Eisregen (Band)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Eisregen
Eisregen logo.svg
Allgemeine Informationen
Genre(s) Dark Metal
Gründung 1995
Website http://www.fleischhaus.de/
Gründungsmitglieder
Michael „Blutkehle“ Roth
Michael „Bursche“ Lenz
Daniel „DF“ Fröbing (bis 2007)
Ronny „Yantit“ Fimmel
Aktuelle Besetzung
Gesang
Michael „Blutkehle“ Roth
Gitarre
Michael „Bursche“ Lenz
„West“ (seit 2012)
Keyboard
Franzi „Dr. Franzenstein“ Brink (seit 2007)
Schlagzeug
Ronny „Yantit“ Fimmel
Ehemalige Mitglieder
Bass
K. Matthes (1997–1998)
Bass
Michael „Der Hölzer“ Brill (1999–2000)
Bass
Sebastian „Berg“ Morbach (1996–1997, 2000–2005)
Bass
Birgit Lages (2005–2006)
Theresa „2T“ Trenks (1997–2006)

Eisregen ist eine 1995 gegründete deutsche Dark-Metal-Band aus der thüringischen Kleinstadt Tambach-Dietharz. Durch ihre morbiden, deutschsprachigen Texte zog die Band nach einiger Zeit die Aufmerksamkeit der BPjM auf sich, was zur Indizierung dreier ihrer Alben führte.

Bandgeschichte[Bearbeiten]

Michael „Blutkehle“ Roth in Rostock, 2012

1995–1998: Entstehung der Band und erste Aufnahmen[Bearbeiten]

Die einzelnen Bandmitglieder waren vor Eisregen musikalisch schon aktiv, so waren Yantit und Berg Morbach davor in der Band Necrotikissme aktiv, Bursche Lenz nahm mit einer Band namens Amenthes eine Demoaufnahme auf, jedoch wurde das Projekt nie sonderlich bekannt und veröffentlichte auch nichts. Theresa Trenks stieß 1998 direkt von der Musikschule zur Band. Roth selbst war vor Eisregen in diversen unbekannten Grindcore-Bands aktiv, bis er 1995 unter dem Projektnamen Eisregen zusammen mit J. Vincent die Demoaufnahme Mysterien der Nacht aufnahm. Später formierte sich der Kern der Band, der 1996 eine Promokassette und 1997 Das Ende des Weges aufnahm, mit der die Band schließlich den Plattenvertrag bekam. Ursprünglich trat die Band mit Corpsepaint auf, legte dies jedoch schnell ab:

„Anfänglich fühlten wir uns dem Black Metal sehr verbunden, was natürlich auch Corpse Paint bei den ersten vier oder fünf Gigs mit sich zog. Doch die Entwicklung der Band führte in eine andere Richtung – und damit wurden auch die Schminktöpfe ad acta gelegt.“

1998–2001: Erste Alben[Bearbeiten]

Nach den ersten Demos wurde im April 1998 das Debütalbum Zerfall veröffentlicht, das noch deutlich vom Black Metal beeinflusst war. Im selben Jahr erschien auch das zweite, musikalisch anspruchsvollere Album Krebskolonie mit Theresa „2T“ Trenks und damit der später für Eisregen typischen Bratschenbegleitung. Auf diesem waren die Texte sowohl tiefgründiger als auch morbider.

1999 erschien als Vorgeschmack für ein neues Album die EP Fleischfestival, auf der neu eingespielte Versionen älterer Lieder zu finden sind; auf diesen wirkte auch Trenks mit. Das Album Leichenlager folgte im Jahr 2000. Im Gegensatz zu den beiden Vorgängern wurde die Bratsche nun intensiver eingesetzt und das Album insgesamt von der Musik her in einer ruhigeren Spielart gestaltet. Bis zu diesem Zeitpunkt war Leichenlager das kommerziell erfolgreichste Album der Band.

