Elaine Chao

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Elaine Chao

Elaine Lan Chao (Chinesisch: 趙小蘭, pinyin: Zhào Xiǎolán, Wade-Giles Chao Hsiao-lan; * 26. März 1953 in Taipeh) ist eine US-amerikanische Politikerin (Republikanische Partei). Sie war von 2001 bis 2009 Arbeitsministerin der USA unter Präsident George W. Bush und die erste asiatisch-amerikanische Frau, die ein Ministeramt auf nationaler Ebene innehatte.

Kindheit und Ausbildung[Bearbeiten]

Nach der Machtübernahme der Kommunisten flohen Elaine Chaos Eltern vom Festland nach Taiwan. Elaine wuchs in Taipeh als älteste Tochter von James S. C. Chao (趙錫成 Zhào Xīchéng), einem Geschäftsmann aus Shanghai, und Ruth Mu-lan Chu (朱木蘭 Zhū Mùlán), einer Historikerin, auf. Im Alter von acht Jahren emigrierte sie in die USA, wo ihr Vater in der Zwischenzeit ein Handelsgeschäft aufgebaut hatte, und besuchte die Syosset High School in Long Island, New York.

Sie schloss 1975 mit einem B.A. in Ökonomie vom Mount Holyoke College und einem Master of Business Administration der Harvard Business School ab. Sie studierte außerdem am Massachusetts Institute of Technology, dem Dartmouth College und der Columbia University. Chao erhielt 34 Ehrendoktorwürden.

Karriere[Bearbeiten]

Nachdem sie für kurze Zeit Banker bei der Citigroup war, wurde sie 1983 als White House Fellow für das Amt für Politikentwicklung ausgewählt, einem Programm, das ambitionierten Personen Zugang zur Regierung bieten soll. Während ihrer Zeit als Vize-Präsidentin der Bank of America's Kapitalmärkte war sie in Spenden an republikanische Kandidaten in Kalifornien involviert.

1986 dann ging Chao zurück nach Washington, um erst als stellvertretende Leiterin der US Maritime Administration im Amt für Transportwesen und danach von 1988 bis 1989 Vorsitzende der U.S. Maritime Commission (Kommission für Angelegenheiten auf See) zu werden.

Der damalige Präsident George Bush schlug sie 1989 als stellvertretende Ministerin für Transportwesen vor, von 1991 bis 1992 war sie schließlich Direktorin des Peace Corps, einem seit 1961 laufenden Programm, das freiwilligen Amerikanern Möglichkeiten zur Arbeit im Ausland bietet. In der Zeit als Chao Direktorin war, erweiterte das Peace Corps seine Präsenz auf eine Reihe neuer Staaten wie Lettland, Litauen oder Estland.

Auch arbeitete Elaine Chao für vier Jahre als Präsidentin von United Way of America, einer Vereinigung von Hilfsorganisationen. Von 1996 bis zu ihrer Ernennung zur Arbeitsministerin war sie vornehmes Mitglied der Heritage Foundation, einer konservativen Washingtoner Ideenschmiede. Als einziger Minister im Bush-Kabinett absolvierte sie die komplette achtjährige Amtsperiode gemeinsam mit dem Präsidenten.

Familie[Bearbeiten]

Elaine Chao ist mit dem Vorsitzenden der republikanischen Fraktion im US-Senat, Mitch McConnell aus Kentucky, verheiratet. Alle fünf Kinder des Paares sind Mädchen.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Elaine Chao – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien