Eissanduhr

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Bergsteiger beim Abseilen an einer Eissanduhr

Die Eissanduhr (nach dem Erfinder auch Abalakow-Eissanduhr) ist ein Sicherungspunkt im Eis, der sich besonders zum Abseilen und als Standplatz eignet. Die Eissanduhr ist relativ unempfindlich gegen Druckschmelzung und Sonneneinstrahlung.

Mittels einer möglichst langen Eisschraube bohrt man schräg zwei Kanäle ins kompakte Eis, die sich im Eis in einem Winkel von ungefähr 90 Grad treffen. Anschließend fädelt man mit einem Drahthaken eine Reepschnur ein. Hierbei eignen sich Kevlar-Reepschüre besonders gut, es gibt auch spezielle „Sanduhrfädler“, die bei Verwendung von normalen Reepschnüren vorteilhaft sind.

Die Bezeichnung „Eissanduhr“ leitet sich aus der vom Prinzip her ähnlichen „Sanduhr“ ab, die zur Sicherung im Fels verwendet wird und bei der die zur Sicherung verwendeten Felsformationen das Aussehen einer Sanduhr haben.

Weblinks[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Pepi Stückl, Georg Sojer: Bergsteigen: Lehrbuch für alle Spielarten des Bergsteigens. Bruckmann, München 1996, ISBN 3-7654-2859-0