2001 zeichnete sich eine Insolvenz von Last Episode, der Plattenfirma der Band, ab. Das Album Farbenfinsternis, das laut M. Roth das bislang brutalste Werk werden sollte, konnte dennoch 2001 erscheinen.

2001–2004: Insolvenz von Last Episode und Indizierungen[Bearbeiten]

Kurz nach der Veröffentlichung des neuen Albums musste Last Episode endgültig Insolvenz anmelden. Daraufhin wurde die Band wegen des Labels von Musikzeitschriften boykottiert und die Plattenverkäufe sanken, so dass die Bandmitglieder aus Frustration eine Pause einlegten, bevor ein Jahr später wieder Konzerte gespielt wurden. Zudem wurden Indizierungsanträge für Krebskolonie (2003) und Farbenfinsternis (2004) eingereicht und von der BPjM bewilligt[1][2].

Im Gegensatz zur „normalen“ Indizierung (das heißt: Werbeverbot sowie Verkaufsverbot an Minderjährige) wurde das Album Krebskolonie indiziert und der Liste B zugeordnet[2]. Dies bedeutet, dass es nach der (allerdings rechtlich unverbindlichen) Einschätzung der Bundesprüfstelle einen strafrechtlich relevanten Inhalt aufweist. Ein Amtsgericht hat bisher noch nicht über die strafrechtliche Relevanz entschieden. Die Band spielte nach der Indizierung selbst auf Konzerten mit einem Publikum mit einem Mindestalter von 18 Jahren keinen Titel dieses Albums. Laut Michael Roth war Eisregen hiermit die erste Band überhaupt, die auf die Liste B gesetzt wurde.[3] Grund für die Indizierungen waren die laut BPjM „grausamen, menschenverachtenden, frauenfeindlichen und verrohenden“ Texte, die zudem „sozialethisch desorientierend“ seien. Weiter hieß es, die Texte stellten eine „Jugendgefährdung“ sowie eine „Verletzung der Menschenwürde“ dar. Die Band konnte nicht gegen die Indizierung vorgehen, da ihre damalige Plattenfirma Last Episode zwar angeschrieben wurde, die Band jedoch nicht informierte.

In Interviews versuchte die Gruppe deutlich zu machen, dass die in den Indizierungsberichten stehenden Vorwürfe nicht mit den Intentionen des Sängers und Textschreibers Michael Roth übereinstimmen. Als Beispiel sei angeführt, dass im Indizierungsbericht zum Album Krebskolonie in Bezug auf das Lied Futter für die Schweine geschrieben steht:

„Dieses Lied weist daneben auch Bezüge zur Frauenfeindlichkeit auf. So ist der Sänger der Meinung, dass das Leben einer Prostituierten so gering zu schätzen sei, dass sie nur als Schweinefutter tauge[.]“

Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien: Indizierungsbericht zum Album Krebskolonie[2]

Roth selbst jedoch äußert sich zu dem Lied in einem Interview wie folgt:

„Die Menschheit nimmt sich prinzipiell immer viel zu wichtig und stellt sich eben immer an die Spitze der Nahrungskette […]. Es war einfach ganz interessant, daß man mal ein Wesen darüberstellt. Den Mensch eben auch mal zum Futter degradiert […]. Das Thema hab ich auch wieder bei ‚Futter für die Schweine‘ aufgegriffen, daß sich die Nahrungskette eben mal anders darstellt, als sie gemeinhin aufgefaßt wird. Die Geschichte ist aus einer ziemlich kranken und zynischen Sicht geschrieben.“

Michael Roth[4]

Darüber hinaus seien im Indizierungsbericht fälschlicherweise Sänger und Erzähler gleichgesetzt worden.

Durch die Indizierung des Albums Farbenfinsternis am 28. Februar 2004, infolge derer die Band mit Krebskolonie zwei ihrer wichtigsten Werke für den deutschen Markt verlor, erlitten Eisregen finanziell einen schweren Schlag: die Band verlor zwei ihrer vier Alben für den deutschen Absatzmarkt.

