Ekkehard Schulz

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Ekkehard Schulz, 2007

Ekkehard D. Schulz (* 24. Juli 1941 in Bromberg) ist ein deutscher Manager.

Leben[Bearbeiten]

Schulz studierte Eisenhüttenwesen an der Technischen Universität Clausthal, wo er 1971 auch promovierte.

Anschließend trat er als Vorstandsassistent bei der Thyssen Niederrhein AG in die Thyssen-Gruppe ein. 1985 rückte er in den Vorstand der Thyssen Stahl AG auf, wo er die Fusion der bislang eigenständigen Stahl- und Edelstahlsparten einleitete und zwischen 1992 und 1996 die Zahl der Beschäftigten von 58.000 auf 35.000 massiv reduzierte. Im März 1991 stieg Schulz in den Vorstand der Thyssen AG auf. 1998 wurde Schulz zum Vorstandsvorsitzenden der Thyssen AG bestellt.

1999 war er zusammen mit Gerhard Cromme einer der Initiatoren der Fusion von Krupp-Hoesch und Thyssen zur ThyssenKrupp AG. Von 1999 bis Januar 2011 war er Vorstandsvorsitzender der ThyssenKrupp AG. Sein Nachfolger dort wurde Heinrich Hiesinger.[1]

Schulz wechselte 2011 in den Aufsichtsrat, aus dem er schon Ende desselben Jahres wieder zurücktreten musste, nachdem durch den Bau eines neuen Stahlwerkes in Brasilien bedingte Milliardenverluste offensichtlich wurden. Beim Bau des Werks waren die prognostizierten Kosten weit überschritten worden, darüber hinaus brachen durch die Finanzkrise dann auch noch die Stahlpreise ein. Thyssen-Krupp nahm Abschreibungen / Wertberichtigungen in Höhe von 2,1 Milliarden Euro auf das Stahlgeschäft in Brasilien und den USA vor und wies im Geschäftsjahr 2010/2011 (30. September) einen Verlust von 1,8 Milliarden Euro aus.[2] [3]

Schulz ist (Stand März 2013) in vier Aufsichtsräten: bei Axa, Bayer, MAN und RWE. Er hat Ämter bei der Fraunhofer-Gesellschaft und Acatech. Außerdem kümmert er sich im Auftrag des BDI und der Bundesregierung um das Thema Rohstoffe.

Schulz ist Mitglied im Förderverein der TU Clausthal und in der Akademischen Sportverbindung Barbara im Akademischen Turnbund (ATB).

Im August 2010 positionierte sich Schulz als einer von 40 prominenten Unterzeichnern des Energiepolitischen Appells, einer Lobbyinitiative der vier großen Stromkonzerne, um die Laufzeitverlängerung deutscher Kernkraftwerke voranzubringen.

Bis 30. Juni 2006 war er Mitglied des Aufsichtsrats der Deutschen Bahn AG. Sein Nachfolger in dieser Funktion wurde Eckhard Cordes.[4]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Schriften[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vita auf thyssenkrupp.com
  2. www.rundschau-online.de
  3. handelsblatt.com 20. Januar 2012: Interview
  4. Meldung DB-Aufsichtsrat für Börsengang. In: Eisenbahn-Revue International. Heft 8–9/2006, ISSN 1421-2811, S. 378.
  5. Verleihung des Innovationspreises des Landes Nordrhein-Westfalen am 2. November 2009, abgerufen am 20. Oktober 2009