Eisstadion Graz-Liebenau

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Eisstadion Graz-Liebenau
Eisstadion Graz-Liebenau Front2.JPG
Daten
Ort VII. Liebenau, Graz, Österreich
Koordinaten 47° 2′ 40,6″ N, 15° 27′ 19,1″ O47.04460555555615.455308333333Koordinaten: 47° 2′ 40,6″ N, 15° 27′ 19,1″ O
Betreiber Stadion Graz-Liebenau GmbH
Eröffnung 23. Dezember 1963
Kapazität 4.050 (davon 3.050 Sitzplätze)
Verein(e)

ATSE Graz (1963–1990 und seit 2009)
EC Graz (1990–1998)
Graz 99ers (seit 1999)
1. DEC Devils Graz

Das Eisstadion Graz-Liebenau ist eine von der Stadion Graz-Liebenau GmbH betriebene Eissportanlage im Grazer Bezirk Liebenau, Österreich. Sie grenzt direkt an die UPC-Arena Graz-Liebenau an und verfügt bei Eishockeyspielen ohne Zusatztribünen über eine Kapazität von etwa 4.050 Plätzen, davon 1.000 Steh- und 3.050 Sitzplätze. Das Stadion wurde im Jahr 1963 erbaut und im Jahr 1969 vollständig überdacht. Die Haupttribüne liegt auf der Südseite der Halle und gliedert sich in eine Tribüne aus fünf Sektoren und einer Galerie aus sechs Sektoren. Zusätzlich gibt es einige hundert Plätze im Parterre und einen VIP-Bereich auf der Nordseite.

Im Eröffnungsspiel am 23. Dezember 1963 verlor der ATSE Graz gegen die polnische Olympiaauswahl mit 3:14[1]. Zusätzlich zur Inneneisfläche verfügt das Stadion seit 1980 über eine zweite überdachte Eisfläche außerhalb des Stadions. Das Stadion war ab 1964 die Heimstätte des ATSE Graz, später des EC Graz und nun der Graz 99ers. 1973 war das Stadion Austragungsort der B-Weltmeisterschaft.

Abgesehen vom Bundesligaverein sind auch verschiedene unterklassige Mannschaften sowie das Damenteam 1. DEC Devils Graz in Liebanau aktiv. Neben der Verwendung für Eishockeyspiele wird das Stadion auch für andere Sportarten wie Eiskunstlauf und Eisstockschießen genützt. Im März 2004 war es Austragungsort der Weltmeisterschaft der Eisstockschützen. Zu bestimmten Zeiten ist das Stadion für Publikumseislauf geöffnet.

In den Jahren 2001, 2002 und 2003 diente das Stadion im Jänner auch als Austragungsort für den max- bzw. T-Mobile Fußball-Hallencup - im Jahr 2004 übersiedelte das Turnier in die modernere Grazer Stadthalle. Weiters war das Stadion bis zur Errichtung der Grazer Stadthalle auch Schauplatz verschiedener Konzerte.

Im Jahr 2009 war die Eishalle Austragungsort der Weltmeisterschaft der Frauen (Division I).

Nachdem der Bau, der den Spitznamen "Bunker" trägt den heutigen Anforderungen nicht mehr gerecht wird, gibt es Überlegungen über einen Neubau.[2] Vor allem die mangelnde Isolierung des Betonbauwerks verursacht hohe Energiekosten, die den eingemieteten Vereinen zu schaffen machen.[3] Die bestehende Halle steht jedoch seit 2009 - zumindest teilweise - unter Denkmalschutz, sodass nur ein Umbau oder Neubau an anderer Stelle in Frage kommt, wenn dieser Schutz nicht aufgehoben wird.[4]

Weitere Fotos[Bearbeiten]

Quellen und Literatur[Bearbeiten]

  1. * Gert Renner: Von der Stunde Null bis zum Meister, Herausgeber: ATSE-Long life Graz
  2. Neue Eishalle soll kommen, Woche Graz
  3. Graz: Sportstadt mit Hindernissen, Die Pressa am 11. Februar 2011
  4. Der Denkmalschutz sorgt für Verwirrung, Woche Graz

Weblinks[Bearbeiten]