2004-heute: Neue Alben und wiedergewonnene Schaffenskraft[Bearbeiten]

Das Album Wundwasser wurde 2004 unter dem neuen Label Massacre Records veröffentlicht, nachdem das Erstlingswerk Zerfall inklusive Das Ende des Weges neu gemastert und wiederveröffentlicht wurde.

Michael „Blutkehle“ Roth im Jahr 2005 während des Eisregen-Auftritts auf dem Wacken Open Air

2005, im Jahr des 10-jährigen Bestehens der Band, wurde mit Hexenhaus eine weitere EP veröffentlicht, die einen Vorgeschmack auf das sechste und letzte Album der Band darstellen sollte und neben neuen Liedern auch neu aufgenommene Versionen alter Lieder beinhaltete. Zusätzlich war eine DVD mit dem ersten Musikvideo der Band (zu Elektro-Hexe) enthalten.

Das als letztes geplante Werk Menschenmaterial wurde allerdings verschoben. Die Band kündigte im offiziellen Bandforum an, zuvor ein weiteres Album mit dem Namen Blutbahnen zu veröffentlichen, da sie nach eigenen Aussagen wieder Spaß an der Musik gefunden habe. Am 31. Januar 2007 wurde der Bundesprüfstelle aufgrund einer Anregung des Landeskriminalamtes Brandenburg das Album Wundwasser vorgelegt. Grund für die Indizierung sind „jugendgefährdende und strafbare Inhalte“. Die Band wie auch das Label jedoch wiesen die Anschuldigungen zurück. Am 1. Februar 2007 dann wurde das Album schließlich doch indiziert. Die BPjM konnte keinen ausreichenden Kunstgehalt ausmachen, somit galt der Jugendschutz mehr als die Kunstfreiheit.

Franzi Brink ist seit 2007 Mitglied der Band. Hier bei einem Auftritt in Rostock, 2012

Blutbahnen erschien am 27. April 2007. die EP Eine Erhalten mit größtenteils alternativen Versionen von Liedern des Blutbahnen-Albums folgte am 22. Juni 2007. Eine Indizierung von Blutbahnen wurde beantragt. Am 8. Mai 2008 konnte Roth jedoch bekannt geben, dass die Indizierung abgelehnt wurde und nannte dies einen „Sieg für Meinungsfreiheit & Kunst“. Die Musik auf Blutbahnen ist um vieles melodischer gehalten als seine Vorgänger- und Nachfolgeralben.

Am 19. September 2008 erschien das Album Knochenkult, bei dem härtere Klänge eine dominantere Rolle spielten. Der melodische Einfluss war jedoch weiterhin spürbar (siehe 19 Nägel für Sophie oder Schwarzer Gigolo). Die Band kündigte auf ihrer Homepage Konzerte zum 10-jährigen Jubiläum von Krebskolonie am 28. und 29. November 2008 in Leipzig an. Sämtliche Lieder des zweiten Albums wurden hierbei musikalisch und textlich verändert und bekamen abgewandelte Titel. Auf den Konzerten wurden alle Lieder in der originalen Reihenfolge des Albums gespielt. Die beiden Konzerte waren Grundlage für die Doppel-Live-CD Bühnenblut, die am 25. Mai 2009 erschien.

