Ektrodaktylie

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Ektrodaktylie (von altgriechisch ἐκτροπή ektropē ‚Abwendung, Abweichung‘ und δάκτυλος dáktylos ‚Finger‘)[1] bezeichnet eine angeborene Fehlbildung des Hand- oder Fußskeletts. Dabei sind Finger oder Zehen verstümmelt oder fehlen (Oligodaktylie), was auch als Spalthand bzw. Spaltfuß bezeichnet wird.

Eine Ektrodaktylie kann einzeln auftreten und ist dann oftmals nicht genetisch bedingt, oder kann in Kombination mit anderen Fehlbildungen Teil eines genetisch bedingten Fehlbildungssyndroms sein, wie z. B. dem Karsch-Neugebauer-Syndrom [2][3] mit Augenmißbildungen, dem Gollop-Wolfgang-Syndrom mit einseitiger Hand-Ektrodaktylie und einseitiger Femur-Bifurkation, dem Tibia-Aplasie-Ektrodaktylie-Syndrom oder dem ADULT-Syndrom.

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Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Wilhelm Gemoll: Griechisch-Deutsches Schul- und Handwörterbuch. G. Freytag Verlag/Hölder-Pichler-Tempsky, München/Wien 1965.
  2.  J. Karsch: Erbliche Augenmissbildung in Verbindung mit Spalthand und -fuß. In: Zeitschrift für Augenheilkunde. 89, 1936, S. 274-279.
  3.  H. Neugebauer: Spalthand und -fuß mit familiärer Besonderheit. In: Zeitschrift für Orthopädie und ihre Grenzgebiete. 95, 1962.
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