Ölweiden

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Ölweiden
Schmalblättrige Ölweide (Elaeagnus angustifolia)

Schmalblättrige Ölweide (Elaeagnus angustifolia)

Systematik
Kerneudikotyledonen
Rosiden
Eurosiden I
Ordnung: Rosenartige (Rosales)
Familie: Ölweidengewächse (Elaeagnaceae)
Gattung: Ölweiden
Wissenschaftlicher Name
Elaeagnus
L.

Die Ölweiden (Elaeagnus) sind eine Pflanzengattung mit etwa 45-90 Arten innerhalb der Familie der Ölweidengewächse (Elaeagnaceae).

Namensgebung[Bearbeiten]

Der Gattungsname nimmt im ersten Wortteil Bezug auf das griechische Wort élaios für den Ölbaum und dessen Frucht, die Olive, wegen der fleischigen, essbaren Steinfrucht der Ölweide und im zweiten Wortteil vermutlich auf das lateinische Wort ágnos für Lamm wegen der weißfilzigen Laubblätter.[1] Andere Quellen führen jedoch den zweiten Wortteil auf das griechische gnos für Erkenntnis bzw. Gotteserkenntnis zurück.

Verbreitung[Bearbeiten]

Sie haben ihre Verbreitung von den warm gemäßigten Breiten bis zu den Subtropen der Nordhalbkugel, mit einer Art in Australien. Ein Schwerpunkt der Artenvielfalt ist Asien. In China kommen etwa 67 Arten vor, davon 55 nur dort.

Beschreibung[Bearbeiten]

Elaeagnus-Arten sind meist frostharte und robuste, immergrüne oder laubabwerfende Sträucher oder kleine Bäume, die meist selbstständig aufrecht oder manchmal kletternd wachsen. Einige Arten besitzen Dornen. Blätter, die Rinde junger Zweige und Blütenknospen besitzen silbrige bis braune Schuppen. Die wechselständigen Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die einfache Blattspreite besitzt meist einen glatten Rand.

Die Blüten stehen einzeln oder zu mehreren in den Blattachseln zusammen. Die zwittrigen Blüten sind meist vierzählig. Die vier weißen oder innen gelben Kelchblätter sind röhrig verwachsen. Die nur vier Staubblätter sind mit der Kelchröhre verwachsen. Der Griffel ist gerade. Es werden kugelige bis längliche Steinfrüchte gebildet; selten (Elaeagnus mollis) sind sie geflügelt. Der meist achtrippige Samen besitzt einen großen Embryo.

Systematik[Bearbeiten]

Der Gattungsname Elaeagnus wurde von Carl von Linné in seinem 1753 erschienenen Werk Species Plantarum aufgelistet, wo die beiden Arten Elaeagnus angustifolia und Elaeagnus latifolia genannt wurden. Ein Synonym ist Oleaster Heister ex Fabricius. In der Gattung Elaeagnus werden heute etwa 45 bis 90 Arten unterschieden. Viele der Arten sind morphologisch kaum unterscheidbar, deshalb werden wohl einige Arten zusammengefasst werden. Hier eine Auflistung der bei GRIN genannten Arten und Arthybriden:[2]

Quellen[Bearbeiten]

  • Haining Qin & Michael G. Gilbert: Elaeagnaceae in der Flora of China, Vol. 13, S. 251: Elaeagnus - Online.

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Helmut Genaust: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen, Nikol-Verlag, Hamburg 1996 ISBN 978-3-937872-16-2, S. 223-224.
  2. Artenliste bei GRI

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ölweiden (Elaeagnus) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien