El-Castillo-Höhle

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Höhlenzugang im April 2008.
Fundstück aus der Ebene des Magdaléniens mit eingraviertem Hirsch.

Die Höhle Cueva de El Castillo bei Puente Viesgo im spanischen Kantabrien ist für ihre ca. 40.000 Jahre alte Höhlenmalerei (älteste der Welt) berühmt. Sie gehört zum Monte Castillo Höhlenkomplex.

Der Eingang war bereits 1903 von Hermilio Alcalde del Río (1866–1947) entdeckt worden, kurz darauf begann die Freilegung. Auch der Deutsche Hugo Obermaier nahm ab 1909 an mehreren Grabungskampagnen teil. Die Malereien werden dem frühesten Jungpaläolithikum zugeordnet und als die wahrscheinlich ältesten Kunstwerke Europas anerkannt, älter als die der Chauvet-Höhle und stammen bereits aus der Zeit vor dem Aurignacien Aquitaniens oder anderer Teile Mittel- und Westeuropas.[1]

2008 wurde sie von der UNESCO als Bestandteil der paläolithischen Höhlenmalereien im Norden Spaniens ausgezeichnet.

Die in der Höhle entdeckten ca. 25 Handabdrücke sehen wie Graffiti aus. Sie entstanden, indem man eine Hand an die Höhlenwand legte und Pigment darüber blies. Auch nach der Neudatierung gilt als wahrscheinlich, dass die Kunst von modernen Menschen stammt, aber auch die letzten Neandertaler können als Urheber nicht ausgeschlossen werden. Es gibt auch Tierdarstellungen, die aber jüngeren Datums sind.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Cuevas del Monte Castillo – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Victoria Cabrera Valdes, James L. Bischoff: Accelerator 14C dates for early upper paleolithic (basal Aurignacian) at El Castillo Cave (Spain). In: Journal of Archaeological Science 16, Nr. 6, 1989, S. 577-584, doi:10.1016/0305-4403(89)90023-X.

43.292353-3.965541Koordinaten: 43° 17′ 32,5″ N, 3° 57′ 55,9″ W