei Jahre lang in eine Gruppe Ost und eine Gruppe West mit je acht Mannschaften aufgeteilt. Entgegen der öffentlichen Wahrnehmung wurde die Bayernliga auf längere Sicht gesehen jedoch nicht vergrößert, sondern verkleinert. Zwar gab es 1999/2000 eine Liga mit nur 14 Teams, Anfang bis Mitte der 1990er Jahre hingegen nahmen bis zu 21 Mannschaften, aufgeteilt in zwei Gruppen, an der Bayernliga teil. Die Modi wechselten sich je nach Größe der Liga immer wieder ab. Seit 2003 ist der Modus zum größten Teil gleichbleibend. Von 2003/04 bis 2007/08 spielten die ersten acht Teams nach der Hauptrunde Play-Offs im Modus Best-of-Three. Seit 2008/09 ist, wie beschrieben, eine zusätzliche Ausscheidungsrunde zwischengeschaltet.

Auch bezüglich des Auf- und Abstiegs gab es, vor allem wegen starker struktureller Schwankungen in höherklassigeren Ligen, immer wieder Änderungen vor allem bei der Anzahl der Auf- oder Absteiger. So kam es dazu, dass in den Spielzeiten 2007/08 und 2008/09 alle aufstiegsberechtigten Mannschaften einen Aufstieg in die Oberliga ablehnten. Zum Teil aufgrund eigener Strukturen – etwa weil der Spielbetrieb im Profibereich nicht realisierbar erschien -, aber auch aufgrund der undurchsichtigen Strukturen und Schwankungen im von der ESBG organisierten Profibereich. Die unterschiedlichen Ligastärken und Nachrückerregelungen führten auch dazu, dass es zwischen 2004/05 (Höchstadter EC) und 2008/09 (TEV Miesbach) keinen Absteiger aus der Oberliga in die Bayernliga gab.

Zur Saison 2008/09 wurde das Zwei-Punkte-System vom Drei-Punkte-System abgelöst.

Zur Saison 2010/11 wurden das bislang gültige 2-Mann-Schiedsrichter-System für die Durchführung der Spiele durch das 3-Mann-Schiedsrichter-System abgelöst.

Zur Saison 2011/12 wurde die Abstiegsplayoffs vom Modus „Best of Three“ auf „Best of Five“ umgestellt.

Zur Saison 2012/13 wurde für Mannschaften, die an einer Abstiegsrunde teilnehmen und nach einem sportlichen Abstieg anschließend nicht wieder in die Liga nachrücken wollen, eingeführt, dass sie bis zum Beginn der Abstiegsrunde eine entsprechende schriftliche Erklärung abgegeben haben müssen. Für andere Mannschaften, die abstiegen, muss die entsprechende Erklärung bis spätestens 10 Tage nach Ende der Spielrunde abgegeben werden.

Meister der Bayernliga[Bearbeiten]

Für die Bayerischen Meister vor 1976 siehe Eishockey-Landesliga Bayern.

1976 – EV Pegnitz
1977 – TSV Königsbrunn
1978 – TSV Farchant
1979 – EA Schongau
1980 – SV Bayreuth
1981 – SC Reichersbeuern
1982 – ERSC Amberg
1983 – ESV Burgau
1984 – EV Dingolfing
1985 – EC Hedos München
1986 – EV Bad Wörishofen
1987 – EV Pegnitz
1988 – VfL Waldkraiburg
1989 – EHC Bad Reichenhall

1990 – ERV Schweinfurt
1991 – EV Bad Wörishofen
1992 – ETC Crimmitschau
1993 – EC Pfaffenhofen
1994 – ESC Dorfen
1995 – Wanderers Germering
1996 – ESC Dorfen
1997 – ESV Bayreuth
1998 – ESC München
1999 – EHC Memmingen
2000 – Augsburger EV
2001 – Höchstadter EC
2002 – EA Schongau
2003 – HC München 98

2004 – Starbulls Rosenheim
2005 – EV Landsberg 2000
2006 – Höchstadter EC
2007 – EHF Passau Black Hawks
2008 – EHC Waldkraiburg
2009 – ERV Schweinfurt
2010 – TEV Miesbach
2011 – ERC Sonthofen
2012 – ERV Schweinfurt
2013 – EHC Bayreuth
2014 – ERC Sonthofen
2015 – EV Lindau

Natureis-Bayernliga[Bearbeiten]

In den 1980ern Jahren organisierte der BEV für Vereine, die nur über ein Natureis-Stadion verfügten, die Natureis-Bayernliga. In der regulären Bayernliga, als Kunsteis-Bayernliga bezeichnet, war ein Kunsteisstadion Pflicht. Ein Aufstieg aus der Natureis-Bayernliga in die Ligen des DEB war nicht möglich. Zeitweise bestand auch eine Natureis-Landesliga als Unterbau der Bayernliga.

