Eitting

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Eitting (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Eitting
Eitting
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Eitting hervorgehoben
48.35972222222211.891944444444449Koordinaten: 48° 22′ N, 11° 54′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Erding
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Oberding
Höhe: 449 m ü. NHN
Fläche: 35,63 km²
Einwohner: 2531 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 71 Einwohner je km²
Postleitzahl: 85462
Vorwahl: 08122
Kfz-Kennzeichen: ED
Gemeindeschlüssel: 09 1 77 116
Gemeindegliederung: 4 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Tassilostr. 17
85445 Oberding
Webpräsenz: www.eitting.de
Bürgermeister: Georg Wiester (Wählergruppe Gemeindefriede)
Lage der Gemeinde Eitting im Landkreis Erding
Oberding Eitting Berglern Langenpreising Moosinning Erding Bockhorn (Oberbayern) Taufkirchen (Vils) Dorfen Sankt Wolfgang (Oberbayern) Lengdorf Wartenberg (Oberbayern) Kirchberg (Oberbayern) Hohenpolding Steinkirchen (Oberbayern) Inning am Holz Fraunberg Isen Finsing Walpertskirchen Forstern Neuching Ottenhofen Pastetten Buch am Buchrain Wörth (Landkreis Erding) Landkreis Mühldorf am Inn Landkreis Ebersberg München Landkreis München Landkreis Landshut Landkreis FreisingKarte
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Eitting ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Erding und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Oberding.

Geographie[Bearbeiten]

Die Gemeinde besteht aus den vier Ortsteilen Eitting, Gaden, Eittingermoos und Reisen. Eitting liegt im Erdinger Moos in der Nähe von Freising und unweit des Münchner Flughafens. Direkt am Ortsrand fließt der Mittlere-Isar-Kanal. Dort liegt das Wasserkraftwerk Eitting.

Südlich entlang der Autobahn A92 befindet sich zwischen Eitting und Gaden das Naturschutzgebiet Viehlaßmoos; der westliche Teil des Naturschutzgebietes gehört zum Gemeindegebiet, der östliche zur Gemeinde Berglern. Westlich von Gaden befindet sich das Naturschutzgebiet Freisinger Buckl.

Luftbildaufnahme von Eitting

Geschichte[Bearbeiten]

Eitting wurde im Jahre 811 erstmals als „Utinga“ urkundlich erwähnt und war seit jeher im Besitz des Hochstifts Freising. Seit 1284 war am Ort ein eigenes Gericht, seit 1434 eine Hofmark, die bis 1802 bestand. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinde Eitting[2]. Ihr gehörten die Orte Reisen und auch Gaden an. Gaden wurde schon 1232 als „Gadm“ in den Freisinger Urkunden verzeichnet. Eittingermoos wurde dagegen erst 1828 als eine Art Unterkunft für die Torfstecher geschaffen.

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten]

Erster Bürgermeister ist seit 2008 Georg Wiester (Wählergruppe Gemeindefriede). Der damalige Bürgermeister Mathias Kammerbauer trat nicht mehr an.

Wappen[Bearbeiten]

Hauptartikel: Wappen der Gemeinde Eitting

Das Wappen wurde am 13. März 1967 durch das Bayerische Innenministerium genehmigt. Die Wappenbeschreibung lautet: „Im Wellenschnitt schräglinks geteilt von Rot und Gold; oben die wachsende Krümme eines Bischofsstabes, unten ein schwarzer Eberkopf.“

Durch die Gemarkung zieht der Kanal der Mittleren Isar, dessen Energie im Kraftwerk Eitting genutzt wird. Dieses markante Kennzeichen der Gemeinde wird im Wappen durch das heraldische Symbol für den Wasserlauf, den sogenannten Wellenschnitt dargestellt. Die Ortsgeschichte ist geprägt durch die Hofmark Eitting des Hochstift Freising bzw. des Domkapitels und durch die Wirksamkeit der adeligen Familie von Ebersbeck im Gemeindeteil Reisen. Daran erinnern im Wappen der Bischofsstab als Hinweis auf Freising sowie die Freisinger Farben (Schwarz, Gold und Rot) und die Wappenfigur der Ebersbeck, der Eberkopf.

Das Wappen wurde vom Heraldiker Heinz C. Bessling aus Hechendorf gestaltet.

Flagge[Bearbeiten]

Die Flagge wurde am 29. September 1989 durch die Regierung von Oberbayern genehmigt. Die Flagge zeigt zwei Streifen in der Farbenfolge Gelb-Schwarz mit aufgelegtem Wappen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Pfarrkirche St. Georg in Eitting:
erbaut 1713–19 von Anton Kogler, unter Einbeziehung gotischer Langhausmauern. Stattlicher Saalbau; im Chor reicher Stuckdekor von Nikolaus Liechtenfurtner gegen 1720.
  • Filialkirche St. Jakobus d.Ä. in Gaden:
Backsteinbau um 1430, im Chor Netzgewölbe, im Schiff hölzerne Flachdecke, Turm Ende 15.Jh.
  • Filialkirche St. Margaretha in Reisen:
Chor mit Netzgewölbe aus spätgotischer Zeit noch weitgehend erhalten, das Langhaus barockisiert. Turmoberteil 1765 von Johann Baptist Lethner.

Siehe auch → Liste der Baudenkmäler in Eitting

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

In Eitting befinden sich ein Kindergarten und die Grundschule. Eine wohnortnahe Grundversorgung ist mit Bäcker, Metzger und Hofladen gegeben. Der Ort beherbergt heute auch eine Außenstelle der Technischen Universität München und eine Brauerei.

Nördlich des Ortes verläuft die A92 mit der Anschlussstelle Erding. Über die dort beginnende Flughafentangente Ost besteht eine Anbindung in Richtung Erding und darüber hinaus. Der Ort Eitting verfügt über eine Ortsumfahrung, die Kreisstrasse ED19, die den Verkehr zum Münchner Flughafen vom Kernort fernhält. Besonders bei Ostwind (und den damit Richtung Osten startenden Flugzeugen) ist Eitting von Fluglärm betroffen.[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens- Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 572.
  3. Süddeutsche Zeitung vom 31. Mai 2012: "Hier wäre es nicht mehr auszuhalten", abgerufen am 20. Dezember 2012

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Eitting – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien