Ekibastus

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Ekibastus
Екібастұз
Экибастуз
Wappen
Wappen
Staat: KasachstanKasachstan Kasachstan
Gebiet: Pawlodar
Gegründet: 1898
Koordinaten: 51° 43′ N, 75° 20′ O51.71666666666775.333333333333347Koordinaten: 51° 43′ 0″ N, 75° 20′ 0″ O
Höhe: 347 m
 
Einwohner: 130.903 (1. Jan 2014)[1]
 
Zeitzone: EKST (UTC+6)
Telefonvorwahl: (+7) 7187
Postleitzahl: 141200-141209
Kfz-Kennzeichen: S
 
Gemeindeart: Stadt
Äkim (Bürgermeister): Nurlan Abzalovich Nabiev
Website:
Ekibastus (Kasachstan)
Ekibastus
Ekibastus

Ekibastus (kasachisch Екібастұз/Ekibastus; russisch Экибастуз/Ekibastus) ist eine Stadt in Kasachstan.

Namensgebung[Bearbeiten]

Folgende Legende erklärt, wie die Stadt zu ihrem Namen kam:

Ein Hirte errichtete in der Steppe sein Nachtlager und legte zwei dunkle Steine zusammen, um dazwischen die Feuerstelle anzumachen. Er wusste nicht, dass es zwei Kohlestücke waren, die zu glühen anfingen. Am Morgen markierte er dann die Stelle, an der er diese Wundersteine fand, mit zwei kopfförmigen Salzsteinen. An dieser Stelle entstand dann Ekibastus. Deshalb heißt Ekibastus: eki = „zwei“, bas = „Kopf“, tus = „Salz“.

Geografische Lage[Bearbeiten]

Die Stadt liegt südwestlich der Gebietshauptstadt Pawlodar im Gebiet Pawlodar.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Am 1.Januar 2014 lebten in Ekibastus 130.903 Einwohner. In der Agglomeration leben 146.839 Einwohner.

Ethnische Zusammensetzung[Bearbeiten]

Die Volkszählung vom 1. Januar 2010 ergab eine folgende ethnische Zusammensetzung:[2]

Religionen[Bearbeiten]

Ekibastus ist von konfessioneller Vielfalt geprägt. In der Stadt sind 17 verschiedene Religionsgemeinschaften vertreten.

Die dominierende Religionsgemeinschaft ist der sunnitische Islam, dem die Kasachen mehrheitlich angehören. Die sunnitischen Muslime verfügen in der Stadt über sieben Gemeinden. Eine Moschee wurde im September 1998 eröffnet.

Die Russisch-orthodoxe Kirche verfügt in Ekibastus über eine Kathedrale, die in den 1990er Jahren gebaut wurde. Die feierliche Einweihung der Kathedrale fand am 21. September 2000 statt.

Darüber hinaus gibt es auch römisch-katholische und protestantische Gemeinden.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort wurde 1898 gegründet. 1957 bekam Ekibastus die Stadtrechte verliehen, nachdem die Einwohnerzahl auf über 25.000 gewachsen war. Im Lager Ekibastus war Alexander Solschenizyn inhaftiert, wo seine Erzählung Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch entstanden ist.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Die Stadt wurde neben einem der größten Steinkohlevorkommen der Welt errichtet. Der Steinkohletagebau ist der Hauptwirtschaftszweig der Stadt. In Ekibastus hat das kasachische Kohlebergbauunternehmen Bogatyr Komir seinen Hauptsitz. Es betreibt nahe der Stadt zwei große Tagebauareale.

In der Nähe von Ekibastus befindet sich das Kraftwerk Ekibastus, eines der weltgrößten Kraftwerke, mit dem höchsten Schornstein der Erde (419,7 m). Die gewonnene Elektrizität wird über die Drehstromleitung Ekibastus–Kökschetau abgeführt – die Hochspannungsleitung mit der größten Übertragungsspannung der Welt (1150 kV). Hier begann auch die Linienführung der unvollendet gebliebenen und deshalb nicht in Betrieb gegangenen HGÜ Ekibastus-Zentrum, ein Gleichstromübertragungsleitungsprojekt.

Infrastruktur[Bearbeiten]

Es verfügt über eine Außenstelle der Staatlichen Universität Pawlodar, ein Kulturzentrum mit modernem Kino, einen Basar, eine Moschee und eine Orthodoxe Kirche sowie einen Flughafen für Inlandflüge (IATA-Code EKB).

Beliebtes Erholungsgebiet der Einwohner von Ekibastus ist der nicht weit entfernte Naturpark Bajanaul – ein kleines Gebirge mit bizarren Felsformationen und malerischen Seen.

Verkehr[Bearbeiten]

Der Bahnhof Ekibastus liegt an der Eisenbahnstrecke Astana-Kulunda.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Численность населения Республики Казахстан по областям, городам и районам на 1 января 2014 года (russisch).
  2. http://www.stat.kz/publishing/DocLib4/2010/%D0%94%D0%B5%D0%BC%D0%BE%D0%B3%D1%80%D0%B0%D1%84%D0%B8%D1%8F/Bull_Hsany2010.rar