1975/76 ESV Türkheim
1977/78 TV Lindenberg
1978/79 SC Reichersbeuern
1979/80 ESV Bayersoien
1980/81 SV Apfeldorf
1984/85 ESV Bayersoien
1985/86 SC Gaißach
1986/87 MTV Dießen

Ewige Tabelle der BEL (2003–2015)[Bearbeiten]

(Die Punkte für die Saisonen 2003-2008 sind nach der 3-Punkte-Regel umgerechnet)

Platz Team Spzt Sp S U N Tore Diff Punkte P/Sp
1 ERC Sonthofen 11 326 184 23 119 1421:1065 356 581 1,78
2 EHC Waldkraiburg 11 320 187 9 124 1432:1059 373 568 1,78
3 EC Pfaffenhofen 12 350 175 13 162 1506:1425 81 540 1,54
4 TSV Peißenberg 11 320 173 15 132 1320:1154 166 537 1,68
5 ECDC Memmingen 10 290 159 16 115 1210: 998 212 498 1,72
6 ESC Dorfen 12 350 154 25 171 1334:1380 -46 485 1,39
7 Höchstadter EC 9 260 144 11 105 1129: 994 135 437 1,68
8 TSV Erding 7 210 126 19 65 911: 677 234 391 1,86
9 ERV Schweinfurt 6 180 118 10 52 880: 599 281 348 1,93
10 TEV Miesbach 6 170 110 60 710: 490 220 326 1,92
11 ESV Buchloe 7 200 106 94 751: 703 48 318 1,59
12 ESV Königsbrunn* 8 240 91 24 125 831:1002 -171 292 1,22
13 Wanderers Germering 9 260 78 13 169 818:1153 -335 256 0,98
14 EHC Bayreuth 4 116 83 33 557: 342 215 250 2,16
15 EV Lindau 5 140 64 76 526: 503 23 202 1,44
16 TuS Geretsried* 3 90 50 9 31 384: 282 102 159 1,77
17 VER Selb 3 90 50 4 36 419: 329 90 156 1,73
18 EV Landsberg 2000* 2 60 49 6 5 364: 146 218 153 2,55
19 SVG Burgkirchen* 4 120 43 12 65 457: 615 -158 141 1,18
20 EA Schongau 4 120 37 15 68 362: 501 -139 129 1,08
21 EHC 80 Nürnberg 6 170 38 5 127 446: 941 -495 118 0,69
22 1.EV Weiden 2 60 37 23 282: 217 65 111 1,85
23 EV Fürstenfeldbruck 4 120 34 9 77 378: 550 -172 111 0,93
24 Deggendorfer SC 2 60 32 13 15 244: 198 46 109 1,82
25 EV Pegnitz 3 90 31 16 43 364: 405 -41 109 1,21
26 EV Moosburg 3 80 36 44 320: 364 -44 109 1,36
27 EV Dingolfing 4 120 32 5 83 368: 643 -275 106 0,88
28 Starbulls Rosenheim 1 30 26 1 3 200: 65 135 79 2,63
29 EHF Passau 1 30 22 3 5 137: 60 77 69 2,30
30 Augsburger EV* 2 60 17 5 38 216: 279 -63 56 0,93
31 EV Regensburg 1 30 18 12 121: 86 35 52 1,73
32 EV Pfronten 4 120 15 6 99 302: 717 -415 51 0,43
33 EC Ulm/Neu Ulm 2000* 2 60 13 6 41 128: 250 -122 45 0,75
34 EHC Mitterteich 1 30 14 16 121: 131 -10 44 1,47
35 ERSC Ottobrunn 2 60 11 8 41 150: 312 -162 41 0,68
36 HC Landsberg 1 24 11 13 82: 100 -18 30 1,25
37 ERC Lechbruck 1 30 6 4 20 91: 165 -74 22 0,73
38 TSV Trostberg 1 30 4 1 25 88: 196 -108 13 0,43
39 ERC Regen 1 30 3 27 59: 190 -131 10 0,33
40 ESC Hassfurt 1 30 4 26 71: 204 -133 9 0,30
*) Vereinsteam aufgelöst

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. bev-online.de, PDF 13. November 2013 (aufgerufen 8. Februar 2014)
  2. [1]
  3. BEV-Eissport.de Durchführungsbestimmungen 2.1 (PDF; 967 kB)
    DEB-SpO DEB-Spielordnung: Artikel 31, Artikel 32 (PDF; 528 kB)

Weblinks[Bearbeiten]