Ekkehard I. (St. Gallen)

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Ekkehard I. (* 910 im Thurgau; † 14. Januar 973 in St. Gallen) war Mönch und Dekan des Klosters St. Gallen

Ekkehard trat als Verfasser geistlicher Hymnen und Sequenzen hervor. Er gilt als Autor des um 930 entstandenen und im 11. Jahrhundert von Ekkehard IV. überarbeiteten "Walthariliedes". Das in lateinischen Hexametern verfasste Heldenepos, das die Flucht Walthers von Aquitanien mit seiner Geliebten Hildegunde aus dem Hunnenland besingt, ist neben dem Hildebrandslied die einzig erhaltene literarische Fassung einer heimischen Heldensage vor dem 12. Jahrhundert. Es wurde in zehn Handschriften überliefert und 1838 von Jakob Grimm erstmals herausgegeben.

[Bearbeiten] Literatur

  • Samuel Singer: Die mittelalterliche Literatur der deutschen Schweiz. Frauenfeld 1930
  • Rosemarie Katscher: Waltharius. Dichtung und Dichter. Dissertation, Leipzig 1958

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