Eitzing

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Eitzing (Begriffsklärung) aufgeführt.
Eitzing
Wappen von Eitzing
Eitzing (Österreich)
Eitzing
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Ried im Innkreis
Kfz-Kennzeichen: RI
Hauptort: Untereitzing
Fläche: 8,56 km²
Koordinaten: 48° 14′ N, 13° 26′ O48.23972222222213.429722222222419Koordinaten: 48° 14′ 23″ N, 13° 25′ 47″ O
Höhe: 419 m ü. A.
Einwohner: 740 (1. Jän. 2014)
Bevölkerungsdichte: 86 Einw. pro km²
Postleitzahl: 4970
Vorwahl: 07752, 07751
Gemeindekennziffer: 4 12 05
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kirchenplatz 1
4970 Eitzing
Website: www.eitzing.at
Politik
Bürgermeister: Friedrich Freund (ÖVP)
Gemeinderat: (2003)
(13 Mitglieder)
7 ÖVP, 3 SPÖ, 3 FPÖ
Lage der Gemeinde Eitzing im Bezirk Ried im Innkreis
Andrichsfurt Antiesenhofen Aurolzmünster Eberschwang Eitzing Geiersberg (Oberösterreich) Geinberg Gurten Hohenzell Kirchdorf am Inn Kirchheim im Innkreis Lambrechten Lohnsburg am Kobernaußerwald Mehrnbach Mettmach Mörschwang Mühlheim am Inn Neuhofen im Innkreis Obernberg am Inn Ort im Innkreis Pattigham Peterskirchen Pramet Reichersberg Ried im Innkreis Schildorn Senftenbach St. Georgen bei Obernberg am Inn St. Marienkirchen am Hausruck St. Martin im Innkreis Taiskirchen im Innkreis Tumeltsham Utzenaich Waldzell Weilbach Wippenham OberösterreichLage der Gemeinde Eitzing im Bezirk Ried im Innkreis (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Eitzing ist eine Gemeinde in Oberösterreich im Bezirk Ried im Innkreis im Innviertel mit 740 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Ried im Innkreis.

Geographie[Bearbeiten]

Eitzing liegt auf 419 m Höhe im Innviertel. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 4,3 km und von West nach Ost 4,6 km. Die Gesamtfläche beträgt 8,62 km². 13,8 % der Fläche sind bewaldet und 77 % der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt.[1]

Amerika in Eitzing

Ortschaften der Gemeinde sind:

Bankham, Ertlberg, Hofing, Kirchberg, Obereitzing, Probenzing, Sausack, Untereitzing, Ursprung und Wöppelhub.

Als Kuriosum gilt der Ortsteil Amerika, der seit der Einführung von Straßennamen auch als offizielle Adresse existiert.

Nachbargemeinden:

Gurten Senftenbach
Wippenham Nachbargemeinden Aurolzmünster
Mehrnbach

Geschichte[Bearbeiten]

Die heutige Gemeinde Eitzing wurde gebildet aus den früheren Steuergemeinden Eitzing, Berg und Kirchberg. Die Gemeindegründung erfolgte im Jahr 1881.

Auf einer Anhöhe in der Ortschaft Obereitzing stand bereits im 12. Jahrhundert das Schloss der Edlen von Itzing. Schloss und Herrschaft Eitzing blieben noch bis in die zweite Hälfte des 15. Jahrhunderts in Besitz der Eitzinger. Durch Erbschaft kam Eitzing an die Hohenfelder zu Aistersheim und Almeck, die es im Jahre 1638 an die Grafen Ortolf von Trattenbach (St. Martin) verkauften. Im 17. Jahrhundert wurde das Schloss Obereitzing nicht mehr bewohnt und dem Verfall preisgegeben. In seinen Nebengebäuden richtete sich der "Hofbauer" zurecht. Im 19. Jahrhundert wurde am Fuße des Schlossberges eine neue Hofstatt errichtet. An der Nordseite des Hügels befanden sich früher fünf Fischteiche, von denen einer erhalten blieb.

Wappen[Bearbeiten]

Coat of arms Eitzing.svg

Blasonierung: Von Rot und Schwarz schräggeteilt, auf der Teilungslinie drei silberne Ballen hintereinander.

Das Wappen wurde am 7. Mai 1973 verliehen. Es wurde das Stammwappen der Herren von Eitzing, die in der Geschichte der Gemeinde eine große Rolle spielten, übernommen.

Die Gemeindefarben sind Schwarz-Weiß-Rot.

Pfarrkirche[Bearbeiten]

Pfarrkirche von Eitzing

Die Kirche von Eitzing soll von den Edlen von Eitzing gegründet worden sein. Von 1400 - 1785 war Eitzing eine Filiale von Aurolzmünster. Mit Hofdekret Kaiser Josef II. vom 6. März 1784 wurde Eitzing eine selbstständige Pfarre. Der Hochaltar stammt aus dem Jahre 1637 und ist eine Arbeit des Tischlers Hans Widmann und des Bildhauers Ludwig Vogel aus Ried im Innkreis. Die sitzende Schutzmantelmadonna wird zeitlich in das Jahr 1480 eingeordnet. Die Statuen an den Seitenaltären, links, darstellend die Heiligen Georg und Jakob, und rechts, die Heiligen Sebastian und Florian sind eine Arbeit von Thomas Schwanthaler aus dem Jahre 1660/61.

Erwähnenswert ist die 1758 an die Südwestecke der Kirche angebaute Totenkapelle mit Rokokostukkatur und Fresken von Johann Prinner. Sie gilt in kunsthistorischen Kreisen als eine Rarität und ist einmalig in Oberösterreich. Sie wurde 1988/89 vollständig restauriert und steht unter Denkmalschutz.

Die Kirche ist Maria Himmelfahrt geweiht und war zu jeder Zeit das Ziel von Wallfahrern. Papst Pius IX. verlieh der Kirche für das Fest Mariä Himmelfahrt einen vollkommenen Ablass. Die Wallfahrt der Rieder geht auf ein Gelöbnis anlässlich eines Brandes in Ried im Innkreis im Jahre 1704 zurück und auch heute wird die Kirche von Pilgern aus dem Dekanat Ried im Innkreis und ganz Oberösterreich besucht.

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Eitzing

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Partnerschaften[Bearbeiten]

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Jedes Jahr findet in Eitzing im Oktober am dritten Sonntag ein Kirtag statt.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Eitzing – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Land Oberösterreich - Geografische Daten der Gemeinde Eitzing.