Am 30. April 2010 wurde das Album Schlangensonne veröffentlicht. Das Cover zeigt ein Bild von Jesus am Kreuz mit weiblichen Brüsten. Auf dem Album ist nun eine deutliche Rückkehr zu höherem Gitarreneinsatz zu erkennen, die schon bei Knochenkult ersichtlich war. Das Keyboard wird aber auch weiterhin zur melodischen Unterstützung eingesetzt und es sind einige klare Gesangsteile vorhanden. Thematisch beschäftigt sich das Album in zwei Liedern mit dem 2. Weltkrieg. Auf ewig Ostfront beschreibt das Ende des Lebens eines deutschen Soldaten im Krieg gegen Russland (ähnlich wie Eisenkreuzkrieger auf Blutbahnen), wohingegen in Tod senkt sich herab die Bombardierung von Dresden durch Großbritannien beschrieben wird. In N8verzehr wurde zu Beginn des Lieds eine Szene aus dem Film The Hills Run Red eingeschnitten, wobei die Handlung des Textes eher eine Parallele zu Hänsel und Gretel aufweist; hier verspeist ein Ehepaar Kinder, die im Keller aufbewahrt werden. Zugleich finden sich mit Kai aus der Kiste und Zauberelefant gleich zwei gesellschaftskritische Lieder auf dem Album. Eisregen gab noch im Jahr des Erscheinens von Schlangensonne den Titel des Nachfolgeralbums, Rostrot, bekannt.

Rostrot erschien am 9. Dezember 2011. Kurz zuvor wurde am 2. Dezember 2011 die EP Madenreich veröffentlicht. Das Titellied der EP stellt vom Musikstil her eines der ruhigeren Stücke der Band dar. Ebenfalls am Erscheinungstag von Rostrot kündigte die Band das nächste Album an, das unter dem Namen Todestage am 25. Oktober 2013 erscheinen soll.[5][6] Die CD-Beilage der 76. Ausgabe des Legacy-Magazins, die am 28. Dezember 2011 erschien, enthielt eine Vorabversion des Liedes Tot/Untot, das auf Todestage enthalten sein soll.[7]

Am 7. Dezember 2012 erschien die Kompilation Krebskollektion. Auf dem ersten Tonträger der 2-CD-Veröffentlichung wurden einzelne Songs früherer, indizierter Alben in remasterten Versionen wiederveröffentlicht; unter anderem, um diese wieder ins Live-Repertoire aufnehmen zu können. Auf der zweiten CD ist neben den neuen Titeln Engelmacher und Brut auch das Falco-Cover Mutter, der Mann mit dem Koks ist da enthalten.[8]. Ein knappes Jahr nach Veröffentlichung von Krebskollektion wurde für den 25. Oktober 2013 das neue und 10. Album Todestage angekündigt. Kurz vor Veröffentlichung musste das Album verschoben werden. Die Plattenfirma Massacre Records verwies auf einen Produktionsfehler als Grund für die Verschiebung.[9] Der neue Veröffentlichungstermin für das Album mit einem alternativen CD-Cover war der 15. November 2013.[10] In der neuen Veröffentlichung vom 15. November 2013 wurde das Cover mit dem Flötenmongo ersetzt und der gleichnamige Track auf dem Album entfernt.[11]Jedoch wurde eine unbekannte Anzahl an Alben der ursprünglichen Version bereits zum originalen Termin, dem 25. Oktober 2013, verkauft.[12] Der Musikstil in Todestage stellt eine Kombination aus den Stilen der früheren und neuen Alben dar. Zum einen wird wieder die Bratsche eingesetzt und der Gesang ist fast ausschließlich guttural gehalten. Zum anderen bleiben die melodischen Passagen jüngerer Werke ebenso enthalten. Thematisch beschäftigt sich das Album unter anderem mit der Kritik an der derzeitigen TV-Landschaft (DSDSL - Deutschland sucht die Superleiche) und beschreibt in Lang lebe die Nadel, „dass übermäßiger Drogenkonsum zur Beendigung der eigenen Existenz führt und nur die Nadel selbst in einer Zweierbeziehung übrig bleibt.“[13]. Ein für Eisregen stilistisch untypisches Lied ist Mitternacht, das Ähnlichkeiten zum Stil von Rammstein aufweist.[14]. Das Digipack-Bonus-Lied ist eine alternative Version von Mitternacht, welches von M. Roths 10-jährigem Sohn Quentin eingesungen wurde und von Iron Man handelt. Als nächstes Album wurde Marschmusik angekündigt.[15].

