Eisingen (Bayern)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Eisingen
Eisingen (Bayern)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Eisingen hervorgehoben
49.7588888888899.8286111111111327Koordinaten: 49° 46′ N, 9° 50′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Würzburg
Höhe: 327 m ü. NHN
Fläche: 5,32 km²
Einwohner: 3397 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 639 Einwohner je km²
Postleitzahl: 97249
Vorwahl: 09306
Kfz-Kennzeichen: WÜ, OCH
Gemeindeschlüssel: 09 6 79 126
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Pfarrer-Henninger-Weg 10
97249 Eisingen
Webpräsenz: www.eisingen.de
Bürgermeisterin: Ursula Engert (Unabhängige Bürger)
Lage der Gemeinde Eisingen im Landkreis Würzburg
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Über dieses Bild

Eisingen ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Würzburg.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Eisingen liegt in der Planungsregion Würzburg.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Eisingen gliedert sich in zwei Ortsteile[2]:

Es gibt nur die Gemarkung Eisingen.

Geschichte[Bearbeiten]

Eine fränkische Siedlung ist in die erste Hälfte des 7. Jahrhunderts zu datieren. Seit 1164 hatte das Kloster Oberzell Besitz in Eisingen, ihm oblag auch bis in die Neuzeit die seelsorgerische Betreuung des Ortes. Um 1500 besaß das Ritterstift (bis 1464 Benediktinerkloster) St. Burkard in Würzburg die Dorfherrschaft und gut die Hälfte der Grundherrschaft. Weitere Grundherren waren das Klarissenkloster St. Agnes (in dessen Besitz später die Jesuiten und dann die Universität Würzburg traten), das Kloster Himmelspforten, das Stift Neumünster und das Hofkammerzinsamt, letzteres wohl als Rechtsnachfolger der ehemals burkardinischen Propstei Frauenberg. Als Teil des Hochstiftes Würzburg wurde Eisingen 1803 zugunsten Bayerns säkularisiert, dann im Frieden von Preßburg (1805) an Erzherzog Ferdinand von Toskana zur Bildung des Großherzogtums, mit welchem es 1814 endgültig an Bayern zurückfiel. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • 1970: 1496 Einwohner
  • 1987: 2492 Einwohner
  • 2000: 3561 Einwohner
  • 2007: 3647 Einwohner
  • 2012: 3427 Einwohner

Politik[Bearbeiten]

1. Bürgermeisterin ist Ursula Engert (Unabhängige Bürger Eisingen - UBE). Das Amt des zweiten Bürgermeisters trägt Hans Kohl (SPD). Dritter Bürgermeister ist Julian Hertzig (CSU).

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 1.309.000 Euro, davon waren umgerechnet 143.000 Gewerbesteuereinnahmen (netto).

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kunst und Kultur[Bearbeiten]

In der Sankt-Nikolaus-Kirche in der Ortsmitte kann man das Kreuz des berühmten Bildhauers Tilman Riemenschneider sehen. Weitere Sehenswürdigkeiten sind unter anderem das begehbare Labyrinth beim St. Josefs-Stift und die Galerie „Kunst im Erbachshof“ im Weiler Erbachshof.

Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Eisingen (Bayern)

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Einmal im Jahr findet das so genannte Backhäuslesfest in Eisingen statt. Bei diesem wird in dem noch erhabenen alten Steinbackofen Brot und Blaatz gebacken. Organisiert wird es vom Festausschuss der Vereine.

1855 forderte das königliche Landgericht, dass zum Schutz vor Feuer und zur Holzersparnis 2 öffentliche Backhäuser zu errichten seien. Bis dahin war an den meisten Höfen in Eisingen ein Privatbackofen zu finden. Der Abbruch des Backhauses des Oberdorfes (westlicher Ortsteil) wurde 1952 vom Gemeinderat beschlossen.

Infrastruktur[Bearbeiten]

In Eisingen ist die große Behinderteneinrichtung St. Josefs-Stift mit etwa 350 Heimplätzen für körperlich und geistig behinderte Menschen beheimatet.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

  • Grundschule Eisingen-Waldbrunn mit Mittagsbetreuung
  • Fünfgruppiger Kindergarten
  • Jugendzentrum
  • Krabbelstube
  • Kinderkrippe
  • Sechs Kinderspielplätze
  • Gemeindebücherei

Verkehr[Bearbeiten]

Die Gemeinde Eisingen liegt verkehrsmäßig gut an das überörtliche Straßennetz angebunden. Die A 3 Frankfurt am MainNürnberg und A 81 Heilbronn sind nur ca. 2 Minuten entfernt.

Gemeindepartnerschaft[Bearbeiten]

Eisingen unterhält eine Partnerschaft mit der französischen Gemeinde Bernières-sur-Mer.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Eisingen (Bayern) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Beölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111110/172905&attr=OBJ&val=1785