Eitempera

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Eitempera ist ein leuchtstarkes und farbintensives Malmittel in der Tempera-Malerei.

Sie wird aus einem Teil Eigelb, einem Teil Leinöl und einem Teil Wasser hergestellt. Je mehr Pigment verwendet wird, desto stärker ist die Deckkraft. Zur Eindickung kann man Chamois-Kreide verwenden. Eitemperafarben werden traditionell zum Malen von Ikonen und als Untermalung von Ölbildern in Lasurtechnik verwendet, fanden aber auch schon im Altertum, etwa bei Mumienporträts, Verwendung. In der Geschichte der Malerei ist die Eitempera die älteste Form, die Farbpigmente mit einem Malmittel zu binden. In verschiedenen Lehrbüchern über Malerei findet man auch Variationen, aber die Grundlage der Eitempera ist die Verbindung von Ei und Öl. Ei ist eine natürliche Emulsion, vergleichbar mit Milch, Blut oder dem Saft von Wolfsmilchgewächsen. Eine Emulsion ist eine gleichmäßige Mischung von fetthaltigen Flüssigkeiten mit wasserhaltigen Flüssigkeiten. Die gleichmäßige Verteilung der ölhaltigen Teile und wasserhaltigen Teile in der Mischung wird als „temperierte Mischung“ bezeichnet, daher die Bezeichnung des Malmittels.