Texte[Bearbeiten]

Obwohl Eisregen durch ihre teils von Horror- und Splatterfilmen geprägten Texte oftmals ins Kreuzfeuer der Kritiker gerieten, ist ihnen doch ein gewisser tiefgründiger, sicher auch morbid-humoristischer Hintergedanke (Beispiel: Meine tote russische Freundin) nicht abzusprechen. Bei näherer Betrachtung spiegeln die Texte oftmals gesellschaftliche Missstände (Beispiele: Schwarze Rose, Kreuznarbe, Im Reich der Fleischlichkeit, Vom Muttermord, Alphawolf, Kai aus der Kiste) oder grausame, teils historisch verbürgte Realität wider, auch wenn dies stets fiktional geschieht und nicht bei allen Texten der Gruppe der Fall ist.

Die gesellschaftlichen Missstände spiegeln sich besonders gut bei dem Lied Die Seele der Totgeburt wider, in dem es um ein Kind geht, das sich im Mutterleib befindet und bei der Geburt stirbt:

„Dort draußen wartet nichts auf dich
Was einen Wert für dich besäße
Des Alltags Wahnsinns kalter Hauch
Liegt über allem Tun und Handeln
Zum ersten Mal beschleicht dich Furcht
Und du beschließt, nicht raus zu gehen
Dorthin, wo Gleichgültigkeit herrscht
Und wo der Mensch sich selbst zerstört.“

Die Seele der Totgeburt

Der vierteilige Pest-Zyklus auf dem Debütalbum Zerfall beschreibt, wie die Pest eine mittelalterliche Stadt befällt und die Betroffenen schließlich lebend zu den Toten in die Pestgruben geworfen werden, um eine Ausbreitung zu verhindern. Der Zyklus schildert nicht nur den Schrecken der Pestepidemie, sondern auch die Unmenschlichkeit und gezielte Ausnutzung der Lage durch die Obrigkeit. So werden dem Pestarzt zum Beispiel, als der Protagonist niedergeschlagen wird, die Worte „Nun nehm ich mir den Lohn für meine Mühen, werft ihn auf den Wagen zu den Toten!“ in den Mund gelegt. Auch heißt es: „Die Schergen des Doktors plündern die Häuser und die, die noch leben, werden umgebracht.“

Ferner behandelt das Lied Ripper von Rostow die leicht abgeänderte Geschichte des russischen Serienmörders Andrei Romanowitsch Tschikatilo, Kreuznarbe die grausamen Verhöre und Vorgehensweisen der Inquisition, Heer der Ratten die Zeit des Nationalsozialismus und Eisenkreuzkrieger den Schrecken der Schlacht von Stalingrad, wo ein Soldat seinen Kameraden essen muss, um in der Kälte Russlands zu überleben.

Dagegen ist das Lied 17 Kerzen am Dom das erste Lied der Gruppe, das eine wahre Geschichte unverändert wiedergibt. In ihm wird der Amoklauf des Erfurters Robert Steinhäuser beschrieben, der 16 Menschen und sich selbst an seinem Gymnasium tötete. Das Lied wurde nach Roths Angaben anhand von Polizeiberichten recherchiert und soll keine Verherrlichung dieser Tat, sondern das genaue Gegenteil darstellen, was sich auch im abschließenden Teil des Liedes zeigt, wo an die Opfer gedacht wird.

Zusätzlich sind einige Texte religionskritischer oder gar rein blasphemischer Natur. Bereits auf der ersten Demo, Mysterien der Nacht, welches auf ein Exemplar limitiert wurde, ist ein Lied mit dem Titel Dass ihr anbetet einen toten Bettler vorhanden. Im Lied Ode an den Niedergang wird Jesus von Nazaret als Bastard bezeichnet, in Für Euch, die ihr lebt heißt es „Ihr haltet euch an Religionen und glaubt an diesen Judensohn“.

Außerdem wird in Das Tor (Sado-Mix) äußerst zynisch die bekannte Frage wieder aufgegriffen, wieso Gott all das Leid zulässt, wenn es ihn gibt (Theodizeefrage):

„Du kehrtest heim zu deinem Gott
Doch dein Gott ist nur ein Wort
Und ein Wort half dir nicht
Als in den Flammen brannte dein Gesicht“

Das Tor (Sado-Mix) (Leichenlager)

Das Thema der Fehlbarkeit Gottes und dessen Machtlosigkeit wird erneut in Das kleine Leben aufgegriffen:

„Gott weilt nicht länger unter uns Menschen
Hier zeigt sich, wo seine Macht versiegt
Einzig Sterben und Grauen und Furcht
Sind die neuen Herren, deren Macht ungebrochen und stark“

Das kleine Leben (Krebskolonie)

Auch wird der Glaube an ein Jenseits nach christlicher Vorstellung im Lied Leichenlager als Irrglaube dargestellt:

„Jedoch die Wahrheit ist ein wenig bitter
Denn das Leben danach sieht anders aus
Kein Harfenklang und keine Engelsschwingen
Nur ein Platz, wo deine Leiche faulen wird“

Leichenlager (Leichenlager)

Diskografie[Bearbeiten]

Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben
Wundwasser
  DE 87 11.10.2004 (1 Wo.) [16]
Blutbahnen
  DE 32 11.05.2007 (2 Wo.) [16]
Knochenkult
  DE 40 06.10.2008 (2 Wo.) [16]
  AT 61 03.10.2008 (1 Wo.) [17]
Schlangensonne
  DE 27 14.05.2010 (2 Wo.) [16]
  AT 39 14.05.2010 (1 Wo.) [17]
Rostrot
  DE 72 23.12.2011 (1 Wo.) [16]
Todestage
  DE 40 29.11.2013 (… Wo.) [16]
EPs
Hexenhaus
  DE 100 14.11.2005 (1 Wo.) [16]
Eine Erhalten
  DE 100 06.07.2007 (1 Wo.) [18]
[16]

[18] [17]

[19]

Demoaufnahmen[Bearbeiten]

  • 1995: Mysterien der Nacht
  • 1996: Promo 96
  • 1996: Das Ende des Weges

Singles und EPs[Bearbeiten]

  • 1997: Fleischhaus, 7"-Single, limitiert auf 1000 Stück.
  • 1999: Fleischfestival, EP, indiziert seit Mai 2011,[20] beschlagnahmt seit August 2011.[21]
  • 2005: Hexenhaus, EP mit DVD.
  • 2007: Eine Erhalten, EP
  • 2011: Madenreich, EP, limitiert und nummeriert auf 2000 Stück. LP limitiert auf 500 Stück.

Alben[Bearbeiten]

  • 1998: Zerfall, 2004 zusammen mit Das Ende des Weges unter Massacre Records neu veröffentlicht.
  • 1998: Krebskolonie, indiziert[22] und in Liste B aufgenommen[2] seit 7. August 2003; 2003 zusammen mit Fleischfestival unter Massacre Records neu veröffentlicht.
  • 2000: Leichenlager
  • 2001: Farbenfinsternis, indiziert seit 28. Februar 2004[23][1]
  • 2004: Wundwasser, indiziert seit 28. Februar 2007.[24]
  • 2007: Blutbahnen, KKTH-Digipack-Version ist signiert, limitiert auf 300 Stück und nummeriert.
  • 2008: Knochenkult, Limited-Edition-Box-Version ist limitiert auf 1000 Stück.
  • 2010: Schlangensonne, A5-Digipack-Version ist limitiert und nummeriert auf 2000 Stück. CD-Digipack mit Aufnäher ist limitiert auf 200 Stück und nummeriert.
  • 2011: Rostrot, A5-Digipack-Version ist limitiert auf 5000 Stück und nummeriert. Vinyl-LP-Version ist limitiert auf 500 Stück.
  • 2013: Todestage

Kompilationen[Bearbeiten]

  • 2012: Krebskollektion
  • 2013: Der Tod ist ein Meister aus Thüringen, Digital-Compilation

Live[Bearbeiten]

Videos[Bearbeiten]

  • 2001: Lager Leipzig, Live-Mitschnitt des Wave-Gotik-Treffens 2000, FSK 18.
  • 2005: Elektro-Hexe, auf der im Hexenhaus-Digipack enthaltenen DVD
  • 2012: Mutter der Mann mit dem Koks ist da

Samplerbeiträge[Bearbeiten]

  • 2013: (Anesthesia) Pulling Teeth auf A Tribute to Kill ’Em All (Beilage zum Metal Hammer, Ausgabe Februar 2013, zusammen mit The Vision Bleak)

Nebenprojekte[Bearbeiten]

Michael Roth und Michael Lenz sowie einige Mitmusiker starteten 2004 das Death-Metal-Projekt Eisblut, dessen Album Schlachtwerk Ende August 2005 veröffentlicht wurde. Ronny Fimmel und Theresa Trenks gründeten 2005 die Band Transilvanian Beat Club. Seit 1999 existiert darüber hinaus eine Band namens Ewigheim, in der Ronny Fimmel als festes Mitglied und Theresa Trenks sowie Michael Roth als Gastmusiker spielten.

Bis Januar 2005 spielte Ronny Fimmel mit Berg Morbach in der Death-Art-Combo Necrotikissme (seit Sommer 2004 Necro & Gesocks), die schon seit 1992, also vor Eisregen existierte.

Im offiziellen Bandforum kündigte Michael Roth am 14. Januar 2010 an, mit Yantit ein neues Dark-Metal-Projekt namens Marienbad ins Leben rufen zu wollen. Das Debütalbum wurde unter dem Titel Werk I: Nachtfall am 27. Mai 2011 veröffentlicht.

Des Weiteren existierte ein Projekt namens Panzerkreutz, das zwei Stücke zur 2010 erschienenen Vier-Fach-Split-CD Thuringian Supremacy Vol 1 (zusammen mit Goatfuneral, Dies Fyck und Occulta) beitrug und anschließend wieder aufgelöst wurde.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Auszüge des Indizierungsberichts: "Farbenfinsternis (Eisregen)".
  2. a b c d Indizierungsbericht: "Krebskolonie (Eisregen)".
  3. Interview vom 23. November 2006
  4. vampster.com: Interview mit Michael Roth
  5. Albumbegleitheft zu Rostrot, S. 8
  6. MASSACRE RECORDS - Eisregen
  7. Legacy, Nr. 76.
  8. EISREGEN: Details zum Doppelalbum “Krebskollektion”! | Metal 4, abgerufen am 12. November 2012
  9. EISREGEN - Das VÖ Datum von 'Todestage' wurde verschoben! vom 26. Oktober 2013
  10. Eisregen verschieben ihr neues Album TODESTAGE (Metal-Hammer), abgerufen am 26. Oktober 2013
  11. So fehlt nun auf dem Cover der Flötenmongo und auch von der Trackliste ist dieser Song verschwunden.
  12. [1] abgerufen am 26. November 2013]
  13. abgerufen am 19. November 2013
  14. [http://www.emp.de/art_253708/, abgerufen am 19. November 2013
  15. [Booklet zu Todestage]
  16. a b c d e f g h musicline.de: Chartverfolgung Longplay
  17. a b c austriancharts.at: Eisregen in den österreichischen Charts
  18. a b musicline.de: Chartverfolgung Singles
  19. massacre-records.com: Eisregen charten auf Platz 27!
  20. http://www.schnittberichte.com/news.php?ID=2756
  21. http://www.schnittberichte.com/news.php?ID=2982
  22. BAnz Nr. 162 vom 30. August 2003
  23. BAnz Nr. 41 vom 28. Februar 2004.
  24. BAnz Nr. 41 vom 28. Februar 2007

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Eisregen – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien